19.03.2013

"MEIN FREUND, DER SALAFIST"


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"Mein Freund, der Salafist" ist der Titel eines Artikels im Spiegel von vergangener Woche. In ihm wird unter anderem auch versucht eine Antwort auf die Frage zu finden, warum jemand hierzulande Muslim wird. Der Autor Takis Würger berichtet über einen Deutschen, der Muslim geworden und nach Ägypten ausgewandert ist. Der spektakulärste Teil der Geschichte ist zweifellos der, wo Würger im ägyptischen Alexandria entgegen der Anweisung seines "Freundes, des Salafisten" die gemeinsame Wohnung verlässt und zum prophezeiten Streichholz zu werden droht, "das ins Benzinfass fällt." Was der Autor offensichtlich nicht weiß, ist, daß "spektakulär" nicht automatisch "gut" ist. In diesem Punkt ist er ein Kind unserer Zeit. Um es ganz klar zu sagen: Würger ist ein dummer Deutscher, der sich in Alexandria völlig unnötig in Gefahr begibt. Nur, wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Doch nicht so beim Spiegel. Der lässt seinen Reporter kurzerhand ausfliegen. Und dabei stellt der Autor, wie eingangs angedeutet, durchaus auch die richtigen Fragen. Aber vielleicht ist die Antwort darauf, warum jemand in Deutschland Muslim wird, einfach nicht spektakulär genug. Immerhin wird diese mittlerweile auch von einem amerikanischen Fast-Food-Restaurant (Foto) beantwortet. Trotzdem möchte ich meinen Lesern die Antwort des Spiegel-Redakteurs nicht vorenthalten: "... weil es in der deutschen Gesellschaft keine Männlichkeit gibt ..."

Foto&Text TaxiBerlin

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