15.08.2013

NEBENVERDIENST IM TAXI


Der Preis ist heiß

Ich weiß: Das Thema Nebenverdienst im Taxi ist ein heißes Eisen. Aber ich bin dafür bekannt, daß ich immer wieder heiße Eisen anfasse, sowohl in meiner Taxe als auch auf meinem Blog. Es gibt Taxifahrer, ich gehöre nicht zu ihnen, die sind zufrieden, wenn man sie mag oder eben "liked", wie das heute heißt. Dann gibt es die Armen, auch zu ihnen gehöre ich nicht, die eine Wunschliste im Internet ihr "Eigen" nennen. Die Ärmsten unter den Armen, es erübrigt sich zu erwähnen, daß ich auch dazu nicht gehöre, haben dort sogar ein Spendenaufruf samt Spendenkonto.

Lange habe ich überlegt, was ich diesen Kollegen empfehlen soll. Anfangs hatte ich die Idee, sie könnten sich eine Liste von den Bankautomaten in der Stadt machen, weil die Fahrt zum Geldabheben mittlerweile zum Standartprogramm jeder Taxifahrt gehört. Dann klärte mich einer der Kollegen auf, daß das keine gute Idee wäre, weil es für den Taxifahrer doch viel besser ist, wenn er den nächsten Geldautomaten der vom Fahrgast gewünschten Bank gar nicht kennt, damit die Fahrt nicht automatisch eine kurze ist.

Letztendlich war es ein Fahrgast, der mich auf eine geradezu geniale Idee für die ärmsten unter den Armen brachte. Das "Gute" an diesen ganzen Smart- und I-Phones, die ansonsten nur unsinnige Spielzeuge sind, ist, daß ihre Akkus allesamt nicht lange halten, weswegen auch immer mehr Taxen angehalten werden. Nicht etwa, weil die Leute Taxifahren wollen, sondern um ihre blöden Geräte an irgendeinem blöden Zigarettenanzünder aufzuladen. Aber nicht jeder Taxifahrer, beispielsweise ich, hat ein Ladegerät mit verschiedenen Adaptern an Bord. Eine Anschaffung, die sich auf jeden Fall lohnt. Man muss nur den richtigen Minutenpreis fürs Aufladen verlangen.

Foto&Text TaxiBerlin

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