11.07.2013

"ICH BEDAURE DEN ARMEN EINWANDERER"


RAF 3.0 & Der Meister

Wir leben in einem Land, in dem wir zwar folgenlos ausspioniert werden dürfen, wo man aber kein "falsches" Wort über Einwanderer sagen sollte, will man nicht reflexartig von Linken Linken als Rechter, Rassist oder gar schlimmeres bezeichnet werden. Auch hier gilt allerdings, daß manche gleicher sind. Ich zähle mich im weiteren Sinne dazu. Immerhin bin ich selbst halber Einwanderer und war sogar mehr als zehn Jahre mit einer Einwanderin verheiratet. Ich habe mir das, zumindest den halben Einwanderer, nicht selbst ausgesucht. Ich wurde sozusagen erwählt. Deswegen gehöre ich wahrscheinlich auch nicht zu denen, die anderen das Sprechen oder gar das Denken verbieten wollen. Ganz im Gegenteil! Allen, die immer noch mit ihren deutschen Vätern und Vorvätern hadern, rufe ich diesen Satz aus Sabine Bodes Buch "Die Deutsche Krankheit - German Angst" (Seite 145) zu: "Nur ein einzelner kann sich schuldig machen, weshalb der Begriff 'Kollektivschuld' in Debatten über unsere Vergangenheitsbewältigung schon lange nicht mehr auftaucht." Das letzte Wort zum Thema Einwanderer überlasse ich Bob Dylan, der eigentlich Robert Zimmermann heißt, und dessen Vorfahren selbst einmal Einwanderer waren. Der Song "I pity the poor immigrant" stammt von dem bereits erwähnten Album "John Wesley Harding", und wer des englischen nicht mächtig ist, für den erlaube ich mir den Text mit meinen eigenen Worten zusammenzufassen: "Nicht jeder Einwanderer ist automatisch ein guter Mensch":

I pity the poor immigrant
Who wishes he would've stayed home,
Who uses all his power to do evil
But in the end is always left alone.
That man whom with his fingers cheats
And who lies with ev'ry breath,
Who passionately hates his life
And likewise, fears his death.

Lyrics Bob Dylan
Foto&Text TaxiBerlin

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