31.12.2013

WAS UNS 2014 ERWARTET


Ehrlicher Flaschensammler im Dienst

Auf den ersten Blick mag es nur ein Ehrlicher Flaschensammler sein, der da den Schlaf der Gerechten schläft. In Wahrheit ist das aber der ideale Arbeitnehmer von Morgen, denn er ist mobil, immer im Dienst - selbst im Krankheitsfall, und braucht keinen eigenen Wohnraum. Das mag dem Ein oder Anderen jetzt Angst machen (zu Recht!), und mancher fragt sich bereits, was er denn tun könne. Ich tue mich schwer, auch im Taxi, irgendetwas zu empfehlen. Eine Möglichkeit wäre, sich schonmal nach leeren Flaschen umzuschauen und sich mit dem zugegeben nicht ganz einfachen Pfandsystem vertraut zu machen. Eine andere, weit verbreitete, "Alternative" ist, als "Gemeiner Grabbler" dem "Großen Grabbler" nachzuäffeneifern, und dem Ehrlichen sprichwörtlich in die Tasche (respektive Rolli) zu greifen. In diesem Fall empfehle ich die Ringbahn. Viel Glück!

Foto&Text TaxiBerlin

DAS ENDE IST NAHE


Fankneipe / Saalestraße / Neukölln

"Wenn das alte am Tiefsten ist, ist das neue Jahr am Nächsten", schreib ich mal frei nach Rio Reiser. Aber jetzt mal im Ernst: Das alte Jahr war so ein richtiges Scheiß-Jahr. Zum Glück gibt es zum Jahres-Ende immer die große Umtauschaktion Alt gegen Neu. Das Rückgabe-Recht für neue Jahre gilt leider nur vierzehn Tage. Und am vierzehnten Januar sah das alte Jahr noch gar nicht so schlecht aus. Aber was danach kam - frag nicht nach Sonnenschein! Das erinnert mich so ein bisschen an die Garantie-Zeit, beispielsweise auch bei Taxen. Kaputt geht's heutzutage immer genau dann, wenn die Garantie gerade abgelaufen ist. Da kann man nichts machen, selbst wenn man beispielsweise das Jahr früher evaluieren (man kann auch bewerten sagen) würde, um es noch schnell umzutauschen. Denn auch hier gilt: Am Anfang ist alles in Ordnung - "aber dann, aber dann …"

Foto&Text TaxiBerlin

30.12.2013

MEIN NEUES TAXISCHILD


Erstes Berliner Therapie-Taxi

Endlich und noch vor Jahresfrist konnte ich meinen Chef davon überzeugen, daß mein Doktortitel zwar gekauft aber trotzdem etwas Wert ist. Das mag dir jetzt selbstverständlich erscheinen, war aber nicht immer so. Es gab Zeiten, da musstest du noch richtig was wissen, damit was aus dir wurde. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei und jeder kann sich kaufen, was er will. Das ist auch viel gerechter, um nicht zu sagen demokratischer. Und wer kein Geld hat, der ist sowieso selbst dran schuld. Aber genug der Vorrede. Ich fahre schon seit einiger Zeit ein sogenanntes "VIP-Taxi". Keine Ahnung, wer auf diesen Schwachsinn gekommen ist, der Tarif ist jedenfalls derselbe. Das ist sozusagen die Verarsche für den kleinen Mann Taxifahrer. Aber das lasse ich mir nicht länger gefallen! VIP? Bitte sehr, gerne, aber dann auch mehr Money! Das mag logisch klingen für dich, aber eben nicht für jeden. Denn wer VIP sagt, der muss auch Therapeut sagen! Das weiß doch heutzutage jeder! Und das hat letztendlich auch meinen Chef überzeugt, der sonst immer von "betreutem Fahren" spricht, wenn er über seine Fahrer redet. Da hilft nur eins (das muss aber unter uns bleiben!): Den Spieß einfach mal umzudrehen!

Foto&Text TaxiBerlin

BEHEIZBARE BULGARISCHE AUSSENDUSCHE


Bulgarischer Kollege beim Duschen

Ein Neujahrsgruß der besonderen Art erreichte mich vorgestern von einem Kollegen aus dem fernen Bulgarien, das uns übermorgen mal wieder ein Stück näher rücken wird. Im Sommer habe ich die Dienste des Kollegen noch in seiner Heimat in Anspruch nehmen dürfen. (Fünfunddreißig Cent der Kilometer!) Möglicherweise wird er diese nun bald im kalten Berlin anbieten, was ich sehr gut verstehen kann. Irgendwann hat halt jeder mal die Schnauze voll vom ewigen draußen duschen - insbesondere auch im Winter.

Text TaxiBerlin

29.12.2013

SCHOENHOUSE HOUSE


Prenzlauer Allee / früher Prenzlauer Allee / heute Pankow

Täglich werden in Berlin neue Hotels eröffnet. Selbst als Taxifahrer, wo Hotels zum täglich Brot gehören, kann man nicht alle kennen. Dieses in der Prenzlauer Allee gibt es schon über ein halbes Jahr. Prinzipiell ist nichts gegen Hotels zu sagen, auch nicht gegen neue, irgendwo müssen sie wohnen - unsere Besucher. Aber müssen es immer gleich englische Namen sein? Hätte es "Schönhauser Studios" nicht auch gemacht? Und was ist mit morgen? Heißt es dann vielleicht schon "Kaethe Kolljoke Square"?

Foto&Text TaxiBerlin

28.12.2013

CALIFORNIA DRIVING AND DRINKING


Handbücher

Daß der Führerscheintest in Kalifornien ein Witz ist, war keine Überraschung. (Die Taxiprüfung ist übrigens auch nicht schwer!) Was mich nur irritiert hat, war das spezielle Handbuch für Senioren (rechts im Bild), das man mir gab, wo ich neulich am Kiosk noch meinen Ausweis zeigen musste, nur weil ich ein Bier kaufen wollte.

Foto&Text TaxiBerlin

"ENDLICH MAL EIN DEUTSCHER"


Graffito / Dammweg Ecke Sonnenallee / Neukölln

Obwohl bereits meine Mutter an obiger Neuköllner Ecke geboren wurde, bin ich selbst zwar ein richtiger Berliner aber kein reiner Deutscher. Das kommt in den besten Familien vor, fällt aber manchen Fahrgästen schwer zu verstehen. Ich meine, die "endlich mal ein deutscher Fahrer" Fraktion nervt natürlich schon sehr. Andererseits, diese "den deutschen Pass will ich aber Deutscher sein nicht" Typen sind auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Vor allem nicht, wenn sie nicht mal richtig deutsch sprechen: "Ich weiß wo dein Haus wohnt" oder eben "Fuck Germany". Beides ist wohl als Drohung zu verstehen. Hm, was kann man da machen? Vielleicht sollte man es mal mit "I'm proud to be German" versuchen. Sprich es einfach ganz langsam vor dich hin "I am proud to be G_e_r_m_a_n" - siehst du, geht doch! Das ganze gleich noch einmal! Du kannst mir glauben, ich weiß genau, wie schwer das für dich ist. Das hat ja auch noch nie jemand zu dir gesagt. Und zum Schluss auf deutsch: "Ich bin stolz Deutscher zu sein!" - Ganz toll hast du das gemacht!

Foto&Text TaxiBerlin

27.12.2013

ICH KÖNNTE BESSER SEIN


Für den Rest

Es stimmt wirklich, was Freunde und Kollegen sagen: Ich könnte besser schreiben, wenn ich mich mehr darauf konzentrieren würde. Aber erst einmal zum Verständnis, warum ich so schreibe wie ich schreibe. Ich bin ein totaler Opportunist, der nur das will, was alle wollen, und zwar einen Bestseller schreiben. Die drei meistverkauften Bücher sind aber nun einmal die "Bibel" (2 bis 3 Milliarden), die "Zitate von Mao Zedong" (1 bis 1,5 Milliarden) und das "Manifest der Kommunistischen Partei" (500 Millionen); und was liegt da näher als so zu schreiben, was sich wie eine Mischung aus diesen dreien ließt?! Das dürfte auch dir einleuchten! Was, du glaubst mir nicht, daß das die meistverkauften Bücher sind? Vielleicht solltest du wirklich mal 'ne Marktanalyse machen! Ich kann mich leider nicht um alles kümmern. Ich habe ehrlich gesagt genug mit der deutschen Sprache zu tun. Zugegeben, ich beschäftige mich nur drei maximal fünf Minuten mit meinen Beiträgen. Da dauert das Fotografieren oftmals länger. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist, daß mich das, was ich da ständig von Freunden und Kollegen lesen muss, auch nicht gerade weiter bringt. Es ist wirklich so: Man schreibt das, was man ließt. Also hast auch du es in der Hand, daß ich besser werde, vorausgesetzt ich lese das, was du schreibst. Ist ja klar.

Foto&Text TaxiBerlin

26.12.2013

WEIHNACHTLICHER OSTERSPAZIERGANG


Ein Eingeborener

Das mit den Teuren Teppichen ließ mir keine Ruhe. Deswegen bin ich nochmal raus. Auch weil mir der Rotkohl ausgegangen ist. Ich bin da irgendwie Perfektionist. Nur Grünkohl ohne Rotkohl - das geht nicht! Doch zurück zu den Teuren Teppichen. Ich hatte vorhin schon davon berichtet. Die sind schon wieder reingeräumt, was wahrscheinlich an den ersten Silvesterurlaubern liegt, die anfangen überall rumzulaufen. Irgendwie wie Ostern, nur zu Weihnachten. Ich bin wie gesagt auch raus, weil ich noch Rotkohl brauchte. Ich dachte, den hole ich mir am besten beim türkischen Mitbürger. Dort auf der Ecke traf ich auch den anderen im Kiez verbliebenen Ureinwohner (Foto). Der war auf der Suche nach billigem Bier und so sind wir zusammen in den Späti. Ich hatte vorsorglich den Grünkohl von meiner vietnamesischen Fachverkäuferin mitgenommen, damit der türkische Mitbürger eine Vorstellung davon bekommt, weswegen ich heute Nachmittag schonmal da war. Gut, der kalte Grünkohl riss ihn nicht vom Hocker. Das war nicht anders zu erwarten. Ich meinte noch, daß man auch warmen Pinkel dazu essen kann. Das fand der türkische Mitbürger nicht witzig. Zum Glück war der andere Ureinwohner an meiner Seite, sonst hätte das gut und gerne ins Auge gehen können. Nachdem wir den Rotkohl und das billiges Bier bei ihm gekauft hatten, war die Welt aber wieder in Ordnung …

Foto&Text TaxiBerlin

WENN DIE BESUCHER WEG SIND UND WAS IST EIGENTLICH GRÜNKOHL?


Teure Teppiche

Ich hatte schon darüber berichtet, daß derzeit Berlin mal ausschließlich den Berlinern gehört. Den ein oder anderen von den "nach Hause" gefahrenen Berlin Besuchern wird möglicherweise interessieren, wie es in "seiner" Stadt aussieht, während er "zu Hause" von den lieben Eltern durchgefüttert wird. Normalerweise verlasse ich an solchen Tagen nie meine vier Wände, weil ich sozusagen die einzige Heizung bin und einer auf den verlassenen Block aufpassen muss. Heute musste ich nun doch raus, weil ich den Grünkohl vergessen hatte. Und was soll ich euch sagen, es ist wirklich so, wie man so gemeinhin sagt, daß die besten Sachen herausgeholt werden, wenn der Besuch weg ist. Zumindest in meinem Kiez sind die Gehwege komplett mit Teuren Teppichen ausgelegt (Foto). Meine Freude darüber wurde allerdings gleich gedämpft, nachdem ich feststellen musste, daß kein Späti Grünkohl im Angebot hat. Rotkohl ja, aber eben kein Grünkohl. Dem türkische Mitbürger im fünften Späti sollte ich erstmal erklären, was Grünkohl überhaupt ist. Hm, wie sagst du es deinem Kinde? Ich versuchte es so: Im Prinzip wie Rotkohl, nur eben grün. Zum Glück schlug er mir nicht vor, den auch bei ihm vorhandenen Rotkohl zu färben. (Ist ja schließlich nicht Ostern!) Im siebenten Späti, bei meiner vietnamesischen Fachverkäuferin, wurde ich dann endlich fündig. Überglücklich, weil mit dem letzten Glas Grünkohl der Stadt in der Hand, über Teure Teppiche laufend, fand ich meinen Weg zurück in meine kalte Bude in dem ansonsten verlassenen Block.

Foto&Text TaxiBerlin

WEIHNACHTEN KOMMT VON WEIHNACHTSMANN


Berliner Graffito (Detail)

Was Weihnachten mit Jesus zu tun hat und warum plötzlich alle in die Kirche rennen, erschließt sich nicht wirklich jedem und schon gar nicht auf den ersten Blick. Zumindest ging es meinen allerletzten Fahrgäste letzte Nacht so. Das wichtigste zu Weihnachten sind doch schließlich die Geschenke und das Essen. Was wollen die bloß alle mit ihrem Krippenspiel oder ihrer Krippenshow. Kann man die kaufen? Die Frage ging offensichtlich an mich. Schwer zu sagen, kommt wahrscheinlich auf den Preis an. Blöd wäre auch, daß man Heilig Abend nicht weggehen kann, weil da alle zu hause sind. Na und, man kann doch auch zu hause und sogar "zu hause" tanzen! Nein, das ginge nicht, dort sieht einen doch keiner. Doch zurück zu Weihnachten, was so heißt, weil es vom Weihnachtsmann kommt, genauso wie Ostern vom Osterhasen. Das leuchtete sogar mir ein.

Foto&Text TaxiBerlin

25.12.2013

DUNG +++ EIL---DUNG +++ EIL---DUNG +++


BILD-Reklame (Detail)

"Der begnadete Raffke begnadigte Freiheitskämpfer M. C. reist nach kurzem Kalten Kriegs Gastspiel am Checkpoint Charly in die Schweiz weiter und hat noch drei Mitfahrgelegenheiten frei. Interessenten, die noch 'nach Hause' wollen und eventuell in die Richtung müssen, melden sich bitte umgehend beim Wagenmeister im Hotel Adlon."

Foto&Text TaxiBerlin

BERLIN DEN BERLINERN


Berliner Sprichwort

"Berlin den Berlin" bringt die derzeitige Situation auf den Punkt. Parkplätze ohne Ende - sogar vor der eigenen Haustür. Ganze Straßenzüge sind verwaist, alle Wohnungen "verdunkelt". Wo sie alle hin sind? Natürlich "nach Hause" gefahren, wie alle Jahre wieder. Dieses Jahr beglücken uns wohl aber wirklich alle mit ihrer Abwesenheit, weil die Feiertage so fallen wie sie halt liegen. Soweit wäre das noch keine Meldung wert; zumindest nicht für denjenigen, der mit offenen Augen durch unsere Stadt geht. Die Wahrheit ist, wir vermissen sie schon - die "nach Hause" Fahrer! Jetzt nicht wegen den Umsatzeinbußen. Damit muss man leben können. Und wer das nicht kann, der ist sowieso verkehrt, insbesondere hinterm Taxilenkrad. Nein, ich meine, es ist irgendwie nicht witzig nur mit Berlinern. Erstmal Berlinern die alle. So ein süddeutscher Dialekt ist da viel unterhaltsamer, vor allem weil man ihn nicht versteht, nicht verstehen will. Dann die Zielangaben: "Ich wohne da schon seit zwei Jahren, aber ich weiß gar nicht wo das ist." Das ist doch ein Brüller! Und der fehlt eben jetzt. Schön ist auch der "Flughafen Schöneberg". Oder die "Kollbergstraße am Käthe Kollberg Platz". Warum ich die nicht kenne, und was ich überhaupt für ein Taxifahrer bin? Ein Berliner halt! Nee, warte mal, stimmt gar nicht, ich bin doch ein …

Foto&Text TaxiBerlin

24.12.2013

GUT & BÖSE UND DIE LETZTEN DINGE & TAGE


Hieronymus Bosch "Die vier letzten Dinge und die sieben Todsünden"

Endlich geht das Jahr zu Ende. Dieses 2013 war ein verfluchtes Todesjahr. Wer hat uns nicht alles für immer verlassen. Fangen wir am Besten von hinten an, denn die Letzten werden bekanntlich die Ersten sein: Nelson Mandela, der Vater meiner Frau, Spider - der älteste Taxifahrer von New York, Lou Reed, Marcel Reich Ranicki, Norbert Randow, Meister Bojans Oma, J.J. Cale, meine Vermieterin, Meister Mustafa, Borislavas Oma, Todor Kolev … und möglicherweise auch meine Eselin Raina Velitschka (?).

Ein "guter" Zeitpunkt sich mal wieder mit dem Tod und den letzten Dingen zu beschäftigen. Andere haben das schon vor uns getan, so zum Beispiel Hieronymus Bosch. Nach ihm gibt es vier letzte Dinge: Tod, Jüngstes Gericht, Hölle und Paradies. Darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein, denn der Tod ist etwas, was wir nicht verstehen. Wir Menschen verstehen bestenfalls das Leben davor, was schwer genug ist, wie wir jeden Tag aufs Neue erfahren.

Weil die Frage Links oder Rechts keinen Sinn mehr macht, weil die Grenze nicht zwischen Links und Rechts sondern zwischen Oben und Untern verläuft, glauben heutzutage viele Menschen, daß es kein Gut und Böse mehr gibt. Bosch wusste es besser, und das bereits vor fünfhundert Jahren. Größer als die vier letzten Dinge, die du in den Ecken (oben) findest, hat Bosch die sieben Charaktereigenschaften (Avarita, Acedia, Gula, Invidia, Ira, Luxuria, Superbia - in alphabetischer Reihenfolge) dargestellt. Ich habe mich ganz bewusst für die lateinischen Begriffe entschieden, da sie mehr bedeuten als die deutschen Wörter: Geiz, Völlerei, Faulheit ...

Was hat das nun mit mir zu tun, fragt sich jetzt der ein oder andere: Ich bin kein Christenmensch! Ein Mensch wirst du wohl sein, oder? Nicht nur das Christentum beschäftigt sich mit den Charaktereigenschaften, die den Menschen schlechte Dinge tun lassen. Nein, beispielsweise auch der Buddhismus. Dort ist das menschliche Leben vor allem Leid, geprägt von Geburt, Alter, Krankheit und Tod (siehe oben), welches durch die drei Geistesgifte Gier, Hass und Verblendung (siehe ebenfalls oben) verursacht wird, die es zu überwinden gilt.

Bild Wikimedia
Text TaxiBerlin

23.12.2013

KALTER KRIEG AM CHECKPOINT CHARLY


Reklame (Detail)

Die Taxi-Geschäfte laufen im Moment eher wie oben auf der Werbung, was auch an den für die Jahreszeit viel zu warmen Temperaturen liegt. So gesehen war es ganz gut, daß mal jemand kommt und für etwas Kaltes in unserer Stadt sorgt. Aber muss es gleich Kalter Krieg und ausgerechnet am Checkpoint Charly sein? Also ich weiß nicht! Das ganze wegen einem ehemaligen russischen Oligarchen, der jetzt zum Freiheitskämpfer stilisiert wird. Ich meine, Nelson Mandela hat weniger Aufmerksamkeit erfahren. Nun gut, der ist ja auch schon tot. Aber Edward Snowden lebt! Und zwar auch in Russland! Und der müsste nicht mal begnadigt werden! Aber trotzdem bekommt er kein Visum für Deutschland! Vielleicht sollte sich mal jemand darum kümmern, bevor man aus ihm einen gewöhnlichen Geheimnisverräter macht, aber vor allem bevor der begnadete "Freiheitskämpfer" aus Russland und "Mutter Theresa" aus der Ukraine Hochzeit feiern - wahrscheinlich auch in Berlin.

Mein Vorschlag: Chodorkowski und Hoeneß kaufen zusammen einen Fußballverein, umso weiter weg desto besser, und die ukrainische "Mutter Theresa" kümmert sich um die Spielerfrisuren.

Foto&Text TaxiBerlin

"WAS DU FÜR UMSONST BEKOMMST"


Ehrbarer Bettler auf Knien

Es gibt den Ehrbaren Bettler und den Bedürftigen Flaschensammler. Beide haben sie nichts (aber auch gar nichts!) mit dem Gemeinen Grabbler zu tun. Der Gemeine Grabbler (ein eher unscheinbarer Typ und klassischer Opportunist, früher hätte man wohl Mitläufer gesagt, aber auf jeden Fall ein idealer Untertan) versucht immer nur den Großen Grabbler (einer wurde gerade vom Lupenreinen Demokraten begnadigt; ein anderer, Kleinerer unter den Großen, ist immerhin Präsident eines bayrischen Fußball-Clubs - zum Kaufen hat es offensichtlich nicht gereicht) nachzuäffeneifern, muss aber mangels Möglichkeiten letztendlich immer dem Bedürftigen Flaschensammler die letzte leere Flasche wegschnappen oder dem Ehrbaren Bettler gar in den Becher greifen - bildlich gesprochen. Für sie alle gilt das Japanische Sprichwort: "Nichts ist teuerer als das, was du für umsonst bekommst." Der Unterschied dürfte nur im Preis liegen, der für das "umsonst" am Ende bezahlt oder gezahlt lassen wird - so oder so.

Foto&Text TaxiBerlin

22.12.2013

DAS QUIZ VON TAXI BERLIN BEI AUTOFIKTION


… wirklich alle?

"Durch die Kirchentür wird hinein- und durch die Bordelltür herausgegangen." ist aus Thomas Bernhards "Ehehölle". Auch ein schöner Titel, oder? Leider kam niemand auf die richtige Lösung vom letzten Quiz, so daß auch keinem eine Kurzstrecke winkt.

Das könnte sich jetzt bereits wieder ändern, denn das neue Quiz verspricht eine neue Chance auf die heiß begehrte Berliner Kurzstrecke. Du musst nur als Erster wissen, von wem folgendes Zitat ist, dann winkt sie dir. Versprochen!

"Man kann wohl die anderen täuschen, sich selbst aber täuscht man auf die Länge nie."

Foto&Quiz TaxiBerlin

21.12.2013

WEIHNACHTSANGEBOT: MUTTIS KINDER


Auto-Außen-Werbung

Jetzt zur Weihnachtszeit wird so gut wie alles gekauft. Ob es daran liegt, daß so gut wie alles angeboten wird, darüber gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Unklar ist auch, ob überall auch wirklich das drin ist, was draufsteht. Mal angenommen, bei Muttis Kinder werden wirklich Muttis Kinder angeboten. Was wird dann aus Mutti, wenn die Kinder verkauft sind? Ist sie dann immer noch Mutti, eher doch Ex-Mutti, oder möglicherweise gar keine Mutti mehr?

Foto&Text TaxiBerlin

20.12.2013

"L.A. STORY" IN BERLIN


Frankfurter Allee / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Ich musste sofort an diesen blöden Film "L.A. Story" denken, als ich diese Anzeige (Foto) die Tage sah. Wer den Film nicht kennt, der hat nichts verpasst. Es geht in erster Linie um eine Liebesgeschichte, die durch eine solche Anzeigetafel "inszeniert" wird. Die "wichtigere" Message des Films ist aber, daß man in L.A., also Los Angeles, selbst zum Nachbarn mit dem Auto fährt, auch wenn dessen Haus keine fünfzig Meter entfernt ist. Doch zurück zur Anzeigetafel auf der Frankfurter Allee. Was will sie uns sagen mit dieser Frage? Schwer zu sagen. Offensichtlich ist nur, daß sie derzeit nichts "zu melden" hat.

Foto&Text TaxiBerlin

19.12.2013

BESSER ALS PORNO


Mein Kiez / Mein Berlin / Mein Zu Hause

Es ist schon übel, daß man uns ausgerechnet zu Weihnachten das Porno schauen verbieten will. Manch einer soll aus Sorge sogar schon regelmäßig die Postfrau abpassen, was an sich die richtige Richtung ist. Er muss jetzt nur noch ein Stück weiter gehen. Ein Spaziergang durch den eigenen Kiez ist oft besser als jeder Porno im Internet.

Foto&Text TaxiBerlin

18.12.2013

STILLE EXPLOSION IM FOTO PARADIES


die Tage sind gezählt ...

Es soll Leute geben, die gehen, wenn sie etwas aus der Drogerie brauchen, ganz bewusst zu "dm", weil der Gründer, dessen Namen mir gerade nicht einfällt, für das bedingungslose Grundeinkommen ist. Ich gehe zu "dm", weil die die besseren Fotoautomaten haben. Heute habe ich mir mal die dazugehörenden Fototaschen (Foto) etwas genauer angesehen. Seitdem bin ich mir sicher, daß die Tage vom guten Herrn Götz Werner (jetzt fällt mir der Namen plötzlich wieder ein) und seinem politisch korrekten Drogeriemarkt gezählt sind. (Schade eigentlich!) Wie ich darauf komme? Schau dir doch bloß mal die Aufschrift auf der Fototasche an! Ich meine: "Stille Explosion" - wenn davon der NSA erfährt!!!

Foto&Text TaxiBerlin

17.12.2013

WORST CASE SUPER GAU MONEY CAN BUY


Unter den Linden / früher Mitte / heute Neue Mitte

Mich kann so gut wie nichts erschüttern. Ich bin ein totaler Gemütsmensch, vor allem wenn es um Tiere geht. Auf meine Fahrgäste traf das offensichtlich nicht zu. Die waren schon genervt vom Eisernen Gustav Double mit seiner Pferdekutsche vor uns. Ausgerechnet in der Dauerbaustelle (überholen ausgeschlossen!) vorm Deutschen Historischen Museum ließ der Nachfahre vom Wallach Grasmus nun noch seine biologisch korrekten Äpfel fallen. Die mussten natürlich in den dafür vorgesehenen orangenen Eimer (Foto), was aber in Fahrt nur schwerlich zu machen ist. Den meisten von uns mag das einleuchten. Nicht so meinen Fahrgästen, dummen Deutschen mit Geld aber ohne Hirn, deren Milch aus dem Tetra-Pack und nicht aus dem Kuh-Euter kommt. Es gibt nicht nur Fahrten, die man nicht mal seinem ärgsten Feind wünscht. Nein, auch Fahrgäste!

Foto&Text TaxiBerlin

16.12.2013

BERLINER WEIHNACHTSMARKT AM ALEX


Am Alex / früher Mitte / heute Neue Mitte

Es soll Leute geben, die jetten permanent um die Welt und kennen den Weihnachtsmarkt vor ihrer Haustür nicht. Nicht, daß sie dort irgendetwas verpassen würde. Gott bewahre! Trotzdem soll nicht unerwähnt sein, daß immer mehr Touristen auch und gerade wegen unseren Weihnachtsmärkten nach Berlin kommen. Alleine das verpflichtet uns, sich zumindest rudimentär mit ihnen auszukennen. Das oben ist der Weihnachtsmarkt am Alex, genauer der hinter der Einkaufshölle mit dem Namen "Alexa". Wie gesagt, das ist nicht der Weihnachtsmarkt auf'm Alex! Dort gibt es soweit ich weiß gar keinen.

Foto&Text TaxiBerlin

14.12.2013

"DIE NARZISSTISCHE GESELLSCHAFT"



Der nette ältere Herr von nebenan

Schlechte Nachrichten für alle, die noch nach einem passenden Titel für ihr Buch suchen. "Die narzisstische Gesellschaft" gibt es bereits - nicht nur in der Realität! Geschrieben hat es der nette ältere Herr von nebenan (Video). Vieles, was er sagt, ist nicht neu. Darum geht es auch gar nicht. Es geht um den Rest, der von vielen weit weg geschoben wird. Geht es dir vielleicht auch so? Bevor du aber über etwas urteilst, was du nicht gelesen hast, hörst du dir am Besten erstmal an, was der nette ältere Herr von nebenan zu sagen hat.

Foto&Text TaxiBerlin

13.12.2013

NEUES VON KOLLEGE DUMPFBACKE


"Manche Dinge sind etwas schwer …" (Werbung/Detail)

Kollege Dumpfbacke, der in der Vergangenheit vor allem durch seinen chronischen Geiz und seine pathologische Bettelsucht aufgefallen war, geht nun ganz neue Wege. Genau genommen muss man wohl sagen fährt, oder noch genauer lässt fahren. Damit sind nicht etwaige körperliche Ausdünstungen gemeint, die in der Regel weniger bedenklich sind als geistige. Nein, die Rede ist davon, daß Kollege Dumpfbacke nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen und Monaten nicht nur mehrfach mit einem Taxi gefahren ist, sondern den Taxifahrer, auf dieses Detail legt der Kollege Dumpfbacke besonderen Wert, immer fürstlich entlohnt hat. Auch wenn er sich über die genaue Höhe der Entlohnung ausschweigt, so glaube ich ihm doch aufs Wort, finde das ein sehr gutes Zeichen und möchte die Gelegenheit nutzen ihm zuzurufen: Mach weiter so, du bist auf dem richtigen Weg! Vielleicht wird aus dir doch noch irgendeine Art von Berliner, möglicherweise sogar eine ganz neue Spezies. Saulus, sagt man, hat es seinerzeit vorgemacht, wenngleich die Redewendung "vom Saulus zum Paulus" eher ins Reich der Mythen gehört. Der, also der Paulus, soll aber, und das stimmt unter Umständen wirklich, zusammen mit Petrus den Märtyrertod erlitten haben. Ich hoffe, das bleibt uns bei Kollege Dumpfbacke erspart, und wenn doch, dann bitte nicht zu Hause, damit nicht wie Dienstagabend die Feuerwehr (Foto) erneut zu einem spektakulären Einsatz ausrücken muss.

Foto&Text TaxiBerlin

NEUSPRECH NACH NSA


Getarnt als Bio-Laden

Heutzutage kann man nicht vorsichtig genug sein, und das nicht nur im Internet. Nachdem bekannt wurde, daß selbst sexuelle Vorlieben friedlicher Bürger ins Visier von Anwälten und Geheimdienstlern geraten sind, geht man mancherorts schon ganz neue Wege. So zum Beispiel auch in Berlin, wo es bekanntlich weder Rotlichtbezirk noch Laufhäuser gibt, sondern jedes Haus seinen eigenes Bordell hat. Genau genommen muss man wohl hatte sagen, denn die Bordelle heißen schon lange Clubs, zumindest im politisch korrekten Taxisprech. Diese Bezeichnung dürfte sich nun aufgrund der aktuellen Entwicklung allgemein durchsetzen. Aber nicht nur das! Erste Clubs haben bereits heute ihre Schaufensterdekoration neu gestaltet. Wo bisher einfach nur eine rote Lampe im Dauerbetrieb stand, weist nun ein erigierter Weihnachtsbaum darauf hin, daß die Mö*se aufgegangen ist. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, daß ausnahmsweise mal keine der unzähligen Berliner Kreativbutzen hinter dieser Idee steckt!

Und wer wird gleich nochmal nicht müde zu behaupten, daß die Zeiten, in denen in Berlin alles möglich war, endgültig vorbei wären?

Foto&Text TaxiBerlin

12.12.2013

PORNOVERBOT FÜR ALLE


Dircksenstraße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Für die "Washington Post" ist der Aufruf gegen die Totalüberwachung ein "sehr provokatives Papier". Auch in der "New York Times" ist er bisher nicht erschienen. Dabei steht das provokativste pikanteste gar nicht in dem Aufruf. Und zwar, daß sich nicht nur eine deutsche Anwaltskanzlei sondern auch der amerikanische Geheimdienst für die Besucher von bestimmten Seiten im Internet interessiert. Der amerikanische Geheimdienst beschäftigt sich nach eigenen Angaben nur mit dem User-Verhalten von Leuten, die er als Extremisten einstuft. Ob die von der Anwaltskanzlei beobachteten Personengruppe eventuell mit der des Geheimdienstes identisch ist, darüber gibt es bisher keine Erkenntnisse. TaxiBerlin empfiehlt deswegen ein generelles Pornoverbot für alle.

Foto&Text TaxiBerlin

11.12.2013

STRASSENDOKTOR TRIFFT STRASSENMUSIKER


Balkangebirge / Stara Planina / Bulgarien

Der ein oder andere wird jetzt nicht wissen, wer der Strassendoktor ist. Das ist nicht weiter schlimm, weil es sich dabei nur um meine Wenigkeit handelt und ich mir den Doktortitel auch nur in Bulgarien für wenig Geld gekauft habe, was aber nicht automatisch bedeutet, daß er nichts Wert ist. Damit das mal klar ist! Der Ehrlichkeit halber muss auch gesagt werden, daß Peter Bonev, einer der besten Strassenmusiker Bulgariens, der auch der Jimi Hendrix des Bulgarischen Dudelsacks (Gaida) genant wird, länger auf den Strassen weltweit unterwegs ist, als ich auf den Berliner. Aus diesen Grund nenne ich ihn Meister oder auch "Sorbas", dem ich natürlich nicht den deprimierenden Winter in der deutschen Hauptstadt zumuten möchte. Genau deswegen kommt er nicht, wie in den vergangenen beiden Jahren, im Dezember nach Berlin, sondern im Mai und Juni. Sei dir sicher, ich weiß genau, wie du dich jetzt fühlst. Aber glaube mir, mir geht es mindestens genauso wie dir, wenn nicht sogar schlimmer! Und ich weiß wovon ich rede, immerhin bin ich Doktor ...

Kap Emine / Schwarzes Meer / Bulgarien

Foto&Text TaxiBerlin

10.12.2013

"DAS IST NICHT MEHR DER PRENZLAUER BERG"


schon etwas älter ...

Das Foto habe ich schon vor einiger Zeit gemacht. Irgendwie hat es nie gepasst. Mir wollte einfach kein Text dazu einfallen, obwohl das Foto eigentlich nicht schlecht ist. Eben habe ich zu meiner eigenen Überraschung einen passenden Text gefunden, und zwar beim Berliner Lesebühnen Urgestein Ahne, und der geht so:

Treffe auf der Husemannstraße eine Frau. Spreche sie nicht an. Sie mich auch nicht. Vielleicht war sie es auch gar nicht.

In meiner Euphorie möchte ich euch Ahnes "Tip für heute" keinesfalls unterschlagen:

Am Glück vorbei gehen.

Keine Ahnung, wie du das findest. Ich find's einfach nur genial!

Foto&Text TaxiBerlin

WEISSE WEIHNACHTEN


garantiert!

Ein Problem zu Weihnachten ist, daß plötzlich alle nicht mehr ins KaDeWe wollen sondern auf den Weihnachtsmarkt. Damit tut sich manch Berliner Taxifahrer schwer. Ich auch. Verständlich, denn dort treibt sich viel mehr "Volk" rum als im KaDeWe. Mein KaDeWe ist sowieso der Flohmarkt. Dort konnte ich denn auch am letzten verkaufsoffenen Sonntag ein anderes "End-Jahres-Problem" zumindest für mich klären, und zwar das der "Weissen Weihnacht" (Foto).

Foto&Text TaxiBerlin

09.12.2013

DER ENKELTRICK


Glück gehabt!

Neulich hat man versucht, auch meine Oma mit dem Enkeltrick reinzulegen. Obwohl sie bereits über Neunzig ist, war sie sich sicher, daß ich niemals vom Alex aus anrufen würde, um sie um Geld anzupumpen. Ganz schön clever - meine Oma aus Neukölln! Die Wahrheit ist, daß ich meine Oma so gut wie nie anrufe, denn ich rufe eigentlich nie irgendjemand oder irgendwo an. Meine Devise ist: Don't call them, they'll call you! Und obwohl das auch die Devise der Enkeltrickbetrüger sein könnte (nur umgedreht!), finde ich den Enkeltrick Scheiße. (Schlimmer ist nur noch Kinderschänder!) Witzig wiederum ist, daß der Super-Enkeltrickbetrüger (ein Roma - Zigeuner darf man nicht mehr sagen!) nicht verhaftet werden konnte, weil er laut polnischem Attest psychisch krank ist.

Foto&Text TaxiBerlin

DAS ENDE DER DEUTSCHEN SPRACHE


Wo Kalt. Da Warm.

Zugegeben, es mag etwas übertrieben sein, gleich vom Ende einer ganzen Sprache zu sprechen. Übertreibungen sind aber zulässig, wenn sie verdeutlichen, wie in diesem Fall. Vielleicht war dem Schöpfer von "Wo Heizung. Da Herz." auch einfach nur so kalt, daß er sich auf das Wesentliche zu beschränken versuchte. Das wäre natürlich was anderes. Damit könnte man umgehen. Damit haben wir schließlich Erfahrung: "Ich habe fertig!"

Foto&Text TaxiBerlin

08.12.2013

ARM ÄRMER BARRIEREARM


Siegfriedstraße / früher Neukölln / heute Neukölln

Wir in Berlin sind so arm, daß wir uns keine barrierefreien sondern nur noch barrierearme Wohnungen leisten können. Das ganze natürlich nicht im ehemaligen Todesstreifen an der schönen East Side im hippen Friedrichshain sondern nur in der drögen Neuköllner Siegfriedstraße. Manche halten das für ein Luxusproblem. Ich nicht.

Foto&Text TaxiBerlin

07.12.2013

DER HEILAND IST ZURÜCK


"Raucher sterben früher" (T-Shirt/Detail)

ER wollte nur eine Auskunft. Wer ist da besser geeignet, als der Berliner Taxifahrer. Gut, nicht jeder kommt in Frage! Natürlich hat ER sich nicht als der vorgestellt, der ER ist. Wer das erwartet, hat keine Ahnung und ist mit Sicherheit ein Ungläubiger. Aber hätte ER sich nicht die Verkleidung mit dem T-Shirt und der Kippe sparen können, fragt jetzt der ein oder andere. Ungläubige - auch sie! Natürlich nicht! Wie ich mir sicher sein kann? Glaubst du wirklich, ER würde wiederkehren mit der Aufschrift HEILAND auf'm T-Shirt?! Aber warum die Kippe? Ganz einfach! Sollte er lieber 'ne Bionadeflasche in der Hand halten?! Mann oh Mann - denk doch einfach mal selber nach!

Foto&Text TaxiBerlin

06.12.2013

"F***EN UND SCHLAFEN"


Dank Xaver

Genau dafür, aber auch nur dafür, würde das aktuelle Wetter taugen. Normalerweise ist das Wetter ein "No Go" in meiner Taxe. (Wetter ist einfach - da kann selbst Mann nichts machen!) Aber manchmal muss man auch mal eine Ausnahme machen können von der Regel. Insbesondere wenn es um solche genialen Ideen wie "F***en und Schlafen" geht, über die es sich wirklich nachzudenken lohnt. Nun gut, der ein oder andere wird jetzt nicht wissen, was mit "F***en" gemeint ist. Aber, um ehrlich zu sein, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen! Oder vielleicht doch? Aber wie erkläre ich es ihm? Vielleicht so: Im Normalfall ist "F***en" umsonst, was meistens auch das Beste ist. Aber eben nicht immer! Dann kann Mann "F***en" auch kaufen. Ist oftmals aber nicht ganz billig. Womit wir beim Problem wären: Geld! Denn mit Geld kann jeder! Die eigentliche Herausforderung unserer Tage ist: Gut Leben ohne oder mit wenig Geld - allerdings ohne beim Betteln seine Würde zu verlieren. Ich weiß, für viele ist das Alltag. Das macht es aber nicht besser! Oh, ich sehe, ich komme vom Thema ab. Alles kann zu etwas gut sein, sogar ein Orkan, selbst wenn er Xaver heißt. Für seinen Namen kann keiner was. Nachdem ich gerade draußen meinen einzigen Regenschirm (Foto) eingebüßt habe, habe ich beschlossen, heute nicht mehr raus zu gehen. Selbst das Taxifahren überlasse ich anderen. Und ich mache es gerne, denn ich will herausfinden, was dran ist an der Behauptung meines Fahrgasts, daß das aktuelle Wetter nur gut zum "F***en und Schlafen" ist. Ob es sich für den Leser lohnt dranzubleiben, kann ich nicht garantieren. Das weiß man immer erst nachher …

Foto&Text TaxiBerlin

WENN ESEL ZU SEHR LIEBEN ...


Goldesel Raina Velitschka / Irgendwo im Nirgendwo

"Glück im Spiel - Pech in der Liebe", davon kann nicht nur Goldesel Raina Velitschka im fernen Bulgarien ein Lied singen, sondern neuerdings auch der nette Esel Toni von nebenan. Zusammen mit seiner geliebten Ziege Freddy verbrachte er bisher die meiste Zeit im grünen Vorgarten von Sabine Platen (75) in Pankow. Daß sich daran in Zukunft was ändern soll, liegt allerdings nicht an der etwaigen Spielsucht des Tieres, und auch nicht am bevorstehenden Winter, sondern ausschließlich am zuständigen Veterinäramt. Das schreibt vor, daß bis Ende des Jahres entweder die Haltung aufgegeben wird oder Artgenossen angeschafft werden. TaxiBerlin würde gerne mit letzterem aushelfen, hat aber selbst seinen Goldesel (Foto oben) letzten Sommer verspielt nicht mehr ausfindig machen können.

Foto&Text TaxiBerlin

05.12.2013

DAS ETWAS ANDERE WEIHNACHTSGESCHENK


Werbung / Detail

Keine Ahnung, was es genau ist und auch nicht, wie es behandelt werden kann. Immerhin soll jeder Fünfte (Berliner? Deutsche? Migrationshintergrunzler?) betroffen sein. Was ich weiß, ist, daß es jetzt vor Weihnachten viele Menschen gibt, die nicht wissen, was sie ihren Nächsten schenken sollen. Daß das Schenken, dem Real Existierenden Kapitalismus sei Dank, allgemein und aktuell überbewertet ist, ist ein anderes Thema. Genauso wie übrigens der Real Existierende Kapitalismus an sich, der ganz bewusst nicht in "Anführungszeichen" gesetzt wurde, weil den gibt es wirklich! Ganz im Gegensatz zum "Real Existierenden Sozialismus" - das waren wohl eher Potemkinsche Dörfer. "Warum nicht mal 'n Potemkinsches Dorf schenken?", fragt sich jetzt der ein oder andere. Auch das keine Überraschung! Das hatte man uns bereits im "Real Existierenden Sozialismus" prophezeit: Die Verdummung der Massen wird zunehmen. (Vom vorzeitigen Samenerguss war nicht die Rede!)

Foto&Text TaxiBerlin

04.12.2013

"WENN ICH ES NICHT MACHE, MACHT ES JEMAND ANDERS …"


"Werbeartikel Sektor" (Werbung/Detail)

"Wenn ich es nicht mache, macht es jemand anders!" - Wer kennt das nicht?! Eine beliebte Entschuldigung, wenn man Sachen tut, die man eigentlich nicht tun will oder gar sollte. Sicherlich, der Vergleich ist gemein, aber wer sagte gleich nochmal: "Seien Sie richtig gemein, dann sind Sie wahr!"? Ich komm gerad nicht drauf! Aber immer wenn ich "Wenn ich es nicht mache, macht es jemand anders!" höre, muss ich an die "Banalität des Bösen" denken - ich weiß auch nicht Warum …

Foto&Text TaxiBerlin

03.12.2013

HENRY FORD IST TOT


Karl Marx Allee / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Werbung kann ja ganz nett sein, obwohl man selbst da vorsichtig sein muss, denn nett ist bekanntlich der kleine Bruder von Scheiße, und wer will die schon gut finden geschweige denn knuddeln? Aber das ist ein anderes Thema! Ich will mich auch gar nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen, aber eines lässt sich, glaube ich, nach Analyse obigen Fotos mit nahezu an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen: Werben schützt vorm Sterben nicht!

Foto&Text TaxiBerlin

02.12.2013

MANYSCHLAND


Kulmer Straße / früher Schöneberg/ heute Tempelhof-Schöneberg

   Einmal mehr war ich in den USA davon überrascht, wie viele Amerikaner doch eine sehr hohe Meinung von DEUTSCHLAND haben. Wie sollte ich nun diesen netten Menschen erklären, daß es unter uns Deutschen viele gibt, denen es ganz und gar nicht so geht. Zum Glück fiel mir der kleine Night Shop in Schöneberg mit dem schönen Namen "Schland" (Foto) ein. Nun musste ich die Idee, die dahinter steckt, nur noch ins amerikanische übertragen, und das machte ich so: "Many Germans don't like their country because of all the history stuff and therefore they call it not GERMANY but only MANY what is in german language SCHLAND. Actually they should call it MANYSCHLAND --> MAD because it is even shorter but they don't unterstand."
   Zugegeben, meine amerikanischen Freunde habe erst etwas komisch geguckt, dann aber freundlich genickt und mir mitfühlend auf die Schulter geklopft: "Sorry about that!"
   Mehr kann man von Amerikanern, denke ich, nicht verlangen.

Foto&Text TaxiBerlin

01.12.2013

DAS QUIZ BEI TAXI BERLIN


"Ich mag keine Kompromisse - ganz ehrlich"? (Werbung)

Etwas in Vergessenheit geraten in letzter Zeit ist das Quiz, was sich jetzt ändern soll. Wer als Erster weiß, um was es geht (das dürfte noch relativ einfach sein), und von wem folgendes Zitat ist (möglichst ohne Google & Co!), dem "winkt" wie immer eine Kurzstrecke:

"Durch die Kirchentür wird hinein- und durch die Bordelltür herausgegangen."

Foto&Quiz TaxiBerlin

30.11.2013

BACK TO BERLIN


Münzstraße / früher Berlin-Mitte / heute Neue Mitte

Taxifahren ist, Ausnahmen bestätigen die Regel, eine Fahrt von A nach B. Taxifahren in Berlin ist, folgt man dieser Logik, eine Fahrt von A nach B in B. Was bedeutet nun aber I *> Berlin? Berlin ist klar. I dürfte die Abkürzung (manche sagen auch Neu-Deutsch) von Ich sein. Aber was ist mit *>? Was hat es zu bedeuten? Ist es eine geheime Sprache? Ist es gar Kunst? Oder ist es nur was Neues?! Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau, vermute aber letzteres, also was Neues aus der Neuen Mitte! Das macht Sinn, auch wenn es keinen Sinn hat.

Foto&Text TaxiBerlin

29.11.2013

BLACK FRIDAY SPECIAL


29.November 2013

Keine Ahnung, was sich hinter diesem speziellen "Special" (Foto) verbirgt. Was ich aber herausfinden konnte, ist, daß der "Schwarze Freitag" (Black Friday) nach dem "Erntedankfest" (Thanksgiving) meint, daß der Einzelhandel an diesem offiziellen und landesweiten "Brücken-Feier-Tag" schwarze Zahlen schreibt. Ob das jetzt eine gute Nachricht ist oder eher nicht, muss jeder für sich entscheiden.

Foto&Text TaxiBerlin

28.11.2013

LET'S MAKE A FIRE


Illegales Feuer im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Im "Land of the Free" und "Home of the Brave" ist es extrem schwierig einfach mal so ein Feuer zu machen, um nicht zu sagen: Es ist eigentlich unmöglich. Immer soll man vorher irgendwo anrufen, wenn es nicht die Feuerwehr ist, ist es das Umweltamt, und um Erlaubnis bitten. Ich sage dann immer: "Don't call them, they'll call you!", aber mich vom alten Kontinent nimmt hier natürlich keiner so richtig Ernst. Endlich ist es mir gelungen (Wie, verrate ich nicht!) die deutschen Tugenden von Recht und Ordnung zu überlisten im "Promised Land", und doch noch ein Feuer zu machen. Und weißt du, was dann passiert ist? Es kam nicht etwa die Feuerwehr, und auch nicht das Umweltamt oder der Sheriff, sondern alle Nachbarn. Alle versammelten sie sich an meinem Feuer in der Fremde und waren ganz erstaunt darüber, daß es sowas noch gibt: Einfach ein Feuer.

Foto&Text TaxiBerlin

27.11.2013

KLEINES KALIFORNISCHES BIER RANKING


Definitiv die Nummer Eins

Bevor Thanksgiving, das ursprünglich auf die Indianer (Native American) zurückgeht, die ihr bescheidenes Mahl mit den ersten christlichen Pilgern in der Neuen Welt teilten, mit all seinen Truthähnen über uns hereinbricht, ein kleines Kalifornisches Bier Ranking. Kleines deswegen, weil es eigentlich nur ein Bier gibt, die Rede ist von Sierra Nevada (Foto), das man überhaupt trinken kann. Alles andere ist mehr oder weniger Shit-Bier, allen voran das amerikanische Budweiser, was genau genommen gar kein Bier sondern Limonade mit Bier-Geschmack ist. Wenn ich's mir recht überlege, gibt es doch noch ein kalifornisches Bier, was man trinken kann, und zwar das Anker-Bier aus San Francisco. Genau dorthin bin ich bereits so gut wie unterwegs, um schon an diesem Wochenende wieder die Straßen von Berlin unsicher zu machen. See you there!

Foto&Text TaxiBerlin

ABOUT DEER AND DEAR AND TEAR AND TIER


Deer in the front yard

Was in Berlin die Wildschweine sind, sind hier die Rehe (Foto). Und obwohl hier nahezu jeder 'ne Waffe im Schrank hat, ich meine jetzt keine Wasserpistole und auch kein Luftgewehr, und jeder auch 'nen Grill in der Garage, gibt es nirgendwo Deer-Barbeque. Woran das liegt, kann ich nur vermuten. Um es kurz zu machen: "Land of the Free" und "Home of the Brave" war einmal. Nicht mal füttern dürfen soll man das blöde Dear Deer Tier! Und die Leute halten sich auch noch dran - das musst du dir mal vorstellen! Ich will ganz ehrlich sein: Ich bin total disappointed, um nicht zu sagen ganz schön enttäuscht.

Foto&Text TaxiBerlin

26.11.2013

NOW SOMETHING COMPLETELY DIFFERENT


Quelle: THE UNION

Bereits letzten Freitag waren wir in der Kirche der Methodisten im Nachbarort Nevada City. Der Grund war ein erfreulicher, um nicht zu sagen ein extrem erfreulicher. Aber vor allem war es witzig, am anderen Ende der Welt etwa dreißig ältere Herrschaften Tänze aus meiner zweiten Heimat auf dem alten Kontinent lernen zu sehen. Dazu muss man wissen, daß jeder bulgarische Tanz andere Schritte hat und keine Schrittfolge der anderen auch nur ähnelt. Einige von den amerikanischen Tänzern, im Laufe des Abends stießen auch jüngere Leute dazu, waren sogar schon mal auf dem Balkan gewesen, andere beabsichtigen ihn bald zu besuchen. Überhaupt ist die Mischung hier angenehm: rüstige Rentner & heilige Hippies. Zum Schluss gab es noch Live-Musik vom "Village Folk Orkestra" - das einzige Haar in der ansonsten bunten bulgarischen Suppe. Von den Musikern war wohl noch keiner auf dem Balkan gewesen, sonst hätte nicht jedes Lied nach Klezmer geklungen.

Foto&Text TaxiBerlin

25.11.2013

"WE ARE WORKING HARD" (SERIE)


Public Toilet im "Home of the Brave"

Obwohl öffentliche Toiletten im "Land of the Free", im Gegensatz zu "Good Old Germany", immer umsonst sind, wird einem dort richtig was geboten. Damit meine ich nicht, daß in jeder Public Toilet hart an der Sauberkeit gearbeitet werden würde. Umsonst bedeutet auch hier, wie wohl überall auf der Welt, seine Erwartungen besser etwas nach unten zu schrauben. Es ist aber nicht so wie seit einiger Zeit in Berlin, daß umsonst automatisch nichts Wert sein soll. Ganz und gar nicht! Schau dir bloß mal die Toiletten-Armatur oben an! Ist das nicht ein geiles Teil?! Das sehe nicht nur ich so! Einige haben sich genau sowas schon bei sich zu Hause einbauen lassen. Und ich arbeite hart daran, eine solche Armatur mit nach Berlin zu bringen.

Foto&Text TaxiBerlin

24.11.2013

"HOW TO SAY GOOD BYE"


Life goes on ...

Ehrlich gesagt, ich weiß es auch nicht genau. Das Wichtigste ist wahrscheinlich, genau wie beim Taxifahren, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Ansonsten gilt, was solange gilt, bis es einen selber betrifft: Leben geht weiter! Da auch in "Gottes eigenem Land" das letzte Hemd keine Taschen hat, wurde gestern Abend am Lagerfeuer bei Bourbon und Bier das Fell der Verblichenen aufgeteilt. Ich durfte mich über ein Paar, passend zum Taxifahren und zur Jahreszeit, goldene Handschuhe (Made in China aber echtes Leder!) freuen, die ich heute morgen sogleich ausprobieren musste (Foto). Wenn du das nächste mal in Berlin in ein Yellow-Cab steigst: Watch out for the Golden Gloves!

Foto&Text TaxiBerlin

23.11.2013

"HOW WE DIE"


JFK's 50.Todestag

In dem Buch "Wie wir sterben" von Sherwin B. Nuland, einem amerikanischen Arzt, Chirurgen und Professor für Medizingeschichte, spielt der gewaltsame Tod à la JFK nur eine untergeordnete Rolle. Dafür gibt es dort eine weitere schlechte Nachricht neben der bereits bekannten, daß wir alle sterben werden. Die nächste schlechte Nachricht ist, um es mit wenigen Worten zu sagen, die, daß es sich bei dem Ideal eines "würdigen Todes" weitgehend um einen Mythos handelt. Allgemein bekannt war bisher nur das unwürdige Geschachere danach, welches oft schon davor beginnt.
Ich schreibe das, weil der Grund meiner Reise ins "Gelobte Land", der ein oder andere wird sich erinnern, das Abschied nehmen war. "Thanks God" bin ich sowohl von einem "unwürdigen Abschied" als auch vom "unwürdigen Geschachere" verschont geblieben

Foto&Text TaxiBerlin

"HOW DOES IT WORK?"


"You Are Welcome!"

Der Empfang im "Land Of The Free" fiel diesmal vergleichsweise bescheiden aus. Kein kleiner Latino in einer zu großen Uniform (somit auch kein "To The Wall!"), dafür eine resolute Frau in einer dunklen Uniform und dem Peacemaker am passenden Ledergürtel. Sie hatte mehr mit ihren eigenen Mitarbeitern zu tun als mit uns Ankömmlingen, wahrscheinlich weil alle bereits so konditioniert waren, daß ein jeder wusste ob er "To The Wall!" zu gehen hat oder eben nicht. Das "You Are Welcome"-Video (Foto oben rechts) lief wie erwartet in der Wiederholungsschleife. Diesmal ging es nur darum, daß man keine Lebensmittel mitbringen darf, damit keiner hier die Pest bekommt, oder so ähnlich. Obwohl ich, wie auch immer im Supermarkt bei mir an der Ecke, in der Looser-Spur (Foto vorne rechts) war, stand ich bereits eine gute halbe Stunde später vor meinem Migrationsbeauftragten aus Fernost, der mir sogleich sämtliche Fingerabdrücke abnahm und dann noch ein Foto von mir machte, obwohl er gar kein Fotograf sondern nur ein Migrationsbeauftragter war. Zum Schluss wollte er sich noch mit mir über den Grund meines Besuchs unterhalten. Da habe ich leichtes Spiel, dachte ich, denn der ist ja meine Frau. Natürlich hatte ich mich verdacht. Denn nun war er wirklich interessiert zu erfahren, wie eine solche Fernbeziehung "arbeiten" würde. Zum Glück war ich über London geflogen. Von den Briten (selig sind die Angelsachsen!) kannte ich die richtige Antwort: "We Are Working Hard!"

Foto&Text TaxiBerlin