20.08.2013

NEBENVERDIENST IM TAXI (TEIL ZWEI)


Mobiler Bestatter Dank Zusatzausbildung

Pünktlich zur Terrorwarnung, die dem "Snowdenschen Algorithmus" folgt, daß man die Uhr danach stellen kann, haben einige Kollegen ihre Zusatzausbildung zum mobilen Bestatter abgeschlossen. Wenn schon Terror, warum soll man nicht davon profitieren, haben sie sich nicht ganz zu Unrecht gefragt. Ganz schön clever, muss man heute sagen, wo wir alle gerade mal wieder aktiv vom islamistischen Terror bedroht werden. Und wenn man einmal auf der Straße ist, warum soll man sich dann nur um die lebenden Patienten Fahrgäste kümmern, und die toten links liegen lassen. OK, der "Snowdensche Algorithmus" ist sicherlich nicht so leicht zu verstehen, weswegen bisher auch nur eine Handvoll Taxifahrer die mehrwöchige Zusatzausbildung absolviert hat. Hinzu kommt eine gewisse Unsicherheit, ob denn auch die Zeche, in dem Fall die Bestattung, bezahlt wird. Das ist, der ein oder andere kann ein Lied davon singen, heutzutage ja nicht mehr selbstverständlich. Doch zurück zum "Snowdenschen Algorithmus". Der besagt, daß es soundsoviele Wochen (die genaue Zahl ist geheim) nach Enthüllungen über den Geheimdienst (welcher ist eigentlich egal) automatisch Anschläge von Al-Kaida geben muss. Alleine schon deswegen, damit wir nicht vergessen, wer Al-Kaida war. Das sind die, wo der Boss, ein gewisser Bin Laden, bereits tot ist, und dessen Ableben sozusagen die Geburtsstunde der mobilen Bestattung war. Und während sich der ein oder andere der "Mobilen Aufstocker" von heute noch grämt, nicht dabei gewesen zu sein, findet der eigentliche Terror direkt vor unseren Augen statt, und zwar beim Englischen Guardian, der auch schon mal ein paar Bilder von mir veröffentlicht hat. Der, also der Englische Guardian, bekam jetzt Besuch vom Geheimdienst (von welchem genau ist geheim), wo wir alle dachten, die wären mit dem bevorstehenden Terror beschäftigt. Wahrscheinlich war den Geheimdienstlern langweilig, weil der versprochene Terror bisher ausblieb, und da haben die sich gesagt: Das können wir besser! Leider ist London nicht nur zu weit weg, sondern, und jetzt bitte ganz tapfer sein meine lieben Herren Bestatter, es kamen auch (noch) keine Personen zu Schaden, sondern nur ein paar blöde Festplatten wurden zerstört.

Foto&Text TaxiBerlin

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