16.06.2012

DROGE TAXI - FÜNFTE PHASE: AKZEPTANZ


Drahtesel (Detail)

Elisabeth Kübler-Ross teilt das Sterben in fünf Phasen ein, welche von mir aufgrund langjähriger Erfahrungen auf der Straße 1:1 auf die Abhängigkeit vom Taxifahren übernommen worden sind. Die fünfte und letzte Phase ist demnach auch bei der Droge Taxi die Akzeptanz. Das mag sich auf den ersten Blick recht unspektakulär anhören, beinhaltet aber eine geradezu revolutionäre Perspektive. Die frohe Botschaft für alle trockenen Taxifahrer lautet: Es gibt ein Leben - Nein, nicht nach den Tod! - aber immerhin nach dem Taxifahren. Nach sechs Wochen auf dem Fahrrad gehe ich noch einen Schritt weiter und behaupte, daß sogar ein Leben ohne Auto überhaupt prinzipiell möglich ist. Was sich so einfach anhört, ist in der Praxis allerdings nur schwer realisierbar, weil allzu oft der Leidensdruck nicht groß genug ist und dadurch bedingt die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Heilungsprozess fehlt - Die Akzeptanz.
Foto&Text TaxiBerlin

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