30.04.2013

SELBSTANZEIGE oder IN SPIELGELD WE TRUST


Spielgeld (bald)

Wer jetzt über eine Selbstanzeige nachdenkt, weil er vielleicht noch einen Koffer zuviel hat, der darf den gerne bei mir im Taxi "vergessen". Gut, seine Kohle ist er dann zwar los, aber eben auch sein Problem. Aber überhaupt: Bald wird das oben mit den fiktiven Motiven sowieso nur noch als Spielgeld zu gebrauchen sein.

Foto&Text TaxiBerlin

WARUM MITTELMÄßIGE BLOGS SO BELIEBT SIND


Schlechtes Bier für mittelmäßige Leute (Werbung/Detail)

Immer wieder werde ich gefragt, warum mittelmäßige Blogs so beliebt sind. Mit Beliebt ist in diesem Zusammenhang nicht die Qualität des Blogs gemeint. Die Qualität dieser Blogs ist zweifellos eher schlecht bis mittelmäßig. Beliebt meint hier nur die Quantität, also lediglich Besucherzahlen. Allerdings ist es ein weit verbreiteter Irrglaube unserer Zeit, der mittlerweile sogar mehrheitsfähig sein dürfte, daß Quantität etwas über die Qualität aussagen würde.

In einem Punkt herrscht zumindest Einigkeit: Mittelmäßige Blogs werden von mittelmäßigen Menschen gemacht und auch gelesen. Könnte es also sein, daß mittelmäßige Blogs aus Mitleid von mittelmäßigen Menschen gelesen werden? Ich denke Nein! Denn Mitleid ist ein Gefühl, welches rasch ermüdet, insbesondere bei mittelmäßigen Menschen.

Aber warum lesen dann so viele mittelmäßige Leser so gerne mittelmäßige Blogs? Die Antwort ist ganz einfach! Die Welt ist voll von mittelmäßigen Menschen, die am liebsten deswegen so gerne mittelmäßige Blogs lesen, weil sie einerseits mit einem anspruchsvollen Blog überfordert wären, und andererseits bei mittelmäßigen Blogs den Eindruck haben dürfen, daß sie das auch könnten, wenn sie den wollten, was wiederum stimmt.

Foto&Text TaxiBerlin

29.04.2013

KLEINES BERLINER MÄRCHEN


Ein Märchen, das zum Alptraum wird ...

Die jungen Leuten von heute wissen aber auch rein gar nichts mehr. Märchen beginnen immer mit "Es war einmal ... " und enden mit "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch". Das Berliner Märchen begann Anfang der Neunziger mit "Es war einmal eine Stadt, in der alles möglich ist" und endet mit "Und wenn nicht so viele Idioten gekommen wären, wäre das auch immer noch so."

Foto&Text TaxiBerlin

27.04.2013

FRIEDRICHSHAIN vs. F-HAIN


Irgendwo im Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Es geht hier nicht um die Aussage des Graffitos, und auch nicht um die richtige Antwort darauf, die logischerweise lauten muss: "No Risk - No Fun", sondern um die Frage, ob "F-Hain" gerade dabei ist sich als Neuberliner Wort für Friedrichshain (ähnlich "Prenzl-Berg" für Prenzlauer Berg) durchzusetzen.

Foto&Text TaxiBerlin

26.04.2013

BERLINER FLOHMARKTSAISON ERÖFFNET


Mehringdamm / früher Kreuzberg / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Nachdem bereits die Freibadsaison eröffnet ist, war es nur eine Frage der Zeit, daß die Flohmarktsaison nachzieht. Offizielle Eröffnung ist dieses Wochenende mit einem traditionellen Nachtflohmarkt vor Curry 36 am Mehringdamm (Foto). Böse Zungen behaupten, daß es sich hier um einer Ausverkauf privater Vermögen handelt, die einer aktuellen Studie zufolge in unserem schönen Land kleiner sein sollen als in den Krisenländer im Süden Europas. Die Wahrheit ist viel einfacher: Der Verkäufer des Nachtflohmarktes hat es lediglich auf eine Currywurst ohne Darm abgesehen.

Foto&Text TaxiBerlin

25.04.2013

"I LOVE RUINS"


Hamburger Bahnhof / Invalidenstraße / früher Moabit / heute Neue Mitte

Die Meisten werden obige Fahne auf dem Hamburger Bahnhof gar nicht wahrnehmen, weil sie sich nämlich auf den Verkehr auf der Dauerbaustelle in der Invalidenstraße konzentrieren müssen, was letztendlich auch gut so ist. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was hinter "I Love Ruins" steckt oder wer dafür verantwortlich ist. Ich denke, daß derjenige, der diesen Blödsinn verzapft hat, weder "aus Ruinen auferstanden" noch jemals in einer Ruine gewohnt hat. Ganz im Gegenteil. Ich bin mir nahezu sicher, daß er selbst in einer schicken Eigentumswohnung im Prenzlauer Berg wohnt, der allerdings heute zu Pankow gehört.

Foto&Text TaxiBerlin

24.04.2013

"BUH SIDO" UND DER "PREIS" FÜR INTEGRATION


"Nenn mich Monsta ..."

Alle reden von Uli Hoeneß, aber niemand von "Buh Sido". Warum eigentlich nicht? Ist es zu gefährlich? Oder ist das der Preis für "gelungene Integration"? Fakt ist: Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen.

Foto&Text TaxiBerlin

TAXIBERLIN SUCHT DEN DÜMMSTEN DEUTSCHEN


"Mit der Fackel aus der Taxe getrieben ..."

Prolog
Er weiß nicht, wo er wohnt. Er lebt erst seit kurzem in Berlin. Genau genommen seit einem Jahr. Natürlich will er 'ne Quittung. Für 'ne Fahrt am Sonntag! Er kommt aus dem Club (woher sonst?). Dort hat er gearbeitet! Er war dort zum Scouting.

Armer Dummer Deutscher
Stunden später. Ich fragte mich schon, ob es ein Fehler gewesen war, Sonntag Abend nicht zum Flughafen gefahren zu sein. Da kam er. Nicht mehr ganz frisch, aber immerhin wollte er nach Lichterfelde Süd. Vom Ku'Damm! Er wusste, wo er wohnt, und kannte auch den Fahrpreis. Der war zwanzig Euro und sechzig Cent. Ob zwanzig Euro auch OK wären?! Warum denn nicht, was tut man nicht alles für seine Fahrgäste. Er dachte dabei natürlich nur an mich. Damit ich seinen Fünfzig Euro Schein nicht wechseln müsse. Nun reichte es! Das wäre kein Problem, das tue ich doch gerne. Jetzt würde ich ihm unsympathisch werden, was ganz auf Gegenseitigkeit beruhte. Ob er die Rechnung in der Kneipe auch abrunden würde. Angeblich Ja! Naja, zumindest gäbe er kein Trinkgeld - wenn der Service nicht stimmen würde. Und, hat der Service nicht gestimmt? Der Rest war schweigen. Noch so ein Typ, den ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Deswegen trieb ich ihn mit der Fackel (auch Dachzeichen) aus meiner Taxe. Denkverbote hin oder her - Eins konnte ich mir nicht verkneifen zu denken: Armer Dummer Deutscher.

Epilog
Die Gedanken sind frei. Aber nicht nur das. Ich fahre gar keine Taxe. Taxifahren ist nur so ein Hobby von mir. Eigentlich bin ich hier beim Scouting! Und der Typ aus Lichterfelde Süd hat beste Chancen, Dümmster Deutscher zu werden.

Foto&Text TaxiBerlin

23.04.2013

BERLIN GOT DIRTY


Reklame (Detail)

Bei obigem Ausschnitt handelt es sich um die Ankündigung eines bekannten Bekleidungsherstellers, daß es zu einem von ihm organisierten Event an einem bestimmten Tag in Berlin schmutzig zugehen wird. Einmal mehr sind damit Leute in unserer Stadt unterwegs, die von ihr offensichtlich keine Ahnung haben. Sonst wüssten sie nämlich, daß Berlin schon immer schmutzig war, ist und auch bleiben wird.

Foto&Text TaxiBerlin

22.04.2013

FAHREN AUF RESERVE


Auto Armatur (Detail)

Es gibt Länder (mir fällt gerade keins ein), da fahren die Leute permanent auf Reserve. Das liegt zum einen daran, daß das Geld knapp und der Sprit teuer ist; aber auch daran, daß ein voller Tank oft mehr Wert ist als das ganze Auto. Hierzulande bedeutet das Aufleuchten der Rerserveanzeige (Foto) in der Regel die sofortige Fahrt zur nächsten Tankstelle. Das muss nicht sein! Selbst wenn man wirklich wegen Spritmangel liegen bleiben sollte, kann das auch was Positives haben. Beispielsweise daß man neue Leute kennenlernt, die einem helfen. Oder daß man einfach mal wieder Taxi fährt. Auch wenn es nur die Fahrt zur nächsten Tankstelle ist, um dort den Resevekanister aufzufüllen. Aber wie gesagt, das ist mehr als unwahrscheinlich (andere Länder machen es vor!), denn mit dem Reservesprit kommt man weiter als man denkt. Das richtige Ablesen und Verstehen der Anzeige der Auto Armatur (Foto) kann dabei durchaus hilfreich sein. Sicherlich, man kommt nicht nach Bulgarien. Aber bis zur "Total-Tanke" in der Bulgarischen Straße in Treptow kommt man auf jeden Fall. Und das von jedem beliebigen Punkt in der Stadt. Das verspreche ich nicht nur - das garantiere ich sogar!

Foto&text TaxiBerlin

DAS QUIZ BEI TAXIBERLIN


Werbung (Detail)

Wer weiß, von wem folgendes Zitat ist, dem winkt wie immer eine Kurzstrecke: "Es gibt keine Erwachsenen mehr, es gibt nur noch Kinder jeden Alters."

Foto&Quiz TaxiBerlin

20.04.2013

BERLIN BRAUCHT DICH NICHT


Karl Marx Allee / früher Mitte / heute Neue Mitte

Schneller als erwartet hat mein Koffer seine Umlaufbahn bei Grönland verlassen und ist in Berlin aufgeschlagen. Genau genommen vor meiner Haustür. Der Haustürservice hat also funktioniert. Wo hat man das noch, daß man wirklich das bekommt, was einem versprochen wird. Leider muss der geneigte Leser nun auf die versprochenen Reisenotizen verzichten oder, je nach Sichtweise, bleibt von ihnen verschont.

Deswegen zurück zum Tagesgeschäft und dem eigentlichen Thema dieses Blogs: "Berlin, wie hast du dir verändert?!" Waren früher die Leute FROH, nach Berlin kommen zu können, weil sie anderswo vertrieben worden waren (Stichworte: Hugenotten, Schlesier, Ostpreußen), so ist das heute ganz anders. Heute tun die Zugewanderten SO, als müssten wir ihnen, also den Zugewanderten, dankbar sein, daß Mieten steigen und Clubs schließen.

Irgendjemand, mir fällt gerade nicht ein WER, hat mal über dieses Phänomen gesagt: "Die Massen sind jetzt da, es hat sie niemand drum gebeten." Später kamen Aufkleber hinzu wie: "Du bist kein Berliner" und "Berlin liebt dich nicht". Ab sofort sind auch T-Shirts im Angebot. Ich habe gerade eben eins gesehen. Es trägt die Aufschrift: "Berlin braucht dich nicht!"

Foto&Text TaxiBerlin

LIFE IS A ONE WAY STREET


... WITH A DEAD END

TaxiBerlin ist zurück aus "Gottes eigenem Land" und direkt vom Flughafen auf die Straße. Erst nach Hause fahren hätte sich nicht gelohnt. Der Koffer ist noch nicht in Berlin sondern auf irgendeiner Umlaufbahn rund um Grönland. Wann genau er in Berlin aufschlägt, das liegt in Gottes Hand. Bis dahin gibt's ein paar Reisenotizen.

Text&Foto TaxiBerlin

16.04.2013

GOTTES EIGENES LAND UND DAS JUENGSTE GERICHT


Zwei Stunden muss man Schlange stehen, bevor man "Gottes eigenes Land" betreten darf. (Das Ganze nach zehn Stunden im Flieger - aber das nur nebenbei.) Ob das wirklich lange ist (oder eher nicht), laesst sich mit Gewissheit erst nach dem "Juengsten Gericht" sagen. In einem Punkt bin ich mir jetzt schon sicher: Auch dort ist der gut beraten, der beim Warten nicht die Nerven verliert.

Das Beste in "Gottes eigenem Land" ist zweifellos der taegliche Polizei Report. Gut, nicht voellig unter den Tisch fallen lassen moechte ich die hiesigen Toiletten. Die meisten von ihnen sind groesser als manche Wohnung in Berlin. (Oder zumindest manch unserer zukuenftigen Wohnungen.) Auch das Bier ist durchaus trinkbar hier - nur eben nicht in der Oeffentlichkeit. Aber jetzt mal ehrlich: Hast nicht auch du sie langsam satt - diese ganzen ewig Bier trinken Junkies in Berlin?!

Doch zurueck zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben, und zwar zum lokalen "Police Blotter" (auf Deutsch Polizei Bericht). Der ist auf Seite Zwei der Lokakzeitung und ist so ziemlich das Einzige, was man sich auf keinen Fall entgehen lassen darf in "Gottes eigenem Land". Nachfolgend ein Beispiel, damit auch du eine ungefaehre Vorstellung davon bekommst, worueber hier ueberhaupt die Rede ist:

"Sonntag, 9:35 Abends: Ein Anrufer berichtet, ein Schluesselbund auf einem Abfalleimer gefunden zu haben, woran ein Zettel mit folgendem Wortlaut befaestigt war: Gott hat mir befohlen, meinen Wagen wegen all meiner Suenden aufzugeben."

Text TaxiBerlin

12.04.2013

DER NICHTTAENZER AUS MARZAHN


Es dauert immer etwas laenger, dass es auch die duemmsten Ideen bis nach Mitte schaffen. Das liegt daran, dass die duemmsten Ideen normalerweise aus Mitte kommen. Diese Idee kommt aber aus Marzahn, wo sich der Nichttaenzer mal wieder im Internet ueber Nichts beklagt hat. Diesmal weil er nicht tanzen konnte am Karfreitag. Die Wahrheit ist allerdings, dass der Nichttaenzer aus Marzahn gar nicht tanzen kann. Nichts desto trotz fordert er nun nicht mehr, aber auch nicht weniger, als die Relgion, die dafuer verantwortlich ist, dass er als Nichttaenzer am Karfreitag nicht tanzen konnte, kurzerhand abzuschaffen. Der Schock ob dieser “genialen Idee” blieb sowohl bei der Internetgemeinde als auch bei mir aus, - sehr zur Ueberraschung des Nichttaenzers. Das hatte er sich wohl anders vorgestellt. Ein Kleingeist bleibt eben ein Kleingeist, da kann der Koerper, in dem er sich befindet, noch so gross sein …

Offensichtlich weiss der Nichttaenzer aus Marzahn nicht, dass alle “Human Being”, also auch er, an etwas glauben. Wuerde er sonst solchen Unfug im Internet schreiben? Wohl eher nicht! Aber woran glaubt der Nichttaenzer? An Geld? Ans Internet? Besucherzahlen? Likes & Links? Virtuelle Verwandte? … Vermutlich an Alles zusammen, denn wer Nichts weiss, muss bekanntlich Alles glauben. In seiner Unwissenheit will der Nichttaenzer aus Marzahn nun den Glauben an den einen Gott durch Vielgoetterei (den Glauben an Geld, Internet, Besucherzahlen, Likes & Links, Virtuelle Verwandte, …) ersetzen. Das hatten wir zwar schon mal, aber warum denn nicht?! Oefters mal was “Neues”! Dann aber bitte sehr fuer Alle! Ich meine fuer alle Religionen!

Dies zu fordern, dazu fehlt dem Nichttaenzer aus Marzahn natuerlich der Mut. Der Nichttaenzer ist aber nicht nur ein Angsthase sondern auch ein Geizhals, der immer am verkehrten Ende spart. In diesem Fall an den Tanzstunden. Haette er sie beizeiten genommen, braeuchte er jetzt keine Klage im Internet fuehren. Deswegen empfehle ich dem Nichttaenzer aus Marzahn nun den kostenlosen Tanzunterricht beim bevorstehenden “Tanz in den Mai”. Dann klappt es auch irgendwann mit dem Tanzen am Karfreitag – zu Hause in Marzahn allerdings. Vielleicht kommen noch ein paar Virtuelle Verwandte aus dem Internet vorbei, - wozu hat man sie schliesslich …

Text TaxiBerlin

08.04.2013

DAS LABO


Französische Straße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Das LABO, auch Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, behauptet immer wieder, zu wenig Mitarbeiter zu haben. Schön blöd, wer das glaubt. Das LABO ist längst eine internationale Marke, die alkoholfreies Parfum versucht an den Mann und auch an die Frau zu bringen - neuerdings sogar in Berlin. Dagegen wäre prinzipiell nichts einzuwenden, wenn es sich bei alkoholfreiem Parfum nicht um etwas handeln würde, was die Welt nicht braucht - genauso wie die Monatsbinden aus Baumwolle.

Foto&Text TaxiBerlin

07.04.2013

WENN GELD KEINE ROLLE SPIELT ...


Friedrichstraße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Ihren Absacker wollten sie nach dem guten Essen in einer guten Bar trinken. Ob ich die "Soho Bar" kennen würde. Da waren sie bei mir richtig. "Naja, nicht persönlich", meinte ich, um "hört sich aber irgendwie teuer an" hinzuzufügen. "Geld spiele keine Rolle", war sich das wohlsituierte Paar einig. Vor dem "Soho Haus" in der Torstraße angekommen, wollten sie die Bar erstmal checken. Die befindet sich wohl oben auf dem Gebäude, aber bis dahin sind die beiden gar nicht gekommen. Sie wurden bereits im Foyer abgefangen, wo sie auf englisch darüber aufgeklärt wurden, daß der Zutritt nur Mitgliedern erlaubt ist. Zurück im Taxi konnte ich mir die Frage nicht verkneifen, warum sie nicht schnell in den Club eingetreten sind. Sie seien doch nicht verrückt! Ob ich nicht wüsste, wie teuer das ist? "Nö, keine Ahnung! Aber ich dachte, Geld spielt keine Rolle ... "

Foto&Text TaxiBerlin

05.04.2013

TAXI BERLIN TRIFFT GERHARD RICHTER (SERIE)


Denkmal (übermalt)

Ich hatte schon über das DANKE FÜR PARTY DENKMAL geschrieben. Genau das wurde jetzt umgestaltet, und zwar von keinem geringeren als Gerhard Richter. Richtigerweise muss man wohl sagen: Übermalt! Wahrscheinlich nicht mal von ihm selbst, sondern von einem seiner zahlreichen Schüler und Schülerinnen. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber "ick finds jut!"

Foto&Text TaxiBerlin

"WIE BLÖD MUSS MAN SEIN, UM SO ETWAS ZU PRODUZIEREN?"



Die meisten Sachen, die wirklich wichtig sind im Leben, erfährt man auf der Straße. Manchmal ist es aber auch nicht verkehrt, diese mal zu verlassen und irgendwo einzukehren, wobei irgendwo bereits verkehrt ist. Der erfahrene Taxifahrer weiß natürlich, wo er hingehen muss, um Neues zu erfahren. Mindestens genauso wichtig wie dieses Wissen, ist die Gabe die richtigen Fragen zu stellen (Foto oben), wobei produzieren wahlweise durch sagenschreiben, verkaufen, ... ersetzt werden kann. (Zum Glück wird heute auch Dank Internet nicht mehr jeder Mist gedruckt!) Wer jetzt wissen will, wo denn diese richtigen Fragen gestellt werden, dem kann abgeholfen werden: Auf der Herrentoilette (Foto unten) in der Kantine der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in der Neuen Mitte.

Linienstraße / früher Mitte / heute Neue Mitte
Foto&Text TaxiBerlin

04.04.2013

WOHNEN IM TODESSTREIFEN


Bernauer Straße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Genauso wie die aktuellen Löcher in der denkmalgeschützten Mauer an der East Side nicht die ersten sind, wären die dort geplanten Wohnhäuser nicht die ersten im ehemaligen Todesstreifen. Wohnen im Todesstreifen gibt es schon, und zwar in der Bernauer Straße. Die dortigen Häuser (Foto) sehen genauso aus wie Rainald Grebe die Menschen im Prenzlauer Berg besingt: "Sie sehe alle gleich aus - irgendwie individuell", auch wenn sie sich in Mitte befinden.

Foto&Text TaxiBerlin

03.04.2013

DIE HÜTCHENSPIELER SIND ZURÜCK IN BERLIN


Unter den Linden / früher Mitte / heute Neue Mitte

Meine Fahrgäste hatten mir bereits davon erzählt. Heute habe ich sie mit eigenen Augen gesehen. Zugegeben, auf obigem Foto sind sie nicht wirklich auszumachen. Aber Hütchenspieler lassen sich nun mal nur ungerne fotografieren. Wenn du mir nicht glaubst, du triffst sie Unter den Blinden zwischen Friedrich- und Neustädtische Kirchstraße. Die Hütchenspieler vom Balkan, die schon in den "Alles ist möglich"-Neunzigern in Berlin anzutreffen waren, wenngleich am Alex, sind zurück in Berlin. Sie haben damals bereits das Motto des Neuen Berlins "Aus Nichts Geld machen" vorweg genommen. Deswegen darf sich heute auch niemand über die Hütchenspieler aufregen. Zugezogene Neuberliner, insbesondere solche, die für Geld Alles machen (und das sind nicht wenige!) sollten allerdings gewarnt sein: Du kannst nicht gewinnen gegen sie!

Foto&Text TaxiBerlin

"DANN GEH DOCH INS INTERNET!"


Am Postkartenstand in Mitte / heute Neue Mitte

Bisher kannte ich nur "Dann geh doch rüber!" Aber man lernt nie aus, insbesondere nicht im Taxi. Dort kann man schnell den Eindruck gewinnen, daß alle Welt nur noch mit Ausgehen und Amüsieren beschäftigt ist. Dabei stimmt das gar nicht! Offensichtlich gibt es auch genug Leute, die genau damit ein Problem haben. Und die findest du im Internet ...

Foto&Text TaxiBerlin

02.04.2013

BLITZERWUT IM PRENZLAUER BERG


Bornholmer Ecke Schönhauser / früher Prenzlauer Berg / jetzt Pankow

Im Prenzlauer Berg gibt es seit einiger Zeit diese neue "PoliScan speed" Blitzeranlage, auch "Autofahrer Gedächtnissäule" genannt. Richtigerweise muss man sagen: Es GAB sie! Immerhin kann das Fundament (Foto) der Anlage noch besichtigt werden. Was ist passiert? Keine Ahnung! Ich vermute, daß dort jemand sein "Recht am eigenen Bild" (auch "Bildnisrecht") durchgesetzt hat.

Foto&Text TaxiBerlin

01.04.2013

DIE NEUE ARBEITSLOSENVERSICHERUNG


Jobcenter Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Vor Wahlen gibt es bekanntlich immer soziale Wohltaten. Diesmal ist es eine neuartige Arbeitslosenversicherung, der sogenannte "Sorgloskredit", der anstelle von Hartz Vier in Anspruch genommen werden kann. Das Ganze gilt allerdings nur bei "unverschuldeter Arbeitslosigkeit" (was immer das heißen mag?!) und nur solange der Vorrat reicht, mindestens aber bis zur Bundestagswahl im September. Was danach wird, hängt vom Wahlausgang ab - also auch von dir. Auch darüber berät dich der Mitarbeiter des Jobcenters gerne.

Foto&Text TaxiBerlin