31.05.2013

ZECKENALARM IN BERLIN


Bayrisches Zeckenteil

Morgen ist es nun wieder soweit, obwohl man der Ehrlichkeit halber auch sagen muss, daß uns Berlinern Besucher immer lieber sind als Neu-Berliner. Aber bei Besuchern muss man eben manchmal auch aufpassen. Legendär ist die Fahrt eines Besuchers aus Bayern, der vor Jahren ohne Ticket zum Finale nach Berlin gekommen war, sich deswegen am Stehimbiss in der Nähe des Südtores volllaufen lassen musste und nach Abpfiff, also wenn alle mit Ticket auch nach Hause wollten, sich im Taxi die Heerstraße mehrfach rauf und runter fahren ließ, immer in der Hoffnung, trotz seines Zustandes, ausgerechnet seinen Bus aus dem schönen Bayernland in dem Meer von Bussen aus dem ganzen Land wiederzufinden, und nach einer Stunde erfolgloser Suche zum Stehimbiss am Südtor zurückgebracht werden wollte, weil er erstmal noch ein Bier brauchte, die Menschentraube mittlerweile aber auch dort enorm angeschwollen war ...

Foto&Text TaxiBerlin

30.05.2013

DIE RÜCKKEHR DER KREUZFAHRER


Ostbahnhof / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Kaum ist Deutschland das beliebteste Land der Welt, stehen schon wieder irgendwelche Fanatiker auf dem Plan. Das scheint wirklich eine deutsche Krankheit zu sein. Wir können einfach nicht Maß halten. Und zum Schluss fliegt uns wieder alles um die Ohren! Eine gute Nachricht gibt es allerdings: Die neuen Kreuzfahrer sind wir erstmal los. Die haben sich gestern um 18:13 Uhr per Sonderzug vom Gleis 3 des Berliner Ostbahnhofs ins Gelobte Land verabschiedet.

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29.05.2013

13:30 TREFFPUNKT STRAUSBERGER PLATZ


Strausberger Platz / früher Friedrichshain  / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Drohte Berlin bisher das zweite Mallorca mit dem Ballermann auf der Kreuzberger Admiralbrücke zu werden, gibt es nun einen ersten Hoffnungsschimmer. Junge Menschen (Achtung: extrem hohe Frauenquote!) treffen sich ab sofort immer um 13:30 Uhr am Strausberger Platz im schönen Friedrichshain, und zwar nicht zum Party machen, auch nicht um zu chillen, sondern zum gemeinsamen Malen (siehe Foto). Also nichts wie hin zum Strausberger Platz - und die Malutensilen nicht vergessen! (Bier besser zu Hause lassen!)

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WIEDER NUR GEKLAUT (FORTSETZUNG) UND WARUM DAS BARBIE DREAMHOUSE EXPERIENCE TROTZDEM WICHTIG IST FÜR BERLIN


Alexanderstraße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Ich hatte bereits im Januar darüber berichtet, daß es "The Jimi Hendrix Experience" und eben nicht "The Houdini Experience" und schon gar nicht "The Barbie Dreamhouse Experience" heißen muss. Oder würde Barbie etwa "Wild Thing" live in Monterey mögen?

Doch jetzt mal im Ernst. Das "Dreamhouse Experience" ist notwendig und zeitigt bereits erste Ergebnisse. Laut einer aktuellen Studie sind Frauen nicht nur häufiger als Männer Ausübende körperlicher Partnergewalt, sondern diese findet auch meist im häuslichen Bereich statt, im Gegensatz zu Männern, die Gewalt eher im Sozialraum und am Arbeitsplatz ausüben. Deswegen ist das "Dreamhouse Experience" wichtig, und wir sollten uns freuen es in Berlin zu haben.

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28.05.2013

ICH VERTEIDIGE DEN RUF DEUTSCHLANDS


Er auch ...

Seitdem ich meine eigene Brauerei habe, brauche ich zum Frühstück um halb drei immer mindestens eine Bloody Marry, was man nicht mit der Bloody Muschi verwechseln darf, wie mich letztens ein Fahrgast ungefragt aufklärte. Aber das ist ein anderes Thema. Mein Thema ist immer noch die Tatsache, daß Deutschland das beliebteste Land der Welt sein soll. Spätestens seitdem ist Stolz auf die Deutsche Heimat, zumindest im Rahmen, nicht nur erlaubt sondern sogar erwünscht, wie auch die aktuelle Reklame (Foto oben) beweist. Aber nur um die Erwartungen des Auslands, und insbesondere der Befragten der Studie, nicht zu enttäuschen.

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SASCHA ARSCHLOCH HAT EIN BUCH GESCHRIEBEN


Lübov heißt Liebe

Sascha Arschloch hat ein Buch geschrieben, und das bereits vor einiger Zeit. Gestern habe ich es zum ersten Mal auf dem Flohmarkt gesehen, was wohl auch daran lag, daß ich dort wegen Wetter der einzige Kunde war. Man muss das Arschloch schon sehr lieben, um sein Buch zu lesen. Einem der beiden Rezensenten im Internet geht dieses Gefühl offensichtlich gänzlich ab. Seine Rezension endet zumindest mit folgendem Satz: "Ich jedenfalls habe das Buch im Müll entsorgt." (Wohl dem Arschloch, das nur ein E-Book schreibt!) Um gar nicht in Versuchung zu geraten, habe ich mich schnell vom Flohmarkt entfernt, obwohl ich dort, wie gesagt, der einzige Kunde war. Aber Bücher von Arschlöchern fasst man, übrigens genauso wie Arschlöcher selbst, besser nicht mal mit der Kneifzange an.

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27.05.2013

GOTT IST GEIL


Nur Geil ist Geil - leider ...

Wer nur meinen Blog und nicht mich persönlich kennt, kann leicht zu dem Schluss kommen, ich wäre ein religöser Fanatiker, so oft wie ich Gott zitiere. Ich kann ihn beruhigen: Dem ist nicht so! Eher das Gegenteil ist der Fall. "Gott ist tot" kann mich nicht schockieren. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Ich behaupte, daß Nietzsche an dieser Stelle ausnahmsweise mal inkonsequent war. "Gott ist tot" setzt nämlich voraus, daß Gott irgendwann mal gelebt hat.

Nun ist es aber so, daß jeder von uns an etwas glaubt. Woran glaubst du? An Apps & Macs? Likes & Links? Ans Internet & Besucherzahlen? An die persönliche Freiheit? Oder doch nur an Marken und Geld? Möglicherweise glaubst du an das Gute im Menschen und sogar an die ewige Liebe!? Manch einem mögen meine Fragen zu philosophisch erscheinen, was aber nur bedeutet, daß derjenige zu faul zum Denken ist, denn Denken ist Arbeit!

Deswegen mache ich es an dieser Stelle kurz. Wenn ich sehe, woran die meisten Menschen glauben (siehe vorherigen Absatz), scheint mir der Glaube an Gott, der, wie bereits erwähnt, meiner Meinung nach nie gelebt hat, nicht nur das Ungefährlichste sondern auch das Sinnvollste zu sein, woran man heutzutage glauben kann.

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NEUE KUNSTSCHEIßE IN BERLIN MITTE


Auguststraße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Kunst mit Eiern ist jetzt nicht wirklich neu. Dali hat damit bereits experimentiert. Dem ging es aber mehr um die Form und weniger um die Farben. Schwarz/Weiß ist auch alles andere als innovativ. Immerhin scheint die Eierkunst 'ne "Sichere Sache" zu sein. Wäre diese Kunstscheiße sonst in dieser kleinen Galerie in Berlin Mitte ausgestellt? Wohl eher nicht! (Oder wird die kleine Galerie etwa von den Eltern des "Künstlers" bezahlt?) Bleibt die Frage, ob die Eierkunst nur FÜR oder auch VON Eierköpfen gemacht ist.

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26.05.2013

DAS ZICKENTAXI


Torweg / früher Spandau / heute Spandau

Das Zickentaxi gibt es, genauso wie das Pillentaxi und die Tiertaxe, wirklich! Allerdings ist das Zickentaxi, wie zu erwarten, immer sehr schnell unterwegs, so daß es extrem schwer zu fotografieren ist (siehe Foto). Hinzu kommt, daß das Zickentaxi nicht, wie manch einer vermuten würde, in Mitte oder Prenzlauer Berg anzutreffen ist. Du triffst das Zickentaxi, wenn überhaupt, in den Außenbezirken (und dann auch nur Nachts!) Das liegt wohl auch daran, weil im Taxi oft auch gleich die Schlachtung der kleinen Zicklein vorgenommen wird.

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25.05.2013

DAS BELIEBTESTE LAND DER WELT


Kann sich selbst meist nicht leiden: Der Deutsche

Laut einer aktuellen Umfrage der BBC ist Deutschland das beliebteste Land der Welt. Für die Studie wurden immerhin mehr als 26.000 Menschen in 25 Ländern befragt. Die Antwort hat selbst mich überrascht. Bisher war ich ein Anhänger der These, daß nur geliebt werden kann, wer fähig ist, sich selbst zu lieben, was in der Umkehrung bedeutet: Wer sich selbst nicht lieben kann (oder auch darf), sollte weder erwarten, von anderen geliebt zu werden, noch daß sich andere bei ihm wohlfühlen (sprich integrieren). Was ist passiert? Habe ich jahrelang einem Irrglauben angehangen? Oder ist die Studie nur die sprichwörtliche Ausnahme, welche die Regel bestätigt?!

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BERLIN FOR SALE (PART SIX): JÄGERMEISTER MACHT VERKEHRSZÄHLUNG IN BERLIN



... und jeder Zehnte, der vorbeifährt, kriegt 'nen Schnaps umsonst. Wo? Wird nicht verraten!

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24.05.2013

"SCHLÄGEREI IM PARLAMENT DER JÜDISCHEN GEMEINDE"


"Watten da los?"

Noch nie wurde ich von meinen Fahrgästen auf die Präsenz der Berliner Polizei vor jüdischen Einrichtungen in unserer Stadt angesprochen. Gestern Abend war sie wohl doch mal zu was "gut".

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ZUGEZOGENE WERDEN IMMER KLÜGER


Bildungsauftrag erfüllt!

Eben musste ich zur Kenntnis nehmen, daß Zugewanderte immer klüger werden. Damit sind jetzt nicht die nach Berlin Zugezogen gemeint - das wüsste ich! Nein, gemeint sind Zuwanderer aus dem Ausland, die oft gebildeter als Deutsche sein sollen. Das musst du dir mal vorstellen! Das alte Bild vom dummen Migranten soll plötzlich keine Gültigkeit mehr haben?! Wo kommen wir denn da hin!? Zum Glück hat das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) die "deutsche Stammbevölkerung" auf das drohende Unheil mit entsprechenden Aufklärungstafeln (Foto oben) vorbereitet, und ist damit seinem Bildungsauftrag endlich einmal wieder gerecht geworden.

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EIN GUTER ORT ZUM SCHREIBEN


Mehringdamm / früher Kreuzberg / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich es mache, daß meine Beiträge so profund sind. Lange habe ich gezögert, darauf eine Antwort zu geben. Vor allem deswegen, weil man Geheimtipps bekanntlich nicht verraten soll. Nachdem aber immer mehr Leute mit ihrem MAC auch in MEINER Bibliothek auftauchen, ist denke ich der Zeitpunkt gekommen, diese öffentlich zu machen. Wem sein MAC-Café zu voll oder zu wenig inspirierend ist, dem empfehle ich die Polizeibibliothek am Mehringdamm - Ein guter Ort zum Schreiben!

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23.05.2013

BERLIN FOR SALE (PART FIVE): DIE HÜTCHENSPIELER SIND ZURÜCK IN BERLIN


Unter den Linden / früher Mitte / jetzt Neue Mitte

Ich hatte bereits Anfang April über dieses Déjà-vu berichtet. Ich schreibe jetzt nicht nur deswegen noch einmal über die nach Berlin zurück gekehrten Hütchenspieler, die letztendlich nur versuchen ihren Teil an der gerade eingeführten City-Tax geltend zu machen, weil es mir gelungen ist, ein besseres Foto von ihnen zu machen. (Hütchenspieler lassen sich nur ungerne bei der Arbeit ablichten.) Ich möchte vor allem die Frage beantworten, warum die Hütchenspieler vom Balkan ausgerechnet Unter den Linden ihre Touri-Mautstelle aufgebaut haben. Meiner Meinung liegt das an der dortigen Dauerbaustelle. Die macht ein koordiniertes Eingreifen der Ordnungshüter extrem schwierig und das vorherige Untertauchen der Hütchenspieler in den Touri-Massen äußerst wahrscheinlich.

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22.05.2013

KEIN TABU MEHR: DAS BERLINER WETTER


Berliner "Pollensee" im Sommer (leider ausgetrocknet)

Bisher war das Thema Wetter bei mir ein Tabu. Was soll die Frage an den Taxifahrer: "Und, wie war das Wetter in Berlin?", wenn ich gerade aus dem Urlaub komme, wo es vier Wochen nur geregnet hat, und die Antwort lautet: "Wir hatten hier nur Sonnenschein"?! Nun ist es aber so, daß sich das Berliner Wetter seit einiger Zeit zum wichtigsten (wenn nicht sogar einzigen!) Verbündeten gegen die Touristen- und Zugezogenen-Plage gemausert hat. Offensichtlich hat selbst das Wetter in Berlin kein Bock mehr auf das nervige Gesockse. Also gibt es keinen Grund mehr, daß das Wetter weiterhin ein Tabuthema bleibt. Ganz im Gegenteil! Nicht nur im Taxi sollte das Berliner Wetter in Zukunft mehr im Mittelpunkt stehen. Ich "imaginiere" folgenden flächendeckenden "Wetterbericht" der enttäuscht aus Berlin "nach Hause" heimkehrenden: "Erst diese Berliner! Als wenn die nicht schon schlimm genug wären - diese Barbaren! Aber dann noch dieses Wetter! Erst drei Monate keine Sonne - und dann noch Regen im Sommer! Berlin? Nie wieder!"

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BERLIN FOR SALE (PART FOUR): FROM REAL ESTATE TO NEXT ESTATE


Kollwitzstraße / früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

Der Trend, nicht nur in Berlin, geht eindeutig zur Zweit-Immobilie. Ich weiß, wovon ich rede. Ich hatte auch schon mal ein Zweit-Rad. Das, also den zweiten Draht-Esel habe ich aber verkauft und mir von dem Geld einen richtigen Esel gekauft. Aber das ist eine andere Geschichte ... Was die Eine Immobilie in Berlin angeht, so hätte man gleich nach dem Mauerfall zuschlagen sollen. Da gab es die Dinger für'n Appel und 'n Ei. Aber damals, in den "Alles ist möglich" Neunzigern, hatten wir besseres zu tun: Nur Party! (Chillen gab es damals noch nicht!) Und heute haben wir den Salat ...

PS: Hab gerade mal im Büro in der Kollwitzstraße angerufen, weil ich wissen wollte, was das auf dem Logo sein soll. Eine Taube, weil "Wir kommen in Frieden", oder doch eine Feder, weil "federleicht"? Die Dame am Telefon wusste es auch nicht. Sie arbeitet nur dort.

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21.05.2013

BERLIN FOR SALE (PART THREE)


Eberswalder Straße / früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

Wer sollte das besser wissen als die Experten fürs Verkaufen vom Spätverkauf - in Berlin auch liebevoll "Späti" genannt.

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20.05.2013

VON VERWANDTEN UND BEKANNTEN


& verirrten Würstchen

"Interpretiere nur Statistiken, die du selbst gefälscht hast!" Das ist ehrlich gesagt der Grund, warum ich meine kleine Umfrage "Wie nennst du deine Mutter?" nicht interpretieren kann. Das mit dem Manipulieren hat nämlich schon jemand anders vor mir besorgt. Ich vermute, daß es Google selbst war, wer ständig alle abgegebenen Stimmen "geschluckt" hat. Das darf man natürlich nicht laut sagen. (Spätestens seitdem Google einen Informationsbedarf entwickelt hat, der dem der Stasi in Nichts nachsteht.) Sollte noch jemand außer die aus Stuttgart zugezogene und sich nach Marzahn verirrte Kollegenseele (Der liebe Gott hab sie seelig!) seine Mutter "Eine Verwandte" nennen, so möge er sich bitte per e-mail bei mir melden. An der aktuellen Umfrage "Wie nennst du deine Frau/Freundin?" (Rechts neben diesem Beitrag!) darf dann wieder jeder teilnehmen.

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BERLIN FOR SALE (PART TWO)


Berliner Nummernschild


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19.05.2013

WARUM DER KARNEVAL DER KULTUREN NICHT NACH BERLIN GEHÖRT


Wer, wie die meisten, erst vor kurzem nach Berlin gekommen ist, der kennt den Karneval der Kulturen nur in seiner heuten Erscheinungsform vor allem als kommerzielles Event. Das war nicht immer so! Ähnlich der Love Parade war der Karneval der Kulturen anfangs ein spontanes Ereignis. Es gab damals zwar auch schon einen Umzug in Kreuzberg, aber in SO36 und jeder (wirklich jeder!) konnte mitmachen. Man muss kein Prophet sein, um zu sagen zu können, daß der Zenit des Karnevals der Kulturen seit langem überschritten ist, und daß er ähnlich der Love Parade besser früher als später Berlin verlassen sollte. Ich weiß auch schon wohin: Nach Offenbach! Dort, und nicht in Berlin, gibt es die prozentual höchste Rate an Ausländern aller deutschen Städte. Der Anteil der Bevölkerung mit "Hintergrunz" beträgt dort immerhin 54,3% (Stand 2011). Aber das Allerbeste ist: Frankfurt am Main ist - wegen dem Kommerz - auch nicht weit.

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ANGELINA JOLIE HAT EIN BUCH GESCHRIEBEN


Vorm Buchladen meiner Wahl

Das musst du mir wirklich glauben. Niemals nie hätte ich auch noch meinen Senf dazu gegeben, wenn nicht vorm Buchladen meiner Wahl dieses Reklameschild stehen würde. Mein erster Gedanke war, als ich hörte, daß Angelina Jolie sich ihre Brüste hat abnehmen lassen, daß sie jetzt platt wäre wie 'ne Flunder obenrum. Und, ich gebe es ehrlich zu, als Mann habe ich mich gefragt, wie Brad Pitt das wohl finden würde. Zum Glück folgte die Entwarnung auf dem Fuße. Ich muss mir also wirklich keine Sorgen machen. Angelina Jolie ist obenrum nicht platt wie 'ne Flunder. Und sie hat auch kein Buch geschrieben.

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18.05.2013

WER ZU NUTTEN GEHT ...


früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

Aus dem "Grill Royal" an der Weidendammer Brücke in Mitte kamen sie, die zwei kleinen Italiener, und ins "Artemis" in die Wilmersdorfer Halenseestraße wollten sie. Bevor die Fahrt durch die halbe Stadt losging, wollten sie noch von mir wissen, ob das der beste "Club", wie Bordelle und Puffs gerne genannt werden, in der Stadt ist. "Think so" - so meine knappe Antwort. Woher soll ich, ausgerechnet ich - ein einfacher Berliner Taxifahrer - wissen, wo es die besten Nutten gibt. Zumindest gab es keine weiteren blöden Fragen. Auch die Unterhaltung zwischen den beiden verlief für italienische Verhältnisse sehr ruhig. Es waren eben zwei KLEINE Italiener. Das bewiesen sie auch, als es ans Bezahlen ging. Null Trinkgeld - das war zu erwarten gewesen. Der Respekt für die hiesige Trinkgeldkultur hält sich allgemein bei Südländern in Grenzen. Das ist bekannt. Ich weiß vielleicht nicht, wo es die besten Frauen der Stadt gibt. Was ich aber weiß, ist: Wer zu Nutten geht, kann zwar Klein sein (auch einen Kurzen haben), darf aber auf keinen Fall ein kleiner Geizhals sein.

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17.05.2013

BERLIN FOR SALE


Bergmannstraße / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Meine Stadt verkaufen, aber nicht mal Steuern hier bezahlen ...

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16.05.2013

NOCHMAL BERLINER HAUPTBAHNHOF


TaxiBerlin hat nach dem gestrigen Interview im Info-Radio mit Meinhard von Gerkan eine e-mail an sein Architekturbüro in Hamburg, welches den Berliner Hauptbahnhof verbrochen entworfen hat, mit folgendem Inhalt geschrieben:


Sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite des Berliner Hauptbahnhofes befinden sich ausgeschilderte Taxihaltestellen, an denen sich Berliner Taxen bereitzuhalten haben. Diese sind keine einhundert Meter von den jeweiligen Ausgängen entfernt.
Diese Taxihaltstellen können nur in einer Richtung angefahren werden, da es sich um Einbahnstraßen handelt. Von daher kann keine Taxe "falsch rum vorfahren", weil der Taxifahrer sonst gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen würde.
Was richtig ist, daß das "Vorfahren" zum Hauptbahnhof das eigentliche Problem ist. Obwohl auf beiden Seiten genug Platz ist, gibt es jeweils nur eine schmale Gasse, durch die sich jede Taxe, die zum Berliner Hauptbahnhof will, gemeinsam mit unzähligen Privatfahrzeugen bis zum Eingang durchquälen muss, was manchmal länger dauert als die ganze Taxifahrt.
Nur an der Nordseite existiert ein spezieller Ausladebereich für etwa drei Taxen. Dieser ist regelmäßig von Privatfahrzeugen zugeparkt, so daß der Taxifahrer gezwungen ist seine Fahrgäste bereits auf der Zufahrt auszuladen.
Meine Frage an Sie und Ihr Büro, welches den Hauptbahnhof entworfen hat, ist folgende: Wieso gibt es auf beiden Seiten jeweils nur eine schmale Gasse, durch die sich sowohl Taxen als auch Privatfahrzeuge durchquälen müssen, obwohl genug Platz für eine breitere Zufahrt und für zusätzliche Parkplätze vorhanden wären?

Text TaxiBerlin

15.05.2013

PHASE VIER: BESTRAFUNG DER UNSCHULDIGEN


Vereinfachte Darstellung der aktuellen Verkehrsführung 
am Berliner Hauptbahnhof

Ich hatte bereits vor einiger Zeit über die Vier Phasen der Planung geschrieben. Was den Taxiverkehr am Berliner Hauptbahnhof angeht, so wurde heute Phase Vier eingeleitet. In einem aktuellen Interview im Info-Radio behauptet kein geringerer als der Stararchitekt Meinhard von Gerkan, dessen Büro den Hauptbahnhof entworfen hat, daß die Berliner Taxen Schuld daran sind, "damit man überhaupt einen Wagen bekommt, mehrere hundert Meter zurücklegen muss" ..., "weil die Taxen falsch rum vorfahren."

PS: Das komplette Interview findest du hier. Die entsprechende Stelle im Interview ist bei 4:50 Min.

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14.05.2013

NOCHMAL PRIVATES SCHWABEN RADIO


Elsenstraße / früher Treptow / jetzt Treptow-Köpenick

Das Private Schwaben Radio hat mir gerade mitgeteilt, daß die von mir "bemängelte" Pressemitteilung "offline genommen worde", was eindeutig Präteritum ist. Wer mit Präteritum nichts anfangen kann: Präteritum ist nur ein anderes Wort für Vergangenheit. Man sollte also davon ausgehen können, daß es sich um etwas handelt, was im Präsens, also im Hier und Heute, abgeschlossen ist. Doch weit gefehlt: Die Pressemitteilung ist immer noch online.

PS: Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Die Seite ist wirklich offline!

Foto&Text TaxiBerlin

13.05.2013

ALS TRINKGELD ZU VIEL


... und als Schmerzensgeld zu wenig

Passend zum beklopptesten Club, wo die beiden Küken aus der Provinz hin wollten, sollte während der Fahrt der bekloppteste Sender der Stadt laufen. Da waren sie bei mir allerdings verkehrt. Ich bin zwar der Fahrer, aber ich mach ihnen nicht den DJ. Das verstanden die beiden Chicken natürlich nicht (Wie denn auch?), und so begann die Diskussion (Wieso? Weshalb? Warum?), die, wie zu erwarten war, damit endete, daß es kein Trinkgeld geben würde. Kein Problem - Trinkgeld gibt es sowieso nicht mehr. Das wussten die beiden Küken aus der Provinz natürlich nicht. Die unterhielten sich die ganze Fahrt über ihre Geschäfte, und wie gut die laufen würde, aber vor allem darüber, wie viel sie gerade wieder sparen würden - am Trinkgeld. Am Fahrziel angekommen, wollten sie dann plötzlich (Warum auch immer?) doch welches bezahlen. Leider musste ich ablehnen. Da bin ich irgendwie Old-School. Eine Mann sollte zu seinem Wort stehen (Eine Frau übrigens auch!), insbesondere wenn es um Geld geht. Versprochen ist versprochen! Das wussten die beiden Tussen natürlich auch nicht (Was lernen die heute noch in der Schule?), und deswegen fragten sie nach (Immerhin!). Ich erklärte ihnen das mit dem Wort, zu dem man stehen muss, und daß deswegen ihr angebotenes Trinkgeld zu hoch wäre. Andererseits als Schmerzensgeld, für die ganze Güllegatsche, die ich mir während der Fahrt von den beiden anhören musste, wiederum viel zu wenig.

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11.05.2013

ÜBER ÖFFENTLICH RECHTLICHES FERNSEHEN UND PRIVATES SCHWABEN RADIO


Frankfurter Allee / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain Kreuzberg

Ich habe das Nachtcafé vom SWR, zu der ich zwar eine Anfrage aber keine Einladung erhalten habe, noch nicht gesehen, sondern nur die eingeladenen Gäste. Nachdem ich die Disputanten der Sendung zum Thema "Diese Schwaben - die Kirche bleibt im Dorf" aus dem Internet kenne, werde ich mir die Sendung wohl auch nicht ansehen. Das liegt nicht etwa daran, daß ich jetzt beleidigt wäre - ganz im Gegenteil!

Anita Blasberg hat das neulich in der "Zeit" sehr gut beschrieben, wie sehr es nervt, dass die immergleichen 50- bis 60- jährigen die Debatten prägen - was weit mehr als ein mediales Problem ist, sondern eine echte Herausforderung für die Legitimität dieser Demokratie: Wer keine Stimme hat, kommt nicht vor. (Georg Dietz, "Journalismus in der Krise")

Im Januar habe ich einem privaten Schwabenradio in einer Berliner Eckkneipe zum gleichen Thema ein Interview gegeben. Die Sendung war nicht live, sondern wurden im Nachhinein "geschnitten". Wichtige Aussagen von mir kamen in dem, was dann ausgestrahlt wurde, nicht vor. Später musste ich in der im Internet vom privaten Schwabenradio veröffentlichten Presseerklärung zu Kenntnis nehmen, daß "TSH", was "Totaler Schwabenhass" bedeuten soll, durch bestimmte Graffitis speziell im Prenzlauer Berg meine Meinung "sichtbar" machen soll.

Bereits Anfang Februar habe ich das private Schwabenradio um Richtigstellung gebeten, was mir auch zugesagt wurde. Seitdem ist nichts passiert. Eine zweite Aufforderung Ende März blieb vom privaten Schwabenradio unbeantwortet. Deswegen nutze ich nun meinen Blog, um folgendes richtig zu stellen:

Ich bin kein Schwabenhasser und das Wort Schwabenhass wurde von mir im Interview nicht einmal verwendet. Deswegen kann "TSH", den ich nicht kenne, auch nicht meine Meinung "sichtbar" machen. Ich habe in dem Interview folgendes gesagt: Wir haben in Berlin kein Schwabenproblem sondern ein Zugezogenproblem. Für ein Schwabenproblem sind die Schwaben rein zahlenmäßig mit etwa 7000 auch viel zu klein und unbedeutend. Trotzdem bieten sie aufgrund gewisser Eigenheiten eine Angriffsfläche. Zum Schluss des Interviews habe ich den Moderator gefragt, was er davon halten würde, wenn in seinem Ort ein Bevölkerungsaustausch von knapp 90% innerhalb weniger Jahre stattfinden würde. Seine Antwort, die natürlich nicht gesendet wurde, war, daß er in diesem Fall den Neuankömmlingen bei Bedarf auch "auf die Finger klopfen" würde.

PS: Die Presseerklärung vom Privaten Schwaben Radio ist seit dem 14. Mai offline.

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10.05.2013

WÄHLEN SIE POLITISCH UNKORREKT


Wahlwerbung des ZDF

Der Wahlkampf hat begonnen und wie gewohnt gibt's auch bei "Öffentlich Rechtlich" Wahlwerbung. So weit - so bekannt. Daß das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) empfiehlt, "politisch unkorrekt" zu wählen, ist allerdings schon eine kleine Überraschung. Wissen die denn nicht, daß in unserem schönen Land "politisch unkorrekt" automatisch "rechts" bedeutet? Ich meine: Das weiß doch jeder! Das komische ist nur, daß hierzulande "politisch unkorrekt" nicht nur "rechts" bedeutet, sondern "de facto" immer auch ist. Es ist jedes Mal wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Oder steckt doch mehr dahinter? Geheime Kräfte, die beispielsweise auch ständig die abgegebenen Stimmen bei meiner kleiner Umfrage "Wie nennst du deine Mutter?" (rechts von diesem Beitrag) verschwinden lassen?

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09.05.2013

DIE UMFRAGE ZUM MUTTERTAG


Muttertagswerbung 2013

Ich weiß, ich weiß, heute ist nicht Mutter- sondern Herrentag. Aber ich brauche keinen Herrentag, um besoffen mit dem Fahrrad durch die Gegend zu fahren. Das kann ich auch ohne Herrentag. Deswegen kann ich mich auch direkt dem Muttertag widmen, der entweder abgeschafft oder zumindest in "Eine-Verwandte-Tag" umbenannt werden soll. Den ersten Hinweis auf diese geplante Einsparung findest du bereits auf den Werbeplakaten zum Muttertag. Gab es 2012 noch einen Jungen auf dem Foto, wurde dieser bei der diesjährigen Muttertagsreklame (Foto oben) schon eingespart. Und es ist zu vermuten, daß im nächsten Jahr auch noch der Blumenstrauß von der Werbung verschwindet, wenn nicht gar der Muttertag komplett aus dem Kalender gestrichen wird. Du hast es in der Hand, dies zu verhindern. Alles was du tun musst, ist an der Abstimmung rechts von diesem Beitrag teilzunehmen. Diese startete bereits vor zwei Tagen, allerdings als "Mulitple Choice". Das scheint irgendwie nicht zu funktionieren. Es gibt offensichtlich einen "Systemfehler" bei Google - was immer das heißen mag. Aber um ehrlich zu sein: "Multiple Choice" ist sowieso Sch****. Es passt nur eben so gut in unsere Zeit, in der sich keiner wirklich festlegen mag. Auch aus diesem Grund habe ich die Abstimmung "Wie nennst du deine Mutter?" von "Multiple Choice" auf "One Wo/Man - One Vote" umgestellt. Das ganze hat den kleinen Nachteil, daß alle, die bereits abgestimmt hatten, noch einmal abstimmen müssen, weil Google ihre Stimme "verschluckt" hat. Vielen Dank für euer Verständnis!

Foto&Text TaxiBerlin

07.05.2013

DEN MUTTERTAG ABSCHAFFEN


Muttertagswerbung 2012

Der Nichttänzer aus Marzahn hatte neulich die Idee den Karfreitag abzuschaffen, weil am Karfreitag nicht getanzt werden darf. Warum sich gerade der Nichttänzer dafür stark macht, daß am Karfreitag getanzt werden soll, bleibt sein Geheimnis. Eigentlich wäre vom Nichttänzer aus Marzahn zu erwarten gewesen, daß er sich für die Abschaffung des Muttertags einsetzt. Offensichtlich fehlt ihm dazu der Mut. Denn der Nichttänzer aus Marzahn ist nicht nur ein großer Geizhals (siehe Werbung), sondern vor allem ein großer Angsthase. Und deswegen muss nun jemand anders die Idee des Nichttänzers unters Volk bringen. Der Nichttänzer aus Marzahn nennt seine Mutter nicht "Mutti", nicht "Mama" oder "Mami", und auch nicht "Alte Hexe", sondern schlicht "Eine Verwandte". Was für ihn persönlicher Stil ist, ist Wahrheit einfach nur Stillos, und wäre nicht der Rede wert, wenn der Nichttänzer aus Marzahn nicht der festen Überzeugung wäre, daß die Bezeichnung "Eine Verwandte" anstelle von Mutter mittlerweile mehrheitsfähig ist. Um genau dies herauszufinden, gibt es rechts von diesem Beitrag eine kleine Umfrage. Und sollte der Nichttänzer wirklich recht behalten, muss der Muttertag entweder abgeschafft oder zumindest in "Eine-Verwandte-Tag" umbenannt werden.

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06.05.2013

SCHWABEN IN BERLIN UND DAS SWR NACHTCAFÉ


Buchberger Straße / früher Lichtenberg / jetzt Lichtenberg

Der Redakteur vom SWR war ganz überrascht, daß ich eine eigene Meinung zum Thema "Schwaben" habe. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum der Anfrage, ob ich Gast im "Nachtcafé" sein möchte, keine offizielle Einladung gefolgt ist. Dafür habe ich seit Neuestem mal wieder mehr Besucher wegen einem Beitrag zum Thema von vor zweieinhalb Jahren. Manche sind eben etwas spät dran - wie beispielsweise auch die dritten Programme. (Aber was soll ich sagen - ich habe nicht mal eins!) Vielleicht liegt es aber auch einfach am Navi bzw. an der verwendeten Software, warum so viele dem aktuellen Geschehen hinterher hinken. Wer nur auf der Suche nach den Sieben Schwaben in Berlin ist, der findet sie hier.

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BERLINER CLUB RANKING


Behrenstraße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Entgegen der üblichen Praxis, erst Rang drei und zwei zu nennen, komme ich sofort zum ersten Platz der beklopptesten Hauptstadtclubs - dem Felix. Du findest ihn in der Behrenstraße gleich neben dem Hintereingang vom Hotel Adlon, was eigentlich schon alles aussagt. Treffpunkt von Wochenendprostituierten und zugezogenem Wohlstandsgesindel. Gelegentlich lässt sich auch ein in die Jahre gekommenes Überbleibsel der Dot.Com-Blase per Kurzstrecke ohne Trinkgeld vorfahren. Keine Ahnung was schlimmer ist. Man möchte am liebsten keinen von ihnen im Taxi haben.

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05.05.2013

TIEFENENTSPANNT


Endzeit in Berlin

Das mit dem Trinkgeld scheint sich jetzt auch endgültig erledigt zu haben. Seit einiger Zeit gibt es ja bereits keine Fahrt mehr, ohne daß man eine Quittung ausstellen muss. Seit Neuestem gibt es keine Fahrt mehr mit Trinkgeld. Woran das liegt? Da fragst du den Verkehrten! Allerdings habe ich so meine Theorien. Bisher dachte ich, daß es sich um eine allgemeine Respektlosigkeit, insbesondere von Ausländern und Zugezogenen, gegenüber der Berliner Trinkgeldkultur, anderswo auch "Bakschisch" genannt, handelt. Dann begann irgendwann irgendeine Krise, und seither kann man nicht mehr sicher sein, ob es blanker Geiz oder pure Dummheit ist.

Es kann aber auch einfach am Fahrer liegen. Oder an dessen Musik. Ich höre beispielsweise gerade viel quietschende Mundharmonika. Das mag nicht jeder. Hinzu kommt, daß ich seit Neuestem extrem Tiefenentspannt fahre. Tiefenentspannt meint, daß ich mich ausschließlich auf's Fahren konzentriere (und natürlich auf meine Musik), und mich nicht um das dumme Gequatsche der Fahrgäste kümmere - außer es ist zu laut. Das kommt, glaube ich mittlerweile, bei manchen Fahrgästen nicht gut an. Die denken dann, ich wäre arrogant. Dabei stimmt das gar nicht. Ganz im Gegenteil. Ich bin einfach nur Tiefenentspannt. Und da kommt letztendlich wieder die Dummheit ins Spiel. Ich meine die, daß Leute nicht zwischen Arroganz und Tiefenentspannt unterscheiden können. Und wenn es keine Dummheit ist, dann bleibt ja nur noch eins übrig ...

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02.05.2013

KEIN FAN VON FANMEILE


Pariser Platz / früher Mitte / heute Neue Mitte

Es war nur eine Frage der Zeit, bis irgendein Idiot auf die Idee kommt, man könnte mal wieder Fanmeile machen am Brandenburger Tor, nachdem bekannt geworden war, daß es im Final Bistro das finale Match nicht zu sehen geben wird. Der Grund, warum die Straße des 17. Juni einmal mehr drei Wochen (zehn Tage Aufbau, ein Tag Fanmeile, zehn Tage Abbau) dicht sein wird, ist nicht etwa, daß zwei Mannschaften aus unserem schönen Land im Endspiel stehen, sondern daß es das finale Match nur noch im Bezahl-Fernsehen zu sehen gibt, was sich nur die wenigsten Berliner leisten können. Der Döner auf der Fanmeile wird, falls es jemand interessiert, übrigens dreimal so teuer sein wie im Final Bistro.

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01.05.2013

THE FINAL BISTRO


Pfarrstraße / früher Lichtenberg / jetzt Lichtenberg

Bisher kannte ich nur den finalen Countdown. Aber in Berlin gibt es bekanntlich nichts, was es nicht gibt. (Noch!) Und so ist es keine Überraschung, daß es das Final Game im Final Bistro nicht zu sehen geben wird. Der Grund dafür, nur falls es jemand interessieren sollte, ist übrigens ganz einfach: Der Döner im finalen Bistro wäre, würde man dort Bezahl-Fernsehen einführen, gleich mal doppelt so teuer.

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SIE BETRETEN DEN WERBEFREIEN SEKTOR


Karl Marx Allee / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Wer kennt sie nicht: Leute, die für Geld alles machen. Notfalls sogar die eigene Großmutter verkaufen. Oder sogenannte Künstler, die ihre Seele für ein paar Kröten anderen überlassen. Gut, es gibt noch die Ärmsten unter den Armen, die wohl nie begreifen werden, daß das Leben nicht im Internet stattfindet und deswegen Werbung auf ihrer Seite schalten müssen, damit überhaupt mal was passiert bei ihnen. Wer rein gar nichts mit sich anzufangen weiß, der ist hier definitiv verkehrt. Diese Seite ist und bleibt Werbefreier Sektor. Ihnen empfehle ich obige Kreativbutze: Da wird sie geholfen!

Foto&Text TaxiBerlin