27.11.2014

NOCHMAL NACHHALTIGKEIT


Wohnungstür (verschlossen)

Dass mir ausgerechnet Günter Grass beispringen würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Andererseits, es war auch eine ältere Dame, die mich in meiner Taxe darauf hinwies, dass Nachhaltigkeit Verzicht heißt. Ich hatte bereits an dieser Stelle darüber geschrieben. Der ein oder andere wird das nicht verstanden haben, was auch an mir lag, das gebe ich gerne zu, weil ich es nicht erklärt hatte. Das hat nun komischerweise Günter Grass für mich übernommen, indem er Zwangseinquartierungen für Flüchtlinge ins Spiel brachte.

Gut, man kann von Günter Grass halten, was man will. Zu meinen Lieblingsautoren gehört er definitiv nicht. Aber seine Idee finde ich gut. Einerseits, weil wirkliche Hilfe immer konkret und praktisch ist, und nicht nur theoretisch und abstrakt. Anderseits, weil das die Spreu vom Weizen trennt, also gute Menschen, die wirklich Gutes tun, von Gutmenschen, die die gute Tat immer an andere und am liebsten ans andere Ende der Welt mindestens aber der Stadt delegieren.

Foto&Text TaxiBerlin

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