13.05.2013

ALS TRINKGELD ZU VIEL


... und als Schmerzensgeld zu wenig

Passend zum beklopptesten Club, wo die beiden Küken aus der Provinz hin wollten, sollte während der Fahrt der bekloppteste Sender der Stadt laufen. Da waren sie bei mir allerdings verkehrt. Ich bin zwar der Fahrer, aber ich mach ihnen nicht den DJ. Das verstanden die beiden Chicken natürlich nicht (Wie denn auch?), und so begann die Diskussion (Wieso? Weshalb? Warum?), die, wie zu erwarten war, damit endete, daß es kein Trinkgeld geben würde. Kein Problem - Trinkgeld gibt es sowieso nicht mehr. Das wussten die beiden Küken aus der Provinz natürlich nicht. Die unterhielten sich die ganze Fahrt über ihre Geschäfte, und wie gut die laufen würde, aber vor allem darüber, wie viel sie gerade wieder sparen würden - am Trinkgeld. Am Fahrziel angekommen, wollten sie dann plötzlich (Warum auch immer?) doch welches bezahlen. Leider musste ich ablehnen. Da bin ich irgendwie Old-School. Eine Mann sollte zu seinem Wort stehen (Eine Frau übrigens auch!), insbesondere wenn es um Geld geht. Versprochen ist versprochen! Das wussten die beiden Tussen natürlich auch nicht (Was lernen die heute noch in der Schule?), und deswegen fragten sie nach (Immerhin!). Ich erklärte ihnen das mit dem Wort, zu dem man stehen muss, und daß deswegen ihr angebotenes Trinkgeld zu hoch wäre. Andererseits als Schmerzensgeld, für die ganze Güllegatsche, die ich mir während der Fahrt von den beiden anhören musste, wiederum viel zu wenig.

Foto&Text TaxiBerlin

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