08.03.2014

AM SCHLIMMSTEN SIND DIE BESCHEIDWISSER ...


Auch intrazerebral!

Ich kannte Sibylle L. bereits vor ihrer Rede in Dresden und bin, um es vorsichtig auszudrücken, kein großer Fan von ihr. Das liegt einerseits daran, daß ich denke, von einer deutschsprachigen Autorin erwarten zu dürfen, daß sie des Hochdeutschen mächtig ist. Zum anderen ist meine Abneigung gegenüber Sibylle L. aber auch darin begründet, daß sie nicht müde wird zu behaupten, wir wären zusammen unterwegs in Bulgarien gewesen. Die Wahrheit ist, daß ich in Bulgarien mit einer Eselin unterwegs war, die auch nicht Sibylle hieß. Wäre Sibylle L. wirklich mit mir in Bulgarien unterwegs gewesen, hätte sie ein ganz anderes Buch darüber geschrieben als das, was sie geschrieben hat. Soviel steht schonmal fest!

Was ich mit meiner zugegeben etwas zu langen Vorrede sagen will, ist, daß auch ich genügend Gründe hätte, jetzt nach ihrer Rede in Dresden auf Sibylle L. rumzuhacken. Ich tue dies ganz bewusst nicht, und dafür gibt es verschiedene Gründe, von denen ich nur den wichtigsten nennen will. Mein Eindruck ist, daß die meisten, die jetzt auf Sibylle L. draufschlagen, ihre Dresdener Rede gar nicht kennen, sondern einfach nur nachplappern, was andere, die die Rede auch nicht kennen, vorgeplappert haben. Möglicherweise liegt es aber auch an mir, weil ich ein wenig Old-School bin, und wirklich denke, daß man sich, wenn man etwas nicht weiß oder nicht versteht, mit einer eigenen Meinung besser zurückhält. Vielleicht ist die Zeit, in der wir heute leben, bereits so weit fortgeschritten, daß man auch eine Meinung über Dinge haben darf, die man gar nicht kennt. Sollte dem so sein, wird es wirklich höchste Zeit, daß ich mich mal "update", am Besten mit "Botox to go" hochdosiert und intrazerebral.

Foto&Text TaxiBerlin

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