30.06.2013

WENN'S FRÜH UM FÜNF AM ZELT KLOPFT


Oranienplatz / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Wenn's früh um fünf klopft, dann hat das meistens nichts Gutes zu bedeuten. Früher waren solche "Hausbesuche" mit Arbeit verbunden, da mussten noch richtige Türen eingetreten werden. Heute, in Zeiten von Zeltlagern, ist das vergleichsweise einfach. Aber egal ob feste oder weniger feste Behausung (sprich: Residenz), wenn es um die eigene Nachbarschaft geht, sind wir da nicht alle kleine "Nimbys"? (Nimby = Not In My Backyard) Derjenige, welcher kein "Nimby" ist, hat jetzt die Gelegenheit sich zu melden! Ein "Nimby" zu sein ist nicht schlimm (schlimm ist nur der, der sich in dieser Frage was vormacht!). Ein Nimby zu sein ist sozusagen menschlich. Daran kann man nichts ändern. Ändern kann man etwas an der Asylpolitik in diesem Land. Schauen wir uns nur einmal die Zahlen vom Monat Mai an: Von 25.587 entschiedenen Asylanträgen wurden lediglich 313 anerkannt. Selbst wenn man die Fälle hinzuzählt, in denen Abschiebeschutz gewährt oder Abschiebeverbot festgestellt wurde, kommt man lediglich auf 33.5%. Das heißt, 66,5% der Anträge sind negativ beschieden worden. Der Deutsche sucht immer und überall zuallererst die Schuld bei sich selbst. Hier könnte er ausnahmsweise mal fündig werden. Das deutsche Asylrecht gehört reformiert, und in ein neues, zeitgemäßes Zuwanderungsrecht umgewandelt!

Foto&Text TaxiBerlin

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