18.01.2015

MICHELS NEUES BUCH


So sieht es auch ...

Bevor ich mich am Freitag vom Flughafen direkt zu meinem Taxi begab, habe ich im einzigen Presseshop in TXL das letzte Exemplar von "Unterwerfung" erworben, dem neuesten Buch von Michel H., welches genau an diesem Tag auf Deutsch erschienen war. Ich hatte das in diesem Beitrag nicht erwähnt, weswegen ich es hier nachhole. Bevor ich zum Lesen kam, musste ich aber erstmal aufs Neue mit den vielen Knöpfen im Taxi klarkommen. Das passiert mir regelmäßig, wenn ich ein paar Tage nicht gefahren bin.

Das war wohl auch der Grund, dass ich noch keine meiner Klassik-CDs eingelegt hatte, sondern das Radio einschaltete. Der Kollege Tagfahrer hatte dort einen dieser unmöglichen Sender für mich hinterlassen, deswegen wechselte ich zu Info-Radio, was ich, wie eigentlich so gut wie alle hiesigen Radio-Sender, nicht mehr hören kann. Das Umschalten hat sich aber gelohnt.

Das lag nicht daran, dass der Hörer etwa über Michels neues Buch informiert worden wäre. Das wäre wirklich etwas viel verlangt - auch vom Info-Radio. Das Buch, in dem es um einen zukünftigen französischen Präsidenten muslimischen Glaubens geht, ist in Frankreich genau am Tag des Pariser Attentats erschienen, was es nicht automatisch zu einem guten Buch macht. Das Timing ist allerdings bemerkenswert, um nicht das in meinem letzten Beitrag benutzte Wort Schicksal zu bemühen.

Wenn auch nicht direkt, so hatte das Interview im Info-Radio doch etwas mit dem Thema des Buches zu tun. Interviewt wurde übrigens Frank Richter, immerhin Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Was das Interview so interessant macht, ist nicht nur die angenehme Stimme des katholischen Pfaffen aus Sachsen. Nein, es ist auch das, WAS Frank Richter sagt. Am Besten Du hörst es Dir selbst mal an.

Nachdem ich Michels neues Buch durchgelesen habe, kann ich sagen, dass es dort eine Menge Parallelen zum Interview gibt. Dazu muss man aber das Interview auch bis zu Ende hören, wo es um das Problem eines Mannes geht, eine Frau zu finden. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber genau darum geht es in Michels neuem Buch auch. Der Rest ist zwar auch lesenswert, letztendlich aber nur dazu da, die "Löcher" dazwischen "zu stopfen".

Foto&Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen