31.03.2014

DIE QUALLENZECKE ODER ZECKENQUALLE


Aber was?

Die Qualle vom Ostaquarium ist eigentlich eine Zecke, die immer und überall am Geld klebt. Nahezu täglich schreibt sie darüber, am liebsten über Klein- und Kleinstbeträge. Sie möchte einmal mit dem Schreiben so viel Kleingeld machen, um davon leben zu können. Daß sie, die Zeckenqualle oder Quallenzecke, böse Zungen nennen sie auch Aufmerksamkeits- oder Medienhure, partout nicht ins Fernsehen will, liegt aber nicht etwa daran, daß es dort keine Kohle gäbe, sondern ausschließlich daran, daß die Quallenzecke oder Zeckenqualle so aussieht wie sie eben aussieht ...

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30.03.2014

DER PHALLUS VON FRIEDRICHSHAIN


Ostkreuz / früher Rostkreuz / Friedrichshain

Neulich bekam ich eine Ansichtskarte aus Istanbul. Die Schreiberin beklagte sich, dort regelrecht von Phallus-Symbole umzingelt zu sein. Dazu muss man wissen: auf der Vorderseite der Postkarte war die Blaue Moschee mit ihren Sex 6 (sechs) Minaretten zu sehen.

Unsere Stadt ist dagegen, man kann schon sagen, eher Phallus-Arm. Das ist aber keine Überraschung. Hiesige Männer sind dafür bekannt, keine Eier zu haben. Und wo keine Eier, da auch kein Phallus. Das hängt mit den Hormonen zusammen.

Umso überraschter war ich, direkt vor meiner Haustür auf dieses ausgesprochene Riesenexemplar zu stoßen. Ich würde sogar so weit gehen, und ihn als Über-Phallus bezeichnen. Bin schon gespannt, was aus ihm wird. Ich bin mir fast sicher, daß eines Tages jemand ohne Eier aber mit viel Geld darin wohnen wird.

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29.03.2014

DER POLITISCH KORREKTE BIO SEX


Alkoholfrei? Nein, Danke!

Sex ohne Alkohol, egal ob im Bett oder "on the beach", ist wie kopulieren ohne zu ejakulieren. Einfach langweilig …

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28.03.2014

WATER UND WOMAN IM NEUEN WASCH PARK


Adresse wird nicht verraten …

Es ist eine lange Geschichte und ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wo genau ich anfangen soll. Obwohl ein überzeugter Nichtschwimmer entwickelte ich vor einige Zeit eine gewisse Affinität zum flüssigen Element. Mein Focus, das ist keine Überraschung, ist dabei die innere Anwendung. Seit nunmehr eineinhalb Jahren bin ich anerkannter Wasser-Snob, zumindest in Kalifornien. Der Grund dafür war, das sei kurz erklärt, daß ich im Blind-Test Leitungswasser, billiges und teures Mineralwasser eindeutig auseinanderhalten konnte. (Du glaubst, das ist einfach? Mach das erstmal selbst!)

Damit war dann allerdings auch eine gewisse Grenze erreicht, zumindest was die innere Anwendung angeht. Der nächste Schritt war logischerweise die äußere Anwendung. Das dürfte auch Dir einleuchten. Daß ein sauberer Taxifahrer ein sauberes Taxi braucht, ist auch klar. Und warum nicht beides miteinander verbinden! Blieb noch die Frage: Wie? Zum Glück eröffnete just in dem Moment ein neuer Wasch-Park bei mir an der Ecke. Dort verbringe ich seither jede freie Minute. Natürlich immer mit meinem Taxi. Warum nicht mit meiner Frau? Du bist mir ein rechter Einfaltspinsel!

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27.03.2014

AUS DER HAUPTSTADT NICHTS NEUES


Karl Liebknecht Str. / früher Mitte / heute Neue Mitte

Nicht Neues aus der Hauptstadt: Baustelle an Baustelle - so weit das Auge reicht! Nicht mal Uncle Sam, der Weltgendarm, kann etwas gegen die Baustelle vor seiner Haustür tun. Ein weiterer Beweis dafür, daß die USA, einstige Weltmacht, definitiv im Niedergang begriffen sind. Sie können nicht mehr machen, als weiter nur blöde Burger für blöde Berliner und ihre blöden Besucher zu bauen.

PS: Wer mal eine Straße voller Baustellen besuchen möchte, ist in der Pettenkofer Straße im Friedrichshain bestens aufgehoben!

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26.03.2014

ADAC CONTRA TAXI


Hauseigene ADAC-Rollkoffer-Rache-Bande

Nachdem der ADAC als letzter verbliebener Interessenvertreter des Deutschen Autofahrers ausgefallen ist, war es keine Überraschung mehr, daß er auch noch dem hiesigen Taxigewerbe den Garaus machen will. Der ADAC tut dies auf eine seine sehr eigene, subtile Art und Weise, und zwar indem er versucht den Todfeind der Taxibranche - den Rollkoffer - an den Mann und vor allem an die Frau zu bringen. Welcher der Hauseigenen ADAC-Rollkoffer das Rennen im Hauseigenen ADAC-Ranking macht, entscheidet wie gehabt nicht der Rollkoffer-Käufer sondern die ebenfalls Hauseigene ADAC-Glaskugel.

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25.03.2014

DER HODENHALTER VON TAXIBERLIN ™


Gut Ding braucht Weile …

Heutzutage kann es nicht schnell genug gehen. Übrigens auch ein Grund dafür, warum es so viele schlechte Bücher gibt. Aber eben nicht der einzige. Oft liegt es einfach nur am Autor. Daß es nun ausgerechnet das Internet sein soll, von dem wir Geduld lernen können, wird den ein oder anderen überraschen. Da ich es im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leib erfahren habe, erlaube ich mir, an dieser Stelle darüber zu schreiben.

Eine geradezu geniale Erfindung, die ich bereits vor drei Jahren gemacht habe, und für die mich viele ausgelacht haben, hat es nun auf Platz Eins bei Google geschafft. Die Rede ist vom HODENHALTER, den es sogar schon bei AMAZON zu kaufen gibt. Gott sei Dank! Es ist nicht meiner! Denn meine Erfindung ist für den richtigen Mann vom Balkan gedacht, der aber kein Geld hat. Der langweilige Deutsche hat zwar Geld, aber eben keine Eier. Das alte Lied …

Bevor ich jetzt vollends von der Spur abkomme, noch zwei weitere Hinweise in eigener Sache. Mein ganz persönlicher Favorit in Sachen Foto ist mein ENDE, was bei Google immerhin schon auf Seite Zwei gelistet ist, damit aber noch hinter TAXI ROM, wo es gleich zwei Bilder von mir auf Seite Eins geschafft haben. Bei allen dreien hat es allerdings etwas gedauert. Gut Ding braucht eben Weile …

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VERZWEIFELT UND DESPERATED IN BERLIN


Kann jedem passieren ...

Ostern steht vor der Tür. Zeit für einen Osterspaziergang. Spazierengehen, ein schönes deutsches Wort, daß sogar  auf dem Balkan bekannt ist, wird leider hierzulande weitgehend unterschätzt, was aber schon wieder ein anderes Thema ist, über das ich bei Gelegenheit mal schreiben werde. Zurück zu Ostern, wo nicht nur Spazieren gegangen sondern auch nach Hause gefahren wird. Ich weiß nicht, ob Du es auch schon bemerkt hast, aber es gibt mehr und mehr verzweifelte Zugezogen in der Stadt. Das könnte daran liegen, ist aber nur so 'ne Theorie von mir, daß sie nie in Berlin angekommen sind, geschweige denn sich hier zu Hause fühlen würden. Warum sie dann überhaupt hier sind, ist eine Frage, die erlaubt sein darf, auch in Zeiten von Denkverboten.

Ich lebe, das ist bekannt, sehr gerne in Berlin. Was weniger bekannt ist, ist der Umstand, daß ich hier gerne alleine bin, vor allem aber unabhängig, beispielsweise von anderen Menschen oder dem Geld anderer Menschen (egal, ob milde Gaben oder gar Stipendien!), insbesondere auch im Taxi. Ich habe, glaube ich zumindest, noch nie darüber geschrieben, wie sehr es mich nervt, daß mir wildfremde Leute vorschreiben dürfen, wie und wohin ich zu fahren habe. (Übrigens auch ein Grund, warum ich nur drei Tage die Woche arbeite. Mehr würde ich gar nicht aushalten!) Und als wenn das mit dem "wie" und "wohin" nicht schon schlimm genug wäre, muss ich auch noch an jeder roten Ampel anhalten und an jeder Baustelle zumindest langsamer fahren. Kinder, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie das nervt!

Ich schreibe das jetzt aber nicht, um Dein Mitgefühl oder gar Dein Mitleid zu erbetteln. Das überlasse ich anderen. Ich schreibe das, damit Du weißt, daß auch ich oft verzweifelt bin, in meiner Stadt - das musst Du Dir mal vorstellen! Und deswegen kann ich mir auch vorstellen, wie verzweifelt erst jemand sein muss, dessen Stadt gar nicht Berlin sondern München, Stuttgart oder Hastenichjesehn ist. Glaub mir, Unglücklicher, der Du kein Berliner bist, wie sehr ich Dein Leid und Deine Verzweiflung nachempfinden kann. Aber Du hast es auch gut, oder vielleicht sogar besser, denn Du kannst zumindest gelegentlich mal nach Hause fahren. Ich muss dagegen immer hier bleiben, weil hier ja mein zu Hause ist …

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24.03.2014

MEIN TAXI FÄHRT LIEBER NACH SCHÖNEFELD


Altes Leid auf neuen Aufklebern

Eine neue Initiative für die Offenhaltung vom Flughafen Tegel (TXL) hat sich gegründet. Von denen gibt es jetzt Aufkleber speziell für Taxifahrer, die an der "Pilotenbude" am derzeit einzig verblieben Hauptstadflughafen rumliegen. Neben flotten Sprüchen wie: "Eine Hauptstadt ohne Flughafen? Nirgendwo sonst auf der Welt, nur Berlin", gibt es auch altbackene wie oben: "Mein Taxi fährt lieber zum Flughafen Tegel." - Leider geht es meinem Taxi da ganz anders. Das fährt lieber nach Schönefeld. Noch lieber würde es dort sogar wieder laden dürfen und nicht leer in die (Haupt)-Stadt zurückfahren müssen, wohin sowieso nahezu alle ankommenden Fahrgäste in Schönefeld wollen. Derzeit sind die Fahrten von Schönefeld nach Berlin rein den Kollegen aus dem Landkreis ohne Berliner Ortskunde vorbehalten. Daran ändert leider auch nichts das weitere Offenhalten von Tegel, sondern einzig die Eingemeindung von Schönefeld!

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WENN'S MAL WIEDER ETWAS LÄNGER DAUERT ...


Bahnhof Alexanderplatz / früher Mitte / heute Neue Mitte

Zum Glück leben wir in einer Großstadt, wo immer was geht, oder besser: fährt! Und sollte mal nichts gehen (oder besser fahren?), gibt es ja noch den Zeitungskiosk mit den ganzen Gazetten. Aber was musste ich da letzten Donnerstag in "Die Zeit" auf Seite 48 lesen? Ausgerechnet von Moritz von Uslar, auch noch einem Adligen! Der behauptet doch in einem Interview mit Thilo S. wirklich folgendes: "Moment mal, Herr Sarrazin, der ungeheure Vorwurf gegen Sie, den praktisch jeder Taxifahrer in Berlin erhebt, lautet: Sie haben mit Ihren Büchern das gesellschaftliche Klima in Deutschland vergiftet."

Dazu kann ich folgendes sagen: Eine solche Umfrage unter Berliner Taxifahrern ist mir "praktisch" unbekannt. Wäre interessant zu erfahren, woher Herr von Uslar seine Zahlen nimmt? Von Sarrazin wird er sie ja wohl nicht geklaut haben, oder? Und wie kommt der Blaublütige überhaupt dazu, sich auf die Berliner Taxifahrer zu berufen? (Ich meine, das hat ja nicht mal Sarrazin gemacht!) Meine langjährige Erfahrung und Menschenkenntnis als Berliner Taxifahrer sagt mir, daß man spätestens dann, wenn sich der journalistische Pöbel in dieser Form versucht mit einem gemein zu machen, höllisch aufpassen muss, daß man dabei nicht selbst schmutzig gemacht wird.

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23.03.2014

WO DAS KINO VON MORGEN SCHON GESTERN WAR


Kino "International" / Karl-Marx-Allee / früher Mitte / heute Neue Mitte

Früher war, ich muss mich da leider wiederholen, vielleicht nicht alles besser, aber doch vieles anders, insbesondere auch in Berlin. Werbung spielte beispielsweise überhaupt keine Rolle, und schon gar nicht im Kino. Heute werden da ganze Werbefilme gezeigt, und das sogar aus Deutschland. (Wo war da eigentlich das Trashfilm-Kollektiv?) Früher glaubten die Leute wenigstens noch an den lieben Gott. Heute glauben sie an rein gar nichts mehr, was ein echter Rückschritt ist, weil an gar nichts glauben gar nicht geht. Aber woran glauben die Leute dann wirklich, wenn an gar nichts glauben gar nicht geht? An Gold machen aus Nichts? An Internet und Facebook? Oder doch nur ans schnöde Geld? Ich glaube ja, die Leute von heute glauben an Werbung, denn Werbung ist heutzutage das, was früher Religion und Ideologie zusammen waren, nur bunter …

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22.03.2014

STELL DIR VOR ...


Drei in Deutschland

Stell Dir vor, Du hast einen seltenen Vornamen von anderswo, den es in Deutschland vielleicht dreimal gibt. Stell Dir weiterhin vor, daß dieser Vorname drei Dinge bedeuten kann: Einen Teil des Wiederkäuermagens, der mit der gesunden Gesichtsfarbe und der Kluge. Und dann stell Dir noch vor, daß Dir einer von den restlichen beiden außer Dir, plötzlich in Dein Auto steigt und Du dann auch noch erfährst, daß er bei Dir um die Ecke wohnt. Genau das ist mir letzte Nacht passiert! Und wer sich das alles vorstellen kann, den wird nicht überraschen, wenn ich dies für ein Zeichen halte. Was für ein Zeichen? Das weiß ich noch nicht! Was ich auf jeden Fall weiß, ist, daß der andere, weil der jüngere von uns beiden, mich mit "Batko" (Großer Bruder) anzureden hat. So verlangt es die Tradition - anderswo ...

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21.03.2014

GUTE NACHRICHTEN FÜR ALLE QUOTENGEILEN


Warum's manchmal etwas länger dauert …

Gute Nachrichten für allen Quotengeilen: Manchmal hat man die meisten Besucher, wenn man gar nichts Neues schreibt. Daß ich mehrere Tage nicht geschrieben habe, lag allerdings nicht an mir. Ich saß im Nadelöhr fest. Jetzt nicht das mit dem Reichen und dem Kamel, sondern das in der Neuen Mitte. Was, Du weißt nicht, wo das Nadelöhr ist? Ungläubiger, Du! Aber gut, ich will's Dir sagen, sonst kommen wir ja nie weiter. Du biegst ganz einfach von der Weidendammer Brücke rechts ab, was Du aber sowieso machen musst, wenn Du zur südlichen Friedrichstraße willst. Das Nadelöhr ist dann direkt unter der Brücke am Bahnhof Friedrichstraße und unweit der "Ständigen Vertretung", und ist ein schönes Beispiel dafür, wie man baustellenbedingt (U-Bahn Bau "Unter den Linden") eine Umleitung durch eine andere Baustelle, sprich Nadelöhr, verlegen kann. Zum Glück hatte ich meinen Bauhelm dabei …

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16.03.2014

GROSSER BERLINER FUNKTURM


Am Alex / früher Mitte / heute Neue Mitte

Die Fahrt ging von Mitte nach Prenzlauer Berg und sie wäre nicht der Rede wert, wenn die beiden Tucken nicht zwei besonders "schöne" Prachtexemplare dieser neuen Spezies gewesen wären, die sich seit einiger Zeit im ehemaligen "Szenebezirk" breit gemacht haben. Die eine wohnt dort schon eine Weile, die andere ist zu Besuch hier, beide sind sie ursprünglich aus irgendeiner westdeutschen Großstadt: Frankfurt, München, Stuttgart, Hastenichjesehn …

Früher hatte die, die hier wohnt, auch schon mal einen Fahrdienst, damit sie nicht immer Taxi fahren muss. Aber da muss ihr der Fahrer wohl seine Lebensgeschichte erzählt haben, und das war ihr nicht recht, was man ja verstehen kann. Die andere, die nur zu Besuch hier ist, verstand das zumindest auf anhieb. Da das Thema damit erschöpft war, begann die Neu-Berlinerin ihrer Besucherin die Stadt zu erklären: "Das ist der große Funkturm, es gibt auch noch einen kleinen im Westteil der Stadt." -?-!-?-  Zum Glück war der Prenzlauer Berg nah. Vorher musste nur noch das "Soho-Haus" an der Prenzlauer Allee Ecke Torstraße bewundert werden: "Ah Oh Oh Ah …"

Vielleicht gibt es bald Stadtpläne für Neu-Berliner mit "Großem Berliner Funkturm" und auch "Kleinem Berliner Funkturm". Berlin ist bekanntlich die Hauptstadt der Kreativen. Und, nicht vergessen, in Berlin ist auch alles möglich. Was Lebensgeschichten angeht, so geht es mir persönlich ganz umgedreht: Ich sammle sie förmlich! --- Obwohl, wenn ich's mir recht überlege, auch nicht jede.

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15.03.2014

BERLINER TAXIFAHRER VON MORGEN


Neue Wege fahren gehen

Nicht die Berliner Göre sondern der Berliner Taxifahrer ist in den sprichwörtlichen Brunnen gefallen. Da hilft auch keine nachträgliche acht Stunden Schulung zum VIP Fahrer mehr! Will man endlich fähige Fahrer auf den Straßen der Hauptstadt haben, müssen ganz andere Wege gegangen und vor allen Dingen viel früher angesetzt werden, am Besten bereits in der Grundschule (Foto).

Was dir als Außenstehender selbstverständlich erscheinen mag, ist im Hauptstadttaxi nicht immer der Fall: Grundkenntnisse der Deutschen Sprache. Darüber hinaus muss der Taxifahrer von morgen natürlich auch über Ortskenntnisse verfügen, in Berlin sollte man besser von Baustellenkenntnissen sprechen, und (das Allerwichtigste!) über das Wissen um Möglichkeiten des Protests gegen zu viele Baustellen.

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14.03.2014

SPÄTE BEKENNTNISSE EINE TIEFSTAPLERS


(pssst: das geld ist im roten koffer!)

Ich mache es wie Uli, ich zahle auch keine Steuern, und das bereits seit Jahren! Das liegt aber nicht daran, daß ich meine Einnahmen klein rechne oder sie gar kofferweise irgendwohin schaffen würde. Daß ich keine Steuern zahle, liegt ganz einfach daran, daß ich nur am Wochenende Taxi fahre. Gemeinhin würde man mich als faule Sau bezeichnen, dem ich gar nicht widersprechen möchte. Was wissen sie denn schon, wie ich schaffe arbeite. Sie können nicht wissen, daß ich oft wie ein Tier arbeite. Mein Glück ist nun, daß ich dafür nicht bezahlt werde, sonst müsste ich nämlich wirklich Steuern zahlen. Das ist das Gute daran, wenn man nicht das bekommt, was man eigentlich verdient. Nehmen wir aber mal an, ich würde fürs Arbeiten bezahlt werden und dann, genauso wie der Uli, keine Steuern bezahlen. Dann müsste ich natürlich in den Bau. Das ist klar! Nimmt man Ulis dreieinhalb Jahre für siebenundzwanzig Mille als Maßstab, müsste ich aber wahrscheinlich nur zwanzig Minuten einfahren. Und weil das keinen Sinn macht, bleibt es bei der Beugehaft wegen Bildungsauftrag.

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EIN SCHLUCKSPECHT AUS BERLIN IN LEIPZIG


Die Corpora Delicti

Komme gerade von der Buchmesse, von der es sicherlich einiges zu berichten gäbe. Die wichtigste Nachricht, ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, die einzige Nachricht, die uns hier in Berlin interessiert, ist folgende: Bier trinken in der Öffentlichkeit ist in Leipzig tabu! (Um eine Strafe, das nur nebenbei bemerkt, sind wir nur herumgekommen, nachdem wir versprochen hatten, dem Ordnungshüter das Corpus Delicti - unser Leergut - zu überlassen.) Aber wenn das heute in Leipzig verboten ist, ist es morgen auch in Berlin nicht mehr erlaubt. (Daran werden auch gerade erschienene Bücher nichts ändern!) Ich schreibe das hier nicht, um mich irgendwie wichtig zu machen, sondern einzig und allein als Information an all jene, die sich mit dem Gedanken tragen, nach Leipzig umzuziehen. - Sie können getrost hier bleiben ...

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13.03.2014

NOCHMAL BILDUNGSAUFTRAG UND BEUGEHAFT


Alles so schön bunt hier …

Da ich selbst keinen Fernseher sondern nur einen Teppich habe, zahle ich auch keinen Rundfunkbeitrag, was nur folgerichtig ist, weil ich auch keine GEZ gezahlt habe. Neulich hatte ich nun einen Brief vom Beitragsservice im Kasten. Meine Adresse wurde glaube ich mit Hilfe der NSA Stasi ermittelt. Ich habe auch schon geantwortet und Öffentlich Rechtlich darüber informiert, daß ich nicht zahlen werde, und zwar ganz einfach, weil der Bildungsauftrag nicht erfüllt wird, ich aber durchaus bereit bin, dafür in den Bau zu gehen. Ich habe auch Terminvorschläge gemacht, sowas muss schließlich geplant sein. Es gibt nur eine Bedingung: Ich darf meinen Teppich mitbringen!

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12.03.2014

EIN NEUER TREND: DAS FRIEDHOFFRÜHSTÜCK


Trendsetter bei der Arbeit

Den meisten reicht es vollkommen aus, einem Trend zu folgen. Am ärmsten dran sind sowieso die, die einen Trend nicht spüren sondern "erschnüffeln" müssen. Man nennt sie auch "Trendschnüffler", ich hatte bereits darüber berichtet. Die wirkliche Kunst besteht aber darin, da wird mir keiner widersprechen, einen neuen Trend zu setzen. Wem dies gelingt, nennt man Trendsetter.

Was gestern noch Brunchen war, ist heute das Frühstück auf dem Friedhof. Dieser neue Trend erblickte gestern Mittag auf einem Kreuzberger Friedhof das Licht der Welt. Zeitgleich wurde auch die diesjährige Friedhoffrühstücksaison offiziell für eröffnet erklärt.

Alles könnte so schön sein, wenn es nicht den einen Haken gäbe, der es insbesondere Neu-Berlinern schwer macht, an diesem neuesten Trend zu partizipieren. Der Verblichene muss den potentiellen Frühstückteilnehmern persönlich bekannt gewesen sein.

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11.03.2014

VOM BILDUNGSAUFTRAG UND VON BEUGEHAFT


Unter Vorbehalt …

Ich würde es genauso machen wie Uli. Ich würde auch keine Steuern zahlen. Und zwar keine Rundfunksteuer, wie der Rundfunkbeitrag auch genannt wird. Warum nicht? Ganz einfach: Öffentlich Rechtlich hat einen Bildungsauftrag und dem wird nicht nachgekommen. Dafür zahlen wir doch, daß man sich dort eben nicht um Einschaltquoten schert und ich mir auch keine Werbung anschauen muss.

Ich würde sogar in den Knast gehen dafür. Beugehaft nennt man das, glaube ich. Zeit hätte ich. Man soll viel Zeit haben im Knast, beispielsweise zum Lesen. Aber wahrscheinlich gibt es heutzutage auch Fernseher im Knast. Hat sich ja viel verändert zu der Zeit, wo ich mal gesessen habe. Waren zwar nur fünf Tage, aber immerhin. Hat gereicht, um sich ein Bild zu machen.

Damals gab es keinen Fernseher im Knast. Ach hätte ich doch früher schon für heute sitzen können …

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10.03.2014

ARTHUR TRIFFT THILO UND SIBYLLE


Werderscher Markt / früher Mitte / heute Neue Mitte

Etwas untergegangen im Streit um Sibylle L. ist, daß Thilo S. auf seiner eigenen Lesung im Berliner Ensemble nicht zu Wort kam. Das lag daran, daß Thilo von Leuten mit Parolen gegen sein erstes Buch, das sie nicht gelesen hatten, niedergebrüllt wurde, die gar nicht mitbekommen haben, daß er ein neues Buch geschrieben hat. Das Ganze wäre keine Meldung wert, wenn nicht aktuell der Tagesspiegel einen halbwegs vernünftigen Artikel darüber veröffentlicht hätte, der ganz ohne Hysterie auskommt und sogar noch die richtigen Fragen stellt. Beispielsweise, was wäre, wenn morgen der gerade Gottgleich angebetete Extremindividualismus plötzlich am Pranger steht?

"Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil", sagt der Volksmund heute. Schön und gut - aber was ist mit dem Denken?

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DER BRANDSTIFTER IN BERLIN


Tourismusbörse Messehalle Hastenichjesehn

Wie ein Brandstifter sieht er gar nicht aus. Eher wie Väterchen Frost mit etwas Kaltem Krieg im Gepäck. Oder hatten wir den ganz und gar bestellt? Vielleicht ist Wladimir auch nur sauer wegen dem Wetter, und weil er jetzt weniger Gas verkauft. Möglicherweise kommt aber bald gar kein Gas mehr bei uns an. Und ich hab' neulich noch meine alten Kachelöfen rausgerissen. Schön blöd …

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09.03.2014

GEILE FAHRT, SUPER SONG, WAS WILL MAN MEHR



Bob Dylan from Derek M on Vimeo

Eigenlob stinkt gemeinhin. Zum Glück ist dieser Beitrag kein Eigenlob, weil ich bin ja nur der Fahrer. Viel wichtiger ist natürlich der richtige Song, und der kommt mal wieder vom Meister. Musik wird gemeinhin unterschätzt, insbesondere auch beim Autofahren. Dabei ist gerade dort die Musik das wichtigste. Aber eben nicht das einzige. Es kommt auch auf die richtigen Worte an, und was passt besser in unsere Zeit als: "I pay in blood, but not my own"!?!

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WAS UNS ALLEN IN BERLIN NOCH BEVORSTEHT


Weserstraße / früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Eine Straßenbaustelle, auf der auch am Wochenende gearbeitet wird? Das gab es wirklich einmal! In den Neunzigern. Beispielsweise auf der Prenzlauer Promenade. Ist lange her, ich weiß. Heute sind wir ja schon froh, wenn auf Berliner Straßenbaustellen überhaupt gearbeitet wird. Wenn es nach mir ginge, ich würde dafür zwar keine Banden aber immerhin Brigaden bilden. Manch einer wäre sicherlich froh, mal was vergleichsweise vernünftiges zu machen als das ewige Flaschen sammeln. Aber gut, ich komme vom Thema ab.

Wenn in unserer Stadt wie auf obigem Foto am Wochenende gearbeitet wird, dann kann es sich dabei nur um eine private Baustelle handeln, in der Regel ist es eine Luxussanierung wie hier im Friedrichshain. Da kommt Freude auf, insbesondere bei den Anwohnern. Der Mieter, soweit es ihn überhaupt noch gibt, meist ist es nur der Rest, der von ihm übrig blieb, wird ganz einfach über die mitgebrachte Rutsche entsorgt. Immerhin hat man an Toiletten gedacht, so daß keiner zum Scheißen in den Wald gehen muss.

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08.03.2014

AM SCHLIMMSTEN SIND DIE BESCHEIDWISSER ...


Auch intrazerebral!

Ich kannte Sibylle L. bereits vor ihrer Rede in Dresden und bin, um es vorsichtig auszudrücken, kein großer Fan von ihr. Das liegt einerseits daran, daß ich denke, von einer deutschsprachigen Autorin erwarten zu dürfen, daß sie des Hochdeutschen mächtig ist. Zum anderen ist meine Abneigung gegenüber Sibylle L. aber auch darin begründet, daß sie nicht müde wird zu behaupten, wir wären zusammen unterwegs in Bulgarien gewesen. Die Wahrheit ist, daß ich in Bulgarien mit einer Eselin unterwegs war, die auch nicht Sibylle hieß. Wäre Sibylle L. wirklich mit mir in Bulgarien unterwegs gewesen, hätte sie ein ganz anderes Buch darüber geschrieben als das, was sie geschrieben hat. Soviel steht schonmal fest!

Was ich mit meiner zugegeben etwas zu langen Vorrede sagen will, ist, daß auch ich genügend Gründe hätte, jetzt nach ihrer Rede in Dresden auf Sibylle L. rumzuhacken. Ich tue dies ganz bewusst nicht, und dafür gibt es verschiedene Gründe, von denen ich nur den wichtigsten nennen will. Mein Eindruck ist, daß die meisten, die jetzt auf Sibylle L. draufschlagen, ihre Dresdener Rede gar nicht kennen, sondern einfach nur nachplappern, was andere, die die Rede auch nicht kennen, vorgeplappert haben. Möglicherweise liegt es aber auch an mir, weil ich ein wenig Old-School bin, und wirklich denke, daß man sich, wenn man etwas nicht weiß oder nicht versteht, mit einer eigenen Meinung besser zurückhält. Vielleicht ist die Zeit, in der wir heute leben, bereits so weit fortgeschritten, daß man auch eine Meinung über Dinge haben darf, die man gar nicht kennt. Sollte dem so sein, wird es wirklich höchste Zeit, daß ich mich mal "update", am Besten mit "Botox to go" hochdosiert und intrazerebral.

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"ZUMINDEST SIND WIR EHRLICH"


Kann nicht jeder von sich behaupten!

"Zumindest sind wir ehrlich" steht orthografisch einwandfrei auf dem Schild der beiden Säufer, die, wenn sie es denn schaffen, an der Ecke Friedrichstraße / Unter den Linden um Kleingeld betteln. Ehrlich sind sie deswegen, weil sie offen zugeben, mit dem erbettelten Geld den nächsten Alkohol kaufen zu wollen. Willst du ein Foto von ihnen machen, holen sie ein anderes Schild heraus. Auf dem  steht, wiederum orthografisch einwandfrei: "Fotos 278 Euro". Dieser doch recht anspruchsvolle Betrag dürfte der Grund dafür sein, warum nur dieses eine Bild von ihnen im Internet existiert. Dazu muss man sagen, daß die beiden Säufer mit ihrer Preisansage absolut im Mainstream liegen, indem sich zu viele Leute permanent mit Geld, Geld verdienen und sonstigen monetären Rechenexempeln beschäftigen, insbesondere auch schreibende "Kollegen". Vorbei die Zeiten, wo in Berlin Geld keine Rolle spielte, weil man für Geld nichts bekam, und zwar schon lange. Doch zurück zum Schild mit der Aufschrift "Zumindest sind wir ehrlich", was an sich ja schon eine Meldung wert wäre. Noch dazu, weil, wie bereits erwähnt, orthografisch einwandfrei. Da können sich andere mal 'ne Scheibe von beiden Säufern abschneiden. Beispielsweise auch der "Schwarzfeller" oben, denn der muss korrekterweise natürlich "Schwarzfäller" heißen!

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07.03.2014

"BERLIN IST NICHT MEHR DIE COOLSTE STADT DER WELT"


Wildenbruchbrücke / früher Neukölln / heute Neukölln

"Ende eines Trends?" fragt der Berliner Tagesspiegel, umso gleich selbst die Antwort zu geben: "Berlin ist nicht mehr die coolste Stadt der Welt." Herausgefunden haben das "Trendschnüffler", wer oder was das auch immer sein mag. Was hat es nun zu bedeuten, daß eine simple Wahrheit, und zwar daß die besten Jahre für Berlin endgültig und definitiv vorbei sind, plötzlich im Mainstream angekommen ist? Normalerweise ist es keine gute Nachricht, wenn etwas im Mainstream ankommt. Hier ist das aber anders, weil die Nachricht an sich schlecht ist. Werden deswegen jetzt sämtliche Luxussanierungen, Neu- und Lückenbebauungen eingestellt, und Berlin so unfertig bleiben, wie es einmal war? Mit Sicherheit nicht! Und warum nicht? Ganz einfach: Weil das, was irgendwelche "Trendschnüffler" herausgefunden haben wollen, überhaupt nicht neu ist, und vor allen Dingen heute in der "Stadt der Kreativen" niemanden mehr interessiert. Es ist, um ganz genau zu sein, viel heiße Luft um Schnee von gestern, oder auch einfach nur ein Pups für den Pups.

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06.03.2014

WHO LOVES BERLIN HAT RECHT


Unter den Linden / früher Mitte / heute Neue Mitte

In Berlin ist ITB-Time, Zeit für 'ne Sonderschicht! Eigentlich fahre ich nie unter der Woche, aber man soll bekanntlich niemals NIE sagen. Mein Plan war, mich vom Messegelände, wo gerade die weltgrößte Tourismusbörse tobt, fern zu halten. Ich hatte ernsthaft die Hoffnung, daß alle Kollegen und "Kollegen" an der Messe sind, und ich sozusagen in der Stadt leichtes Spiel habe. Ich kann es kurz machen: Mein Plan ging nicht auf. Und so machte ich 'nen neuen Plan, und der hieß hin zur Messe. Die erste Fahrt von dort ging nach Mitte, wo ich gerne geblieben wäre, wenn nicht schon wieder alle Kollegen und auch die "Kollegen" da gewesen wären. Es war ein bisschen wie die Geschichte vom Hasen und vom Igel. Also zurück zum Messegelände gequält, sämtliche Baustellen der Stadt umfahren und nebenbei allen Autofahrer der Republik ausgewichen. Muss wohl am Wetter liegen, und auch am Monatsanfang, daß alle Geld haben, zumindest gefühlt, und sich auf den Berliner Straßen rumtreiben müssen. Meine zweite Fahrt von der Messe ging zu einem Hotel in der Landsberger Allee. Eigentlich heißt es "Andel's", aber ich nenne es "Land's End". Mein Fahrgast, und jetzt kommt das eigentlich mitteilenswerte, war aus Südafrika, sprach aber deutsch, und kannte (das allerwichtigste!) Berlin bereits aus den Neunzigern. Am "Andel's" oder eben "Land's End" angekommen, passierte das, was im Servicebereich nie passieren darf, sozusagen der "Service-Super-Gau". Der ist nämlich immer dann, wenn der Kunde, in dem Fall der Fahrgast, der Servicekraft, also mir, recht gibt. Und nicht einfach nur so, sondern mit allem, was ich über zugezogene Wichtigtuer, Berlin früher und selbst über Kollegen und "Kollegen" gesagt habe, hätte ich vollkommen richtig gelegen. Eigentlich sollte ich mich jetzt freuen und glücklich sein, oder? Aber nein, der Berliner muss immer meckern. Mein lieber Südafrikaner, warum warst du nicht schon letzten Freitag zu den Dreharbeiten für "Zu Hause in Berlin und …" hier und bist mir da ins Taxi gestiegen? Ach, da war noch keine Messe!?! Sch… ITB!

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05.03.2014

DAS BESTE ZUM SCHLUSS


… auch im Fernsehen

"Das Beste zum Schluss" gilt nicht nur beim Schlussverkauf, den es nicht mehr gibt, sondern auch im Fernsehen, das es manchmal besser nicht mehr gäbe. Ich zum Beispiel habe gar keinen Fernseher, weswegen ich mir die gestrige Sendung "Zu Hause in Berlin und Brandenburg" im Internet anschauen musste. Das habe ich auch nur getan, weil dort der Bericht über mich und meine Bauhelme lief. Da ich nicht wusste, wann der genau kommt, musste ich mir die komplette Sendung ansehen, und ich kann dir, der du nur hier klicken musst, um ausschließlich den Beitrag über mich zu sehen, gar nicht sagen, wie gut du es hast. Ausgerechnet um die "Blue Man Group", von der ich ein bekennender Gegner bin, und nicht nur, weil ich Farbe prinzipiell schlecht für die Haut halte, ging es im vorletzten Beitrag, der nicht enden wollte. Dann endlich ich, aber wie gesagt, das Beste kommt eben zum Schluss. Aber nicht nur das. Offensichtlich war ich auch noch der Einzige, der dem Bildungsauftrag von Öffentlich Rechtlich nachkam. Naja, einer muss es halt machen …

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BESSER ALS VIP (TEIL ZWO)


… zur Suppe

Auch als Taxifahrer in Berlin muss man mit der Zeit gehen und sich immer etwas Neues einfallen lassen, um das Wort "Kreatives" nicht bemühen zu müssen. Dazu muss man wissen, dass auch im Taxi die Kundschaft immer anspruchsvoller wird. Manchmal schießen die Ansprüche aber auch etwas über das Ziel hinaus. Wieso sollten versiffte Taxen plötzlich nicht mehr OK sein? Noch dazu Nachts, wo sowieso keiner den Siff sieht? Das leuchtet manchem von den älteren Kollegen, zu denen auch ich mich zähle, nun gar nicht ein. Und selbst bei mir, der auch schon einmal als "Pfiffiges Kerlchen" bezeichnet worden ist, und das sogar von einem Fahrgast - Nachts(!), hat es etwas gedauert. Ganz schnell hingegen ging gestern der Umtausch der heißen Suppe in kalte Eiswürfel. Um ganz genau zu sein hat der Chinese die Suppe gar nicht zurück genommen, sondern die Eiswürfel zum kühlen der Suppe gratis dazu gegeben. Heiße Suppe mit kalten Eiswürfel, das ganze mit gratis Löffel für einen Euro, wurde mir dann doch etwas zu viel des Guten. Man darf es mit dem Service auch nicht übertreiben. Deswegen biete ich derzeit nur die Eiswürfel an ...

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04.03.2014

AUTOFIKTION VON UND MIT TAXIBERLIN JETZT AUCH IM FERNSEHEN ZU HAUSE



Nachdem mir neulich eine Fahrgästin eine "Anziehende Hässlichkeit" attestierte, war für mich die Zeit definitiv reif fürs Fernsehen. Du wirst lachen, aber das geht manchmal schneller als du denkst, das mit dem Fernsehen meine ich. Heute Abend ab 18:30 Uhr ist es schon so weit, und wo sollte ich besser aufgehoben sein als bei "Zu Hause in Berlin und Brandenburg" vom rbb, wobei der Fokus natürlich mein Berlin ist, und hier die hiesigen Baustellen. Gegen die scheint kein Kraut gewachsen zu sein - ganz im Gegenteil! Immer zahlreicher schießen sie aus dem Berliner Boden, wo sie sich dann, einmal die Berliner Luft geschnuppert, auch immer länger halten. Nachdem jetzt auch noch der ADAC als letzte Bastion der automobilen Mehrheit ausgefallen ist, etwas dagegen tun zu können, müssen wir wohl oder übel selber ran. Was auch du gegen die zahlreichen Baustellen auf den Berliner Straßen tun kannst, erfährst du hier.

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BESSER ALS VIP FAHRER (TEIL EINS)


Neu bei mir im Taxi

Als bekennender Gegner des VIP Fahrers musste ich mir etwas anderes einfallen lassen, um die anspruchsvolle Kundschaft an mich zu binden. Auch bei mir gilt: Service ist alles! Deswegen gibt es zu der Chinanudel, die ich passend zur Jahreszeit in einer heißen Suppe anbieten wollte, den Löffel gratis dazu. Aber was macht jetzt dieser Winter? Mir einen Strich durch die Rechnung! Die war bei einem Verkaufspreis von einem Euro pro Suppe incl. Löffel sowieso schon extrem eng kalkuliert. Zum Glück konnte ich die heiße Suppe zurückbringen. Hatte ja auch kein Mindesthaltbarkeitsdatum draufgeschrieben - der Chinese. Zurückbringen ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Umtauschen trifft es eher. Wie umtauschen, willst du wissen? Das erfährt du morgen! (Oder übermorgen …)

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03.03.2014

HUNDERT STATT HUNDERTTAUSEND


Grünberger Str. / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Die Fahrt begann mit dem obligatorischen Zwischenstop am Geldautomaten. Daß es ausgerechnet der von der Sparkasse, der Bank für den kleinen Mann, sein sollte, hätte mich stutzig machen müssen. Zwei Typen am Automaten, zwei weitere bei mir im Taxi sitzend, stand ich nun schon eine halbe Stunde in der zweiten Reihe. Was war das Problem? Einer der beiden Typen am Automaten hatte hunderttausend gedrückt, aber nur hundert ausgezahlt bekommen. Die Rede ist übrigens von Euro. Da musste natürlich erstmal der Kontostand gecheckt werden. War sein Konto vielleicht nicht gedeckt? Oder hatte sich jemand anders schon den Differenzbetrag von neunundneunzigtausendneunhundert auf irgendeine unerklärliche Weise unter den Nagel gerissen? Ist ja heutzutage alles möglich! Die Sache blieb bis zum Fahrtende in Marzahn ein Mysterium. Zum Glück hatte er die hundert, um mich bezahlen zu können. Auf dem Rückweg überlegte ich, ob vielleicht Geldautomaten, genauso wie Automobile, von Verstrahlten besser nicht bedient werden sollten

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02.03.2014

DAS QUIZ VON TAXIBERLIN BEI AUTOFIKTION


Kunst heute

Kunst heute, das ist allgemein bekannt, ist, wenn man es nicht versteht. Das ist aber nichts Neues. Das war aber schon immer so. Zumindest lässt das folgende Aussage vermuten. Sie stammt übrigens von demselben deutschsprachigen Autor, dessen Name in der Vergangenheit bereits zweimal nicht erraten wurden. Deswegen heute der Jackpot: Wer als erster weiß, von wem diese Worte sind, dem winken diesmal gleich drei Kurzstrecken:

"Von Zeitgenossen möchte ich lieber nichts lesen …"

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01.03.2014

VON HIPSTERÖFEN UND HIPSTERHÖLLE


Torstraße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Offiziell heißen sie Hipsteröfen, die ganzen neuen Läden rund um die Torstraße in Mitte, und zwar deswegen, weil in ihnen so viel heiße Luft produziert wird. Nachdem mir aktuell ein paar von den Spezies ins Taxi gesprungen sind, nenne ich diese Läden Hipsterhölle, die ich selbst nicht mal mit 'nem feuersicheren Schutzanzug betreten würde. Zum Glück sind wir aber in Berlin, wo jeder in seinem eigenen Ofen (respektive seiner eigenen Hölle) selig werden kann.

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