10.03.2014

ARTHUR TRIFFT THILO UND SIBYLLE


Werderscher Markt / früher Mitte / heute Neue Mitte

Etwas untergegangen im Streit um Sibylle L. ist, daß Thilo S. auf seiner eigenen Lesung im Berliner Ensemble nicht zu Wort kam. Das lag daran, daß Thilo von Leuten mit Parolen gegen sein erstes Buch, das sie nicht gelesen hatten, niedergebrüllt wurde, die gar nicht mitbekommen haben, daß er ein neues Buch geschrieben hat. Das Ganze wäre keine Meldung wert, wenn nicht aktuell der Tagesspiegel einen halbwegs vernünftigen Artikel darüber veröffentlicht hätte, der ganz ohne Hysterie auskommt und sogar noch die richtigen Fragen stellt. Beispielsweise, was wäre, wenn morgen der gerade Gottgleich angebetete Extremindividualismus plötzlich am Pranger steht?

"Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil", sagt der Volksmund heute. Schön und gut - aber was ist mit dem Denken?

Foto&Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen