08.11.2013

WARUM ES SCHWIERIGER IST IN BERLIN EIN GUTES EI ZU FINDEN ALS EIN BILLIGES BUCH


"Blindes Berliner Ei"

Wenn man Erfolg haben will, egal ob als Schriftsteller oder als Taxifahrer, muss man die Leute überraschen. Das ist nichts Neues, schon gar keine neue Wahrheit, das war schon immer so. Deswegen zur Abwechslung bei Autofiktion mal wieder eine 1:1 Geschichte. Gestern hatte ich eine Prostituierte an Bord, die außerhalb lebt und in Berlin ihrem Gewerbe nachgeht. Sie hatte einen Notfall, sonst hätte sie mich nicht gerufen, so gut laufen die Geschäfte auch bei ihr nicht. Wir kamen ins Gespräch und zu meiner Überraschung kannte sie sich mit frischen Eiern aus. Das lag daran, weil sie selbst einen kleinen Bauernhof hat, sozusagen zur Eigenversorgung. Ich weiß, das mag für manche ziemlich irre klingen, ist aber die Wahrheit. Warum es schwierig ist, in Berlin gute Eier zu finden, wußte sie natürlich ganz genau. Die behält der Bauer, respektive die Bäuerin, nämlich für sich. So einfach ist das. Ich hatte Glück, ich darf mir meine frischen Eier jetzt alle vierzehn Tage bei ihr im Bordell abholen. Ein wahrer Glücksfall! Mit den guten Büchern, damit kenne ich mich nun wiederum aus, verhält es sich so. Du kriegst sie im Prinzip an jeder Ecke für einen Euro oder wegen mir auch zwei. Wer noch im Internet sucht ist entweder zu blöd oder zu faul mal auf die Straße zu gehen - in der Regel beides. Wer gute Musik hören will, ist bei mir in der Taxe richtig, aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.

Foto&Text TaxiBerlin

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