17.01.2015

FLIEGEN GESTERN UND HEUTE


"Großer Berliner Funkturm", auch bekannt als "Alexanderturm"

Fliegen ist anstrengend geworden, das muss ich schon sagen. Früher war Fliegen etwas exklusives. Heute fliegt jeder - leider. Nichts gegen jeden, aber es sind ihrer wirklich zu viel. Und zu viele Leute auf zu engen Raum machen aggressiv und krank. Im Prinzip das bekannte Großstadtphänomen - nur in Miniatur.

Aber nicht nur deswegen versuche ich das Fliegen möglichst zu vermeiden. Gegen das Viel-Fliegen spricht viel. Angefangen damit, dass man nur dort wirklich war, wo man zu Fuß war. Ist übrigens nicht von mir, sondern von Goethe.

(Goethe hat auch noch andere kluge Sachen gesagt. Beispielsweise das hier: "Alles, was entsteht; ist wert, dass es zugrunde geht." Das scheinen allerdings die, die mit Vokabeln wie "too big to fail" oder "systemrelevant" um sich werfen, schon nicht mehr zu kennen.)

Heute ist mit dem Taxi zu fahren exklusiver als zu fliegen. Das kann man gut finden oder nicht, es ist eine Tatsache. Einen Vorteil hat das zumindest: Man kommt im Taxi zwar mit weniger Menschen in Kontakt, dafür aber tiefer, und ungefährlicher ist es auch.

Die Theorie, dass die trockene Luft im Flugzeug krank machen würde, hat mich ehrlich gesagt noch nie überzeugt. Sicherlich, die Gefahr geht von der Lüftung aus. Es ist aber nicht die trockene Luft, die krank macht, sondern die vielen Keime, die mittels Lüftung "fein säuberlich" und sozusagen "demokratisch" auf alle verteilt werden.

Früher sagte man "Schuster, bleib' bei deinen Leisten!" Überträgt man das auf hier und heute, heißt das: "Taxifahrer, bleib' bei deinem Taxi!"

Foto&Text TaxiBerlin

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