24.04.2013

TAXIBERLIN SUCHT DEN DÜMMSTEN DEUTSCHEN


"Mit der Fackel aus der Taxe getrieben ..."

Prolog
Er weiß nicht, wo er wohnt. Er lebt erst seit kurzem in Berlin. Genau genommen seit einem Jahr. Natürlich will er 'ne Quittung. Für 'ne Fahrt am Sonntag! Er kommt aus dem Club (woher sonst?). Dort hat er gearbeitet! Er war dort zum Scouting.

Armer Dummer Deutscher
Stunden später. Ich fragte mich schon, ob es ein Fehler gewesen war, Sonntag Abend nicht zum Flughafen gefahren zu sein. Da kam er. Nicht mehr ganz frisch, aber immerhin wollte er nach Lichterfelde Süd. Vom Ku'Damm! Er wusste, wo er wohnt, und kannte auch den Fahrpreis. Der war zwanzig Euro und sechzig Cent. Ob zwanzig Euro auch OK wären?! Warum denn nicht, was tut man nicht alles für seine Fahrgäste. Er dachte dabei natürlich nur an mich. Damit ich seinen Fünfzig Euro Schein nicht wechseln müsse. Nun reichte es! Das wäre kein Problem, das tue ich doch gerne. Jetzt würde ich ihm unsympathisch werden, was ganz auf Gegenseitigkeit beruhte. Ob er die Rechnung in der Kneipe auch abrunden würde. Angeblich Ja! Naja, zumindest gäbe er kein Trinkgeld - wenn der Service nicht stimmen würde. Und, hat der Service nicht gestimmt? Der Rest war schweigen. Noch so ein Typ, den ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Deswegen trieb ich ihn mit der Fackel (auch Dachzeichen) aus meiner Taxe. Denkverbote hin oder her - Eins konnte ich mir nicht verkneifen zu denken: Armer Dummer Deutscher.

Epilog
Die Gedanken sind frei. Aber nicht nur das. Ich fahre gar keine Taxe. Taxifahren ist nur so ein Hobby von mir. Eigentlich bin ich hier beim Scouting! Und der Typ aus Lichterfelde Süd hat beste Chancen, Dümmster Deutscher zu werden.

Foto&Text TaxiBerlin

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