31.05.2014

NEUER TREND: ROTE REIFEN (NOCHMAL)


Auf'm Hinterhof in Wedding-West

Das ist jetzt aber wirklich mal was Neues, und zwar daß sich Trendsetter auf'm Hinterhof verstecken. Dort haben sie zumindest ihre Fahrräder mit den Roten Reifen geparkt. (Vielleicht auch nur deshalb, damit sie nicht so schnell geklaut werden - wer weiß?) Wichtig ist vielleicht noch festzustellen, was noch so alles beim Fahrrad Rot und somit Trend sein kann. Da haben wir erst einmal die Griffe, dann den Bowdenzug (beides rechts im Bild) und dann noch die Speichen (Fahrrad im Hintergrund). Ob hinter der Kombination von Rot und Schwarz eventuell eine politische Aussage (GroKo?) steckt, konnte in der Eile nicht herausgefunden werden.

Foto&Text TaxiBerlin

30.05.2014

DER WETTERBERICHT KANN STIMMEN ...


BILD-Zeitung / Werbung / Detail

Der Wetterbericht kann stimmen, auch wenn er in der Bild-Zeitung steht. Ich weiß, das wird jetzt einige überraschen, und doch muss es gesagt sein dürfen - noch. Andererseits ist das Wetter kein gutes Beispiel, denn das Thema Wetter ist bei mir im Taxi tabu, weil Wetter einfach ist, weswegen man gegen das Wetter auch nichts tun kann. Letztendlich gibt es auch weder gutes und noch schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung. Diese einfache Weisheit ist, das behaupte ich jetzt einfach mal, mindestens genauso bekannt, wie die, daß es keine dummen Fragen gibt sondern nur dumme Antworten, und Ausnahmen davon nur die Regel bestätigen.

Wie ist das nun mit der Frage "Benehmen sich Touris wirklich so schlecht?" der Bild-Zeitung? Zuerst einmal muss man sagen, daß es keine dumme Frage, und somit keine Ausnahme von der Regel ist. Aber wieso ist "Benehmen sich Touris wirklich so schlecht?" keine dumme Frage? Ganz einfach, weil jedem von uns schon einmal Klagen über dumme Touristen in unserer Stadt zu Ohren gekommen sind. Und die richtige Antwort auf "Benehmen sich Touris wirklich so schlecht?" ist noch einfacher! Sie muss lauten: Nein, natürlich nicht! Aber warum bin ich mir nun so sicher, daß das die richtige Antwort sein muss. Auch das ist wieder ganz einfach: Weil ich will, daß auch morgen noch Touristen in unsere Stadt kommen!

Gut, das mag die richtige Antwort sein, aber ist es auch die Wahrheit? Auch hier ist die Antwort ganz einfach: Nein, natürlich nicht! Die Wahrheit ist, und da wird mir denke ich kaum jemand widersprechen, daß insbesondere dumme Touristen extrem nerven und einem mitunter so richtig auf die Eier gehen können. Vorausgesetzt natürlich, man hat welche. Die sind allerdings hilfreich, die Wahrheit zu denken, und absolut notwendig, um sie auszusprechen.

Foto&Text TaxiBerlin

29.05.2014

HERRENTAGSAUSFLUGSKONZERTTIP


Warschauer Brücke / früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Der ein oder andere soll noch nicht wissen, wohin mit dem Fahrrad am Vatertag. Ich weiß, die meisten von ihnen werden es nicht schaffen. Die meisten schaffen es ja nicht mal aus der Stadt raus. Aber die Musik des Dudelsacks ist auch nicht für jeden, will sagen für die Masse. Die Musik des Dudelsacks ist sehr speziell, und ich schreibe dies auch nur, weil ich von Dir, meinem einzigen Leser, weiß, daß auch Du sehr speziell bist. (Wieso solltest Du sonst meinen Blog lesen?!) Ja, genau, Dich meine ich! Du möchtest dem bescheuerten Herrentagsgesockse auf den Berliner Straßen und Plätzen entgehen? Dann habe ich etwas für Dich: Schwing Dich aufs Rad und fahr nach Bad Belzig, wo sich der Jimi Henrix des bulgarischen Dudelsacks (Foto) in der hiesigen Waldkapelle zum dritten Mal die Ehre gibt. Das Ganze übrigens kostenlos! Aber das muss ich Dir nicht extra sagen, denn Du gehörst nicht zu denen, die immer alles und überall umsonst haben wollen, denn sonst würdest Du nicht hier lesen ...

Foto&Text TaxiBerlin

NEUER TREND: ROTE REIFEN


Nicht Rote Kleider

Viele beschäftigen sich in unserer Stadt mittlerweile mit Trends. Aber auch hier gilt, genauso wie beim Bloggen, TaxiBerlin war nicht nur einer der Ersten sondern ist auch der einzig Wahre. Denn einen neuen Trend "erschüffeln" (der arme Rüssel!) können alle, und Trendschnüffler ist heute auch schon jeder Arsch in Berlin. Nein, wenn Du wirklich was auf dich hältst, musst Du Trendsetter sein!

Diesen neuen Trend, da möchte ich ganz ehrlich sein, habe ich aber nicht "gesettet". Nein, diesen neuen Trend habe ich noch nicht einmal gesehen. Aufmerksam gemacht auf ihn hat mich mein einziger Stammkunde. Die Rede ist von Roten Fahrradreifen, ein ganz neuer Trend in Berlin, den mein Stammfahrgast ausgemacht haben will.

Gestern sind wir nun den halben Tag mit dem Taxi durch Friedrichshain und auch durch Kreuzberg gefahren, nur um diesen neuen Trend endlich mal ablichten zu können. Leider ohne Erfolg. Das einzig Rote, was wir gefunden haben, war dieses rote Kleid (Foto). Und das ist nicht mal echt sondern nur die Werbung eines vermeintlichen Trend-Ladens, dessen Waren niemand kauft.

Aber woran liegt es nun, daß ein neuer Trend sich so rar macht? Während ich noch überlege, hat mein Stammfahrgast bereits die Erklärung parat. Die Roten Reifen beschränken sich vorerst nur auf Wedding-West, wo er, also mein einziger Stammkunde, sie zum ersten Mal ausgemacht hat. Dort leben, und das ist die eigentliche Message dieses Beitrags, die derzeit hipsten Leute in unserer Stadt.

Foto&Text TaxiBerlin

28.05.2014

NO EAT! NO SHOP! NO LOVE IT! ONLY BERLIN!


Styleguide Berlin

Nachdem ich neulich diesen Führer (Foto) der besonderen Art gesehen habe, war klar, daß ich da irgendwie drauf reagieren muss. Es war nur die Frage: Wie? Ich denke, ich habe eine gute Lösung gefunden, auch wenn ich die offiziell natürlich nicht propagieren darf. Vielleicht bin ich mit diesem Widerspruch nicht unbedingt in guter Gesellschaft, aber immerhin gehöre ich mit ihm einer Mehrheit an. (Oder sagst Du immer, was Du denkst?)

Aber da Du ja sowieso mein einziger Leser bist, kann ich es Dir auch sagen (oder besser: schreiben), schließlich wir hier unter uns. Ich habe mir ganz aktuell und sozusagen als Antwort auf "berlin eat shop love it" Aufkleber mit der Aufschrift "no eat! no shop! no love it! only berlin!" für meine Taxe machen lassen. Ich weiß, das ist hochgradig illegal, weil es gegen die Beförderungspflicht verstößt. Aber weißt Du was: Das ist mir Scheißegal!

Sollen doch die Kollegen und vor allem die "Kollegen" dieses Gesocks und Geschmeiß durch die Gegend kutschieren! Ohne mich! Ich bin raus! Ich mach einfach nicht mehr mit! Aber nicht nur das. Ich habe eine ganz neue Zielgruppe für mich entdeckt. (Das muss aber unter uns bleiben!) Und zwar die Senioren. Ha, was sagst Du nun?! Da bist Du überrascht, nicht wahr?!

Ich sehe schon dein ungläubiges Gesicht vor mir. Aber ich sag Dir eins: Senioren gibt es genug und es werden immer mehr. Senioren sind vielleicht nicht die Schnellsten, vor allem nicht im Kopf, dafür haben sie aber Kohle. Und, jetzt kommt das Wichtigste, Senioren haben oftmals richtig was zu erzählen, weil sie in ihrem Leben nicht nur Party gemacht und danach gechillt haben. Und wenn Senioren nichts mehr zu erzählen haben (das kommt leider auch manchmal vor), dann sind sie zumindest gute Zuhörer!

Foto&Text TaxiBerlin

27.05.2014

VEGANZ REIMT SICH AUF PENETRANZ


Helsingforser Ecke Warschauer / früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Auch ich ernähre mich gerne gesund. Deswegen war auch ich schon mal im Bio-Laden. Daß ich dort kein Stammkunde bin, liegt nicht an dem eigenartigen Geruch, der diesen Läden eigen ist; und auch nicht nur daran, daß mein überschaubares Einkommen als Taxifahrer regelmäßige Besuche der heiligen Bio-Hallen eher ausschließen. Aber ich will mich nicht beklagen - ganz im Gegenteil! Denn die Leute, die ich in solchen Bio-Tempeln immer antreffe, sind mir irgendwie zu speziell, und man darf sie auch nicht überdosieren. Das zumindest ist meine kurze Konklusion nach zugegeben nur oberflächlichen Berührungen mit dieser eigenartigen Ersatzreligion der guten Ernährung. Ihre Anhänger sind mir, das muss der Wahrheit wegen gesagt sein dürfen, einfach zu gut drauf (und das auch noch permanent!). Welcher echte Berliner, dessen Markenzeichen bekanntlich die schlechte Laune ist, soll das aushalten? Und dann, das herauszufinden war allerdings ein Prozess, geht es beim Besuch dieser heiligen Hallen offensichtlich nicht nur ums gesund Einkaufen, sondern auch ums Sehen und Gesehen werden. (Motto: Schau her, was ich mir Gutes leisten kann!) Und da bin ich, der sich wegen seiner immer größer werdenden Berühmtheit bereits hinter dem Pseudonym (nicht Synonym!) TaxiBerlin verstecken muss, um nicht immer und überall Autogramme (natürlich nicht anonyme!) und kostenlose Kurzstrecken verteilen zu müssen, natürlich völlig verkehrt …

PS: Fast hätte ich das Wichtigste vergessen. Bio, das ist zumindest meine Erfahrung, heißt nicht, daß das Zeug nach irgendwas schmecken würde. Wo kommen wir denn da hin, wenn die Tomate plötzlich wieder noch Tomate schmeckt?! Das ist doch voll Neunziger, ach, was sage ich, Achtziger - mindestens!

Foto&Text TaxiBerlin

26.05.2014

DAS QUIZ VON TAXIBERLIN BEI AUTOFIKTION


(Graffito gehört nicht zum Quiz und hat auch nichts mit dem Quiz zu tun!)

Neue Woche - neues Glück, und somit Zeit für ein neues Quiz. Wer als erste/r weiß, von welchem deutschsprachigen Autor folgendes Zitat ist, dem winkt wie immer eine Kurzstrecke. (Aber nur bis zum nächsten Blog-Beitrag, und der ist bereits in Arbeit!)

   "Die hätte uns sonst noch ein Ohr abgeschwätzt", teilte er der Mutter mit, als die Nachbarin, nach einigem Zögern wie es schien, endlich in ihr Haus getreten war.
   "Ach, so schlimm ist die doch gar nicht", sagte die Mutter, was den Sohn zu der Feststellung veranlasst, gute Menschen seien schon schlimm genug, gute schwäbische Menschen aber das Schlimmste, was diese Spezies hervorgebracht hat. Besorgt sah ihn die Mutter an.

Foto&Quiz TaxiBerlin

25.05.2014

ÜBER GELD SPRICHT MAN NICHT


Wenn Wahlen was ändern würden ...

Dem ein oder anderen (aber vor allem dem einen) kann man es einfach nicht oft genug sagen: "Über Geld spricht man nicht!" bedeutet eben auch "Über Geld schreibt man nicht!" Nicht umsonst halten sich die, die wirklich Geld haben, daran! Was bedeutet es nun aber, wenn der Plebs immer und überall über Geld schreiben muss, insbesondere über Klein- und Kleinstbeträge. Zum einen ist es natürlich keine Überraschung, daß der Plebs die einfachsten Dinge nicht versteht, denn sonst wäre der Plebs nicht der Plebs. Zum anderen ist es aber auch so, daß der Plebs, der so gerne über Geld und insbesondere über Klein- und Kleinstbeträge schreibt, damit nichts anderes macht, als dem, der das hat, was der Plebs gerne hätte, aber der sich, wie es sich gehört, darüber ausschweigt, nachzueifern. Der Plebs ist, so kann man denke ich sagen, damit nur dessen dumme und nach Aufmerksamkeit haschende Seite, was im Englischen auch einfach nur "attention hure" heißt.

Foto&Text TaxiBerlin

24.05.2014

THIS IS THE END OF BERLIN AS WE KNOW IT


Keine Überraschung: Party People haben Visionen

Ich hatte bereits darüber berichtet. Die Stimmung in Berlin ist, genauso wie damals bei der Love Parade, dabei zu kippen. Immer mehr Menschen in unserer schönen Stadt haben permanent schlechte Laune. Was früher mal unser Markenzeichen war, schlägt heute, das ist der Unterschied, in menschenverachtende Aggressivität um. Damit meine ich nicht nur die aktive Aggressivität (Foto), die böse Menschen beispielsweise wildfremdem Leuten das Handy aus der Hand hauen lässt, womit wir in Berlin traditionell umzugehen wissen:

"Die kriejen paar auf's Maul un' jut is!"

Neu ist diese passive Aggressivität, die sich unter anderem dadurch ausdrückt, daß Menschen plötzlich Visionen für die Stadt haben, nur weil sie Geld haben, und morgen noch mehr Geld haben wollen. Ich will jetzt nicht unseren Altbundeskanzler zitieren, der seinerzeit bereits wusste, wo Menschen mit Visionen hingehören. Ich frage mich aber schon, ob gegen passive Aggressivität nicht dasselbe hilft, was bei aktiver Aggressivität das Mittel der Wahl ist …

Foto&Text TaxiBerlin

TAXI BERLIN TRIFFT GITARRE MOABIT


Schönhauser Allee / früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

Daß Gitarre Moabit (rechts im Bild) nicht nur seine Gitarre sondern auch seine Blockflöte dabei hatte, war keine Überraschung. Auch nicht, daß er damit beim "Jimi Hendrix des Bulgarischen Dudelsacks" (Gaida) gleich mal Nachhilfe nahm. Die Überraschung war, Gitarre Moabit ausgerechnet im Prenzlauer Berg, eigentlich Pankow, und nicht im Tiergarten, genauer gesagt Mitte, noch genauer gesagt Neue Mitte, also jetzt Moabit, anzutreffen.

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23.05.2014

ZEHN JAHRE KINO KROKODIL oder DAS IST NICHT MEHR BERLIN


Greifenhagener Str. / früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

Es hätte ein schöner Abend werden können. Die kleine Leinwand auf dem Hänger hinter dem Trecker. Der improvisierte Grill mit Spießen zum selber machen. Alles umsonst und draußen. Knapp hundert Leute auf der Straße und dem Bürgersteig. Gut, es gab den ein oder anderen Parkplatz weniger. Und der Trecker mit dem Hänger mussten auch vorsichtig umfahren werden. Aber die von gegenüber saßen sowieso schon zu Hause in ihren teuren Eigentumswohnung vor ihren Fernsehern und Computern, und ihre Autos standen wohlbehütet in den dazugehörigen Eigentumsgaragen.

Aber es muss nur einen geben, dem es stinkt, dass da so viele Leute ausgerechnet vor seine Hütte einen schönen Abend haben. Sicherlich, es wäre das einfachste gewesen, daß der eine einfach runter kommt und sich zu den anderen gesellt. Aber dann würde er sich gemein machen, und zwar mit Leuten ohne teure Eigentumswohnung und auch ohne teure Tiefgarage, und das geht ja nun gar nicht. Wo kommt der eine denn da hin?!?

Dann ruf ich doch lieber die Polizei. Oder noch besser: Ich lasse meinen Anwalt die Polizei rufen. Das beste ist aber, ich bin selbst Anwalt. Und die kam dann auch. Mit drei Mannschaftswagen und dreißig Beamten in voller Montur, so wie man sie vom ersten Mai kennt. Offensichtlich hatte der eine 'ne gute Beschreibung der Lage gemacht: Hundert Leute! Auf der Straße! Um halb Elf! Das geht ja wohl gar nicht! Das ist Anarchie!

Schade, daß Du nicht dabei warst gestern Abend. Du hast wirklich was verpasst. Gut, die Veranstaltung war nicht angemeldet. Aber, Hallo! Zehn Jahre Kino Krokodil! Das gibt's nur einmal! (Morgen muss ich wahrscheinlich meinen eigenen Geburtstag anmelden …)

Wie gesagt, es hätte ein schöner Abend werden können. Er fing an, wie so vieles vor Jahren in Berlin anfing. Zufällig, spontan, bunt. Aber er endete, wie fast alles heute endet. Mit dem einen, der anruft; was folgt ist Anwalt, Polizei, Prozess ...

Die Party ist zu Ende, aber eben auch für Dich!

PS: Manchmal wünscht man sich wirklicht mehr Balkan in Berlin. Du verstehst nicht? Glaubst Du wirklich, auf dem Balkan würde wegen so 'nem Quatsch die Polizei kommen?!?

Foto&Text TaxiBerlin

ERSTER UND EINZIG WAHRER BERLINER TAXI BLOG: TAXI BLOG BERLIN - AUTOFIKTION.COM


Warschauer Brücke / früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Das kannst Du mir nicht nur, nein, das musst Du mir wirklich glauben! Ich gehe mir selbst am meisten auf die Eier, mich hier vor Dir so zu prostituieren anzupreisen. Aber ich bin unschuldig! "I'm a product of my invironment!" - wie mein schottischer Freund Hugh immer zu sagen pflegte.

Da mein Blog nun aber seit einiger Zeit täglich die eine Million Besucher knackt, muss es auch mal gesagt sein dürfen. Gut, eine halbe Million schaffe ich selbst. Ich bin wegen dem vielen Klicken auch schon in Behandlung! Du glaubst gar nicht, wie weh so 'ne Sehnenscheidenentzündung tun kann.

Dafür nerve ich Dich aber nicht mit Kommentaren zu meinen eigenen Beiträgen. Das bitte ich Dich auch mal "gebührend" zu "honorieren"! Wie sollte ich das auch schaffen?! Wo ich doch ständig am Klicken meiner eigenen Seite bin und meine wenige Zeit durch die Therapie jetzt noch eingeschränkter ist.

Was, Du glaubst mir nicht, daß ich der älteste Berliner Taxi Blog bin, bloß weil ich bei Dir und Deinem  Google nicht ganz oben auftauche? Aber dafür kann ich doch nichts! Wenn sich andere, nur weil sie immer oben sein wollen, zu lange genau damit beschäftigt hatten, bevor sie überhaupt mal was veröffentlicht haben!

Das kannst Du übrigens auch selbst ganz einfach herausfinden. Mein erster Beitrag ist aus dem Jahre 2007. Zugegeben, er ist nicht gut. Nein, ich gebe es selbstkritisch zu, er ist eher bescheiden. Aber davon abgesehen kenne ich nur einen deutschen Taxi Blog, der vor mir gestartet ist, und der ist nicht aus Berlin!

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22.05.2014

HOW TO MAKE SUCCESSFUL VOODOO IN BERLIN


Erfolgreicher "Bier Bike" Voodoo

Gegen das Berliner Bier Bike, übrigens eine schwäbische Erfindung, ist normalerweise kein Kraut gewachsen. Selbst die sonst vor nichts zurückschreckenden Rechtsverdreher tun sich schwer mit ihm. Vermutlich weil beim gemeinen Bier-Biker noch weniger zu holen ist als beim geilen Porno-Gucker.

Nachdem neulich der ADAC als letzte Bastion von "Freie Fahrt für freie Bürger" (gemeint ist das Auto-Mobil und nicht das Bier-Bike!) ausgefallen ist, musste irgendjemand die Lücke füllen, auch um ein mögliches Machtvakuum zu verhindern. Seither ist TaxiBerlin auch offiziell der Anwalt der Straße, der vor allem deren missbräuchlichen Gebrauch zu verhindern sucht.

Es geht hier nicht nur ums Taxifahren, nein, die Verhinderung vom Missbrauch der Straße ist auch in Deinem Interesse. Wenn es hierzulande schon nicht "freedom of speech" gibt, so sollte auch Dir zumindest am Erhalt von "freedom of speed" gelegen sein.

Und dabei, das sage ich mit zwanzigjähriger Berufserfahrung auf den Straßen und Plätzen von Berlin, muss uns jedes Mittel Recht sein. Also warum nicht Voodoo?! Wenn er denn nur wirkt! Gegen den gemeinen Bier Biker hilft (eigentlich würde man einen groben Keil vermuten) der Klang des Dudelsacks. Er lässt nahezu alle Bike-Plätze (normalerweise besetzt mit Grobmechanikern) verwaisen.

Das ist keine Überraschung, denn schon Nietzsche wusste (obwohl der das Bier Bike noch nicht kannte): "Wie wenig gehört zum Glücke! Der Ton des Dudelsacks. - Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum."
Wer sich nun selbst, was ich nur empfehlen kann, vom Voodoo des Dudelsackspiels überzeugen möchte, kommt am 5. Juni um 20:30 Uhr ins "Haus der Sinne" in der Ystader Staße 10 im Prenzlauer Berg.
(Nähe U- und S-Bahnhof Schönhauser Allee)

PS: Es gibt auch Bier - ganz ohne Bike!

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"NIEMAND HAT DIE ABSICHT EINEN FLUGHAFEN ZU ERÖFFNEN" oder DER EINZIGE UND WAHRE GRUND WARUM BER NICHT AUFMACHEN KANN


So sieht's aus ...

Flotte Sprüche machen kann jeder, aber wirklich investigativen Journalismus kennt heute kaum noch jemand. Natürlich liegt es nicht nicht am Brandschutz, daß der neue Flughafen nicht eröffnet werden kann. Es liegt auch nicht am Wowereit, und schon gar nicht am Mehdorn. Schuld sind alleine die Toiletten (Foto oben)! Die werden heute so stark nachgefragt (selbst von den Berliner Bürgerämtern!) - der Hersteller auf dem fernen Balkan kommt gar nicht hinterher. Für mich war das nichts wirklich Neues. (Ich meine jetzt die Toiletten.) Gut, auf dem Balkan glitzern und glänzen sie vielleicht nicht ganz so. Von der Sauberkeit dort will ich gar nicht reden. Und ich will auch niemanden verschrecken. Ganz im Gegenteil! Aber manchmal kommt investigativer Journalismus ohne dem einfach nicht aus …

Foto&Text TaxiBerlin

21.05.2014

NIETZSCHE ZUR EUROPAWAHL


Marx, Nietzsche, Schopenhauer

"Der Parlamentarismus, das heißt die öffentliche Erlaubnis, zwischen fünf politischen Grundmeinungen wählen zu dürfen, schmeichelt sich bei jenen vielen ein, welche gern selbständig und individuell scheinen und für ihre Meinung kämpfen möchten. Zuletzt aber ist es gleichgültig, ob der Herde eine Meinung befohlen oder fünf Meinungen gestattet sind. - Wer von den fünf öffentlichen Meinungen abweicht und beiseite tritt, hat immer die ganze Herde gegen sich."

Foto TaxiBerlin

20.05.2014

EIN NEUER TREND IN BERLIN: HANDYHASSEN


Junge Leute von heute

Normalerweise gilt es einen neuen Trend zu setzen, und nicht ihm hinterherzulaufen. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel. Der neue Trend ist jetzt nicht, nach Berlin zu kommen, um hier Döner zu essen. Dieser Trend ist extrem alt. Auch daß frau vorm Döner essen noch mit dem Handy rumspielen muss, ist alles andere als neu. Das neue ist, daß die beiden gar nicht zum Döner essen kommen. Aber nicht etwa, weil ihnen den jemand vor der Nase wegschnappt. Nein, jemand wird den beiden gleich so doll auf den rechten Arm schlagen, daß sie beide ihr Handy fallen lassen und eigentlich auch kein rechten Bock mehr auf Döner haben, obwohl der, also der Döner, der beste von Berlin sein soll. Das neue an der Geschichte ist, und das macht jeden neuen Trend aus, daß es der Schläger weder auf den Döner noch auf das Handy abgesehen hat. Meine Vermutung ist, das ist aber wirklich nur eine Vermutung von mir, daß es sich bei der Person um einen ausgesprochenen Handyhasser handelt.

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19.05.2014

EIN TAG WIE EIN JAHR


Auf der Museumsinsel

Für meine vielen neuen Leser, vor allem in Russland und der Ukraine, muss ich nochmal erklären, was mich mit dem Jimi Hendrix des Bulgarischen Dudelsacks (Gaida) verbindet: Unser beider Heimat ist die Straße. Seine Heimat sind seit fünfundzwanzig Jahren die Straßen auf dem gesamten Globus; meine Heimat sind seit immerhin zwanzig Jahren die Straßen von Berlin. Genau dort bin ich, wenn es meine Zeit erlaubt, gemeinsam mit meinem Schützling dem Meister, der eigentlich Peter heißt und mich mein Führer einfach nur Boss nennt, unterwegs; immer auf der Suche nach meinem Ton, seiner Melodie und unserer Wahrheit.

Gestern lag die Versuchung nahe, in irgendeiner Weise von den vielen Fußballfans in unserer Stadt zu profitieren - zumindest finanziell. Aber Geld ist eben nicht alles; und manches, was gut angedacht ist, hat kein gutes Ende, weil niemand es zu Ende gedacht hat. Um es kurz zu machen: Fußballfans sind keine Feingeister wie Peter und ich - ganz im Gegenteil! Fußballfans sind, Ausnahmen bestätigen die Regel, allenfalls Grobmechaniker, auf denen ein grober Keil gehört, den wir aber nicht mit uns führen.

Schade eigentlich, denn einen groben Keil hätten wir für die nächsten Sackgänger des Tages gut gebrauchen könnten. Ich hatte gerade mit dem Rücken an einem Stromverteiler lehnend, das Gesicht in der Sonne, auf dem Bürgersteig Platz genommen, als direkt neben mir, die Stromverteilerbox als Sichtschutz missbrauchend, Hütchenspieler vom Balkan ihr kriminelles Geschäft beginnen wollte. Hütchenspieler, das weiß nicht jeder, treten immer in Gruppen, um nicht zu sagen Banden, auf. Ich wußte allerdings, worauf ich mich einließ, als der Feingeist in mir auf das ungestörte Lauschen der Klänge des Dudelsacks bestand. Das fanden die Männer vom Balkan nicht witzig, nein, um ehrlich zu sein, fanden sie es richtig Scheiße.

Hinzu kam, daß ich mit dem Arsch, den Rücken an den Stromverteiler gelehnt, auf dem Boden saß und aufgrund einer alten Kriegsverletzung der linken Schulter nicht ohne Hilfe aufstehen konnte. Zum Glück, muss ich im Nachhinein sagen, denn auf dem Balkan werden Kinder und Invaliden geschont, zumindest außerhalb desselben. Man sollte sich aber nicht drauf verlassen. In dem Fall zog die Hütchenspielerbande, groß geschätzt zehn bis fünfzehn Personen, nicht mit Fluchen in meine Richtung sparend, einfach hundert Meter weiter, um dort "ungestört" ihren "Geschäften" nachzugehen.

Aber da war es schon zu spät, der Platz hatte bereits sein positives Karma verloren, wenn er es denn jemals besessen hatte. Der Meister und ich zogen weiter. Natürlich mit 'nem Taxi - wir haben's ja! Ist schließlich ein Taxiblog! Wir entschieden uns für den Boxi, wie der Eingeborene den Boxhagener Platz im Friedrichshain liebevoll zu nennen pflegt. Dort war gerade Wochenmarkt und man schien irgendwie auf uns gewartet zu haben. Oder vielleicht bildeten wir uns das auch nur ein. Wer weiß das schon so genau an so einem Tag. (Später ist man natürlich immer klüger …)

Irgendwie müssen wir den Typen mit den beiden Hunden wohl übersehen haben. Als ich "Fass sie!" hörte, war es jedenfalls schon zu spät. Eine der Bestien hatte sich bereits in meiner rechten Hand festgebissen. Zum Glück ließen sie Peters Dudelsack in Ruhe. Gut, da ist jetzt kein Fleisch mehr dran, aber immerhin ist er aus echtem Ziegenfell. Das Ende ist schnell erzählt. Ab in die nächste Taxe und direkt zur Notaufnahme, wo man mich nun schon kennt und man mir deswegen auch ein Abonnement anbot. Und genau darüber denke ich die ganze Zeit nach, während Peter diesen Text für mich in die Tasten haut. Macht er das nicht gut?! Was bin ich doch für guter Boss Lehrer … Aua, it hurts! (Aua, es tut weh!)

Foto&Text TaxiBerlin

18.05.2014

BAYERN MÜNCHEN IST DER NEUE BFC DYNAMO


Früher war's anders

Eigentlich ist das hier ja ein Taxiblog und ich auch kein Fußballexperte. Aber nach dem gestrigen Spiel im Berliner Olympiastadion kann ich nicht anders als hier darüber zu schreiben, denn das Spiel war ganz klar gekauft, und zwar von Bayern München. Nur ist das leider bisher außer mir niemandem aufgefallen, obwohl doch alle genau wie ich es auf irgendeinem Bildschirm in der Stadt mitverfolgt haben; und später selbst Fahrgäste bei mir im Taxi, obwohl sie im Stadion waren und es demzufolge mit ihren eigenen Augen gesehen haben müssten, es nicht mitbekommen haben wollen.

Früher, jetzt muss ich doch wieder vom "Krieg" anfangen, war das anders. Da hat wirklich keiner gesehen, wie der Genosse Mielke ("Ich liebe euch doch alle!") die Spiele von seinem geliebten Verein, dem BFC Dynamo, gekauft hat. Das konnte aber auch niemand sehen, weil der gar nicht mit Geld bezahlt hat. Womit hat er denn dann bezahlt, fragst Du? Hm, wie soll ich es Dir Nachgeborenen erklären? Vielleicht so: Der Genosse Mielke hat mit Akten, genauer gesagt mit Informationen (Viele Grüße an die NSA!) gezahlt. Aber darum geht es gar nicht! Sondern es geht darum, daß das mit dem "Bezahlen" früher wirklich niemand sehen konnte, weil es viel komplizierter war als heute - aber dafür (im Gegensatz zu heute) alle bescheid wussten.

Foto&Text TaxiBerlin

17.05.2014

FIGHT FOR YOUR RIGHT TO LEGGINGS AND TRAININGSANZUG TO BECOME A REAL BERLINER


Warschauer Brücke / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Sie ist einfach nicht tot zu kriegen, die gute alte Leggings. Sobald nur der erste Sonnenstrahl unsere Haut erreicht, ist sie überall auf den Berliner Straßen und Plätzen anzutreffen. Gut, sie ziert nicht jedes Bein, aber das muss auch nicht sein, schließlich sind wir in Berlin, wo jeder tragen darf, was er will, egal ob es ihm steht oder nicht.

Es ist übrigens Teil meiner Geschäftsidee "Wie ich in einer Stunde Berlin werde", ich hatte gestern darüber berichtet, daß sich die potentiellen Möchtegernberliner, die sich seither so zahlreich bei mir melden, daß ich schon dreimal den Akku von meinem Mobiltelefon erneuern musste, sich wie ein Berliner zu kleiden, was für die Frau die Leggings und für den Mann der Trainingsanzug bedeutet, die es dann, wie es Eingeborene tun, mit Würde zu tragen gilt. Vor allem die Idee mit dem Trainingsanzug kommt im Moment bei den Leuten extrem gut an, keine Ahnung ob das jetzt mit dem Fussballspiel heute zusammenhängt; nur mit der Würde, da hapert es bei den meisten Kandidaten. Und da kann selbst ich oft gar nichts mehr machen. Wer keine Würde hat, der hat halt keine. Da hilft auch der schönste Sonnenschein und selbst die teuerste Eintrittskarte nichts …

PS: Nietzsche sprach von der "Ewigen Wiederkunft des Gleichen". (Aber was wußte der schon von Leggings und Trainingsanzügen?!) Deswegen sage ich Dir, es ist die "Ewige Wiederkehr des Selben"!

PSPS: Meine Vision für heute Abend: 3:0 für Dortmund!

Foto&Text TaxiBerlin

16.05.2014

MEINE NEUE GESCHÄFTSIDEE / MY NEW BUSINESS IDEA oder WIE ICH REICH UND BERÜHMT WERDE / HOW I WILL BECOME RICH AND FAMOUS


Erfolg hundertprozentig garantiert!

Nachdem es bereits einen speziellen Service für Berlin-Besucher und auch Zugezogene gibt, der Kontakt zu richtigen Berlinern herstellt; und neuerdings immer mehr Menschen nach Berlin kommen, um hier Englisch zu sprechen, musste auch ich mir etwas einfallen lassen, um von der Touristenplage dem Touristensegen auf meiner besonderen Art (=Kunst!) und Weise zu profitieren. Denn was ich anbiete, ist nicht irgendwas, nein, ganz und gar nicht! Was ich anbiete, ist Einzigartig!!! (Oder mit anderen Worten "Junike"!!!)

Egal ob nur Berlin-Bersucher, Berlin-Urlauber oder gar Zugezogener - bei mir kann ein wirklich jeder Berliner werden! Das Ganze in einer Stunde und auch auf Englisch! Selbstverständlich gebe ich eine hundertprozentige Erfolgsgarantie, schließlich bin ich von meinem Service absolut überzeugt!  (Hoffnungslose Fälle bekommen natürlich ihr Geld zurück! Vorausgesetzt allerdings der Berlin-Verweigerer schafft es, mich ausfindig zu machen, denn es gilt "Only Cash"!)

Als Ausgangspunkt habe ich für den Anfang erstmal nur das Brandenburger Tor und die Oberbaumbrücke (Foto) avisiert. Das wird sich aber bald ändern, wie überhaupt obige Werbung nur eine erste Idee darstellt. Demnächst wird es, so viel kann ich verraten, einen neuen Entwurf mit mindestens einem goldenen Ring an jedem Finger der noch unberingten rechten Hand geben (ebenda)  - Garantiert!

Foto&Text TaxiBerlin

15.05.2014

DAS IST NICHT MEHR BERLIN UND DU BIST EIN KLEINES ARSCHLOCH ODER DANN GEH DOCH NACH MÜNCHEN


but you are a small asshole

Heute wurde "Der Jimi Hendrix des Bulgarischen Dudelsacks" von der Oberbaumbrücke vertrieben. Das passiert ihm, der seit mehr als fünfundzwanzig Jahren auf den Straßen und Plätzen auf dem gesamten Globus spielt, relativ selten, um nicht zu sagen, so gut wie gar nicht. Dafür ist er viel zu lange im Geschäft. Er weiß selbst am Besten, wo er spielen kann und wo besser nicht; aber vor allem gehört er nicht zu den Straßenmusikern, die von Lokal zu Lokal ziehen und denen man Geld gibt, damit sie aufhören zu spielen.

Ausgerechnet auf der Berliner Oberbaumbrücke, die einst Ost- mit West-Berlin verband, und die genau genommen von Nord nach Süd verläuft, erhielt er heute Auftrittsverbot. Ausgesprochen von der Berliner Polizei, die natürlich nur ihre preussische Pflicht tat, weil irgendsoein Arschloch sie angerufen hat. Auf der Oberbaumbrücke - das musst Du dir mal vorstellen! (Der Meister spielt wahrscheinlich länger den Dudelsack wie das kleine Arschloch alt ist!) Immerhin, und das ist das einzig positive an der Geschichte, gab's von der Berliner Polizei noch 'ne ziemlich klare Ansage in Richtung kleines Arschloch:

"Sorry for you, but 'somebody' don't like your music"

Foto&Text TaxiBerlin

YUPPIS AM SPIESS


Wilmersdorfer Straße / früher Charlottenburg / jetzt Charlottenburg-Wilmersdorf

Bevor der Hippster in Berlin richtig loslegen kann, muss zuvor sein ärgster Feind, der Yuppi, artgerecht und vor allem nachhaltig entsorgt werden. Daß er damit einem nahen Verwandten, der Yuppi ist bekanntlich der große Bruder vom Hippster, den Garaus macht, interessiert ihn, den Hippster, dabei herzlich wenig. (Das Fleisch vom Yuppi, das nur nebenbei, schmeckt übrigens, wie sollte es anders sein, ausgesprochen fad.) Irgendwie scheint der Hippster aber doch ein schlechtes Gewissen zu haben. Oder warum sonst entsorgt er den Yuppi als Gammelfleisch am Spieß und nicht direkt in seinem Hippster-Ofen?!?

Foto&Text TaxiBerlin

14.05.2014

FAHRGAST IM KRANKENBETT


lesend

Einiges ist mir schon passiert in meiner nunmehr zwanzig Jahre andauernden Karriere als Taxifahrer. Aber den Fahrgast förmlich aus dem Bett zu holen, war auch für mich eine Premiere. Dazu muss man wissen, daß es sich dabei um kein normales Bett sondern um ein Krankenbett handelte. Der Grund für die Verspätung war übrigens nicht seine bevorstehende OP sondern das Buch in seinen Händen.

Es ging dann auch gleich los, allerdings, wie gesagt, erstmal zur OP. Selbst auf dieser kurzen Fahrt, genau genommen war es eine Kurzstrecke, konnte ich meine Routine voll ausspielen. Jetzt warte ich auf seine Rückkehr - also auf die vom Fahrgast. Solange sitze ich hier, warten kann ich nach zwanzig Jahren auch ganz gut, und lese, denn zum Glück musste das Buch (oben) draußen bleiben.

PS: Die Uhr läuft natürlich - ist ja klar!

Foto&Text TaxiBerlin

13.05.2014

BERLINER TECHNO STRICH IM FRIEDRICHSHAIN


Isn't it!?!

Ach, was muss ich da erfahren? Es gibt einen Techno-Strich! Aber nicht irgendwo, nein, ausgerechnet bei mir zu hause, in meinem Kiez! Und als wenn das nicht schlimm genug wäre, gibt es dazu auch noch Clubs, deren Namen mir bis dato völlig unbekannt waren. Beispielsweise der/die/das Kosmonaut. Dabei dachte ich immer, es hieße Astronaut! Aber egal, denn es wird noch schlimmer …

Wo fange ich an? Vielleicht bei der Techno-Musik. Einer Musik, wie sie nur Deutsche hervorbringen können, genau genommen nur die Preussen. Denn Techno-Musik ist nichts anderes als die Fortsetzung der Preussischen Marschmusik mit anderen Mitteln. Eine unmenschliche Musik, geschaffen von Unmenschen für Unmenschen.

Ausgerechnet diese Musik muss die arme Kate aus Australien Tag für Tag, oder besser Nacht für Nacht, auf dem Techno-Strich im Friedrichshain auflegen. Zum Glück hat Kate aber eine Eigentumswohnung in Melbourne. Wie sollte sie sonst mit nur vierhundert Euro pro Gig in Berlin überleben können.

Irgendwann neulich muss "Kate im Glück" aber das Glück verlassen haben, was sie natürlich sofort der Gesichtbuch-Gemeinde melden musste. Irgendsoein (mutmaßlich männliches) Schwein muss ihr doch wirklich an die Wäsche gegangen sein. Das musst Du dir mal vorstellen - bei mir zu hause auf dem Techno-Strich!

Leider gibt es bei Gesichtbuch kein Beweisfoto, denn Nachts sind bekanntlich alle Katzen grau. Und so bleibt's im Dunkeln, ob das Schwein ihr "nur" an die Wäsche oder gar an die Kohle wollte ...

Foto&Text TaxiBerlin

12.05.2014

BAGPIPES IN THE DARK




Was denn nun schon wieder Dudelsackspielen mit Taxifahren zu tun hätte, wirst Du dich, mein einziger Leser, fragen. Zu Recht - Normalerweise Nichts! Aber, das weißt auch Du, dies ist kein normaler Taxiblog, der sich einem immer sofort erschließt. (Nein, ich würde sogar soweit gehen und behaupten, daß dies überhaupt kein normaler Blog ist, der sich manch einem auch nie erschließen wird.)

Ich versuche es trotzdem: Die Verbindung zwischen Dudelsackspielen und Taxifahren ist in diesem Fall die, daß die Heimat von beiden die Straße ist. Die Rede ist vom "Jimi Hendrix des Bulgarischen Dudelsacks" und mir, seinem "Local Manager für Berlin." (Obiger Clip ist übrigens vom letzten Jahr, ich habe ihn in meinem Archiv gefunden. Auch ein schöner Beweis dafür, daß man manchmal gar nicht weiß, wie reich man eigentlich ist. Aber das nur nebenbei.)

Daß ich das einzigartige Klangwerk ausgerechnet hier und jetzt veröffentliche, hat den einfachen Grund, daß "Der Meister" gerade in der Stadt, also "in town" ist, und es zwei Konzerte von und mit ihm in Berlin und Brandenburg geben wird. Bis dahin wird er voraussichtlich täglich auf der Oberbaumbrücke spielen. (Die Brücke, die ehemals Ost- und West-Berlin verband, aber genau genommen von Nord nach Süd verläuft. Auch das nur nebenbei.)

PS: Was das hören des Clips angeht, so kann ich nur die Worte eines anderen Meisters wiederholen: "Play it f*****g loud!"

Foto&Text TaxiBerlin

11.05.2014

IRGENDWAS IST IMMER - HEUTE: MUTTERTAG


Muttertag ohne Mutter

Der heutige Muttertag kommt, das wissen viele nicht, wie eigentlich alle wichtigen Erfindungen, aus Deutschland. Der Muttertag soll, auch das ist wenig bekannt, daran erinnern, daß die meisten von uns noch eine Mutter hatten oder zumindest glauben gehabt zu haben. Das ist nicht selbstverständlich. Es soll nämlich Zeitgenossen geben, und es werden ihrer immer mehr, die sich sicher sind, daß keine Mutter sie gebar und aufzog sondern "weiß nicht was". ("Halbwesen"?, "Leihmutter"? … Man weiß es nicht!) Zum Glück gibt es da den deutschen Genius, dessen Genialität geradezu an den Olymp stieß, als er seinerzeit den Muttertag erschuf. Keine Ahnung an welchem Tag genau, der erste war es jedenfalls nicht, aber das ist auch egal … Fest steht, der geniale Deutsche, der Dichter und der Denker (aber auch der Henker!) erfand in seiner bekannten Bescheidenheit den Muttertag, aber nicht einfach so, und auch nicht für Fleurop®, sondern "Wider dem Vergessen!" - Also, wenn das alleine nicht schon unseren gesamten Respekt verdient, dann weiß ich auch nicht ...

Foto&Text TaxiBerlin

10.05.2014

DAS QUIZ VON TAXIBERLIN BEI AUTOFIKTION


Niederbarnimstraße / früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Eine Tradition soll wiederbelebt werden, leider ist sie etwas in Vergessenheit geraten, die Rede ist vom Quiz bei TaxiBerlin. Der Anlass ist nicht direkt obiges Graffito, auch nicht eine aktuelle Schulterverletzung, die dargestellte Position empfiehlt, sondern folgendes kleine Gedicht. Wer weiß, von wem es ist, dem winkt wie gehabt eine Kurzstrecke - aber nur bis morgen!

Nur wenigen ist es bestimmt, zu malen,
Die große Menge ist verdammt zum Schreiben,
Das mag sie tun und mit Romanen prahlen,

Der wahre Künstler wird bei Stift und Pinsel bleiben.
Sollt' er auch dann und wann die Feder führen,
Sein innerstes Gesetz wird ihn zur Leinwand treiben.

Denn schmerzlich läßt ihn jede Fläche spüren,
Daß sie nach Bildern ruft und nicht nach Worten.
Wort meint auch Laut. Erst durch der Bilder Türen

Gelangt man in den magisch hellen Orden,
Wo alles schweigt, weil alles Form geworden.

Foto&Text TaxiBerlin

DER JIMI HENDRIX DES BULGARISCHEN DUDELSACKS IN BERLIN / GERMANY


Oberbraumbrücke / früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Was das Trauma vom Jimi Hendrix des Bulgarischen Dudelsacks (Garda) ist, daß auch er seit mehr als zwanzig Jahren auf den Straßen des Globus unterwegs ist, soll uns an dieser Stelle nicht interessieren. Das wichtigste ist zum Einen, daß er "still alive" (wohlauf) und "in a good mood" (gut drauf) ist, und daß es zum Anderen bereits zwei Konzerttermine in Berlin und Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) gibt. Wenn Du aber erstmal nur eine Kostprobe hören willst, weil Du unsicher bist, ob Du die komplette Dosis überhaupt verträgst, dann brauchst Du nur zur Oberbaumbrücke gehen. Dort findest Du den Meister wie in guten alten Zeiten - umsonst und draußen.

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09.05.2014

DIE PARTY IST VORBEI ODER DIE HALBWERTZEIT VON BERLIN ODER EINFACH NUR BERLIN HAT FERTIG


Neuer Halbzeitwert: Baustellen

Alles und jedes hat seine Zeit analog dem Lebenszyklus des Menschen: Geburt, Kindheit, Erwachsen, Alter und Tod. Letzterem, also dem Tod, ist Berlin zumindest als Party-Town so gut wie erlegen, was sogar schon Mainstream-Trendschnüffler herausgefunden haben. Warum das so ist, die philosophisch-wissenschaftliche Erklärung sozusagen, blieben sie uns allerdings schuldig.

Das ist keine Überraschung. Wie sollten sie die auch kennen, wo sie doch selbst noch gar nicht richtig angekommen sind in Berlin. Die Erklärung dafür, warum die Party-Halbwertzeit für Berlin abgelaufen ist, kann nur jemand liefern, der lange genug hier ist und dessen zu Hause die hiesigen Straßen und auch Plätze sind.

Genau dort ist bereits seit einiger Zeit zu sehen, welche Neue Zeit in Berlin angebrochen ist, und zwar die der Baustellen und Luxussanierungen. Böse Zungen sagen auch einfach Gentrifizierung, also die Vertreibung des Normal-Berliners aus seiner Stadt, während noch die letzten Party-People einschweben, deren Party morgen bereits in Bukarest, Moskau oder Kiew weitergeht, was außer sie selbst aber niemanden wirklich interessiert.

Überhaupt, wer auf dieses Volk setzt, das nur Party machen und Chillen danach kann, dem ist sowieso nicht zu helfen und sozusagen selbst Schuld am eigenen Untergang. Das könnte die These der Mainstream-Trendschnüffler sein, die lediglich herausgefunden haben, daß Berlin nicht mehr die coolste Stadt der Welt ist, weil ihnen, wie gesagt, das wissenschaftliche Fundament fehlt.

Dieses kann, das ist keine Überraschung, nur ein Straßendoktor oder besser gleich Professor, wie die wenigen wirklichen Fachkräfte unter den Berliner Taxifahrern auch genannt werden, liefern. Die Rede ist von der Berliner Halbwertzeit für Party und Chillen danach, was natürlich auf Dauer nicht gut gehen kann. Diese Erkenntnis ist heute immer noch neu, wenngleich bald eine Mehrheit sagen wird, wie so oft in der Deutschen Geschichte, sie hätte es schon immer gewusst.

Die Basis für die Berechnung der Berliner Halbwertzeit ist, wie sollte es anders sein, die Love Parade, die in Berlin kurz vor dem Mauerfall das Licht der Welt erblickte. Daß dies außerdem die Geburtsstunde des Techno war, einer unmenschlichen Musik wie sie nur die Deutschen hervorbringen können, weil sie nichts weiter ist als die Fortsetzung der preussischen Marschmusik mit anderen Mitteln, soll am Rande erwähnt sein, spielt aber bei der Berechnung des Berliner Algorithmus' keine Rolle.

Die Rechnung ist auch nur grob, immerhin ist dies keine Mathematik-Seite sondern ein Berliner-Taxi-Blog. Die Love Parade gab es über den Daumen gepeilt sieben Jahre in Berlin. (Ich weiß, es gab sie mehr als sieben mal. Die Rechnung ist aber wie gesagt nur grob, und ein paar Love Parades verdienen auch wirklich keiner Erwähnung.) Ihre Versuche, außerhalb von Berlin Fuß zu fassen, sind ebenfalls zu vernachlässigen und endeten bekanntlich, zu Recht muss man heute sagen, tödlich oder besser: mit dem Tod. Im Durchschnitt hatte jede von diesen sieben Berliner Love Parates eine Million Besucher.

Der Anfang der Love Parade war noch am Ku'Damm und zwar äußerst bescheiden. Der Höhepunkt war etwa die vierte oder fünfte Love Parade mit über zwei Millionen Besuchern. Spätestens danach ging es abwärts, die Stimmung kippte, die Leute wurden aggressiv, waren immer schlechter gelaunt und man merkte, daß die Luft raus war, ganz genauso wie jetzt in Berlin.

Wichtig für die Berechnung der Halbwertzeit sind folgende Zahlen: Sieben Jahre und eine Million Besucher im Schnitt. Du nimmst jetzt diese sieben Jahre und multiplizierst sie mit der Anzahl der Berliner, das sind dreieinhalb Millionen, und schon bist Du bei der Berliner Halbwertzeit: Vierundzwanzigeinhalb Jahre.

Nun musst Du nur den Mauerfall nehmen, also den 9. November 1989, ihn mit vierundzwanzigeinhalb Jahren addieren, und Du kommst genau auf folgendes Ergebnis für das Ende der Berliner-Party-Time:

Heute - 9. Mai 2014

Foto&Text TaxiBerlin

08.05.2014

FICKEN OHNE GRENZEN FÜR DEN KLIMASCHUTZ


Bündnis 90 die Grünen / Wahlwerbung / Detail

Daß die Grünen nochmal so provokativ werden würden … Wer hätte das gedacht? Inhaltlich rennen sie allerdings, das muss bei aller Provokation gesagt werden, den Realitäten in Europa einmal mehr um Jahrzehnte hinterher. Das meinte zumindest mein letzter Fahrgast, der sein Urteil (nach eigenen Angaben) auf die solide Basis jahrelanger persönlicher Erfahrungen fällte, deren Überprüfung an dieser Stelle aber zu weit führen würde.

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05.05.2014

EIN NEUER TREND: FUSSBALL AM HOCHZEITSTAG


Hochzeits-Fussball-Umkleide mit Umkleide-Coach (rechts)

OK, bevor ich jetzt endgültig "famous" = "berühmt" werde, will ich noch einen ganz neuen Trend erwähnen, den ich letzte Woche "gesettet" (also "erfunden") habe. Es ist das "Hochzeits-Fussball-Spiel", was Du ab sofort nicht nur googeln kannst, sondern an dem auch Du dich spätestens bei der nächsten Hochzeit, zu der Du eingeladen bist ("thank God not" = "besser nicht"), automatisch beteiligen wirst. Also sag dann bitte nicht, Du hättest von nichts gewusst! Aber vor allem: Vergiss niemals, wem Du es zu "verdanken" hast!

Foto&Text TaxiBerlin

IST TAXIFAHREN HEILBAR?


Black Box Taxi Berlin

Eine aktuelle Studie besagt, daß Menschen, die auf der Straße leben, wozu Taxifahrer im weiteren Sinne gehören, dies tun, weil sie ein Hirntrauma erlitten haben. Morgen beginnt nun eine neue Studie, die sich ausschließlich mit Taxifahrern beschäftigt, und TaxiBerlin ist der einzige Proband. Mir geht es dabei, das bekenne ich ganz ehrlich, nicht um irgendeinen medizinischen Fortschritt. Nein, wahrlich nicht - der geht mir, wie man so schön sagt, am A**** vorbei.

Es ist einfach so, daß TaxiBerlin in einem Alter ist, daß auch er sich fragt: Was bleibt von ihm, wenn das mit dem ewigen Rum-fahren mal nicht mehr geht, oder besser: fährt. Ich kann es Dir, meinem einzigen Leser sagen: Nichts! Null! Null,Komma,Nichts! Und deswegen arbeite ich jetzt an meiner Legende. Ach, was sage ich?!? Ich will berühmt werden!!! Die Menschen sollen noch in tausend Jahren von mir reden - und nicht nur Taxifahrer!

Ich weiß, ich weiß, andere schlucken Kröten oder fressen gar Sch****, nur um irgendwie berühmt zu werden. (Manch einer schreibt auch nur Mist. Zum Glück zähle ich nicht dazu!) Kröten oder Sch**** will der kleine Gourmet in mir seinem feinen Intestinaltrakt aber nicht zumuten. Lieber stelle ich mich der Medizin zu Verfügung, und lasse notfalls sogar an mir rum-schnippeln.

Wie geschrieben, die Studie beginnt morgen - Ausgang ungewiss. Vorsichtshalber mache ich gleich hier mein Online-Testament. Alles was ich habe, soll meine Frau bekommen. Wozu hat man sie schließlich. (Wenn sie schon länger leben, sollen sie auch alles haben!) Allerdings, nur unter einer Bedingung: Sie kümmert sich um meinen Nach-Ruhm …

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WENN WAHLEN WAS ÄNDERN WÜRDEN ...


WÄREN SIE VERBOTEN

Der ein oder andere erinnert sich. Ich war bereit in den Knast zu gehen, genauer gesagt in Beugehaft, weil ich nicht bereit war den Rundfunkbeitrag zu bezahlen. Der Grund dafür war aber nicht Geiz meinerseits, sondern meine Meinung, daß Öffentlich Rechtlich seinem Bildungsauftrag nicht im ausreichenden Maße nachkommt.

Nachdem ich jetzt nach Jahren mal wieder fern gesehen habe, habe ich meine Meinung geändert. Ich zahle nicht nur ab sofort sondern sogar rückwirkend meinen Rundfunkbeitrag. Überzeugt hat mich vor allem das Engagement des Bayrischen Ministerpräsidenten zur Volksaufklärung in Sachen Wahlen. Seine Worte waren folgende:

"Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt; und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden."

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04.05.2014

SCHREIBEN ÜBER GELD ODER BUNTER INFORMATIONSMÜLL IM INTERNET


Sweatshirt / Werbung / Detail

Stell Dir vor, ein Lehrer, ein Arzt oder gar ein Rechtsanwalt haben einen Blog im Netz, und sie schreiben ständig über Geld - wieviel ihnen die Klassenfahrt, diese Behandlung oder jener Fall eingebracht haben. Möchtest Du das lesen? Siehst Du - ich auch nicht!

Dann sollte es erlaubt sein nachzufragen, warum Taxifahrer, auch in Berlin, oft und gerne, und das sogar im Internet, übers Geld verdienen schreiben. Beispielsweise wieviel Trinkgeld gegeben und wieviel Umsatz gemacht wurde oder, das Beste, daß der Leser ihm, dem Taxifahrer, doch bitte sehr Geld spenden möchte.

Warum sollte das jetzt plötzlich OK sein? Weißt Du es? Vielleicht ist die Frage auch verkehrt gestellt. Möglicherweise müsste sie besser lauten: Warum schreibt überhaupt jemand gerne und oft über Geld, egal ob Lehrer, Arzt, Rechtsanwalt oder eben Taxifahrer?

Mein letzter Fahrgast, offensichtlich jemand vom Fach (also eine Fachkraft, was selbst unter Taxifahrern eher die Ausnahme ist), mit dem ich das Thema diskutierte, hatte dafür folgende Erklärung, die ich Dir, meinem einzigen Leser, nicht vorenthalten möchte:

"Der Mangel an Liebe verleiht dem Geld übermäßige Bedeutung. Ein früher Bestätigungsmangel begründet den Hunger nach narzisstischer Selbstdarstellung. Das Ergebnis ist dann unter anderem dieser bunte und klebrige Informationsmüll im Internet."

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03.05.2014

WIE VIELE LESER HAT DIESER BLOG?


Plus Minus Eins

Immer wieder werde ich gefragt, wie viele Leser mein Blog hat. Um ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht. Und um noch ehrlicher zu sein: Es interessiert mich auch nicht. Die Statistik überlasse ich den Statisten, dafür sind sie ja da, nicht wahr!?!

Ich weiß, ich weiß, es gibt so viele, die nur für den Statisten schreiben, weswegen sie auch die bessere Quote haben, die ich ihnen von Herzen gönne. Dann sind die Statisten versorgt und gehen keinem andern auf den Sack. Das ist mehr, als man verlangen kann.

Deswegen denke ich, daß niemand (außer Dir!) das hier ließt. Ich schreibe nur für Dich - Du bist mein besseres Ich, also mein Plus. Ich selbst bin mein Alter-Ego, also mein Minus. Und Plus Eins (Du als mein besseres Ich) und Minus Eins (ich als mein Alter-Ego) macht Null.

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02.05.2014

ALLES NUR GETRÄUMT


Plakat / Werbung / Detail

Ich träume sehr selten, oder zumindest kann ich mich nur an wenige Träume erinnern. Umso bemerkenswerter ist deswegen folgender irrer Traum, den ich meinem werten Leser, also Dir, nicht vorenthalten möchte. Irgendwie schien ich mal wieder heiraten zu wollen, aber nicht einfach nur so, sondern im Taxi, und das, obwohl der Amtsleiter, also der vom Standesamt, genau das verhindern wollte. Meine Zukünftige und ich waren aber früh genug aufgestanden, so daß wir uns das Ja-Wort bereits gegeben hatten, bevor er, also der Amtsleiter, in sein Amt kam.

Der, er hieß übrigens Sauer, genauer gesagt Herr Sauer, war ob dessen "not amused" und sann auf Rache. Meine nunmehr Angetraute und ich küssten uns aber so innig im Verkehr, daß wir nicht ernst nahmen, wie sauer der Herr Sauer war. Wir hatten auch wirklich wichtigeres zu tun, nämlich Fußball spielen, ich hatte das angekündigt. Wie es sich für frisch Vermählte gehört, spielten wir zusammen in einer Mannschaft. Wir trugen übrigens noch unsere Hochzeitsklamotten, aber das nur nebenbei.

Jetzt kommt das merkwürdige: Der Herr Sauer war der Schiri. Ehrlich gesagt dachte ich mir nichts dabei, bis er, also der Herr Sauer, mir urplötzlich, er musste sich wohl unbeobachtet gefühlt haben, eine Backpfeife verpasste wie Ribéry dem Carjaval beim Spiel in München. Von einem Schmerz in der Schulter (das war auch sehr merkwürdig, warum mir die Schulter und nicht die Backe weh tat) wachte ich auf und fragte meine Frau, die neben mir im Taxi lag, was denn passiert wäre. Ihre Antwort, und das ist jetzt das allermerkwürdigste, war lediglich: "Was für eine Trauung?"

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01.05.2014

ERSTER BERLINER BIERMARATHON


Am 1. Mai

Viel gäbe es zu sagen über den "Ersten Berliner Biermarathon", ich will es bei folgendem belassen: "Ich bin dabei!" Das liegt, das muss der Ehrlichkeit halber gesagt sein, auch an der Startzeit um 15Uhr. Mit etwas Glück schaffe ich es sogar schon zum "An Grillen" um 13Uhr. Der Feingeist in mir fragt sich allerdings, ich denke nicht völlig zu unrecht, wie ein voller Bauch, der bekanntlich nicht gerne studiert, sinnvoll an einem Marathon partizipieren soll?!?

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