11.05.2013

ÜBER ÖFFENTLICH RECHTLICHES FERNSEHEN UND PRIVATES SCHWABEN RADIO


Frankfurter Allee / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain Kreuzberg

Ich habe das Nachtcafé vom SWR, zu der ich zwar eine Anfrage aber keine Einladung erhalten habe, noch nicht gesehen, sondern nur die eingeladenen Gäste. Nachdem ich die Disputanten der Sendung zum Thema "Diese Schwaben - die Kirche bleibt im Dorf" aus dem Internet kenne, werde ich mir die Sendung wohl auch nicht ansehen. Das liegt nicht etwa daran, daß ich jetzt beleidigt wäre - ganz im Gegenteil!

Anita Blasberg hat das neulich in der "Zeit" sehr gut beschrieben, wie sehr es nervt, dass die immergleichen 50- bis 60- jährigen die Debatten prägen - was weit mehr als ein mediales Problem ist, sondern eine echte Herausforderung für die Legitimität dieser Demokratie: Wer keine Stimme hat, kommt nicht vor. (Georg Dietz, "Journalismus in der Krise")

Im Januar habe ich einem privaten Schwabenradio in einer Berliner Eckkneipe zum gleichen Thema ein Interview gegeben. Die Sendung war nicht live, sondern wurden im Nachhinein "geschnitten". Wichtige Aussagen von mir kamen in dem, was dann ausgestrahlt wurde, nicht vor. Später musste ich in der im Internet vom privaten Schwabenradio veröffentlichten Presseerklärung zu Kenntnis nehmen, daß "TSH", was "Totaler Schwabenhass" bedeuten soll, durch bestimmte Graffitis speziell im Prenzlauer Berg meine Meinung "sichtbar" machen soll.

Bereits Anfang Februar habe ich das private Schwabenradio um Richtigstellung gebeten, was mir auch zugesagt wurde. Seitdem ist nichts passiert. Eine zweite Aufforderung Ende März blieb vom privaten Schwabenradio unbeantwortet. Deswegen nutze ich nun meinen Blog, um folgendes richtig zu stellen:

Ich bin kein Schwabenhasser und das Wort Schwabenhass wurde von mir im Interview nicht einmal verwendet. Deswegen kann "TSH", den ich nicht kenne, auch nicht meine Meinung "sichtbar" machen. Ich habe in dem Interview folgendes gesagt: Wir haben in Berlin kein Schwabenproblem sondern ein Zugezogenproblem. Für ein Schwabenproblem sind die Schwaben rein zahlenmäßig mit etwa 7000 auch viel zu klein und unbedeutend. Trotzdem bieten sie aufgrund gewisser Eigenheiten eine Angriffsfläche. Zum Schluss des Interviews habe ich den Moderator gefragt, was er davon halten würde, wenn in seinem Ort ein Bevölkerungsaustausch von knapp 90% innerhalb weniger Jahre stattfinden würde. Seine Antwort, die natürlich nicht gesendet wurde, war, daß er in diesem Fall den Neuankömmlingen bei Bedarf auch "auf die Finger klopfen" würde.

PS: Die Presseerklärung vom Privaten Schwaben Radio ist seit dem 14. Mai offline.

Foto&Text TaxiBerlin

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