03.07.2012

BOB DYLAN AND THE MEDAL OF FREEDOM




Bevor ich mich auf Wanderschaft begebe, wollte ich unbedingt noch wissen, was der gute alte Bob, ein weiterer meiner Helden neben Aleko Konstantinow, dazu sagt. Um es gleich vorweg zu nehmen: Dylan spielte eines seiner besten Konzerte gestern Abend auf der Spandauer Zitadelle. Für mich war es jedenfalls "The Best Concert Ever". Daran ändert auch der Regen nichts, der gegen Ende seiner "Show" einsetzte. Zu Beginn trug er in Spandau übrigens die selbe Sonnenbrille wie neulich im Weißen Haus. (Video)

Der ein oder anderer von Euch weiß, daß ich mich für meine Wanderung um ein Stipendium beworben hatte. Genau genommen war es nicht irgendein Stipendium, sondern DAS "Grenzgängerstipendium" der Robert Bosch Stiftung. Ende letzter Woche kam nun die Absage - Alles andere hätte mich auch überrascht. Ich werde jetzt nicht über die Robert Bosch Stiftung herziehen, und ich frage auch nicht, was das Literarische Colloquium Berlin wirklich vom "Grenzgängern" versteht. Mich interessiert auch nicht, ob unter den Stipendiaten ein Gemeiner Grabbler ist, oder ob sie alle nur im Windkanal ausgerichtete Mainstreamer sind. Ich will einfach nur sagen: Ich mach's trotzdem!

Doch zurück zu Dylans gestrigem Konzert auf der Zitadelle in Spandau, daß, wie ich bereits sagte, für mich "The Best Concert Ever" war, was nicht nur daran lag, daß man diesmal seine Lieder auch wiedererkannte. Als einer der Ersten beim Einlass stand ich in der ersten Reihe unmittelbar vor Bobbys Mikro. Irgendwann, beim dritten oder vierten Song etwa, nahm er seine Sonnenbrille ab und sah mir direkt in die Augen. Sicherlich, es waren nur Sekunden, aber für mich war es eine halbe Ewigkeit. Und dann sagte Bob die Worte zu mir, die ich mit auf meine Wanderung nehmen werde:

"Also (...) mein Vater, er hat mir nicht viel hinterlassen, er war ein ganz einfacher Mann. Er hat immer gesagt: 'Sohn' (lange Pause), also er hat so viele Sachen gesagt (das Publikum lacht). Mein Vater sagte: In dieser Welt kann man so leicht verdorben werden, daß sogar deine Eltern dich verstoßen. Und wenn das passiert, dann wird Gott dafür sorgen, daß du die Fähigkeit behältst, auf den rechten Weg zu kommen."
Worte BobDylan
Text TaxiBerlin

1 Kommentar:

  1. Auf den rechten Weg bist du umbedingt, TaxiBerlin, und wir warten auf die tolle geschichte von deinem Eselabenteuer!

    PS - Sieht aus wie du hast die richtige Helden dabei.

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