30.06.2014

"SCHLECHT, SCHLECHTER, GESCHLECHT"


everywhere

Bisher dachte ich wie viele von Euch, daß "Gender" studiert, wer nicht weiß, ob er Männchen oder Weibchen ist. "Gender", für die wenigen, die es nicht wissen, sind sogenannte "Geschlechterstudien". Und: "Gender" hat in Berlin sogar ein eigenes Institut, obwohl die "Geschlechterstudien", wenn überhaupt, nur ein Teilgebiet der Soziologie sind. So dachte ich zumindest bisher.

Seit meinem letzten Fahrgast ist das anders. Genau genommen war es eine Fahrgästin (darauf legte sie großen Wert) und engagierte Feministin (gibt es eigentlich männliche Feministen?). "Gender", soviel sei noch verraten, studieren zu 99 Prozent Frauen und solche, die es werden wollen. Männer sind zwar nicht ausdrücklich verboten, aber eher "wohlgelitten".

Doch zurück zu meiner Fahrgästin, von der ich, ein offener Typ wie ich bin, wirklich etwas gelernt habe, und zwar folgendes: Es gibt in Wahrheit keine Geschlechter, und wenn überhaupt nur Eins, weil alles anerzogen ist! Penis, Hoden, Testosteron ... - alles anerzogen! Aber nicht nur das! Auch Brust, Vagina, Regelblutung ... - alles anerzogen! Was - Du glaubst mir nicht?!? Dann ließ hier!

PS: Jetzt funktioniert auch der Link!

Foto&Text TaxiBerlin

29.06.2014

WERBUNG VERSTEHEN


"Und das ist auch gut so ..."

Was will uns diese Werbung sagen? Und wer oder was ist "mein LOTTO", der oder das weiß, "welche Zeitschriften ich am liebsten lese"? Ich vermute, daß mit LOTTO die Lottogesellschaft gemeint ist, weiß es aber nicht genau. Vielleicht ist LOTTO auch "nur" der Codename für die NSA. Offensichtlich weiß aber jemand Dinge über mich, den ich nicht kenne, und das soll auch noch gut so sein. Oder worüber freut sich die Frau rechts im Bild? Sollte es denn wirklich möglich sein, daß sie noch nie von Edward Snowden gehört hat?

Foto&Text TaxiBerlin

28.06.2014

EIN TRENDSETTER BEI DER ARBEIT (FORTSETZUNG)


Spandauer Damm / früher Charlottenburg / heute Charlottenburg-Wilmersdorf

Viele, die erst vor Kurzem zu meinem Blog gefunden haben, wissen gerade einmal, daß ich der Erfinder des "Friedhoffrühstücks" bin. Der andere Trend, den ich bereits vor einiger Zeit "gesettet" habe, die Rede ist von "Bauhelme gegen Baustellen", ist den meisten leider zu unrecht völlig unbekannt. Und das, obwohl gerade ein spezieller Laden nur für Bauhelme (Foto) in Charlottenburg aufgemacht hat.

Foto&Text TaxiBerlin

27.06.2014

"FUSSBALL MIT MUSIK" oder "WIE DER HERR SO'S GSCHERR"


Kino Babylon / Rosa-Luxemburg-Platz

Überträgt man "Wie der Herr so's Gscherr" auf's Taxifahren, kommt man automatisch auf mich. Ich weiß, das klingt jetzt sehr dick aufgetragen, ist aber die Wahrheit. Während sich andere Taxifahrer mit grölenden oder gar kotzenden Fahrgästen rumschlagen müssen, steigen bei mir nur Schöngeister oder zumindest schöne Menschen ein, und das muss schließlich einen Grund haben. Gestern zum Beispiel war es eine nicht nur extrem reizende sondern auch sehr kluge junge Frau, die mich auf die Orgel im Kino Babylon hinwies, der einzig verbliebenen Orgel in einem Kino in Deutschland. Aber nicht nur das! Nein, eine ambitionierte Orgelspielerin begleitet darauf jedes Spiel der Fussball-WM in Brasilien. Ich weiß, das hört sich erstmal bescheuert wenn nicht gar irre an, ist aber geradezu genial. Ich kann das sagen, denn ich habe es ausprobiert. Das blöde Taxi hab ich kurzerhand abgestellt, wollte sowieso keiner mehr Taxe fahren, und rein ins Kino. Was soll ich Dir sagen? Du musst es einfach ausprobieren, wenn Du ein Fein- oder Schöngeist bist! "Fussball mit Musik" bei jedem Spiel im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz!

PS: Der Eintritt ist frei und man darf sein eigenes Bier mitbringen!

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INS GRAS BEISSEN IN BERLIN


Ein neuer Trend?

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, warum Menschen nach Berlin kommen. (Böse Menschen schreiben in diesem Zusammenhang bereits von "Der elften Plage") Daß auch Leute kommen, um hier ins Gras zu beißen (Foto), ist noch weitgehend unbekannt. Ob man in diesem Zusammenhang bereits von einem neuen Trend reden darf, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Aufgrund eigener Erfahrungen als Trendsetter neige ich persönlich eher zur Vorsicht. Vieles wurde uns in der Vergangenheit bereits als neuer Trend verkauft, was sich bei genauerer Betrachtung nur als individuelle Problematik entpuppte.

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26.06.2014

ZURÜCK IN OST-BERLIN


Kein Gold / Kein Links / Kein Rechts

Hier gibt es zwar kein Gold wie in West-Berlin (aber immerhin Chrome!), und auch "weder links noch rechts", sondern nur "vor oder zurück" (siehe Foto). Auf den Tag genau vor vier Jahren erklärte ich bereits, warum das nicht nur möglich, sondern sogar besser so ist.

PS: Obwohl viele denken, es würde immer nur vorwärts gehen, stimmt das nicht. Das merkt man meist aber erst morgen.

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25.06.2014

NEULICH IN WEST-BERLIN (TEIL SIEBEN)


Goldene Quadriga / Kranzler-Eck / West-Berlin

Goldene Wasserhähne, Polizisten die sich im Schatten sonnen, Fünf Sterne Spätshop, Sekret-Garten und XXL Baumarkt - in West-Berlin ticken die Uhren anders. Selbst die Quadriga sieht hier dort anders aus ...

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24.06.2014

NEULICH IN WEST-BERLIN (TEIL SECHS)


Am Kuh-Damm / West-Berlin

In West-Berlin ist natürlich alles immer noch größer und auch viel schöner als im Ost-Teil der Stadt. Aber wem nützt der größte Baumarkt, wenn er doch geschlossen hat?!?

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23.06.2014

MONTAGSDEMO IN BERLIN


Potsdamer Platz / früher Tiergarten / heute Neue Mitte

Was mich am Taxifahren am meisten stört, es muss einmal gesagt sein, ist, daß ich als Taxifahrer immer dahin fahren soll, wo der Fahrgast hin will. Manchmal, Ausnahmen bestätigen die Regel, ist diese Art der Prostitution aber auch ein Segen. Heute zum Beispiel wollte ein Fahrgast zur Montagsdemo. Nachdem ich so viel Negatives seitens der offiziellen Medien über dieses Event gehört hatte, war ich nicht gerade versessen darauf, zum Potsdamer Platz zu fahren, zumal dieses Disney-Land für Berlin-Touristen überhaupt nicht mein Pflaster ist. Zugegeben, von der Demo habe ich nicht viel mitbekommen. Als alter Bücher-Narr fand ich aber ein/zwei Titel der dortigen Bücher-Tausch-Börse durchaus interessant. Leider, und das war allein mein Fehler (da war meine Vorbereitung auf diese Montags-Schicht einfach nicht gut), hatte ich mein Buch zum Tauschen nicht dabei.

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RECENTLY IN WEST-BERLIN (PART FIVE)


Kantstraße / West-Berlin

Erste Fremdsprache in West-Berlin ist Englisch, im Gegensatz zu Ost-Berlin! Dort hier ist es das Russische. Für den aus Ost-Berlin bleibt deswegen die Frage, was es mit dem "Sekret-Garten" auf sich hat.

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22.06.2014

NEULICH IN WEST-BERLIN (TEIL VIER)


Berliner Polizei in West-Berlin - Gut Getarnt

Während in Ost-Berlin die Polizei permanent in kompletter Kampfausrüstung à la Erster Mai rumfahren muss, dürfen ihre West-Berliner Kollegen den ganzen Tag gut getarnt im Schatten der Gedächtniskirche abhängen.

Polizist in West-Berlin müsste man sein ...

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21.06.2014

NEULICH IN WEST-BERLIN (TEIL DREI)


Im Schatten der Alzheimer Gedächtnis-Kirche / West-Berlin

Daß die Preise im West-Berliner "Fünf Sterne Spätshop" höher sind als im Ost-Berliner "Späti" hat nichts damit zu tun, daß der Inhaber etwa einer dieser neuen Berliner Raffkes wäre. Ganz im Gegenteil! Der Grund ist einfach der, daß Du in West-Berlin nicht einfach nur ein blödes Bier (rechts im Bild) erwirbst. Nein, hier dort wird Dir immer gleich ein ganzer Lebensstil einschließlich Sommerdusche (Von oben! Woher sonst?!) und goldenem Hut (Auf dem Kopf!) mit-verkauft.

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20.06.2014

NEULICH IN WEST-BERLIN (TEIL ZWEI)


Späti De Luxe / Kantstraße / West-Berlin

Die Spätverkaufstelle, die uns in Berlin nach der Lounge und in den ganzen Friseuren ereilte, und im Osten einfach nur "Späti" heißt, ist in West-Berlin ein "Fünf Sterne Spätshop", der sich vom Angebot her kaum von denen in Ost-Berlin unterscheidet, aber von den Preisen ...

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19.06.2014

NEULICH IN WEST-BERLIN (TEIL EINS)


Goldene Wasserhähne / Kranzler-Eck / West-Berlin

Immer wieder werde ich von meinen Fahrgästen gefragt, ob es sie denn noch gäbe, die Unterschiede zwischen Ost- und West-Berlin. Lange Zeit glaubte ich, daß die Mauer nur noch im Kopf von Leuten existiert, die solche Fragen stellen. Dabei stimmt das gar nicht! Die Unterschiede zwischen Ost und West gibt es wirklich noch, und das nicht zu knapp. Nein, es gibt sie sogar so zahlreich, daß ich gleich 'ne ganze Serie aus ihnen mache. Den Anfang machen die Goldenen Wasserhähne vom Café Kranzler, von denen viele immer dachten, sie wären nur ein Mythos. Die Goldenen Wasserhähne von West-Berlin gibt es wirklich, aber nicht etwa nur einen, und auch nicht nur zwei oder drei, nein, ganze vier an der Zahl und direkt nebeneinander!

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18.06.2014

ERSTES DEUTSCHES OPFER DER FUSSBALL WELTMEISTERSCHAFT IN BERLIN


So sieht's aus ...

Beim Jubeln umknicken, stürzen und sich dabei die Schulter brechen - das schafft nicht jeder. Genau genommen ist er das erste deutsche Opfer der Fussball Weltmeisterschaft in Brasilien. Passiert ist das Ganze aber in Berlin. Das Schlüsselbein stand etwa zehn Zentimeter über dem Schultergelenk. Genau genommen hing der Arm aufgrund seines Gewichtes aber "nur" zehn Zentimeter herunter. Sah auf jeden Fall nicht schön aus, und an weiter trinken feiern war erstmal nicht zu denken. Wie auch immer - das erste deutsche Opfer war bei mir im Taxi richtig, denn nicht jeder Taxifahrer kennt sich mit den Berliner Krankenhäusern und deren Notaufnahmen wirklich aus. Aber nicht nur das. Nach mehr oder weniger exakter Diagnose meinerseits konnte sogleich operiert werden. Das Spiel war nach der Roten Karte gegen Portugal sowieso langweilig geworden. Auf der Rückfahrt vom Krankenhaus nach Hause heute konnte ich es mir nicht verkneifen, dem ersten deutschen Fussball WM Opfer folgenden Tip mit auf den Weg zu geben: Mach doch 'ne Bettelliste 'nen Spendenaufruf im Internet! Das kommt bestimmt gut! Alleine schon der Titel: Erstes Deutsches Opfer der Fussball Weltmeisterschaft in Brasilien!

PS: Wenn er's wirklich macht, bin ich mit fünfzig Prozent beteiligt. Das bleibt aber unter uns!

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17.06.2014

KUNST, DIE MANN UND AUCH FRAU VERSTEHT


Umsonst und draußen

Immer wieder werde ich von meiner Kundschaft zum Thema Kunst befragt. Keine Ahnung woran das liegen mag. Offensichtlich kommen immer mehr Künstler und auch Kunstinteressierte nach Berlin. Jedenfalls sind meine Fahrgäste in dieser Frage bei mir an der richtigen Adresse. In den meisten Fällen muss ich richtige Aufklärungsarbeit leisten, weil viele meiner Kunden wirklich glauben, daß alles das Kunst ist, was sie nicht verstehen. Dabei stimmt das gar nicht, auch wenn uns das immer eingeredet wird, gerade auch von den Medien.

Genau genommen ist es gerade umgedreht, oder war es zumindest früher. Kunst will verstanden werden. Und wenn Kunst nicht verstanden wird, so liegt das in der Regel am Künstler und nicht am Kunstinteressierten. Bleibt noch die Frage, warum so viele Künstler heute nicht verstanden werden wollen. Zum einen, und spätestens hier beißt sich die Katze in den Schwanz, weil natürlich auch die vermeintlichen Künstler über das Kunstverständnis bescheid wissen, wo alles das als Kunst angesehen wird, ich erwähnte es bereits, was keine Sau versteht.

Wir sollten es uns aber nicht zu einfach machen und nur diese simple Wahrheit als einzige Erklärung für dieses Phänomen akzeptieren. Das ist sozusagen nur die Oberfläche, oder eben die Scheinwelt, in der wir uns Tag für Tag bewegen. Fakt ist nämlich auch, daß Kunst immer auch Neurose ist und als solche verstanden werden muss. Sicherlich werden jetzt einige ungläubig aus der Wäsche schauen und eine Erklärung verlangen. Aber sind das nicht die selben, die bisher ohne weiteres akzeptierten, daß es Kunst sein muss, wenn sie es nicht verstehen? Warum sollten ausgerechnet sie jetzt eine Beweisführung des Gegenteils verstehen können?

Aber ich will nicht Gleiches mit Gleichem vergelten und zumindest einen weiteren Aufklärungsversuch wagen. Kunst ist immer auch Selbsterfahrung mit dem Ziel herauszufinden: Wer bin ich? Wer das nicht wahrhaben will, dem ist sowieso nicht zu helfen! Aber wer herausgefunden hat, wer er ist, hört automatisch auf ein Künstler sein zu wollen. Warum? Ganz einfach: Er braucht kein nach Aufmerksamkeit heischendes Kind = Künstler mehr sein, weil er er selbst und erwachsen sein darf - dann aber auch muss!

Abweichend von der sonst üblichen Praxis, pro Tag nur ein Foto zu veröffentlichen, möchte ich heute fünf zeigen, obwohl bekanntlich schon eins mehr sagt als tausend Worte. Der Grund ist aber nicht, weil diese Kunst (Fotos) nach alter Berliner Tradition "umsonst und draußen" auf dem Gelände des Klinikum Westend zu bestaunen ist, sondern weil es sich um die vier Musen eines glücklichen Menschen (Foto oben) handelt, was sowohl Mann als auch Frau verstehen kann.




im Klinikum Westend

Foto&Text Taxi Berlin

16.06.2014

DAS LEBEN IST VERÄNDERUNG oder DIE BERLINER GRETCHENFRAGE


Menschen meinen viel und denken wenig ...

Daß das Leben Veränderung ist, daran dürfte kein Zweifel bestehen. Und wohl auch nicht daran, daß der Mensch als Gewohnheitstier sich mit Veränderungen oft schwer tut. Streit dürfte es in der Frage geben, ob jede Veränderung automatisch gut ist. Vielleicht bist auch Du einer dieser Fortschrittsgläubigen, die dieser Meinung sind. Ich gehöre nicht dazu und ich denke auch nicht so.

Machen wir es konkret und lass uns über Berlin reden. Unsere Stadt verändert sich jeden Tag und auch hier gibt es eine Menge Leute, die denken, zu ihrem Vorteil. Du erkennst sie daran, daß sie jedem und überall ihre Meinung aufdrücken müssen, wie schön doch Berlin geworden sei, obwohl sie Berlin von früher gar nicht kennen. Aber warum nicht - jedem seine Meinung oder was er dafür hält.

Ein Fahrgast meinte neulich, jeder hält das Berlin für das Beste, als er nach Berlin kam, was grundsätzlich ein richtiger Denkansatz ist. Er ging aber noch einen Schritt weiter und behaupte, daß der Zeitpunkt, wann jemand nach Berlin kam, viel über ihn aussagt. Und er ging sogar soweit und formulierte die "Gretchenfrage" für Berlin wie folgt: "Sag mir, wann Du kamst, und ich sagt Dir, wer Du bist!"

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15.06.2014

EIN NEUER TREND: IM KAMPFANZUG ZUR PARTY


Proskauer Ecke Rigaer Straße / Friedrichshain

Lange haben sie überlegt, was sie jetzt machen. Irgendwann ist die Wanne mit den Gestalten in Kampfanzügen, wie man sie bisher nur vom 1. Mai kannte, dann doch links in die Rigaer Straße eingebogen. Dort war gerade das gleichnamige Straßenfest im Gange und die Situation ähnlich entspannt wie neulich vorm Kino Krokodil in der Greifenhagener. Komischerweise entpuppten sich die Beamten gestern Abend in der Rigaer aber nicht als Partykiller wie beim Zehnten Geburtstag vom Kino Krokodil. Sie sind einfach weiter gefahren. Entweder hatte noch keiner angerufen oder sie wollten nur etwas provozieren - ich tippe auf beides. Vielleicht ist es aber auch ein neuer Trend, sich mit kompletter Ausrüstung unters Partyvolk zu mischen. Wahrscheinlich wissen die Beamten noch nicht, wie viele Partys es Tag für Tag und Nacht für Nacht in der Stadt gibt ...

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14.06.2014

BETTLER HEUTE - VERSUCH EINER ANALYSE


Das Motto unserer Tage

Bettler war einmal, viele wissen das nicht mehr, ein ehrbarer Beruf, so wie Taxifahrer einer ist. (OK, letzteres war ein Witz!) Warum soll ausgerechnet Bettler einmal ein ehrbarer Beruf gewesen sein, fragst Du dich nicht ganz zu Unrecht, der Dir kein einziger ehrbarer Beruf heute bekannt ist.

Im Unterschied zum Bettler heute, hat Dir der Bettler früher etwas verkauft, und zwar das gute Gewissen. Du gabst ihm Geld und hast Dich danach besser gefühlt. Heute ist das anders. Heute gibst Du aus Mitleid Geld. Das ist ungefähr so, als wenn Du dem Straßenmusiker Geld gibst, damit er aufhört zu spielen, und nicht weil Dir seine Musik gefällt.

Manchmal, und wer wie ich nicht nur Taxi fährt sondern auch mit offenen Augen durch unsere Stadt geht, weiß das, kann man regelrecht Angst bekommen vor Bettlern. Auf den ersten Blick scheint es nur die Angst vor den Ausdünstungen oder gar ansteckenden Krankheiten zu sein. Wenn wir ehrlich sind, und das sollten wir an dieser Stelle, ist es aber unsere Angst, einmal selbst Bettler zu sein.

Und diese Angst ist nicht unbegründet - ganz im Gegenteil! Denn der Bettler versucht nichts anderes wie Du und ich, und zwar irgendwie an Geld zu kommen. (Manche glauben, daß in "Geld machen" der Sinn des Lebens besteht. Diese Zeitgenossen können in dieser Kurzanalyse keine Berücksichtigung finden, wenngleich sie die ärmsten unter den Bettlern sind.) Nur, und das ist der Unterschied zu Dir, ist der Bettler auf dem Gebiet des "Geld machens" ein Freelancer. Er könnte also, wenn er wollte, viel kreativer sein beim "Geld machen" als er es in der Regel ist - und auch als Du und ich es sein können.

Aber was macht der Bettler? Er bettelt völlig kreativlos vor sich, wie es auch viele im Internet tun, und nervt dabei nur. Das vermeintliche Leid des Bettlers, egal ob auf der Straße oder im Internet, wird nicht, wie es früher einmal war, zu deinem Leid, von dem Du dich freikaufen konntest, sondern zum Schmerz. Dieser Schmerz, und jetzt kommt die schlechte Nachricht, ist oft sogar körperlich und Du wirst ihn nie mehr los - nicht einmal mit Geld.

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13.06.2014

BERLIN - STADT DER BETTLER oder HOW I BECOME A CORRECT BEGGAR IN BERLIN


Überall in Berlin

Wer mit offenen Augen durch Berlin geht, der weiß wovon ich rede. Warum sich bisher niemand des Themas Bettler angenommen hat, bleibt ein Rätsel. Zumindest dürfte klar sein, weshalb noch kein Berliner Taxi Blog darüber berichtet hat. Bettler fahren kein Taxi!

Aufmerksam gemacht auf das Thema Bettler in Berlin hat mich THE GREATEST BAGPIPER OF THE WORLD. Er hatte während seines einmonatigen Aufenthaltes in unserer Stadt täglich mit ihnen zu tun und gelegentlich auch mit ihnen zu kämpfen.

Nachdem ich nun erfahren musste, daß ein Bettler THE GREATEST BAGPIPER OF THE WORLD um seine Einnahmen immerhin von drei Stunden gebracht hat, plane ich einen Kurs HOW I BECOME A CORRECT BEGGAR IN BERLIN - selbstverständlich kostenlos!

PS: Details zum Kurs folgen in Kürze!

Foto&Text TaxiBerlin

12.06.2014

FUSSBALL WELTMEISTERSCHAFT OHNE MICH


Wenn's nach Münte ginge ...

Hatte ich mich bisher nur über Fussballfans ausgelassen, und zwar indem ich sie als Grobmechaniker bezeichnete, unter denen ein Feingeist wie ich nichts verloren hat, ist es an der Zeit, daß auch die Fussballspieler ihr Fett wegkriegen. Grundsätzlich muss ich sagen, daß sie meiner Aufmerksamkeit nicht bedürfen. Sie interessieren sich nicht für mich - also warum sollte ich mich für sie interessieren? Bestimmt nicht wegen ihrer rhetorischen Leistungen! Aber gut, sie sollen ja auch Ball spielen und nicht in Mikrofone quatschen. Apropos Ball spielen. In diesem Punkt bin ich irgendwie altmodisch und halte es mit Münte, den die Jüngeren unter euch nicht mehr kennen werden. Münte hat auf jeden Fall mal was ganz Richtiges über Heuschrecken und Manager gesagt, das übertragen auf Fussballspieler etwa so lauten müsste: Glaub einfach nicht, daß einer Hundert Millionen Mal besser Ball spielen könne als Du!

Foto&Text TaxiBerlin

11.06.2014

VERTRAUEN IST GUT - KONTROLLE IST BESSER


Möllendorffstraße / früher und heute Lichtenberg

Heute ist es nun so weit. Berliner Taxifahrer treffen sich zu einer Sternfahrt durch ihre Stadt. Ausgangspunkte sind, soweit ich informiert bin, der Flughafen Tegel, der Bahnhof Südkreuz und der Hauptbahnhof. Ziel ist aber nicht die Fanmeile am 17. Juni, wie das in der Vergangenheit oft der Fall war, sondern der Olympische Platz vorm Olympiastadion in Charlottenburg, genau genommen im Westend. Worum es bei dieser Sternfahrt geht, ist schnell erzählt und könnte auch der Untertitel zu obigem Foto von einem Kollegen sein, der nicht namentlich genannt sein möchte, weswegen ich ihn Kollege XYZ nenne. Doch nun zum Thema der Sternfahrt: Nicht überall, wo Taxi draufsteht, ist auch Taxi drin!

Foto KollegeXYZ
Text TaxiBerlin

ZU BESUCH AUS CHINA IN BERLIN


Im Gesundbrunnen Center

Gestern war ich doch etwas überrascht. Da dachte ich immer China-Kacke gäbe es überall. Dabei stimmt das gar nicht. China-Kacke ist offensichtlich dabei sich rar zu machen. Das ist zweifellos eine neue Entwicklung und noch weiß niemand, was wirklich dahinter steckt. Vielleicht ist es auch nur einer von diesen neuen Trends, dem morgen schon wieder der Atem ausgeht. Aber Trends sind nunmal ein wichtiges Thema von mir (zumindest im Moment), und nachdem ich mich (für meine Verhältnisse) gerade so in Rage geschrieben habe, werde ich heute noch im Gesundbrunnen Center (Nomen ist Omen!) vorbeischauen, um herauszufinden, was genau dahinter steckt.

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10.06.2014

EIN TRENDSETTER BEI DER ARBEIT


Ein neuer Trend setzt sich durch

Man kann es denen, die Tag für Tag neu nach Berlin kommen, nicht oft genug sagen. Einem Trend hinterher laufen, kann jeder. Einen neuen Trend nur zu "erschnüffeln", ist auch keine Lösung. Trendsetter musst Du sein - so wie TaxiBerlin! Der, also ich (aber das ist jetzt egal) hat nämlich das Friedhoffrühstück als neuen Trend "gesettet", und das bereits im März. Aber erst jetzt beginnt er sich allgemein durchzusetzen, wie obiges Foto beweist. Und genau das musst Du wissen, wenn auch Du Trendsetter werden willst!

Foto&Text TaxiBerlin

09.06.2014

DER MINUSZINS ODER DER ANFANG VOM ENDE


Dank Minuszins

Seit letzten Donnerstag gilt er, aber erst heute hat mich ein Fahrgast auf ihn angesprochen. Ausgerechnet an einem Feiertag, den auch keiner kennt! Wie ist das jetzt mit dem Minuszins? Mein Fahrgast kannte sich aus - wozu hat man ihn schließlich! Der Minuszins ist wie eine permanente Party. Du borgst Dir heute sagen wir tausend Euro, musst aber morgen nur neunhundert zurückzahlen. Von den verbleibenden hundert Euro kannst Du heute Party machen. So einfach funktioniert der Minuszins - Prost!

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HAPPY PFINGSTEN


Ab Morgen im Buchhandel

Was war gleich nochmal Pfingsten? Weißt Du es? Ich hab es irgendwie vergessen. Zum Glück stieg mir letzte Nacht kein geringerer als Gott himself in die Taxe und hat mich aufgeklärt. Aber gut, das ist kein Aufklärungsblog. Wenn Du wissen willst, was Pfingsten war (besser: ist), musst Du es schon selber herausfinden (oder "outfiggern", wie der Engländer und auch der Amerikaner zu sagen pflegt). Gott hatte letzte Nacht auch 'ne ganz andere Mission. Gott ist auf Lesereise unterwegs, denn er hat ein Buch geschrieben. Aber nicht irgendeins, sondern seine Biografie. Und genau aus der hat er mir vorgelesen letzte Nacht, sozusagen als Bezahlung, denn Gott ist mit seiner Lesereise noch ganz am Anfang. Was soll ich Dir sagen über Gottes Biografie? Vielleicht soviel: Wenn ich bisher immer sagte: "If you have a message, write a letter!", würde ich nun zumindest zu Typen wie Gott sagen: "If you have a life, write a book!".

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08.06.2014

DER PHALLUS VON BERLIN


In einem Berliner Hotel

Toiletten sind immer ein Thema für Taxifahrer. Soweit ich informiert bin, gibt es noch kein Taxi, das eine Toilette an Bord hat. Manche Taxifahrer sollen Granini-Flaschen für den äußersten Notfall mitführen, wegen den großen Öffnungen. Wahrscheinlich nur ein Gerücht, ich selbst habe noch keine solche Flasche an Bord eines Kollegen oder "Kollegen" gesehen.

Sicherlich, es gibt die Baum- und Gebüsch-Pinkler. Das sind wohl die meisten. Und insbesondere Nachts ist nichts dagegen einzuwenden. Auf jeden Fall besser als in Häusereingänge und Häuserecken zu urinieren. Kommt natürlich auch drauf an, was da für Leute wohnen in dem Haus.

TaxiBerlin gehört, ich sage das nicht ganz ohne Stolz, zu den zivilisierten Pinklern unter den Taxifahrern. Einst hatte ich sogar eine Lieblingstoilette in obigem Hotel. Aber weißt Du, was dann passiert ist? Seit einiger Zeit braucht man für genau diese Toilette eine Chip-Karte. Das musst Du dir mal vorstellen!

Trotzdem, und jetzt kommt das Beste, gehe ich immer noch gerne in dieses Hotel. Manchmal übernachte ich sogar dort, wenn es meine Zeit erlaubt. Dann geben sie mir natürlich eine Chip-Karte. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist die Kunst, die es in besagtem Hotel zu bestaunen gibt.

Diese Kunst ist wichtig, weil sie nicht zu der "Art" von Kunst gehört, die man nicht versteht, wie das überlicherweise bei Kunst der Fall ist heutzutage. Mein Lieblingskunstwerk ist "Der Phallus von Berlin" (Foto), für den ich sogar Modell gestanden habe. (Ganz genau hat nur ein Teil von mir Modell gestanden.)

Aber auch darum geht es nicht! Es geht um die vier Musen, die meinen den Berliner Phallus umgeben (nochmal Foto). Ich weiß, viele (insbesondere Frauen) konzentrieren sich nur auf den Phallus in der Mitte. Dabei sind die Musen viel wichtiger, und eben auch weiblicher.

Ich weiß, vier Musen, welcher Mann hat das schon. Mancher hat nicht mal eine, und viele sind bereits mit einer überfordert. Zwei Musen, wie ich derzeit habe, sind eigentlich optimal. (Glaub nicht dem ganzen Gerde von dem Multitasking, und vor allem nicht, daß Frauen darin besser sind!)

Doch zurück zu den vier Musen, deren Namen mir gerade nicht einfallen. Aber auch die sind nicht wichtig. Wichtig ist, alle seine Musen gleichwertig bedienen zu können. Dazu, und jetzt kommt das allerwichtigste, bedarf es einer gewissen Potenz, und zwar der Omni-Potenz ...

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07.06.2014

THE STREET MUSICIAN WHO KNOWS NO STREET


On A Street With No Name

Habe ich bisher immer die Gemeinsamkeit zwischen Straßenmusiker und Taxifahrer betont, die darin besteht, daß beider zu Hause die Straße ist, so will ich auch hier bei der Wahrheit bleiben. Und die besteht darin, daß selbst THE GREATEST BAGPIPER OF THE WORLD gar keine Straße kennt - ich meine jetzt namentlich. Um ganz ehrlich zu sein, das war eine große Überraschung für mich. Ich würde sogar so weit gehen und die Überraschung eine Enttäuschung nennen. Aber eine Enttäuschung ist immer auch das Ende einer Täuschung. Und die Wahrheit ist, daß der Straßenmusiker gar keine Straßen kennen muss. Sonst wäre er ja Taxifahrer.

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NEUES VOM FLUGHAFEN TEGEL (TXL)


Auf der Damentoilette

Lange habe ich nicht über den Flughafen Tegel und seine vielfältigen Toilettenangebote geschrieben. Nun ist es wieder soweit. Irgendwie (Wie genau, wird nicht verraten!) ist es mir gelungen, auf alle dortigen Damentoiletten vorzudringen. Aber nicht nur das! Nein, ich kann meinen treuen Leser mit geradezu spektakulären Bildern (Foto oben) von dort überraschen. Gab es auf den Herrentoiletten des Flughafens noch ein reichhaltiges Sortiment an Travel-Pussys, Vibrator-Penis-Ringen und Mini-Vibratoren, herrscht auf der Damentoilette vergleichsweise Tristesse. Daran ändert auch "die kaubare Zahnbürste", das einzige Angebot dort, nichts. Wieso es auf der Damentoilette des Flughafen Tegels nur "die kaubare Zahnbürste", aber auf der Herrentoilette sowohl Travel-Pussys als auch Penis-Vibrator-Ringe und Mini-Vibratoren gibt, lässt sich nur vermuten. (Ein verkaufstechnischer Super-Gau ist es auf jeden Fall, denn Frauen shoppen bekanntlich nicht nur lieber sondern auch mehr als Männer, und das immer und überall!) Warum nun gerade diese simple Wahrheit ausgerechnet am einzig verbliebenen Hauptstadtflughafen keine Berücksichtigung findet, darüber kann sich jede/r seine eigenen Gedanken machen - ich mache mir meine.

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06.06.2014

THANK YOU FOR THE KISSES


Gestern Abend im "Haus der Sinne"

"Ladys and Gentlemen, we proudly present the best bagpiper of the world, who has played for a thousand years all over the universe", so die kurze Ansage für den "Jimi Hendrix of the Bulgarian bagpipe - Gaida" gestern Abend im "Haus der Sinne" im Prenzlauer Berg. Was folgte war ein phantastisches, ach was sage ich, geradezu geniales Konzert des Meisters vor Millionen von Zuhörern, unter ihnen auch die Botschafter und Kulturattachés fremder Länder. Immer wieder musste der Meister zurück auf die Bühne, obwohl er sich mit seiner Gaida bereits unters vorzugsweise weibliche tanzende Volk gemischt hatte. Irgendwann ist aber auch das beste Konzert zu Ende und der Meister bedankte sie brav bei seinem Führer Manager - aber nicht etwa für das viele Geld, das bis ans Ende aller Tage im fernen Bulgarien reichen wird. Nein, der Meister bedankte sich, ganz so wie man aber vor allem frau ihn kennt, "nur" für die vielen Küsse seiner unzähligen weiblichen Fans.

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DAS GEHEIME DOPPELLEBEN VON TAXIBERLIN


Meine neue Serie in BILD

Nachdem ich es Dank Presse, Rundfunk und Fernsehen zu einer überregionalen Berühmtheit geschafft habe, war es keine Überraschung, daß irgendwann auch die BILD-Zeitung an meine Tür klopft. Ich weiß, viele Leute haben regelrecht Angst vor ihr, weil sie so selten die Wahrheit schreibt. Aber genau das ist ja gerade das Schöne und die Verbindung zu meinem Blog, der den wunderbaren Untertitel "Unwahre Geschichten aus dem wahren Leben eines Berliner Taxifahrers" trägt. Gut, daß BILD jetzt gleich 'ne ganze Serie mit dem durchaus gelungenen Titel "Das geheime Doppelleben der Berliner" macht, damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Apropos rechnen: Du glaubst gar nicht was die zahlen für diesen Unsinn! BILD mag selten die Wahrheit schreiben, aber Geld haben die, und das nicht zu knapp ...

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05.06.2014

FUNDSACHEN IM TAXIBERLIN BEI AUTOFIKTION


BHs (Büstenhalter)

Schön wäre es, wenn sich die Frauen reihenweise im Taxi die Büstenhalter vom Leibe reißen würden. Die Wahrheit ist, daß mir das in zwanzig Jahren im Taxi nur eineinhalb mal passiert ist. Aber immerhin! Und das, obwohl bei mir im Taxi meist die Musik des Meisters läuft, der man genau dies nachsagt.

Heute Abend, ich hatte es angekündigt, ist nun das Kollektive Durchdrehen mit Musik geplant. Aber nicht nur das! Zeitgleich führt die Universität "Kliment von Ochrid" in Sofia eine Studie durch, die sich damit beschäftigt, inwieweit sich die Musik des Dudelsacks auf das Ablegen des BHs auswirkt. - Ich bin sehr gespannt!

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04.06.2014

TAXIBERLIN AND AUTOFIKTION WILL GO CRAZY


Dank Musik

Wer mich persönlich kennt, und das sind schon zwei oder drei Leutchen, der weiß, daß ich regelmäßig durchdrehe. Eine meiner Ex hat sogar mal behauptet, ich hätte es mit dem Kopf, womit sie natürlich vollkommen Recht hat! Wie sollte ich sonst das hier schreiben können! Obwohl, schreiben tue ich, wo ich gerade dabei bin, doch eher mit der Hand. Genau genommen mit der rechten, und ganz genau mit dem Zeigefinger derselben.

Jetzt hatten wir den Kopf, die Hand und auch den Zeigefinger. (Du kannst mir noch folgen, oder?) "Und wo bleiben wir?" fragen da die Füße, ebenfalls völlig zu Recht! Gerade die Füße mit den Beinen dran müssen regelmäßig beschäftigt werden, auch damit sich kein Bauch (Foto) darüber bildet. Aber ich komme vom Thema ab ...

Ich dreh also mal wieder durch, was wie gesagt nichts besonderes wäre, weil ich, wie ich eingangs schrieb, regelmäßig durchdrehe. Das besondere ist, daß es diesmal geplant ist und Du sogar dabei sein kannst! Du brauchst dazu auch kein Taxi, denn der Grund fürs Durchdrehen ist Musik. Aber nicht irgendwelche Musik (und schon gar kein Techno!), sondern die des Dudelsacks, von dem Nietzsche sagte:

"Wie wenig gehört zum Glücke! Der Ton des Dudelsacks. - Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum."

PS: Kollektives Durchdrehen am 5. Juni ab 20:30 Uhr im "Haus der Sinne" in der Ystader Straße 10 im Prenzlauer Berg. - Don't miss ist!

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03.06.2014

DAS NEUE MOTTO VON BERLIN


So sieht's aus!

Zugegeben, im Vergleich zu "Alles ist möglich!" ist das neue Berliner Motto etwas lang geraten. Wenn ich ganz ehrlich sein soll, ist es sogar viel zu lang geraten. Andererseits ist es aber auch die Wahrheit. Das musst Du auch irgendwie anerkennen. Die Zeit, wo man "für Geld nichts bekam" in Berlin, ist lange vorbei. Die Schere zwischen arm und reich ist seitdem auch und gerade in unserer Stadt weit auseinandergegangen. Und daß der, der oben ist, mit Dir da unten nichts zu tun haben will, musst Du doch irgendwie verstehen ...

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02.06.2014

NIETZSCHE ÜBER DEN DEUTSCHEN


Jaqueline tut Großes!

Nachdem Nietzsche sich bereits zu Facebook und zur Europawahl geäußert hat, war es keine Überraschung mehr, daß er auch etwas über den Deutschen sagt, und zwar folgendes:

"Ein Deutscher ist großer Dinge fähig, aber es ist unwahrscheinlich, daß er sie tut: Denn er gehorcht, wo er kann, wie dies einem an sich trägen Geiste wohl tut."

Eine der wenigen Ausnahmen, die diese Aussage bestätigt, ist Jaqueline, die Nacht für Nacht ohne Auftrag oder gar Bezahlung und nur mit einer Leiter und einem Messer bewaffnet unser Berlin von unnötigem Schmutz (Aufkleber, Werbung, Flyer, etc ...) befreit.

Bravo, Jaqueline!

Foto&Text TaxiBerlin

01.06.2014

DIE WAHRHEIT ÜBER DIE MIGRATION


Schweres Hämorrhoidenleiden

Immer wieder wird uns eingeredet, wie sehr wir von der Migration nach Deutschland profitieren würden. Die Wahrheit ist, daß uns die fähigsten und kreativsten Köpfe genauso schnell wieder verlassen, wie sie gekommen sind. Beispielsweise Arkadiusz! Wo kam der gleich nochmal her? Jedenfalls nicht aus Polen, denn da ging er hin! Und zwar von Hamburg oder Stuttgart aus. So genau weiß Arkadiusz das heute selbst nicht mehr, denn er ist ganz doll krank. Aber bevor er erkrankte, hat er uns allen, aber vor allen den Polen, denn dort hat Arkadiusz bis vorgestern brav seine Steuern gezahlt, noch ein großes Geschenk gemacht, und zwar den Enkeltrick. Dabei hätten wir, und allen voran "unsere" notleidenden Banken, doch auch so gerne von Arkadiusz seiner Innovation profitiert. Stell Dir bloß mal vor, Arkadiusz wäre in Deutschland geblieben und hätte den hiesigen Banken Nachhilfe erteilt, wie sie noch mehr Geld aus den alten Leuten, denn dort ist offensichtlich das Geld, herausholen können! Vielleicht hätten wir dann die Finanzkrise, wie uns auch immer wieder eingeredet wird, bereits wirklich hinter uns gelassen ...

Foto&Text TaxiBerlin