30.06.2013

WENN'S FRÜH UM FÜNF AM ZELT KLOPFT


Oranienplatz / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Wenn's früh um fünf klopft, dann hat das meistens nichts Gutes zu bedeuten. Früher waren solche "Hausbesuche" mit Arbeit verbunden, da mussten noch richtige Türen eingetreten werden. Heute, in Zeiten von Zeltlagern, ist das vergleichsweise einfach. Aber egal ob feste oder weniger feste Behausung (sprich: Residenz), wenn es um die eigene Nachbarschaft geht, sind wir da nicht alle kleine "Nimbys"? (Nimby = Not In My Backyard) Derjenige, welcher kein "Nimby" ist, hat jetzt die Gelegenheit sich zu melden! Ein "Nimby" zu sein ist nicht schlimm (schlimm ist nur der, der sich in dieser Frage was vormacht!). Ein Nimby zu sein ist sozusagen menschlich. Daran kann man nichts ändern. Ändern kann man etwas an der Asylpolitik in diesem Land. Schauen wir uns nur einmal die Zahlen vom Monat Mai an: Von 25.587 entschiedenen Asylanträgen wurden lediglich 313 anerkannt. Selbst wenn man die Fälle hinzuzählt, in denen Abschiebeschutz gewährt oder Abschiebeverbot festgestellt wurde, kommt man lediglich auf 33.5%. Das heißt, 66,5% der Anträge sind negativ beschieden worden. Der Deutsche sucht immer und überall zuallererst die Schuld bei sich selbst. Hier könnte er ausnahmsweise mal fündig werden. Das deutsche Asylrecht gehört reformiert, und in ein neues, zeitgemäßes Zuwanderungsrecht umgewandelt!

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29.06.2013

BAUSTELLENRABATT (FÜR KOLLEGE GÜNTER)


10% auf Alles (außer Sonderangebote)

Wie bereits vor einigen Tagen befürchtet, stecke ich immer noch an der Baustelle am Ende der Einbahnstraße zur Sackgasse fest. Zum Glück bin ich nicht der einzige, selbst einen Kollegen hat es erwischt. Nun hat die Fleischtheke vom nahe gelegenen Kaiser's-Supermarkt mit einem Sonderangebot (Foto) reagiert. Für Kollege Günter, einem pensionierten passionierten "Fleischfresser", ist damit ein Traum wahr geworden. Ich gönne es ihm, sehe aber gleichzeitig die Gefahr, daß es hier in der Sackgasse bald noch enger werden könnte, als es ohnehin schon ist.

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24.06.2013

SONNTAGSTAXIFAHRER oder EINBAHNSTRASSE ZUR SACKGASSE


Gefangen in der Sackgasse

Das ist mir jetzt wirklich peinlich, das musst du mir echt glauben. Ich war nur für einen Moment abgelenkt, und schon ist es passiert. Nun sitze ich hier fest - in der "Einbahnstraße zur Sackgasse". Im Prinzip wie "Highway to Hell" - nur anders. Wie es bis Mitternacht aussah, muss ich hier wirklich ausharren, bis die mit der Baustelle fertig sind, und das kann bekanntlich dauern in Berlin. Ich teile es dem geneigten Leser auch nur mit, falls sich der ein oder andere Gedanken machen sollte, wenn ich in den nächsten Tagen nicht zum Schreiben komme. Ich kann hier nämlich nicht weg. Falls die Baustelle doch schneller fertig werden sollte, stehe ich im Weg und es kommt überhaupt keiner mehr durch. Deswegen freue ich mich über jeden (wirklich JEDEN!), der mal mit Kaffee und/oder ein paar belegten Broten vorbeischaut. Vielen Dank im Voraus!

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22.06.2013

ÜBER PRISM & TEMPORA, FETE DE LA MUSIQUE & CHRISTOPHER STREET DAY, STUDIUM & BERUF


Du musst dich entscheiden!

Stasi war gestern. Die musste noch Briefe aufdampfen, um sie zu lesen. Die Arbeit macht sich keiner mehr. Heute genügt ein Mausklick. Ein Brief scheint heute eine sichere Sache zu sein.

Letzte Nacht waren bereits extrem anstrengende Leute unterwegs. Und das, obwohl doch nur Fete de la Musique war und nicht Christopher Street Day. Vielleicht mache ich heute besser Pause.

Glaub bloß nicht den ganzen Multi-Tasking-Quatsch, und schon gar nicht, daß Frauen zwei Dinge gleichzeitig machen könnten. Sogar im hippen Berlin können ALLE immer nur eins machen, und selbst dann ist es noch schwer genug, diese eine Sache auch richtig zu machen.

PS: Selbst Party People können immer nur eins - Party oder chillen!

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21.06.2013

DER SILBERESEL


Silberesel (Detail)

Letztes Jahr hat es noch für einen Goldesel gereicht. Aber auch TaxiBerlin muss kleinere Brötchen (sprich: Esel) backen. Dafür handelt es sich aber um einen Mercedes (Foto) unter den Silbereseln.

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20.06.2013

ERSTER PREIS FÜR TAXIBERLIN


dotiert mit 10.000 Euro

Obwohl gar kein Kunde der Sparkasse und auch nicht an erster Position bei Google, ist TaxiBerlin für den ersten Preis in der Kategorie "Straßenunterhaltung" nominiert. Vermutlich steckt mein neuer Boss dahinter, genau weiß ich es allerdings nicht. Immerhin ist mein Boss dafür bekannt, daß er sich ihm Rahmen seines Programms "Betreutes Fahren" rührend um seine Mitarbeiter kümmert. Ein kleines Problem gibt es aber doch: Ich will gar nicht unterhalten. Das machen andere zur Genüge. Als Straßendoktor stelle ich Diagnosen!

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19.06.2013

DEUTSCH IST GENAU und BRECHT IST GUT


Burger King / Frankfurter Allee / früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Bisher habe ich mich konsequent und erfolgreich dem Erlernen fremder Sprachen mit der Begründung verweigert, daß diese nicht genau genug wären. Heute kam ich (ausgerechnet!) bei Burger King in der Frankfurter Allee ins Grübeln, ob das möglicherweise nur eine faule Ausrede ist. Immerhin ist "Too Big To Jail" nicht nur ausreichend klar im guten "deutschen Sinne", sondern auch eine durchaus kreative Weiterentwicklung von "Too Big To Fail". Andererseits hat Bert Brecht bereits vor mehr als achtzig Jahren gefragt: "Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?", ums es später im "Leben des Galilei" noch zu verdichten zu: "Wer die Wahrheit nicht weiß, ist ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß, und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher!"

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TAXI BERLIN ALPTRÄUME



Derzeit 3:

Im ersten ersten will mich meine Ex-Frau, die bereits in der Vergangenheit dadurch aufgefallen war, daß sie es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, wegen Nichts bei Gericht verklagen. Zum Glück sind wir bereits seit Jahren geschieden ...

Im zweiten sehe ich mich als dickbäuchigen, rauchenden (sprich: stinkenden) und mit sich selbst redenden Taxifahrer am Ostbahnhof rumlungern - in einem Auto, das viel zu klein ist - sowohl für ihn als auch für seine Fahrgäste ...

Im dritten und letzten steigt eine andere Ex in mein Taxi, die älter aussieht als ich (obwohl sie eigentlich jünger ist) und ein Kind erwartet (zum Glück nicht von mir!), wozu ich ihr aber trotzdem nicht gratulieren kann ...

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KLAUEN LOHNT NICHT


Rigaer Straße / früher Friedrichshain / heute Friedrichshain-Kreuzberg

"Das grüne Band der Sympathie" - geklaut von der untergegangenen Dresdner Bank, hat der "Rigart67" nicht wirklich Glück gebracht. Ein Brand (Foto) hat ihrem Bauvorhaben in der Rigaer, die in der Vergangenheit auch eher durch besetzte Häuser und weniger für Eigentumswohnungen bekannt war, einen ziemlichen Dämpfer verpasst. Ich habe keine Ahnung - weder wie hoch der Schaden ist, noch ob die gegen so was versichert sind. Ganz unabhängig davon darf aber festgestellt werden: Grabbeln lohnt sich nicht!

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18.06.2013

MUSCHI TO GO


Spandauer Straße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Du willst was Neues, ein neues Produkt? Oder hast gar selbst 'ne Geschäftsidee, willst was verkaufen? Dann ist die Frage weder, ob es wirklich Neu ist, noch, ob es überhaupt gebraucht wird. Es muss einfach nur beknackt genug (je beknackter - umso besser!) sein, so wie hier (Foto) in der Neuen Mitte. Was, "MUJI (gesprochen. MUSCHI) to GO" war deine Idee? Tja, wer zu spät kommt ...

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IM TAXI MIT UDO WALZ


Der Schuh zum Abi-Abschlussball

Was für'n Wochenende! Erst die Kleine vom Abi-Ball (süß war sie ja), nur die Schuhe fast so hoch wie sie selbst. Danach der Typ von der Taxi-Innung, der die Songs vom Meister mitsingen konnte. Und dann noch dieser Udo Walz, oder mindestens sein Double. Zum Glück sagte er nichts über meine Haare. Wie denn auch ... Er selbst hat aber auch kaum noch welche - dafür aber Schuppen ohne Ende. Das glaubst du nicht! Sein ganzes T-Shirt war voll. Gott sei Dank hatte er nicht seine Sonntagsklamotten an, obwohl ja eigentlich Sonntag war. Mein Entschluss stand auf jeden Fall fest. Sollte ich wider Erwarten irgendwann noch mal Haare haben: Nie geh ich zu Udo Walz!

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17.06.2013

CHAOS AM HAUPTBAHNHOF oder HABT IHR NICHTS BESSERES ZU TUN?


Sonnenbrillenwetter

Um es mal ganz ehrlich zu sagen: Wer behauptet, mein Blog wäre nicht richtig gut, hat recht! Das liegt aber daran, daß ich nur zum Zeitvertreib blogge - sozusagen zwischen den wirklich wichtigen Themen des Lebens. Aber das nur nebenbei. Doch nun zum eigentlichen Thema dieses Beitrags: Gestern, Sonntag, eine Fahrt zum Hauptbahnhof. Daß sie geklaut war, lag nicht an mir, sondern am Kollegen, der offensichtlich den Mauerpark nicht fand. Hätte ich das Fahrziel vorher gewusst, ich hätte die Leute niemals eingeladen. Am Hauptbahnhof das übliche Chaos: Milliarden Privatfahrzeuge und Millionen von Taxen quälen sich durch Hunderttausende von Baustellen, erreichen endlich die schmale Zufahrt ("Durch diese hohle Gasse muss er kommen!") vorm Hauptbahnhof, um sich dort von einem bekloppten Fernsehteam anquatschen zu lassen, was sie von dem neuen Modell (Automarke vergessen) halten. Aber ich bin ja nicht nur als Taxifahrer Profi, sondern auch eine kleine Rampensau. Hinzu kam, daß ich meine neue supercoole Sonnenbrille aufhatte. Ob sie meine Gegenfrage vor laufender Kamera, warum sie angesichts des hiesigen Chaos keine besseren Fragen hätten, auch wirklich senden, ist allerdings fraglich.

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BETR.: FACEBOOK EINTRAG LÖSCHEN oder OHNE FACEBOOK WÄRE DAS NICHT PASSIERT



"Die Geschichte ist so blöd, daß sie schon wieder gut ist!" (Das sagt zumindest der Volksmund, was aber deswegen nicht stimmen muss.) Hier die Geschichte in Kurzform: Natalie (Name geändert!) ist zu blöd zum einparken und wird deswegen logischerweise zugeparkt. Daraufhin versucht sie übers Internet virtuelle Freunde zu aktivieren, woraufhin sie vom sozialen Netzwerk aber zum Idioten erklärt wird (was sie zweifellos ist!) und weswegen sie ihren Facebook-Eintrag löscht. (Mir kommen die Tränen!)

PS: Liebe Natalie, deine Geschichte hat mich wirklich tief berührt. Aber eins muss ich dir auch ganz ehrlich sagen: Wärst du nicht bei Facebook, dann wäre dir das zwar auch passiert, aber niemand hätte erfahren, wie blöd du bist.

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BERLIN: PARTY & MORE


Gestern auf'm Flohmarkt

Das dürfte dann auch noch eine Überraschung gewesen sein, vor allem für die ganzen Party People, die uns seit einiger Zeit hier in Berlin permanent heimsuchen. Gemeint ist das kleine Wort "more".

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16.06.2013

ÜBER GOOGLE UND FACEBOOK


Big Brother in Berlin Mitte

Das Highlight der letzten Nacht war folgende Zusammenfassung eines weiblichen Fahrgasts (Fahrgästin?): "Facebook und Google sind wie Mc Donald und Burger King - alle finden sie Scheiße, aber es gibt sie trotzdem!"

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15.06.2013

DIE WAHRHEIT ÜBER DEN NEUEN FÜNFER


Fünf Euro Schein (Neu/Detail)

Viele sind irritiert wegen dem neuen Fünfer. Zu Recht! Was soll das? Ist das "alte" Geld schon nichts mehr Wert? Ein paar simple Seelen meinen sogar, man wolle so den Euro retten. Weit gefehlt! Der wahre Grund fürs neuen Geld ist ganz einfach. Bulgarien, ausgerechnet das Armenhaus Europas, ist Schuld! Immerhin Mitglied der EU - verlangen sie nun, daß auch ihre Schrift (Foto) auf der Gemeinschaftswährung, die in Bulgarien noch gar nicht eingeführt ist, erscheint. Keine Ahnung, ob das jetzt Grund zur Sorge sein soll oder nicht. Auf jeden Fall kann der Teil der Bevölkerung beruhigt werden, der bisher dachte, daß es sich dabei um Russisch handelt. Nein, das ist Bulgarisch, immerhin Ursprung der Kyrillischen Schrift.

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DER GEMEINE GEHEIME oder OBAMA IN BERLIN


Gemeiner Geheimer

Obama ist noch nicht in der Stadt, seine ganzen Geheimen aber schon. Man findet sie vorzugsweise rund ums Hotel Adlon bis hin zum Bahnhof Friedrichstraße. Die Berliner Tarnung scheint perfekt: Unrasiert, angeklebtes fettiges Haar unterm Filzhut, Spiegelbrille, Goldkettchen, fleckiges Berlin College Sweatshirt und speckige Jeans (nicht im Bild). Der Berlin Besucher ist sich sicher: Das muss ein Berliner sein! Aber TaxiBerlin weiß es mal wieder besser, denn der Gemeine Geheime hat ihm seine lächerliche Legende verraten: Eigentlich aus Hamburg, eben mal zu Gast in Berlin, angeblich weil sich's hier besser "rumlungert"! - Die Geheimen denken auch, daß wir uns hier mit der Kneifzange anziehen, oder?!

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14.06.2013

UNTER DER BRÜCKE


Marzahner Chaussee / früher Marzahn / jetzt Marzahn-Hellersdorf

Eins Vorweg: Unter der Brücke landet man manchmal schneller als gedacht. Nun zur Story: Ich habe in meiner Zeit auf der Straße schon einiges gesehen. Das aber war auch für mich eine Premiere. Unter der Brücke "in the middle of nowhere" gegen halb Zwei Nachts spielt dieser junge Mann Gitarre, und das nicht mal schlecht. Auf jeden Fall keinen Schweinerock! Nein, ganz im Gegenteil, gute alte Sachen von Chuck Berry und so. Wer noch nicht weiß, was er/sie/es dieses Wochenende machen soll: Das ist (noch!) ein echter Geheimtipp!!!

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TAXI BERLIN BLOG


Dieser Blog braucht kein Navi, um zu wissen, wo es lang geht ...

Gib das mal bei Google ein, und du findest an erster Stelle den zugezogenen Taxiblogger (warum eigentlich auf Platz Eins?), der seine Mutter einer Verwandte nennt, nur um die Bestattungskosten zu sparen (pfui Teufel!), und neuerdings (laut Internet seit 2011) auch diesen Trittbrettfahrer. OK, geklaut wurde immer, und wenn es nur versucht wurde ehrlos abzugrabbeln. Hinzu kommt, daß TaxiBerlin als Marke nicht geschützt werden kann. Ich schreibe das auch nur, weil es früher mal anders war. Da hat man sich erstmal erkundigt, ob es den Namen schon gibt (heute macht man nur noch 'ne Marktanalyse, was sich verkauft), und hat sich dann bei dem, der ein bisschen älter war, ordentlich vorgestellt. Zeit zum Vorstellen war genug - jetzt kann er mir auch mal den Buckel runter rutschen!

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13.06.2013

DER SCHREIER VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE


Friedrichstraße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Eine Grenzerfahrung der besonderen Art am Bahnhof Friedrichstraße ist der dort ansässige Schreier (Bild Mitte), der sich vom Rufer in der Wüste dadurch unterscheidet, daß den Rufer niemand hört, den Schreier aber niemand versteht. Das liegt gar nicht mal daran, daß der Schreier (wie nicht anders zu erwarten) permanent schreit, sondern daß er dies in einer nur ihm bekannten Sprache tut, die außer ihm keiner versteht. Als Laie würde ich es als wirren Mix verschiedenster Romanischer Sprachen bezeichnen, gespickt mit zahlreichen linken Schlagworten; allerdings würde ich nicht soweit gehen, den Schreier vom Bahnhof Friedrichstraße deswegen gleich einen Linken Linken zu nennen.

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12.06.2013

SCHWULEN-LOBBY IN BERLIN


Dänenstraße Ecke Schönhauser Allee / früher Prenzlauer Berg / jetzt Pankow

Daß ausgerechnet der Vatikan, genauer gesagt Gottes erster Mann auf Erden, eine Schwulen-Lobby in den eigenen Reihen ausgemacht haben will - wer hätte das gedacht?! Alleine schon die Wort-Neu-Schöpfung Schwulen-Lobby wäre eine Meldung wert gewesen - zumindest meiner Meinung nach. Schwer zu sagen, ob es auch in Berlin eine Schwulen-Lobby gibt. Ein erster anonymer Anruf von obigem öffentlichen Sorgen-Telefon entpuppte sich als Fehl-Alarm.

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11.06.2013

BIEDERMANN UND TAXIBERLIN


TaxiBerlin Daten-Funk-Anzeige

Kunde Biedermann hatte richtige Probleme! Dagegen sind die vom aus Stuttgart zugezogenen Taxiblogger regelrecht banal! Kunde Biedermann wäre andererseits nie auf die Idee gekommen, seine Mutter eine Verwandte zu nennen, nur um die Kosten für ihre Beisetzung zu sparen. Ich habe meinen Job gemacht wie immer ("business as usual"), bin mit Kunde Biedermann von A nach B gefahren und hab' nebenbei 'ne Lebensberatung gegeben. (Warum denn nicht?!) Taxifahrer sind zwar die am schlechtesten bezahlten Therapeuten, aber nicht automatisch die schlechtesten! Geld ist bekanntlich auch nicht alles - Mann hat ja auch noch Seele! Und endlich anerkennt das auch mal jemand!

PS: In einem Punkt muss ich Kunde Biedermann allerdings korrigieren: Mit dem Schreiben habe ich bereits angefangen!

(VB = Vorbestellung)

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10.06.2013

"ICH SCHREIBE, WAS SICH VERKAUFT"


Dänenstraße  Ecke Schönhauser Allee / früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

"Ich schreibe, was sich verkauft" (Hat nur noch gefehlt: "Und das ist auch gut so!") war die Kurzzusammenfassung des "Credos" des aus Amerika zugezogenen Schreiberlings, der gestern Nacht den Nerv hatte, sich ausgerechnet von mir von A nach B chauffieren zu lassen. Bisher kannte ich solchen Dünnnsinn nur vom aus Stuttgart zugezogenen Taxiblogger, Linken Linken & Gemeinen Grabbler, der seine Mutter eine Verwandte nennt, um sie möglichst für lau unter die Erde zu bringen. (Früher war es schon ein schlechter Witz, auch nur die Oma für lau zu verkaufen. So ändern sich die Zeiten!) Was beide eint? Sowohl auf den zugezogenen Schreiberling aus Amerika, als auch auf den zugezogenen Taxiblogger aus Stuttgart, hätte Berlin gerne verzichtet. "Manchen Städten bleibt eben nichts erspart" lautete mein kurzes Statement auf den Dünnnsinn des amerikanischen Schreiberlings. Das hat der natürlich nicht verstanden. (Wie denn auch, wenn das nicht mal der zugezogene Schwabe versteht?!) Es hilft nichts, auch auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole. Es gilt die Weisheit des Alten vom Berge: "Bekämpfe keinen Irrglauben!"

PS: Der aus Stuttgart zugezogene Taxiblogger hat mir in der Vergangenheit damit gedroht, daß er meinen Namen kennen würde. (Was immer das heißen mag?!) Dazu kann ich nur sagen: Jeder, der bis drei (eins, zwei, drei) zählen kann, kennt meinen Namen! Sollten meine Aussagen über den aus Stuttgart zugezogenen Taxiblogger Unwahrheiten enthalten, so möge er dies bitte wie angekündigt von einem unabhängigen Gericht klären lassen. (Ein Tipp: Wegen Prozesskostenbeihilfe am Besten vorher erkundigen ...)

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09.06.2013

HIGH WATER EVERYWHERE


Ich hasse es ...

Ich dachte schon, mein Fahrgast hätte übernatürliche Fähigkeiten, als er mich bat, den Meister doch bitte lauter zu machen, dem ich, wie immer wenn Fahrgäste einsteigen, den Ton abgedreht hatte. Natürlich hatte mein Fahrgast keine übernatürliche Fähigkeiten. Er konnte einfach nur lesen (ist ja heute nicht mehr selbstverständlich), und zwar die Anzeige der Musikanlage (ich hasse es ...) in meiner Taxe. Wenn überhaupt jemand übernatürliche Fähigkeiten hat, dann kann das nur der Meister sein, der bereits auf "Love and Theft" (erschienen am 11. September!) vorm Hochwasser gewarnt hatte:

High water risin' - risin' night an day
All the gold an silver are stolen away
...
High water risin', the shacks are slidin' down
Folks lose their possesions - folks are leaving town
...
It's bad out there
High water everywhere

Lyrics BobDylan
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BERLINER KÖNNEN NICHTS


Straße der Pariser Kommune / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Wir Berliner können NIX, und schon gar NICHTS RICHTIG. Aber zumindest sind wir EHRLICH ...

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08.06.2013

ARMER COYOTE


Krossener Straße / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Der glaubt das wirklich. Ich meine, daß es Stereotypen gibt.

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07.06.2013

DAS ENDE VOM ENDE


Am Ostbahnhof / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg 

Alle Ehrlichen und das Urheberrecht respektierenden, die es bis heute nicht geschafft haben das Ende zu fotografieren, werden jetzt vom Leben bestraft. Die alten Schilder gibt es nämlich nicht mehr, sie wurden neulich durch schöne neue (siehe Fotos) ersetzt.


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06.06.2013

TAUCHSIEDERSYNDROM


Den Rüssel besser einziehen ...

Auch einige Taxifahrer leiden darunter, dem TAUCHSIEDERSYNDROM. Kennst du auch welche? Das sind Leute, die sich immer und überall REINHÄNGEN müssen. Einen "Kollegen" hat es jetzt erwischt, an der Tanke, wo er vergaß vorm Losfahren den Rüssel EINZUZIEHEN.

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05.06.2013

WO SIND ALL DIE ALTEN HIN, WO SIND SIE GEBLIEBEN?


Bitte nicht!

Egal wann ich in meinen Supermarkt an der Ecke gehe, und du kannst mir glauben, ich habe alle möglichen Zeiten und Unzeiten ausprobiert, immer ist er voll von jungen Menschen. Ich habe nichts gegen junge Menschen, zumindest nicht prinzipiell. Ich habe nur etwas gegen all die jungen Menschen in meinem Supermarkt. Aber nicht etwa, weil sie mir permanent das Gefühl geben, daß ich alt bin. Nein, ich frage mich nur ständig, was sich all die jungen Menschen nie fragen: Wo sind all die Alten hin? Für die jungen Menschen ist es offensichtlich normal, daß es im Supermarkt an der Ecke keine Alten gibt. Vielleicht liegt es aber auch daran, daß ich zuviel Zeit zum Nachdenken habe, weil die jungen Menschen immer alles mit Karte bezahlen müssen, was einfach zu lange dauert und weswegen ich sicher bin, daß es einen anderen Grund geben muss für diese Plastik-Geld-Gläubigkeit, was aber schon wieder ein anderes Thema ist ... Meine Befürchtung ist nun, daß ich bald noch mehr Zeit zum Nachdenken haben werde, während ich an den chronisch überfüllten Kassen im Supermarkt an der Ecke anstehen muss, und zwar wenn das erstmal losgeht, daß all die jungen Menschen mit ihrem Handy bezahlen können. Ein Glück, daß das die Alten nicht mehr miterleben! Aber wo sind all die Alten gleich nochmal abgeblieben?

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MONATSBINDEN AUS BAUMWOLLE (FORTSETZUNG)


Traditionelle Monatsbinde

Nachdem ich neulich über den neusten Trend aus dem Prenzlauer Berg berichtet hatte, den Monatsbinden aus Baumwolle, bin ich nun überrascht zu sehen, daß es offensichtlich doch noch traditionelle Monatsbinden gibt. Oder gibt es die vielleicht nur noch, um mit ihnen wie auf obigem Foto Männermünder zuzukleben?

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03.06.2013

PERVERSE WERBUNG


Lass dir nichts einreden!

Daß ich diese Werbung Schei** finde, liegt nicht an dem dort beworbenen Bier, das ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr trinke. Es liegt vor allem am Lebensgefühl, das die Werbung vermittelt: ME, I & MYSELF ... - es geht immer nur um MICH. Neuerdings macht dem sogar das Berliner Wetter ein Strich durch die Rechnung.

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02.06.2013

"DU BIST DER BESTE MANN"


Friedrichstraße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Daß Fußballfans bescheuert sind, wusste ich. Daß sie so bescheuert sind, hat mich dann doch überrascht. Immerhin das einzig Unerwartete am gestrigen Pokalfinale im Berliner Olympiastadion. Die geistig armen Fußballfans meinten natürlich nicht den Obdachlosen am Bahnhof Friedrichstraße, der selbst im Schlaf noch ein paar Cents erbettelt, sondern Uli Hoeneß. Unter normalen Umständen würde Hoeneß zwar nicht gleich unter der Brücke liegen, aber auf keinen Fall auf irgendeiner Tribüne gefeiert werden.

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01.06.2013

POKALFINALE IN BERLIN



Ich weiß, das glaubt mir jetzt keiner, aber das heutige Pokalfinale im Olympiastadion geht mir sonstwo vorbei. Insbesondere natürlich, wenn da München gegen Stuttgart spielt. Ich meine, jetzt mal ehrlich, man braucht sie nicht wirklich, weder die Bayern noch die Schwaben, und schon gar nicht in Berlin. Na gut, vielleicht für den Länderfinanzausgleich, besonders nach der letzten Volkszählung. Aber auch dafür ist es besser, wenn der Bayer in Bayern bleibt und der Schwabe in Stuttgart für uns schafft.

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STICHWORT STARKREGEN



Das Wetter hat das geschafft, was vielen in Berlin nicht gelingen will. Das Berliner Wetter ist erwachsen geworden! Wer hätte das gedacht?! Man merkt das daran, daß sich das Berliner Wetter zum einzigen ernstzunehmenden Verbündeten gegen die nervige Touristen- und Zugezogenenflut entwickelt hat. Für heute, den Tag des Pokalfinales, ist uns in Berlin beispielsweise STARKREGEN versprochen. Ist das nicht genial!? Und wie das bei Erwachsenen ist, wird das, was versprochen ist, auch geliefert. Ich freue mich schon auf all die durchnässten Fußballfans in den Berliner Straßen. Und niemand soll später sagen: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Auf das Spiel mag das zutreffen. Aber eben nicht auf das Wetter!

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