02.01.2013

KOMMST DU NACH BERLIN, BENIMM DICH WIE EIN BERLINER!


Agentur für Berliner Immobilien / Rom / Mai 2012

Ich weiß, ich weiß, der Spruch heißt eigentlich: "Kommst du nach Rom, benimm dich wie ein Römer!" Spätestens seitdem immer mehr Römer ihr Heil in Berliner Immobilien suchen, ist der Spruch nicht nur obsolet, sondern darf 1:1 auf Berlin übertragen werden. Aber was müssen wir hier in Berlin erleben: Immer mehr Kleingeister kommen aus der Provinz in die deutsche Hauptstadt, um hier wie in ihrem Kuhkaff leben zu wollen. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, wollen die Kleinsten unter den Kleingeistern in der Metropole immer genau dort wohnen, wo was los ist, wogegen nichts zu sagen wäre, wenn sie nicht genau dort, also da wo etwas los ist, plötzlich ihre Ruhe haben wollten, was dazu führt, daß ein Club nach dem anderen schließen muss. Mit Verlaub - Das nenne ich schizophren!

Dumme zugezogene Alt- und Neu-Berliner sind ein Thema meines Blogs. Wer ihn regelmäßig liest, der weiß, daß bei mir jeder sein Fett weg bekommt. Ob Schwaben, Österreicher oder Russen, ob Türken oder Araber, aber auch Amis und Ossis - mir ist egal, wo jemand herkommt! Ja sogar über den Ur-Berliner, eine Minderheit, selbst in Berlin, die es eigentlich zu schützen gilt, wage ich herzuziehen. (Wer regt sich eigentlich darüber auf?) Wenn die ein oder andere Gruppe in meinem Blog gelegentlich mehr Berücksichtigung findet, so muss das nicht automatisch am Autor liegen. Mich deswegen auch nur in die Nähe des Antisemitismus zu rücken, ist geradezu lächerlich. Insbesondere dann, wenn man berücksichtigt, daß ich über Juden in Berlin, soweit ich mich erinnere, noch nie etwas geschrieben habe. Trotzdem nehme ich diesen Vorwurf sehr Ernst und behalte mir rechtliche Schritte gegen ihn vor.

Einem Beitrag, den ich vor mehr als zwei Jahren veröffentlicht habe, wurden durch ein aktuelles Interview der Berliner Morgenpost mit Wolfgang Thierse ein paar neue Leser beschert. Leider sind es nur die vom STERN, und auch davon nur die Gemeinen Online Grabbler. In diesem Zusammenhang bedanke ich mich ausdrücklich für die positiven und zustimmenden Statements auf Hochdeutsch! Leider sind auch einige Kommentare dabei, deren Verfasser des Hochdeutschen offensichtlich nicht mächtig sind. Das finde ich sehr Schade, aber dafür gibt es die Volkshochschule.

Das Sahnehäubchen ist zweifellos Dr. Hans-Joachim B. aus T., der über mich sogar seine Habilitation mit dem Titel "Zusammenhänge zwischen Antisemitismus und Bildung" schreiben will. (Ich hoffe auf Hochdeutsch!) Die steile These ihrer Habilitation ist, wie sie schreiben: "Mangelnde Bildung kann zu antisemitischen Ansichten führen." Es ist immer schön, wenn man seine eigenen Vorurteile (Taxifahrer = doof) schon vorher kennt, die man dann nur noch beweisen muss. So bleiben ihnen auch nur noch zwei klitzekleine Probleme: 1. Der Nachweis, daß ich ein Antisemit bin. 2. Der Beweis, daß ich über mangelnde Bildung verfüge.

Lieber Herr Dr. Hans-Joachim B. aus T.: Bitte teilen sie mir mit, wer ihre Habilitation betreut, damit ich ihm persönlich meine Abschlusszeugnisse schicken kann. Ach, was soll der Aufwand. Das finde ich schon selbst heraus, schließlich bin ich Taxifahrer.

Foto&Text TaxiBerlin

Kommentare:

  1. Anonym1/03/2013

    Die Scheiß-Schwaben in Berlin haben auch mal eine Abreibung verdient. Es ist natürlich nicht "PC", gegen Juden zu wettern, aber die Schwabn sollen SICH VERPISSEN aus usnerer Statd!

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  2. Bei mir bekommt jeder sein Fett weg, wenn er es "verdient" hat, auch wenn das nicht PC ist. Über Juden in Berlin habe ich allerdings, wie ich bereits schrieb, und soweit ich mich erinnere, noch nie etwas geschrieben. Es bleibt wie gehabt: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

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  3. Anonym1/05/2013

    Türken, Juden, Zigeuner, Schwaben, Russen, Hartz4-Empfänger, ... .
    Was wären einige Minderbemittelte ohne die Möglichkeit, sich immer wieder neue Feindbilder aufzubauen, um den eigenen, meist sinnlos vergeudeten Tag leichter zu ertragen ?
    Es war schon immer so: Wie man selbst nicht sein kann, bzw. was einen an den "Anderen" stört, wird negiert und dabei billigend oder bewusst in Kauf genommen, daß Unmengen von Trittbrettfahreren mit aufspringen - mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen. Gottseidank ist das kein deutsches, berliner, oder schwäbisches Problem, sondern die ganze Menschheit ist ja leider so.

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  4. Ich sprach von JEDEM, der bei mir sein Fett weg bekommt. Nach ihrer Theorie, soweit ich sie verstehe, dürfte es überhaupt keine Kritik an IRGENDJEMAND geben. Keine Ahnung, wen oder was sie genau mit MINDERBEMITTELTE meinen. Klingt aber IRGENDWIE sehr diskriminierend, oder?

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  5. Anonym1/05/2013

    Jetzt kommen wir der Sache doch näher...sobald die eigene Person oder die eigenen Anschauungen kritisiert werden, können viele Zeitgenossen nicht anders, als pauschal, unsachlich, humorlos oder eben spießig zu antworten. Eine Portion Ironie bzw. etwas mehr Fähigkeit, sich selbst auf die Schippe zu nehmen, täte vielen sehr gut-vielleicht einfach mal 3 Tage nach London fahren und erfahren, wie der Engländer das gern macht-Stichwort Toleranz und Selbstverarsche.
    Kein Kölner regt sich auf, wenn mal wieder über diese ach so dreckige, laute und enge Stadt gelästert wird. Man lehnt sich gelassen zurück, wenn ein Schwabe ausführlich die faulen und langsamen Rheinländer definiert, mit denen er in Köln freiwillig zusammen arbeitet; dabei hat dieser Schwabe vergessen, daß es noch etwas anderes als arbeiten gibt. Diese Beispiele können noch weitergeführt werden oder eben nicht.
    Kritik an schäbischen Kehrwochen und Kinderwagen in Berlin heißt nur Kritik an diesen bestimmten Dingen und nicht an Schwaben grundsätzlich-jeder fleißige Schwabe hat natürlich das Recht, in seiner Heimat sein Häusle auszubauen und die benötigten Materialien dafür möglichst günstig einzukaufen. Im Übrigen ist es immer abzulehnen, ob Schwabe oder Preusse, wenn dies auf Kosten anderer geschieht.
    Ein deutscher Politiker hat in der Vergangenheit bereits auf die Unterscheidung von Primär- und Sekundärtugenden hingewiesen. Fleiß gehört zu den letztgenannten.
    In diesem Sinne-fette Beute
    P aus K, ehemals dumme Taxe in B

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  6. Anonym1/06/2013

    Das war nur eine Anspielung auf den Dr aus T., der kritische Äußerungen als unzulässig bezeichnet, für sich jedoch dieses Recht beansprucht-wie so häufig. Die Deutschen haben eh ein Problem, sich auf andere Länder einzulassen, warum soll das für Bundesländer nicht gelten-man reise nach Spanien und schaue sich an, was Millionen von Touristen dort am Strand und in Strandnähe veranstalten-ein Trauerspiel-3 km weiter kann man ein spannendes Land erleben; mittlerweile erzähle ich sowas gar nicht mehr, damit die besten Plätze nicht von den Deppen auch noch zerstört werden. Jetzt können sich die nächsten über doofe und dumme Taxifahrer aufregen, ohne überhaupt zu wissen, wovon sie reden. P

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  7. Ich verstehe. Ich dachte, daß du irgendwann selbst in Berlin Taxi gefahren bist.
    Mit dem, was du über Deutsche in Spanien schreibst, sprichst du mir aus dem Herzen:
    "Gott schütze uns vor Schnee und Wind, und Deutschen, die im Ausland sind."
    PS: Dr. aus T. ist übrigens, wie nicht anders zu erwarten, eine Erfindung vom Anonym.

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    1. Anonym1/06/2013

      Doch-ich bin in Berlin Taxe gefahren-Anfang 90er-Tegel hat damals noch nix gekostet-geprügelt haben sich auch schon einige um diese tollen Touren zum Kudamm-Art Hotel usw.-bin dann später immer leer weitergefahren; gab manchmal schöne Touren nach Brandenburg, weil noch keine S-Bahn fuhr; ein Kollege hatte schon Handy-der hatte viele prominente Stammkunden und seine Kasse war stets gut gefüllt-das hätte ich damals auch machen sollen-habe viel Lob für meine sanfte und zügige Fahrweise erhalten-aber was bringt es, den Leuten eine Festnetznummer zu geben, wenn sie in 2 Stunden ein Taxi brauchen??
      Heute ist es natürlich so, daß auch mal gerne ein geführter Wanderurlaub in der Toskana gebucht wird-Full Service natürlich-denn in 10 Tagen hat man keine Zeit, sich vor Ort um Unterkunft und Verpflegung zu kümmern.

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