28.12.2014

WEIHNACHTEN IM ARTEMIS NOCHMAL


Halenseestraße / Charlottenburg-Wilmersdorf

Doch glatt das verkehrte Bild veröffentlicht gestern. Die Jüngeren werden es nicht mehr wissen, aber die sind ja sowieso asexuell und reden lieber über Geld als über Orgasmus. Die Älteren beklagten sich früher immer über das niedrige Niveau der Clubs. Und sie hatten Recht! Ein Weihnachtsbaum vorm Club? Wo kommen wir denn da hin!

Heute ist das anders! Da sieht's vor den Clubs (Foto) so aus wie im Prenzlauer Berg. Im Bildhintergrund in der Mitte übrigens der kleine Funkturm. Der große Funkturm steht ja bekanntlich am Alex und wird auch gerne Alexanderturm genannt, zumindest von denen aus dem Prenzlauer Berg. (Für die Älteren: Hieß früher Fernsehturm!)

Da haben jetzt ganz aktuell wahnsinnig kreative und vor allem investigative Journalisten herausgefunden, wie die ihre Kinder nennen im Prenzlauer Berg. Und zwar: Victor Paul Theodor, Ada Mai Helene, Rufus Oliver Friedrich, Cäcilie Helene, Edvard Neo, Freya Luise Apollonia, Frederick Theodor Heinrich, Leonore Anna Maria Chiara Helena und so weiter und so fort ...    Allesamt Namen, genauso wie der Alexanderturm, die man sich merken muss.

Die Frauen im Artemis heißen da, soweit mir bekannt ist, anders. Aber die sind auch nicht von blauem Blut. Apropos Frauen im Artemis. Da gibt es durchaus eine positive Entwicklung, die nicht unerwähnt bleiben soll. Wenn sie nach der Arbeit mit dem Taxi nach Hause fahren, was meistens irgendwo am Stuttgarter Platz ist, dann geben sie jetzt immer brav Trinkgeld. Das war vor zehn Jahren noch nicht selbstverständlich, zumindest bei den Frauen aus Osteuropa, und kann durchaus als gelungene Integration bezeichnet werden.

Foto&Text TaxiBerlin

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