06.11.2014

WORUM ES HIER GEHT


Taxischild ohne Taxi aber mit Siegelung ebenda

Vielen ist nicht klar, dass das ein Taxi-Blog ist, geschweige denn, dass er/sie/es verstehen würde, worum es hier geht. Mir ist es manchmal ehrlich gesagt auch nicht klar, und deswegen dieser Beitrag, den ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke, aber vor allem, was das hier ist.

Wie ich bereits an dieser Stelle berichtete, lichten sich seit einiger Zeit die Reihen der Taxi-Blogs im Internet. Das hat verschiedene Gründe, oft auch individuelle. Und trotzdem erlaube ich mir zusammenzufassen, dass die Betreffenden offensichtlich nichts mehr zu sagen hatten, was als Selbsterkenntnis, wenn es denn eine ist, nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Nicht hoch genug eingeschätzt werden kann deswegen, weil es immer noch viel zu viele Taxi-Blogs im Internet gibt, die Erkenntnis der Kollegen und "Kollegen", die mit gutem Beispiel vorangingen und einfach aufhörten, als ihnen nichts mehr einfiel, noch nicht bei jedem angekommen ist. Und das, obwohl es beim Taxifahren genau darum geht: Ums Ankommen!

Nein, wahrlich nicht, denn was müssen wir heute wieder lesen? Dass sich ein Taxifahrer freut, wenn er morgen arbeiten kann, weil es ist ja Bahn-Streik und er schreibt so gerne über Geld, genau genommen schreibt er nur über Geld, und das erhofft er sich für morgen ... Blah, blah, blah ... wie langweilig! Aber vor allem: Wie arm?

Aber bleiben wir beim Thema: Ich werde morgen nicht fahren, und ich sage Dir auch Warum. Ich fahre Donnerstags nie! Früher, als das Wochenende noch am Donnerstag begann, da Ja. Jetzt aber habe ich nicht nur, nein, ich brauche sie auch einfach - meine Routine, meinen geregelten Wochenablauf. Und den zu ändern, nur weil die Bahn mal nicht fährt - wie billig ist das denn?!

Dann gibt es noch die Themen, die jedem Idioten einfallen, der von nichts 'ne Ahnung und trotzdem 'ne Meinung zu allem hat: Die Konkurrenz aus dem Internet, Anschnallpflicht, Taxitarif, Neuer Flughafen usw usf ... Ja es gibt wirklich Taxi-Blogs, die sich mit solchen Themen beschäftigen, obwohl das Internet und auch sonst die Welt voll ist mit diesen Nicht-Informationen.

Der Rest schreibt Geschichten, oder gleich ganze Bücher, die mit "Stieg mir neulich einer ein ..." beginnen, mit "wir haben uns alle lieb ..." weitergehen, und mit "wenn sie sich mal nicht lieb haben, leben sie (leider) immer noch" enden. Gähn ... Rülps ... Kotz ... Verzeihung - aber es tut mir gar nicht leid.

Leid tun mir eigentlich nur die Leser dieser Blogs. Obwohl, wenn ich's mir recht überlege: Nicht wirklich! Denn wie sagte schon ein Kollege vor mir: "Wer den Leser kennt, der tut nichts mehr für den Leser." Auch deswegen geht es hier auf dieser Seite eben mal nicht um Dich, mein einziger Leser, und ich hoffe da auf Dein Verständnis, was mir aber ehrlich gesagt auch egal ist.

Wer diesen ganzen Mainstream-Quatsch lesen will, ist hier definitiv verkehrt. Hier wird der Text zwischen den Zeilen der anderen geliefert. Hier werden nicht nur Hauptstraßen gefahren, und auch nicht nur geradeaus. Nein, hier ist man auch in den dunklen Gassen der Seele unterwegs. Hier wird auch mal abgebogen, und das Links und Rechts, denn nur vom Vorbeifahren sieht man nix. Und überhaupt ist man sowieso nur wirklich dortgewesen, wo man zu Fuß war.

Foto&Text TaxiBerlin

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