22.05.2012

DROGE TAXE - ERSTE PHASE: VERLEUGNUNG


Hilfreicher Hinweis

Elisabeth Kübler-Ross ist dafür bekannt, die fünf Phasen des Sterbens entdeckt zu haben. Das dürfte den meisten von euch noch bekannt sein. Daß man diese fünf Phasen auf die Abhängigkeit vom Taxifahren übertragen kann, wird den ein oder anderen überraschen. TaxiBerlin hat dies in seiner jahrelangen Praxis auf den Straße untersucht und für wahr befunden. Wer nicht glaubt, daß es unzählige Taxifahrer gibt, die verleugnen vom Taxifahren abhängig zu sein, vergleiche bitte die eigenen Symptome mit den hier beschriebenen.

Das Verleugnen ist menschlich und gehört insbesondere im Internetzeitalter zum Tagesgeschäft. Manch einer verleugnet nur sich selbst, weil er keinen Arsch in der Hose hat. Ein anderer hat dort aber auch schon seine Mutter verleugnet, weil der Gemeine Grabbler (Ganz im Zeitgeist: Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren!) ihre Bestattung der Allgemeinheit überhelfen wollte. Weiß er denn nicht, daß man das nur machen darf, wenn man der Heiland selbst ist, wo Himmelfahrt statt Beerdigung auf dem Programm steht?!

Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen ihn heraus rufen. Es saßen viele Menschen um ihn herum und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. (Markus 3, 31-34)

Der Grund für die Verleugnung der Sucht Taxifahren ist, daß ein Leben ohne das Taxifahren nicht vorstellbar bzw. wenig sinnvoll erscheint. Das ist aber nur das oberflächliche Erscheinungsbild. In Wirklichkeit stecken existenzielle Ängste dahinter. Beispielsweise die Sorge, daß morgen kein Schweinefrass mehr auf dem Tisch steht. Oder auch nur die Angst, nichts anzuziehen zu haben.

Eine Therapie ist insbesondere in Krisenzeiten wie diesen, wo man selbst um die eigene Bleibe bangen muss, extrem schwierig. TaxiBerlin empfiehlt als ersten Schritt, eine komplette Taxischicht umsonst zu fahren. Was sich leicht anhört, erweist sich in der Praxis, insbesondere für einen Gemeinen Grabbler, oft als sehr schwierig. Deswegen kann es hilfreich sein, auch im Interesse der Fahrgäste, ein entsprechendes Schild (Foto oben) vorzubereiten und geeignete Lektüre mitzuführen:

Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen: Entweder er wird den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird an dem einen hängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? (Matthäus 6, 24/25)

Foto&Text TaxiBerlin

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