23.07.2014

DER SUPERMARKT BEI MIR AN DER ECKE


Bar bei mir an der Ecke

Das Schild gehört nicht zum Supermarkt sondern zur Bar bei mir an der Ecke, genau gegenüber vom Supermarkt. Die Bar soll uns an dieser Stelle nicht weiter interessieren, da es sich bei ihr bereits um exterritoriales Gebiet handelt. Das Schild von der Bar habe ich aber nicht nur genommen, weil ich gerade keins vom Supermarkt hatte, sondern weil spätestens seit Beginn der Ferien der Supermarkt ebenfalls zum exterritorialen Gebiet zu verkommen scheint. Bevor ich der Frage nachgehe, wie es dazu kommen konnte, noch ein paar Sätze zum Supermarkt allgemein. Also es ist kein Aldi oder Lidl, und auch kein Kaufland & Co, sondern eher so was Mittelklassiges, wenn nicht gar gehobene Mittelklasse. Vielleicht ist dieser Umstand bereits die Wurzel allen Übels ...

Doch beginne ich am Besten von Vorne. Früher gab es am Supermarkt an der Ecke eine Kasse und die war auch vollkommen ausreichend. Heute gibt es vier und die reichen immer noch nicht aus. Neulich, um genau sein: gestern, habe ich drei Anläufe gestartet, um einmal in aller Ruhe einzukaufen. Alle drei vergeblich! Meist konnte ich wegen doofen Kids und Doppel-Kinderwagen gar nicht zum gewünschten Regal durchkommen. Einmal ist es mir dann doch gelungen, aber da reichte die Schlange an den Kassen gleich wieder bis zur Fleischtheke am anderen Ende des Supermarktes. Also ich wieder zurück und die Sachen, die ich eigentlich einkaufen wollte, fein säuberlich in die Regale gelegt. Ich erwähne das nur, weil das heute nicht mehr selbstverständlich ist.

OK, ich werde nicht gleich verhungern. Vielleicht eher noch verdursten. Um ganz ehrlich zu sein, bin ich sowieso gerade auf Diät. Deswegen möchte ich mich weder über die zusätzliche Bewegung noch über die reduzierte Nahrungsaufnahme wirklich beschweren. Und "Friss die Hälfte!" (FdH!) ist sowieso die beste Diät. Allerdings nur, wenn Du sie, so wie ich es tue, mit zusätzlicher Bewegung kombinierst, was viele Leute vergessen.

Bleibt die Frage: Woher kommen die ganzen Leute? (Ich kenne keinen von ihnen, nicht mal vom Sehen!) Und was wollen sie hier? (Wenn sie nur zum Einkaufen kommen würden und morgen wieder weg wären - kein Problem!) Dazu noch zur Ferienzeit, wo man davon ausgehen könnte, daß jeder, der kann, erstmal die Stadt verlässt. Offensichtlich können die nicht! Oder wollen sie nur nicht? Wollen sie uns, also dir und mir, vielleicht ganz bewusst auf die Nerven gehen? Ist alles ganz und gar von langer Hand vorbereitet? Ist es bereits die "Kritische Masse" oder nur ein "Supermarkt-Flash-Mob"? Oder doch schon das "Kiez-Rausekel-Kommando"?

Foto&Text TaxiBerlin

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