30.11.2012

JETZT HILFT NUR NOCH WETTEN


Landsberger Allee / früher Leninallee / Friedrichshain-Kreuzberg / früher Friedrichshain

Die Sanierung der AVUS, auch bekannt als Bundesautobahn A 115, konnte ein Jahr früher als geplant abgeschlossen werden. Die beteiligten Firmen können mit einer Bonuszahlung von insgesamt einer Million Euro rechen. Wer sagt es denn?! Allen innerstädtischen Dauerbaustellen zum Trotz - es geht doch! Wir können zwar keinen Fußball, keine S-Bahn, keinen Flughafen und auch keine Innenstadtbaustellen - aber Autobahn geht immer!

Zeitgleich wurde ein neues Gesetz verabschiedet. In Zukunft sollen die Energie-Verbraucher zahlen, wenn der Energie-Erzeuger Probleme mit der Energie-Bereitstellung, beispielsweise weil kein Kabel zur Energie-Weiterleitung, hat. Ich stelle mir gerade die Augen meiner Fahrgäste vor, wenn ich während der Fahrt auf der AVUS plötzlich versuche zusätzliches Geld für neue Reifen einzutreiben.

Aber es wird noch Besser: Unser Schwäbischer Schatzmeister sagt heute um 9:24 Uhr im Deutschen Bundestag, dass man den derzeitigen Prozess in der Europäischen Union mit der Lage der Osteuropäischen Staaten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion vergleichen kann.

Das ist insofern eine Überraschung, weil sonst niemand einen solchen absolut zutreffenden Vergleich gezogen hat. Es ist vielmehr so, daß alle Experten behaupten, daß es keinen solchen Crash geben wird. Aber das wurde damals sogar noch fünf Minuten nach dem Crash behauptet. Und deswegen hilft auch kein Beten mehr ...

Foto&Text TaxiBerlin

GESCHENKT!


Zitty Berlin (Detail)

Die Zitty lese ich schon seit Jahren nicht mehr. Und das liegt nicht nur an den bunten, das Licht reflektierenden Seiten, die das Lesen nahezu unmöglich machen. Daß ich die Zitty nicht mehr lese, liegt vor allen Dingen daran, daß sich die Themen in regelmäßigen Abständen wiederholen. So auch der Titel der abgelaufene Zitty "Geschenkt!". Zu diesem Thema ist aber nicht nur bereits alles gesagt, sondern auch erste Urteile gefällt: Es gibt nichts umsonst - auch nicht in Berlin! Besonders gut gefällt mir in diesem Zusammenhang die Aussage von Sven Regener über Generation Geschenkt alias Gemeine Grabbler alias Piraten Partei: "Man pinkelt uns ins Gesicht!". Dem ist an sich nichts hinzuzufügen. Vielleicht noch so viel: Es gab eine Zeit, die Rede ist von den Goldenen Neunzigern, da gab es in dieser Stadt wirklich etwas umsonst, und zwar das Lebensgefühl "Alles ist möglich!". Nur: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!".

Foto&Text TaxiBerlin

29.11.2012

DAS TÄGLICHE HAPPENING AM FLASCHENAUTOMAT (FORTSETZUNG)


Supermarkt im Ostbahnhof / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Der Supermarkt im Ostbahnhof hat dem täglichen Happening am Flaschenautomat jetzt einen Riegel vorgeschoben. Ausgerechnet ein Supermarkt als Spaßbremse! Grund ist übrigens nicht der Profisammler mit dem Hygienedefizit, und auch nicht der Taxifahrer, der immer am Ostbahnhof stehen muss, weil er nur den Ostbahnhof kennt. Schuld soll der Zugezogene sein, der sich am liebsten deswegen am Ostbahnhof tummelt, weil er noch ein richtiger Ossi werden will. Ein Ziel, das man grundsätzlich nur gutheißen kann, auch wenn es prinzipiell zum Scheitern verurteitelt ist. Das Problem ist auch nur der Gemeine Grabbler unter den Zugezogenen, der das "Schaffe, Schaffe" seiner alten Heimat mit "Sammle, Sammle" ins berlinerische zu übertragen versucht, weil hier "Schaffe" einfach zu sehr nach "Anschaffen", also Prostitution, klingt. "Sammle, Sammle, Flaschenautomatle fülle!" lautet übrigens die komplette neue Devise des Gemeinen Grabblers unter den Zugezogenen, gegen die nichts einzuwenden wäre, wenn es in unserer Stadt nicht Bedürftigere geben würde, die auf die Einnahmen vom Leergut angewiesen sind. Auch gibt es keine Garantie dafür, daß durch den Wechsel von "Schaffe, Schaffe" zu "Sammle, Sammle" die Gefahr der Prostitution gebannt ist. Nein, beim genaueren hinsehen geht sie insbesondere im Internet unverändert weiter, weswegen manch einer bereits von "Netzbeschmutzung" spricht.

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28.11.2012

DAS TÄGLICHE HAPPENING AM FLASCHENAUTOMAT


Supermarkt im Ostbahnhof / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Kennst du das auch? Du gehst früh um halb elf noch halb verpennt zum Supermarkt an der Ecke. Du willst einfach nur ein Stück Butter und zwei Brötchen für dein Frühstück kaufen. Natürlich willst du auch deine drei leere Bierflaschen vom Vortag abgeben. Schließlich ist deine Wohnung nicht so groß, als das du die lagern könntest. Du freust dich schon auf dein Frühstück, aber plötzlich gibt es ein Problem. Das Problem ist die Person vor dir am Leergutautomaten. Ich meine jetzt nicht den professionellen Flaschensammler mit dem Hygienedefizit. Der weiß vielleicht nicht, wo die Seife ist, aber dafür kennt er die Zeiten, wann er seine Flaschen abgeben kann. Nein, die Person vor dir sieht eher so aus, als könnte sie ihr Leergut problemlos dem Profisammler überlassen, womit letztendlich allen geholfen wäre. Aber nein, in dieser Frage ist sie oder auch er völlig schmerzfrei. Generation ICH + PARTY PEOPLE sozusagen. Und bevor du eine Stunde vorm Leergutautomaten wartest, weil der muss auch irgendwann mal geleert werden, nimmst du deine drei leeren Flaschen wieder mit nach Hause. Morgen ist auch noch ein Tag. Morgen sind es dann aber schon sechs Flaschen und übermorgen neun. Aber irgendwann kommt der Tag, da ist der Leergutautomat nur für dich da. Dann hast du vielleicht selbst schon fünf Tüten mit Leergut. Und wenn dann die Person mit ihren zehn Tüten kommt und auf dich warten muss - ich kann dir sagen: Es gibt nichts schöneres!

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27.11.2012

ALLE WOLLEN IMMER NUR NOCH CHILLEN


"Chillende"

Aber was genau meint eigentlich dieses "Chillen"? Weißt du es? "Chillen" ist laut Wikipedia "kühlen" bzw. "abkühlen" (englisch) oder auch "sich beruhigen", "sich entspannen", "rumhängen" und "abhängen" (amerikanisch). So weit - so gut! Das beantwortet aber immer noch nicht die Frage, warum alle Welt plötzlich nur noch "Chillen" will. (Insbesondere auch junge Leute im Taxi.) "Chillen" macht für mich nur Sinn, wenn ich vorher etwas getan habe. Wovon sollte ich mich sonst "entspannen" oder "abkühlen"? Jetzt bleibt noch die Frage: Was haben diese Leute genau gemacht, außer vielleicht ein bisschen Party ...

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26.11.2012

VON GUTMENSCHEN, GEMEINEN GRABBLERN & LINKEN LINKEN


Gute Nachrichten für Gemeine Grabbler

Gutmenschen behaupten immer wieder, daß der Begriff Gutmensch seinen Ursprung darin hat, was Victor Klemperer als LTI bezeichnet - Lingua Tertii Imperii. Offensichtlich kennt der Gutmensch Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" nicht, obwohl er so viel von ihm lernen könnte. Möglicherweise kennt er ihn aber genau deswegen nicht, denn der Gutmensch ist im allgemeinen Weiterbildungsresistent. Prinzipiell lassen sich Gutmenschen in Gemeine Grabbler und Linke Linke unterteilen. In der Regel treten Gutmenschen in einer Art Mischform auf, in der manchmal das Eine und manchmal das Andere überwiegt, was aber nicht neu ist. Neu ist die Gute Nachricht, mit der sich Banken und Sparkassen aktuell an den Gemeinen Grabbler wenden. Er, also der Gemeine Grabbler, hat SIE noch nicht verpasst. Die kostenlosen Kalender für das kommende Jahr treffen erst diese Woche ein.

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25.11.2012

BERLINER U-BAHN CHAOS


Platz vor dem Neuen Tor / früher nur Mitte / heute Neue Mitte

Nach der Berliner S-Bahn hat es nun auch die U-Bahn erfasst: Das Chaos. Die U 2, die bisher von Pankow nach Ruheleben fuhr, fährt jetzt zum Hauptbahnhof. Aber es wird noch besser. Die U 3, die es bis dato überhaupt nicht gab, fährt plötzlich, über Nacht sozusagen, zur Chausseestraße. Davon könnten die sich bei ihrem Schneckentempo U-Bahn Bau Unter den Linden ruhig mal was abgucken!

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23.11.2012

DANKE FÜR PARTY DENKMAL


Denkmal (Entwurf)

Zugegeben, es ist nur eine Idee von vielen. Aber was könnte besser passen für ein DANKE FÜR PARTY DENKMAL als eine besprühte Jalousie, hinter der Brave Berliner Bürger Dank dem nicht versiegenden Party People Strom nicht zur Ruhe finden?!

PS: Die Ausschreibung für das Denkmal geht noch bis Ende des Jahres. Die Entwürfe nimmt der Regierende von ARM ABER SEXY höchstpersönlich entgegen.

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22.11.2012

NICHT PREISWERT ABER ALTERNATIV


Alternativ-Tanke (Werbung)

Ich dachte, ich hätte ein Loch im Tank, als ich das erste Mal meine "neue" Alte Stinkende Dreckschleuder auftankte - 96,- Euro! Es lag aber am aktuellen Sprit-Preis. Selbst Dreck machen ist nicht umsonst. Manch einer fragt sich jetzt, ob ich nicht ein schlechtes Gewissen habe wegen dem ganzen Dreck. Ja, habe ich! Und deswegen fahre ich ab sofort nur noch zur Alternativ-Tanke bei mir um die Ecke. Das ist zwar nicht preiswerter, aber zumindest, wie der Name schon sagt, alternativ. Aber das Schönste ist, daß aus meiner Alten Stinkenden Dreckschleuder automatisch eine Alte Alternative Dreckschleuder wird. Das habe ich sogar schriftlich!

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21.11.2012

PREISE AN DIE WIR UNS SCHON MAL GEWÖHNEN SOLLTEN


Oranienburger Straße / Neue Mitte / früher Nur Mitte

Geld ist nur ein Problem für den, der keins hat. In diesem Fall hat der aber nochmal Glück gehabt. Das Bild, was im KUNST-OUTLET nur € 650,- kosten soll, ist wirklich nicht der Rede wert. Was aber, wenn solche Preise bald auch bei EDEKA-NEUKAUF um die Ecke in der Rosenthaler aufgerufen werden?!

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20.11.2012

TIP IST NOT A TOWN IN CHINA


In meiner Stammkneipe

Am Sonntag, Volkstrauertag (wann sonst?!), war es dann so weit. Erstmal Kurzstrecke = Kotzstrecke (was sonst?!). Dann aber nicht wissen wohin (Geheimkonzert irgendeines Popsternchens). Aussehen wie 'ne billige Nutte (riechen auch!). Mich vollquatschen wollen (Ich arbeite bei Universal und singe auch). Und zum Schluss Null Trinkgeld - Ekelhaft!

PS: Das Foto noch zu schön für diesen Beitrag.

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19.11.2012

BERLIN - STADT DER KURZEN WEGE


Seddiner Straße / Friedrichsfelde Ost / Lichtenberg

Viele Berlin Besucher loben die kurzen Wege am Flughafen Tegel (TXL), die es vielleicht eines Tages nicht mehr geben wird. Dann ist es gut zu wissen, daß Berlin nicht nur in TXL die Stadt der kurzen Wege ist, wie obiges Bild beweist. Besucher der Shisha-Lounge versicherten mir letzte Nacht glaubwürdig, daß es von der Lounge aus einen direkten Durchgang zum Bestattungsinstitut geben würde. Was es mit Sicherheit aber auch dort nicht gibt, mögen die Wege noch so kurz sein und egal wie viele Wasserpfeifen man raucht, sind Bestattungen zum Nulltarif.

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18.11.2012

JETZT HILFT NUR NOCH AUSWANDERN ...


Axel-Springer-Straße / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Au weija - das tut weh, dachte ich, als mich diese drei Figuren im Business-Look blöd von ihrem Plakat anglotzten. Die wollen jetzt auch Berliner sein! Ausgerechnet die, die früher Berlin nicht mal mit dem Arsch angesehen haben. Und wegen einem Job kommen sie nach Berlin! Aber von welchem Job reden sie? Als ob es in dieser Stadt niemanden geben würde, der diesen Schmutz nicht auch machen könnte!? Jetzt hilft nur noch auswandern, fiel mir als nächstes ein. Aber warum diesen Typen unsere Stadt einfach so überlassen? Schließlich ist Widerstand doch erste Bürgerpflicht, oder?!

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17.11.2012

DRECKSCHWEIN


Dreckschwein (Detail)

Gestern war es nun soweit. TaxiBerlin ist zurück auf den Berliner Straßen. Es war gar nicht so schlimm, wie ich mir das vorgestellt hatte nach einem halben Jahr Abstinenz. Abstinenz nicht nur vom Taxi fahren sondern vom Auto fahren überhaupt. Gut, ich habe mich einige Male mit der falschen Konzessionsnummer gemeldet, aber am Geschäft hat sich zum Glück nichts geändert. Einsteigen, losfahren, und natürlich nicht vergessen, das Taxameter einzuschalten. Ansonsten gilt die alte TaxiBerlin-Regel: Bevor mich jemand vollquatscht, quatsche ich ihn voll. Wer jetzt Lust bekommen hat, mal mit mir zu fahren: Du findest mich in einer Alten Stinkenden Dreckschleuder - immerhin nicht per Pedes sondern per Mercedes!

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14.11.2012

BALKAN ROAD MOVIE PROUDLY PRESENTS: BEST BULGARIAN BAGPIPE


Bulgarischer Dudelsack (Gaida)

Vorerst zwei Veranstaltungstips in eigener Sache. Möglicherweise kommen noch mehr dazu. Du kannst den Besten Bulgarischen Dudelsackspieler auch buchen. Beispielsweise für ein Kurzkonzert auf deiner privaten Weihnachtsfeier. Mehr Infos findest du dort hier.

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13.11.2012

BERLIN VERTEIDIGEN


Überall in Berlin

Ehrlich gesagt, es fällt mir angesichts des täglich zunehmenden Schwachsinns in der Stadt immer schwerer. Alles fing Ende der Neunziger ganz harmlos an. Plötzlich wurde der Putz von den Wänden gekratzt (siehe Foto), obwohl der eigentlich noch ganz OK war. Vorher fiel er von den Wänden, weil keiner das Geld zum Neu-machen hatte. Fehlt nur noch, daß einer den Putz von der Wand, wie manch einer den Kitt aus dem Fenster, gefressen hätte. Früher sagte man: Aus der Not eine Tugend machen. Spätestens wenn aus der Not ein Geschäft gemacht wird, sollte man hellhörig werden.

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12.11.2012

NEW YORK ... CITY


New York Shirts (Detail)

Einige werden mich jetzt wahrscheinlich für Größenwahnsinnig halten, weil ich behauptet habe, daß meine New York Bilder besser sind als die in der Galerie in der Auguststraße in Berlin-Mitte. Ich kann euch beruhigen. Selbst ausgenüchtert bin ich immer noch der selben Meinung. Der wirklich verwunderliche daran, daß meine Bilder besser sind, ist auch nur, daß ich gar kein Fan von New York bin.

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GALERIE AUGUSTSTRASSE


Yellow Cab / New York / USA

Wie kommen denn meine New York Bilder in diese Galerie, war mein erster Gedanke. Zugegeben, ich war nicht mehr ganz nüchtern, als ich früh um halb sieben aus Clärchens Ballhaus fiel. Deswegen brauchte ich auch einen Moment, um zu realisieren, daß das gar nicht meine Bilder waren. Denn, und das fiel mir auf den ersten Blick auf, meine Bilder sind viel besser.

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11.11.2012

ARMER PIRAT (FORTSETZUNG)


"Der Kleine Grabbler"

Ober-Pirat Johannes Ponader lebt ab sofort laut Spiegel-Online "komplett von seinem eigenen Geld". Das musst du dir mal vorstellen! Was bis gestern noch selbstverständlich war, ist heute schon eine Meldung wert. Aber es wird noch besser! Zur zukünftigen Sicherung seines Lebensunterhalts ist Johannes Ponader gerade "konkret" dabei ein Kinderbuch zu verfassen. Als möglicher Titel ist "Der Kleine Grabbler" im Gespräch.

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ARMER PIRAT


Haste mal fünfzig Cent?

Ober-Pirat Johannes Ponader (ein Name, den man sich nicht merken muss!) hat sich laut Spiegel-Online dafür entschuldigt, daß er die Piraten-Basis geplündert hat, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Genau genommen war es ein schnöder Spendenaufruf, mittels dessen er sich bereichert hat . Früher nahmen sich Piraten einfach das, was ihnen nicht gehörte. Heute sind sie offensichtlich Bittsteller, die um milde Gaben betteln. Ich nenne sie Gemeine Grabbler, die allerdings in der Politik gut aufgehoben sind. Und ich bin mir gar mehr so sicher, ob man sich den Namen Johannes Ponader nicht doch merken sollte ...

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NUR SCHLECHTER GESCHMACK ...


BRAUCHT KEINEN NAMEN

Ich frage jetzt nicht, in welcher Kreativbutze dieser Schwachsinn entstanden ist. Jeder, der nur halbwegs Eins und Eins zusammenzählen kann, weiß, daß nur schlechter Geschmack keinen Namen braucht. Mir geht es in diesem Zusammenhang um etwas anderes. Laut Deutschem Reinheitsgebot von 1516 darf Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser enthalten. Kann mir einer sagen, was dann Hopfenextrakt oder Hopfenauszüge im Bier zu suchen haben?

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10.11.2012

UND, WAS MACHST DU SO?


HOMEYOGA!

Bisher war ich geneigt, auf die Frage UND, WAS MACHST DU SO? wahrheitsgemäß zu antworten. Mit den Jahren musste ich feststellen, daß das immer weniger Leute verstehen geschweige denn gut finden. Lange Zeit habe ich überlegt, woran das liegen könnte. Heute habe ich nun endlich nicht nur die Antwort sondern auch die Lösung gefunden: Man muss, was die Wahrheit angeht, mit der Zeit gehen!

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09.11.2012

DIE HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN BRAUCHT DICH


Überall in Mitte / jetzt Neue-Mitte

Das Problem ist nicht neu. Immer mehr Menschen haben zu viel Zeit und kontrollieren andere Menschen, aber vor allen Dingen sich selbst. Diesen Menschen kann jetzt geholfen werden. Keine geringere unter den Hauptstadt-Unis als die Humboldt-Universität zu Berlin bietet ab sofort einen eigenen Studiengang für zwanghafte Menschen an. Nachdem es dort bereits ein eigenes Zentrum für Geschlechterstudien gibt, ist das aber, zumindest für den Eingeweihten, keine wirkliche Überraschung mehr.

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20 JAHRE BERLIN


Friedrichstraße / früher Mitte / jetzt Neue-Mitte

Zugezogene Berliner, auch Neu-Berliner genannt, haben ihre eigene Zeitrechnung, wogegen prinzipiell nichts einzuwenden ist. Generell muss allerdings zwischen denen, die sich bereits in den verrückten Neunzigern herwagten, und den Langweilern und Sackgängern, die erst nach der Jahrtausendwende kamen, weil ihnen irgendein Trottel gesagt haben muss, daß Berlin gerade IN ist, unterschieden werden.

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"ICH SPÜRE DIE MÖGLICHKEIT VON REVOLUTIONÄREN VERÄNDERUNGEN AUF DER WELT"


Revolutionärer Briefkasten (Detail)

Das sagt laut "Spiegel" Helmut Schmidt. Der Mann hat ein gutes Gespür. Genau genommen hat die Weltrevolution aber bereits begonnen und zwar im indischen Jhunjhunu. Dort erwarten den Wildpinkler neuerdings Freiwillige, die sich hinter den Unverbesserlichen stellen, um ihn mit Pfeifen und Trommeln zumindest in Verlegenheit zu bringen. Laut "The Times of India" vom Montag sollen sogar die Namen der Bösewichte veröffentlicht werden. Ich will es jetzt nicht überbewerten, aber ich find's ehrlich gesagt schon ein bisschen Schade, daß diese innovative Kacke nicht auf deutschem Mist gewachsen ist ...

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08.11.2012

VOM SCHWABEN LERNEN ...


Irgendwo im Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Das wird den ein oder anderen von euch jetzt überraschen, daß er ausgerechnet vom Schwaben lernen soll, der sich bisher vor allem dadurch ausgezeichnet hat, daß er auch in unserer Stadt viel "Letzte Unruhe" verbreitet hat. Aber nachdem sich immer mehr und mehr Bäckereien, insbesondere auch in Friedrichshain-Kreuzberg, in türkischer Hand befinden, wo Brot und Brötchen nur noch aufgewärmt und nicht mehr gebacken werden, macht es richtig Spaß zum Schwaben zu gehen, der nach eigenen Angaben noch selbst backt. Die Frage allerdings, ob der Schwabe wirklich selbst backt, oder den Türken bei sich backen lässt, konnte nicht abschließend geklärt werden. Auch ist die Brezel, die neben dem Schild "Schwäbischen Bäckerei" hängt, keine Goldene Brezel der Berliner Bäcker-Innung. Die Brezel vom Schwaben ist, leider muss man sagen, definitiv "getürkt"!

Foto&Text TaxiBerlin

06.11.2012

ANTI-ACCESSOIRE


Irgendwo im Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Ist das Fernsehen noch schlechter geworden, oder warum stehen neuerdings so viele Fernseher auf der Straße? Haben die das vielleicht mit der Rundfunkgebühr ab 2013 missverstanden? Möglicherweise kommt auch nur gerade in Mode, keinen Fernseher mehr zu habe. In diesem Fall wäre zu überlegen, sich wieder einen anzuschaffen. Am Einfachsten wäre das im Moment, wo so viele auf der Straße rumstehen. Muss ja nicht funktionieren. Ich bräuchte den ja nur als modisches Anti-Accessoire. Haltet mich bitte auf dem Laufenden, was das mit der TV-Schwemme auf sich hat!

Foto&Text TaxiBerlin

05.11.2012

RAINALD GREBE "GANZ OBEN" - IN MEMORY DWD



Dietrich W. Dietrich, der heute genau vor einem Jahr von uns gegangen ist, war nicht nur mein bester Freund sondern auch ein Fan von Rainald Grebe. Mittlerweile hatte ich Rainald Grebe zweimal in meiner Taxe und verstehe viel besser, warum Dietrich den Rainald so gut fand. Das liegt nicht nur daran, daß Rainald ein genialer Liedermacher ist, sondern, zumindest meiner Meinung nach, auch an seiner speziellen Beziehung zu Bulgarien. Wer nicht weißt, was ich meine, fragt Rainald am Besten selbst danach, wenn er ihm das nächste Mal im Taxi sitzt.
Text TaxiBerlin

BERLIN - STADT DER NEUROTIKER


tip Berlin (Detail)

Das wäre ja alles nicht so schlimm, wenn es wirklich nur vom 25.10-07.11.2012 so wäre, und eben nicht vom 01.01.-31.-12. ...

Foto&Text TaxiBerlin

ICH KÖNNT SCHON WIEDER ...


Auf'm Flughafen

Verreisen! Das Problem ist aber: Woanders ist auch nicht schöner. Sieht man mal von der Natur in den USA oder Bulgarien ab. Nur Natur alleine macht nicht satt, kauft kein Brot, und auch kein Bier. Aber was das Schlimmste ist: Am Flughafen ist auch nicht mehr schön! Ich denke da nicht nur an die nervenden Sicherheitskontrollen, sondern auch an den Umstand, daß es immer schwieriger wird, sich beim Fliegen einen anzutrinken. Dabei war doch genau das das Schönste am Fliegen. Mittlerweile ist bereits jeder Flughafen weltweit nur noch im Tran zu ertragen. Da hilft, sich schon vorm Fliegen im Stimmung zu bringen. Dazu bedarf es nur eines ganz gewöhnlichen Rucksacks (gefüllt mit den Lieblingsgetränken) und natürlich eines entsprechenden Maultieres (siehe Foto).

Foto ErikaHargrove
Text TaxiBerlin

04.11.2012

KUNST WOLLEN BERLIN


Irgendwo in Friedrichshain-Kreuzberg

Berlin ist voll von Kreativen, die alle Kunst machen wollen. Aber wenn alle nur noch Kunst machen, wer soll die ganze Kunst dann überhaupt noch konsumieren? Die Chinesen vielleicht? Das ist jetzt kein Quatsch! Unsere reine Dienstleistungsgesellschaft funktioniert schließlich auch nur wegen einer klaren Aufgabenteilung! In dem Zusammenhang wäre es interessant zu wissen, ob im Reich der Mitte Kunst auch von Können kommt? (Oder möglicherweise doch vom Wollen - aber dann hieße sie ja Wunst!)

Foto&Text TaxiBerlin

03.11.2012

"NIMM HIN DEN SCHMUTZ!"



"Nimm hin den Schmutz!", sagte er zu mir, als er die Fahrt mit einem Zehn-Euro-Schein bezahlte. Ich musste laut loslachen, aber das Lachen blieb mir im Halse stecken. Natürlich hatte er Recht, denn es gilt auch: "Wessen Schmutz ich nehm, dessen Lied ich sing!"
Umso mehr bin ich überrascht, wenn sogar Freunde oder auch nur Kollegen den Wert ihres eigenen Schaffens in Schmutz oder eben Besucherzahlen-Schmutz messen. Was soll das? Und wen wollen sie damit beeindrucken? Als erstes offensichtlich sich selbst. (Ganz nach dem Motto: "Mein Gott bin ich wichtig!")
Ich bin aber nicht nur unbeeindruckt, nein, ich befürchte das Schlimmste! Ich frage mich: Sind sie bereits verloren, oder besteht noch Hoffnung? Kunst sind keine Drecks-Klicks von virtuellen Freunden und auch kein Schmutz, mit dem man eben mal bezahlt oder sich den Hintern abwischt. Kunst ist etwas, was Schmutz-unabhängig ist und bleibt. Davon war bereits Herny Miller überzeugt:
Es gibt in Europa Zeugnisse sehr hochstehender Kunst aus fünfundzwanzigtausend Jahren, und in Ägypten reicht sie sogar bis sechzigtausend Jahre zurück. Geld hat nichts mit der Schöpfung dieser Schätze zu tun. Geld wird auch nichts mit der Kunst der Zukunft zu tun haben. (aus "Der klimatisierte Alptraum", 1945, von Herny Miller, Rowohlt Taschenbuch, Seite 44)

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GIBT ES IN BERLIN MEHR BETRÜGERISCHE TAXIFAHRER ODER MEHR SOGENANNTE INTERESSENVERTRETER?


Flughafen San Francisco (SFO) / Kalifornien / USA

Die Frage ist durchaus Ernst gemeint! Mehr als eine Handvoll wird es nicht sein, deren man nicht habhaft werden kann. Gemeint sind die betrügerischen Taxifahrer am Flughafen Tegel und nicht die zahlreichen, sogenenannten Interessenvertreter. Da es sich offensichtlich um ein reines TXL-Problem handelt, wäre es relativ einfach in den Griff zu bekommen. Beispielsweise mit ähnlichen Schildern wie oben und mehr Gelben Westen in denen kompetentes Personal steckt. Geld dafür ist vorhanden. Immerhin kassiert jeder ehrliche Taxifahrer fünfzig Cent pro Fahrt ab TXL für die sogenannte Serviceoffensive. Im Übrigen ist in erster Linie die Flughafengesellschaft zuständig, da es sich beim Flughafen in Tegel um Privatgelände handelt. Zum Schluss bleibt nicht nur die eingangs gestellte Frage, sondern auch das ungute Gefühl, daß dieses Thema in regelmäßigen Abständen aus der Schublade geholt wird, ohne daß wirklich etwas getan wurde, um genau davon abzulenken. Profilierung auf Kosten des eigenen Klientel nennt man so etwas!

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02.11.2012

"ILIJA TROJANOW IST MUSLIM GEWORDEN."


Irgendwo in Neukölln

Und weiter heißt es in der TAZ dazu: Das ist relativ einfach.Viel einfacher jedenfalls, als Jude zu werden. Man muss nur mit Überzeugung das Glaubensbekenntnis sprechen: "Es ist kein wahrer Gott außer Gott (Allah) und Mohammed ist der Gesandte (Prophet) Gottes." Man muss glauben, dass der Heilige Koran das geschriebene Wort Gottes ist, von ihm offenbart, dass der Tag des Gerichtes wahr ist und kommen wird, wie Gott es im Koran vorhergesagt hat. Man muss den Islam als seine Religion akzeptieren und nichts und niemand anders als Gott anbeten. Schon ist man Muslim. Ob man aus der islamischen Religionsgemeinschaft austreten kann, darüber gibt es höchst ungenaue Auskünfte. Wohl eher nicht, da es sich beim Islam nicht um eine Kirche handelt, in die man ein- oder austritt.

Zugegeben, diese Meldung ist nicht neu, sondern bereits aus dem Jahre 2004. Ich komme auch nur drauf, weil ich bei meiner Wanderung durch Bulgarien rein zufällig in dem Ort vorbeikam, wo Ilijas Onkel eine Kneipe betreibt und er selbst sich gelegentlich zum Schreiben zurückzieht. Viele halten "Der Weltensammler" für sein bestes Buch. Ich nicht. Ilijas bestes Buch ist zweifellos "Hundezeiten. Heimkehr in ein fremdes Land". Viele seiner letzten Bücher sind nicht nur extrem PC, sondern so schlimme Mainstream-Kacke, daß selbst ihm wohlgesonnene Kritiker sagen: "Ilija ist da, wo das Geld ist". Ob das stimmt, weiß ich nicht. Was ich aber weiß, ist, daß es auf die Frage, ob man aus der islamischen Religionsgemeinschaft austreten kann, ein genauere Antwort gibt als die in der TAZ:

Muslim wird man, indem man glaubt und bekennt, daß Gott ein Einziger und Muhammad sein Prophet ist. Wenn man diesen Akt vollzieht, ist man automatisch Muslim, unabhängig davon, ob man dies kundtut oder nicht. Es handelt sich dabei um eine schwerwiegende Entscheidung, weil man sie nach islamischer Vorstellung nicht wieder rückgängig machen kann. Mit dem Bekenntnis (Schahada) zum Islam ist kein spezieller Ritus verbunden wie das im Christentum mit dem Sakrament der Taufe der Fall ist. ... Neben diesem bewußten und freiwilligen Akt des Religionswandels hin zum Islam gibt es noch eine Möglichkeit Muslim zu werden. Man erbt die Religion von seinem Vater. Jedes Kind eines muslimischen Vaters ist selbst Muslim. Auch für dieses Kind gilt, daß seine Zugehörigkeit zum Islam nicht rückgängig gemacht werden kann. Nach Bestimmungen des islamischen Rechts (Scharia) stellt der Abfall vom Islam ein todeswürdiges Verbrechen dar. (aus "Halbmond über deutschen Dächern", List Verlag, 1997, Seite 14/15, von Prof. Peter Heine, Islamwissenschaftler, lehrte an den Universitäten Münster und Bonn, zuletzt an der Humboldt-Universität zu Berlin)

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ZU BESUCH IN DOWNING STREET


Irgendwo in Berlin

Gestern war es endlich so weit. Ich war eingeladen beim "Großen Patriarchen der Bulgaristik" Norbert Randow. Er hatte von meiner Wanderung durch Bulgarien gehört und wollte mehr darüber erfahren. Ich meinerseits war sehr gespannt Norbert kennen zu lernen, weil von ihm die beste Übersetzung von "Bai Ganju, der Rosenölhändler" stammt. Das Buch schrieb der von mir verehrte Aleko Konstaninow, dem ich meine Wanderung gewidmet hatte. Vom Bürgersteig aus sieht man bereits die leeren Bücherregale im ersten Stock, denn Norbert hat einen Teil seiner umfangreichen Bibliothek der Humboldt-Uni vermacht. So gibt es zwar mehr Platz in seiner Wohnung, aber leider hat Norbert deswegen nicht mehr Zeit, um einen weiteren Klassiker von Aleko Konstantinow ins Deutsche zu übersetzen. Genau genommen geht es um "Nach Chicago und zurück", wegen dem es immerhin die größte bulgarische Community in den USA in Chicago gibt. Komischerweise existiert von dem Buch noch überhaupt keine deutsche Übersetzung, obwohl es bereits eine englische gibt.

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01.11.2012

ON THE ROAD AGAIN


Auf die Dosierung kommt es an!

Bei "On The Road Again" werden viele an diese alte Countryschnulze denken. Dabei geht bei Canned Heat viel mehr dir Post ab. Warum ich darüber schreibe? Weil ich eigentlich heute zurück auf der Straße sein sollte - mit der Taxe meine ich. Aber hast du schon mal aus dem Fenster geschaut? Bei diesem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür - geschweige denn einen Taxifahrer! Aber jetzt mal im Ernst: Nachdem ich ein sechs Monate weg von der Straße war, fällt die Rückkehr nicht leicht. Da muss man mit "leichten Dosen" beginnen. Deswegen empfehle ich im Moment eher diesen Alternate Take!

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