21.05.2012

DROGE TAXI


Friedrichstraße / Mitte

Jeder weiß es. So gut wie alles kann heutzutage abhängig machen: Sex, Geld, Spiel ... Daß auch Taxifahren zur Droge werden kann, wird einige überraschen. TaxiBerlin ist der lebende Beweis. Denn, ich gebe es ehrlich zu, ich bin abhängig.

Es gibt nichts herumzudeuteln, die Symptome sind eindeutig! Selbst mit dem Fahrrad steuere ich ungewollt typische Taxiziele an wie: Hotels (wegen der Toilette und den kostenlosen Zeitungen), Bahnhöfe (wegen der auch am Sonntag geöffneten Supermärkte) und selbst Flughäfen (nur um mal kurz nach Rom zu fliegen).

Es ist nicht zu übersehen: TaxiBerlin ist auf kaltem Entzug, auch wenn das bei dem Wetter draußen kaum vorstellbar erscheint. Aber es besteht Hoffnung. Selbst mein Therapeut sagt, daß ich es schaffen kann. Die wichtigste Nachricht für dich ist aber: TaxiBerlin kämpft für die offizielle Anerkennung vom Taxi als Droge. Mein Ziel ist es, daß in Zukunft auch deine Abhängigkeit vom Taxifahren als Droge anerkannt wird.

Aber TaxiBerlin geht noch einen Schritt weiter. Gemeinsam mit meinem Therapeuten arbeite ich an einer Therapie, mit der auch du von dieser Droge loskommen kannst. Daß ich gestern noch ein Geheimnis aus dem Projekt gemacht habe, hat nichts damit zu tun, daß ich mich wichtig machen wollte, sondern ist nur ein Symptom der Erkrankung: Die Verleugnung! (Die meisten meiner Leser erinnern sich aber: In Sachen Verleugnung gibt es unter Berliner Taxifahrern im Internet weitaus schlimmere Fälle.)

TaxiBerlin blickt jetzt in die Zukunft. Und dort sehe ich eine lange Reihe, jetzt nicht von Taxen am Flughafen, sondern von Taxifahrern, die sich mit Hilfe der Methode, die ich gerade gemeinsam mit meinem Therapeuten entwickle, von der Droge Taxifahren befreit haben. Gut gemeinte Gebete haben in der Vergangenheit nichts gebracht.

Deswegen fordere jetzt auch du von der Politik endlich die Anerkennung vom Taxifahren als Sucht und unterstütze TaxiBerlin bei der Entwicklung einer geeigneten Therapie mit einer Spende.

PS: Mit der Spende war Spaß, schließlich bin ich kein Gemeiner Grabbler. Mit dem Rest ist es mir Ernst!

Foto&Text TaxiBerlin

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