01.11.2013

BERLINER TAXIBLOG BASHING


Wer nach "Schid" will, muss geradeaus weiter

Bis heute ist die Frage unbeantwortet: War zuerst das Ei da oder das Huhn? Ganz klar dagegen ist, daß TaxiBerlin (damals auch noch unter diesem Namen) einer der ersten Berliner Taxiblogger war und ist. Wie alle anderen, die folgten, so schrieb auch er anfangs vorzugsweise 1:1 Geschichten aus dem Taxialltag. In der Regel begannen diese Geschichten mit "Stieg mir gestern einer ein ...", was TaxiBerlin bald langweilig wurde, und weswegen er als erster anfing den Alltag im Taxi mit Fiktion zu verbinden - mit einem Wort: Autofiktion. Das war zu der Zeit, als alle anderen Berliner Taxiblogger noch nicht mal wussten, was Fiktion bedeutet, weswegen sie mit den Beiträgen von TaxiBerlin nichts anfangen konnten, und sie den Leser in ihren Taxiblogs mit privaten Problemchen wie "Ärger mit Verwandten" oder "kein Geld vom Amt" nervten. Die größten Dumpfbacken haben bis heute nicht begriffen, daß TaxiBerlin nicht Realität pur ist. Die etwas "Helleren" unter den Berliner Taxibloggern haben TaxiBerlin irgendwann kopiert, indem sie selbst mit "Autofiktion" begannen, ohne natürlich den Ideengeber zu nennen, wahrscheinlich weil sie zu sehr mit ihren Besucherzahlen beschäftigt waren, oder weil die Ärmsten unter den Armen gerade eine neue Bettelaktion im Internet starten mussten. Daß es in Berlin auch Taxiblogger gibt, die nicht schreiben können, oder die nicht wissen, was auf ihrem Blog passiert, sei nur am Rande erwähnt.

Bei TaxiBerlin ist aber nicht nur klar, daß er die Fiktion in den Berliner Taxiblog eingeführt hat. Bei TaxiBerlin ist auch immer klar, worum es geht. Es geht um Berlin (unsere Stadt), wie sie sich verändert (in der Regel zum Negativen), und mit jedem Tag (leider) langweiliger wird. TaxiBerlin schreibt aus der Perspektive eines Taxifahrers, weil er sein halbes Leben auf den Berliner Straßen (seiner Heimat) zugebracht hat. Um die Taxiprüfung zu bestehen, brauchte TaxiBerlin nicht zwei Jahre (wie manch Dumpfbacke), sondern nur zwei Monate - aber das nur nebenbei. TaxiBerlin hat sich fürs Taxifahren entschieden, obwohl er andere (besser bezahlte) Optionen für seinen Broterwerb hat. Aber Geld ist schließlich nicht alles - der Mensch hat ja auch noch Seele. Doch zurück zum Gegenstand dieses Blogs: Berlin. Auch du kannst (und solltest auch) die Veränderungen in unserer Stadt wahrnehmen, auch wenn du kein Taxi fährst. Du musst nur mit offenen Augen durch Berlin gehen, oder auch fahren (dann brauchst du keinen Blog im Internet zu lesen). Denn unsere Stadt hat schon mal bessere Zeiten erlebt. Solltest du aber wissen wollen, wie Berlin einmal war, weil du möglicherweise neu in der Stadt bist (oder wenn du auch nur auf der Suche nach dem Original unter den Berliner Taxiblogs bist), dann bist du gerade fündig geworden: "Autofiktion - Unwahre Geschichten aus dem wahren Leben eines Berliner Taxifahrers"!

Foto&Text TaxiBerlin

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