15.01.2014

IM TAXI MIT SUSAN SONNTAG


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Von Susan Sonntag stammt der Ausspruch: "Ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke." Denkt man diesen Satz zu Ende, bedeutet er, daß derjenige, der herausgefunden hat, was er denkt oder wer er ist, aufhört zu schreiben. Im richtigen Leben passiert das relativ selten - leider muss man sagen.

Das neue Jahr hat gerade begonnen und schon bin ich irgendwie am Tod vorbei geschlittert. "Es kann jetzt nur noch besser werden!", meinte der Polizist, der den Unfall aufnahm, zu Recht. Aber nicht nur das. Es ist auch ein guter Zeitpunkt, sich einmal mehr mit dem Leben und insbesondere mit dem Ableben zu beschäftigen.

Gerade ist Ariel Scharon gestorben. Nicht daß ich ein Fan gewesen wäre von dem alten Haudegen - eher im Gegenteil! Aber acht Jahre im Koma - das wünscht man nicht mal seinem ärgsten Feind. Was mögen sich die Angehörigen dabei gedacht haben? Lag es vielleicht daran, daß sie glaubten, so die Beerdigungskosten sparen zu können?

Doch zurück zu Susan Sonntag. Was ist eigentlich mit all denen, die gar nicht die Absicht haben, mit ihrem Schreiben herauszufinden, was sie denken oder wer sie sind? Eine berechtigte Frage, wie ich denke! Leider ist auch Susan Sonntag bereits vor Jahren verstorben und so müssen wir die Antwort auf die Frage wohl selber finden.

Wer nicht herausfinden möchte, was er denkt oder wer er ist, sollte besser nicht schreiben, wäre zumindest eine Möglichkeit.

Foto&Text TaxiBerlin

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