31.12.2012

"LATTE-MACCHIATOISIERUNG"


Unter Artenschutz: Der Milchkaffee

Der gute alte Milchkaffee, früher ein Symbol für Berlin wie der Berliner Bär, steht in Berlin mittlerweile genauso unter Artenschutz wie Wolfgang Thierse, der schon immer (selbst Schuld!) am Kollwitzplatz im Prenzlauer Berg wohnt. Laut Spiegel-Online sind für den "Ur-Berliner" die Schwaben, womit eigentlich alle Zugezogenen aus "West-Deutschland" gemeint sein sollen, Schuld an der "Latte-Macchiatoisierung" ganzer Berliner Stadtteile. Was genau unter "Latte-Macchiatoisierung" zu verstehen ist, wird allerdings nicht verraten. Vermutlich der "deutsche Sonderweg", über den ich erst gestern geschrieben hatte. Auch wenn das jetzt den ein oder anderen überrascht: Ich habe nichts gegen den Latte Macchiato - ich trinke ihn nur nicht! Ich habe persönlich auch nichts gegen den Schwaben - im Schwabenland! Ich finde nämlich, daß der Schwabe dort viel besser als in Berlin für den Länderfinanzausgleich "schaffe" kann. Und wenn dann mal was übrig bleibt, darf er auch gerne nach Berlin kommen - aber nur zu Besuch!

Foto&Text TaxiBerlin

FLUCHTWEG


Tankstelle Interior (Detail)

Ich kaufe meine Schrippen schon lange nicht mehr beim Bäcker, sondern nur noch an der Tankstelle, vorzugsweise in Köpenick, und das nicht erst seit Herrn Thierse. Die Möglichkeit, dort auf dumme zugezogene Neuberliner aus dem Prenzlauer Berg bei Stuttgart zu stoßen, ist zwar nicht völlig auszuschließen, tendiert aber tendenziell gegen Null. An der Tankstelle im Prenzlauer Berg bei Stuttgart müsste es übrigens "Knallzeug für die Knalltüte hier" heißen, wenn nicht genau die, also die Knalltüte, zum Jahreswechsel - wie alle Jahre wieder - "nach Hause" fahren würde.

Foto&Text TaxiBerlin

30.12.2012

"ICK MUSS IN PUFF!"


Politisch korrekter Puff

Endlich mal einer, der weiß, wo er hin will! Heutzutage ist das eher die Ausnahme als die Regel im Taxi. Aber wo ist der nächste Puff im Kietz? Die heißen heute nämlich nicht mehr Puff. Und auch nicht einfach nur Club oder Bordell. Das hängt mit dem "Genderismus", dem politisch korrekten "Muschikult", zusammen, weiß mein Fahrgast zu berichten. Die Puffs heute haben Namen wie oben. Selbst für ihn, einem eingeborenen Berliner und überzeugten Puffgänger, wird es immer schwerer, einen Club mit Frauen nur für Männer zu finden. Früher, so klärte er mich auf, gab es die Latte nur in der Hose und nicht im Milchkaffee. Der Latte Macchiato, ein Espresso mit viel Milch, ist ein deutscher Sonderweg, den es so in Italien gar nicht gibt. In Italien gibt es nur den Caffè Macchiato, was nicht nur vollkommen ausreicht sondern auch sinnvoller ist, denn Latte Macchiato heißt wörtlich übersetzt "befleckte Milch". Aber immer noch besser, so die abschließende Bemerkung meines Fahrgasts, als "befleckte Hose", insbesondere wenn Mann in Puff muss.

Foto&Text TaxiBerlin

28.12.2012

I AM TOO SEXY FOR MY TAXI


Das Kondom für die ganze Taxe

Nicht nur ich habe zu Weihnachten Geschenke bekommen - nein, auch mein Taxi. Für die Alte Stinkende Dreckschleuder habe ich extra ein GanzTaxiKondom aus Amerika einfliegen lassen. Damit kann uns nun in der bevorstehenden Silvesternacht nichts mehr passieren. Der ein oder andere erinnert sich sicherlich. Vor einigen Jahren wäre meine Taxe in dieser Nacht fast abgefackelt worden. Schade nur, deswegen auch überhaupt dieser Beitrag, daß mich so keiner mehr mit meinem neuen T-Shirt in meinem Taxi sehen kann. It hurts!

Foto&Text TaxiBerlin

27.12.2012

DES GEMEINEN GRABBLERS WUNSCHLISTE


Mein neues T-Shirt (Detail)

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin mit meinen Weihnachtsgeschenken mehr als zufrieden. Zum neuen T-Shirt gab es - farblich passend - noch eine Flasche Jack Daniels dazu. Dabei hatte ich gar keine Wunschliste, noch nicht mal 'ne geheime. Es soll Leute geben (Ich nenne sie Gemeine Grabbler!), die veröffentlichen ihre Wunschlisten sogar im Internet - die Ärmsten. Die Erfahrung sagt, daß dadurch zwar mehr Menschen selbst die geheimsten Wünsche fremder Leute kennen, von diesen Wünschen deswegen aber kein einziger mehr in Erfüllung geht. Wozu dann die Preisgabe? Dabei weiß doch jeder, der bis Drei zählen kann, wie das Internet funktioniert. Im Prinzip so wie unsere Demokratie. Alle denken, sie hätten irgendwas zu sagen, dabei haben sie gar nichts zu sagen. Sonst würde sich doch irgendjemand für das gesagte - oder auch geschriebene - interessieren, oder? Und genauso ist das mit den Wunschlisten im Internet!

Foto&Text TaxiBerlin

26.12.2012

UND WAS IST MIT DER RUNDFUNKSTEUER?


Frohe Weihnachten! (Detail)

Nachdem wir den Weltuntergang kollektiv überlebt haben (leider!) und Weihnachten auch so gut wie vorbei ist, kann man auch mal Fünfe gerade sein lassen. Allerdings gilt spätestens im Neuen Jahr wieder die Alte Regel: Nur Schlechte Nachrichten sind Gute Nachrichten! Von denen wird es im Neuen Jahr jede Menge geben, und das nicht nur am Anfang. Ich sage nur: Rundfunksteuer!

Foto&Text TaxiBerlin

25.12.2012

DAS ETWAS ANDERE WEIHNACHTSKONZERT


Oberbaumbrücke / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Berlin ist - wie jedes Jahr - zur Weihnachtszeit wie ausgestorben. Die Meisten sind "nach hause" gefahren. Der hier gebliebene Rest ist sowieso in der Minderheit. Das interessiert den Meister wenig, um nicht zu sagen gar nicht. Ihn interessiert nur seine Musik, und das 365 Tage im Jahr. So ist es keine Überraschung, daß er auch heute auf seiner Brücke auf der Suche nach seinem Lied - seinem Stück Wahrheit - sein wird. Wer von dem in Berlin verbliebenen Rest auf der Suche nach dem Weihnachtskonzert der etwas anderen Art ist, sollte sich sogleich auf den Weg zur Oberbaumbrücke machen. Der Meister gibt dort heute eines seiner letzten Konzerte in Berlin.

Foto&Text TaxiBerlin

BÖSE ZUNGEN


Verlassenes Berlin

Der ein oder andere soll sich immer noch fragen, warum es - wie alle Jahre - seit Ende letzter Woche in Berlin zwar jede Menge Parkplätze aber keine Fahrgäste mehr gibt. Das liegt ganz einfach daran, weil mal wieder alle "nach Hause" - sprich Stuttgart - gefahren sind. Böse Zungen behaupten nun, daß das Taxigeschäft in der Hauptstadt schlecht ist, weil zur Weihnachtszeit - traditionell - vermehrt "unchristliche" Taxifahrer auf den Berliner Straßen unterwegs sind, was man allerdings weder denken geschweige denn schreiben darf.

Foto&Text TaxiBerlin

24.12.2012

FROHE WEIHNACHTEN


Waldkapelle, Reha-Klinik "Hoher Fläming", Bad-Belzig

Den direkten Kontakt zwischen Himmel und Erde stellt man am Besten barfuß her, zumindest nach Meinung des Meisters und Modernen Troubadours.
Foto&Text TaxiBerlin

22.12.2012

EIN MODERNER TROUBADOUR


Potsdamer Platz / früher Tiergarten / jetzt Neue Mitte

Bob Dylan gibt im Jahr etwa 100 Konzerte weltweit, was angesichts seines Alters von Anfang siebzig viel erscheinen mag. Im Vergleich zum zehn Jahre jüngeren Peter Bonev, der 365 Tage im Jahr auf Straßen und Plätzen, und das ebenfalls auf der ganzen Welt, spielt, nimmt es sich doch eher bescheiden aus. Die Legende aus den USA, die in Wahrheit Robert Zimmermann heißt, hat das Touren eigentlich auch gar nicht nötig. Um Geld braucht er sich keine Sorgen machen, trotz seiner vielen Kinder. Der Meister aus Bulgarien muss von seinen täglichen Konzerten eine vierköpfige Familie ernähren. Aber Peter Bonev ist nicht auf der Suche nach Geld, zumindest nicht in erster Linie, denn das liegt ja bekanntermaßen genau da, wo er spielt: auf der Straße. Peter Bonev ist auf der Suche nach seinem Lied, aber vor allem nach einem Stück Wahrheit. Und genauso wie für Alexis Sorbas, um auf dem Balkan, der Herkunft des Meisters, zu bleiben, sind für Peter Bonev die Frauen eine Quelle, zu der Mann von Zeit zu Zeit geht, um sich zu erfrischen. Wer NUR den Ton des Dudelsacks hören will, sollte allerdings auch hier an die Quelle gehen. Bis Ende Dezember spielt Meister Bonev auf den Straßen und Plätzen Berlins. Folge dem Klang des Dudelsacks, denn, das wusste schon Nietzsche: So wenig gehört zum Glücke!

Foto&Text TaxiBerlin

21.12.2012

VIERTER SALON CHRISTOPH


Weserstraße / früher Neukölln / jetzt Neukölln

Das komplette Kulturprogramm des Vierten Salons meines Freundes und Künstlerkollegen Christoph Meyer  würden diesen Blog sprengen. Neben unzähligen anderen hochkarätigen Acts wird Peter Bonev einmal mehr versuchen, mit seinem Dudelsack die direkte Verbindung zwischen Himmel und Erde herzustellen. Außerdem wird Taxi Berlin eine "Unwahre Geschichte aus dem wahren Leben eines Berliner Taxifahrers" zum Vortag bringen. Das Ganze heute ab 19 Uhr im Hinterhaus Weserstraße 57 im In-Bezirk Neukölln.

Foto&Text TaxiBerlin

"OHNE MUSIK WÄRE DAS LEBEN EIN IRRTUM."


Bulgarischer Dudelsack (Gaida) auf Oberbaumbrücke

"Wie wenig gehört zum Glücke! Der Ton des Dudelsacks. - Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum." (Nietzsche, "Götzendämmerung")
Foto TaxiBerlin

20.12.2012

NICHT FÜR DIESE OHREN



Peter Bonev, der seit mehr als zwanzig Jahren in den Straßen der Welt auf der Suche nach einem Stück Wahrheit ist, hat gestern im "Haus der Sinne" nichts geringeres versucht, als mit seinem Dudelsack den direkten Kontakt zwischen Himmel und Erde herzustellen. Diejenigen, die das verpasst haben, könnte man deswegen bedauern, was aber sinnlos ist. Denn genauso wenig, wie Nietzsches Mund für diese Ohren ist, ist es der Dudelsack von Peter.

"Haus der Sinne"
Foto&Text TaxiBerlin

12.12.2012

BERLIN - ALLES IST MÖGLICH


Peter Bonev und seine Gaida (Bulgarischer Dudelsack)

ALLES IST MÖGLICH beschreibt das Lebensgefühl im Berlin der Neunziger in einem Satz. Wer damals hier war, weiß wovon ich rede. Es mussten noch keine Clubs wegen Klagen geräuschempfndlicher Anwohner schließen. Im Gegenteil: Es gab jede Menge Konzerte mit richtig lauter Musik, viele sogar kostenlos, in Clubs und Kneipen, in denen es noch nicht Mode war, den Putz von den Wänden zu kratzen, um die darunter liegenden Steine frei zu legen. Der Putz fiel von ganz alleine ab und auch Konzerte organisierten sich damals praktisch von selbst.

So auch der Auftritt einer der besten Dudelsackspieler Bulgariens, Peter Bonev, auf den ich zum ersten Mal Mitte der Neunziger in den Straßen der bulgarischen Hauptstadt Sofia traf, wo er unglaubliche Improvisationen bulgarischer Volkslieder darbot, die selbst von Bulgaren kaum wiederzuerkennen waren. Als ich Peter Bonev erzählte, daß ich Taxifahrer in Berlin bin, stellte er sogleich fest: "Wir haben eine gemeinsame Heimat: Die Straße!" Denn obwohl Peter Bonev große Konzerthallen füllen könnte, spielt er seit mehr als zwanzig Jahren lieber auf den Straßen und Plätzen in Sofia, Delhi, London, Paris Wien und Berlin; immer auf der Suche nach dem direktem Kontakt zu seinem Publikum.

Mit der Musik von Peter Bonev in der Hand und der verrückten Idee eines Konzertes in Berlin im Kopf betrat ich Ende '97 das Kulturhaus Mitte, was sich damals in der Rosenthaler Straße befand. Die junge Frau im Büro war nicht nur sehr schön sondern auch sehr interessiert an der Musik auf der Kassette. Bereits am nächsten Tag rief sie zurück: "Ja, wir machen das Konzert, wir kümmern uns auch um die Reklame!" - Das Konzert fand damals nicht statt. Berlin war bereit gewesen, aber Bulgarien nicht. Besucher aus dem Balkanland brauchten damals eine Einladung aus Deutschland, die oftmals beim Adressaten nicht ankam, weil sie schlichtweg gestohlen wurde.

Ende 2011. Das Kulturhaus Mitte gibt es nicht mehr, aber der Traum eines Dudelsackkonzerts in Berlin ist immer noch in meinem Kopf. Nun, im Neuen Berlin, ist es schwer einen Club zu finden, der dem Jimi Hendrix des Bulgarischen Dudelsacks, wie Peter Bonev auch genannt wird, eine Bühne bieten will. "Die Sache rechnet sich nicht! Wer kommt schon zu einem Dudelsackkonzert?" antworten alle Veranstalter monoton.

Aber es gibt noch einen Ort in Berlin, wo Künstler wie Peter Bonev ihre Musik zu Gehör bringen können. Das Konzert des Bulgarischen Dudelsackspielers findet statt, wenngleich fünfzehn Jahre später, und auch nicht im Kulturhaus Mitte, sondern im "Haus der Sinne" im Prenzlauer Berg. Der Auftritt von Peter Bonev im Dezember letzten Jahres in dem kleinen Club für "Künstler und Verlierer", wie sich das "Haus der Sinne" auch nennt, der von der Mode den Putz von den Wänden zu kratzen verschont geblieben ist, ist ein voller Erfolg und "Der Musik-Tip des Monats" der amerikanischen Musik-Journalistin Anouschka Pearlman.

Dezember 2012. Peter Bonev ist wieder in Berlin und beschallt Tag für Tag trotz Kälte und Schnee die Wilmersdorfer Straße, den Mauerparkflohmarkt oder die Oberbaumbrücke. Am 19. Dezember wird Peter Bonev sich und seiner Gaida, wie der Dudelsack auf bulgarisch heißt, im "Haus der Sinne" in der Ystader Straße 10 wieder die Ehre geben. Wer den Jimi Hendrix des Bulgarischen Dudelsacks letztes Jahr verpasst hat, sollte ihn sich diesmal nicht entgehen lassen. Und das nicht nur wegen der Musik, die selbst Leute berührt, die ansonsten nichts mit Dudelsackmusik anfangen können, sondern auch, um noch ein wenig vom Lebensgefühl der Neunziger in Berlin mitzuerleben: ALLES IST MÖGLICH.

Foto&Text TaxiBerlin

11.12.2012

BERLIN FOR SALE


Vorfahrt für Käufer

Der massenhafte Kauf von Immobilien durch reiche Griechen und Spanier auch in Berlin - eben noch DAS THEMA Nummer Eins bei Spiegel Online, jetzt bereits verdrängt vom Thema WOHNUNGSBAU IN OST-JERUSALEM. (So schnell kann's gehen!) Sorry, aber mich als Mieter interessiert mehr der Wohnungsbau in OST-BERLIN. Noch mehr gilt mein Interesse aber dem Immobilienkauf in GESAMT-BERLIN. Daß der nun ausgerechnet von Interessenten aus den Krisenländern im Süden unseres schönen Kontinents, sprich Spanien, Italien und Griechenland, dominiert wird, will irgendwie nicht in meinen Kopf. Ich meine, daß Leute von dort ihr Geld gut anlegen wollen, dafür habe ich noch Verständnis. Aber warum ausgerechnet in meinem Berlin, von dem diese Leute sowieso keine Ahnung haben, noch daß sie jemals wirklich Interesse an Berlin gehabt hätten, und wo ich bereits deren Schulden bezahlen muss?!

Foto&Text TaxiBerlin

MOBILES BABY MAYBE


Jetzt auch im Taxi!

Es gibt Leute, die sind sich für nichts zu Schade, die kennen keine Schmerzgrenze, für Geld machen die alles. Im Prinzip so wie Privatfernsehen - nur schlimmer. Warum sollte das im Taxi anders sein?! Ein aktuelles Beispiel sind Schwangerschaftstests, die von einigen Kollegen in ihrer Taxe angeboten werden. "Mobiles Maybe Baby" sozusagen. Na gut, wer drauf steht!? Aber wer kauft die Dinger schon von einem dicken, stinkenden, schmierigen Taxifahrer, der außerdem vom vielen Taxifahren impotent ist?!

Foto&Text TaxiBerlin

10.12.2012

DAS GOLDENE KALB KOMMUNKATION


Berliner U-Bahn (Detail: \%Alc)

Gut, ich fühlte mich nicht gleich wie im "verkehrten Film", aber doch zumindest wie in der "verkehrten U-Bahn". Meinen die das wirklich Ernst? Oder ist jetzt nur so 'n Berliner Ding wie 1. Bundesliga, S-Bahn oder Flughafen? Und welche Alkoholika sind genau gemeint? Nur die Hochprozentigen, wie das Symbol % vermuten lässt? Oder auch Bier? Immerhin sieht die Flasche eher wie 'ne Bierflasche aus! Aber falls die das wirklich Ernst meinen: Wo bleibt der Aufschrei der Party People? Warum gibt es noch keinen \%Alc-Shit-Storm im Internet, noch keine Fanpage bei Facebook oder zumindest 'nen Flashmob auf'm Alex? Was ist los? Da wurde jahrelang das Goldene Kalb Kommunikation durchs Dorf getrieben - und dann das!?!?!?

Foto&Text TaxiBerlin

09.12.2012

BRATINO HEISST BRUDER


"Made by Peter Bonev"

Peter Bonev ist nicht nur einer der besten Dudelsackspieler. Peter Bonev ist auch einer meiner besten Freunde und "last but not least" der Erfinder der Waffeleisen-Küche. Letzte Nacht, ich war "engaged" mit Party People, wurde es mal wieder spät bei mir. Umso größer war die Freude über das, was Peter Bonev mit meinem Waffeleisen für mich vorbereitet (siehe Foto) hatte. Nur, und jetzt kommt der Haken an der ansonsten schönen Geschichte, nehme ich nach meiner Schicht seit längerem nur noch hochprozentige Flüssig-Kost zu mir. Ich habe wirklich alles ausprobiert. Aber nur hochprozentige Flüssig-Kost bringt mich runter nach den "Viel-zu-Vielen" in meiner Taxe.

Foto&Text TaxiBerlin

08.12.2012

ALWAYS IN MY WAY


Neuer Aufkleber im Alten Taxi

So sehr ich mich auch bemühe. Ich werde sie einfach nicht los. Sie sind ständig in meinem Weg. Im dümmsten Fall sogar bei mir im Taxi. Die Rede ist von diesen Party People. Auch hier plappern sie einfach drauf los. Ungefragt - versteht sich. Und als wenn das nicht schon schlimm genug wäre. Nein, sie quatschen auch noch englisch! Als wäre das das Selbstverständlichste von der Welt, in Berlin englisch zu sprechen. Ich meine, ich setzte mich doch auch nicht in Neu York ins Taxi und texte den Fahrer auf deutsch zu. Mache ich doch auch nicht! Und falls ich doch mal die Gelegenheit haben sollte, dann doch nicht mit diesem Nichts! Ich würde Nietzsche zitieren:

Der Rest: das sind immer die Allermeisten, der Alltag, der Überfluß, die Viel-zu-Vielen - diese alle sind feige!

Foto&Text TaxiBerlin

04.12.2012

SO KLEIN IST DIE WELT


Peter Bonev in Nessebar / Bulgarien

Nichtsahnend saß ich gestern mit meinem Freund Peter in meiner Lieblingskneipe im Kiez (Name wird nicht verraten) beim Bier, als er plötzlich von einem Amerikaner auf Bulgarisch angesprochen wurde, ob er nicht der Jimi Hendrix des Bulgarischen Dudelsacks (Gaida) sei. Ich muss sicherlich nicht extra dazu sagen, daß Peter, nachdem er den ganzen Tag die Oberbaumbrücke beschallt hat, seine Gaida zu Hause gelassen hatte. Der Amerikaner kannte Peter wirklich, und zwar aus Sofia, wo der kleine Park "Kliment von Ochrid" zwischen Parlament und Universität, in dem Peter seit mehr als zwanzig Jahren nahezu täglich und bei jedem Wetter spielt, im Volksmund deswegen bereits "Park des Dudelsackspielers" heißt. Und weil der Bulgarisch sprechende Amerikaner nicht nur ein Fan von Jimi Hendrix sondern auch von Peter Bonev ist, kommt er natürlich zu seinem Konzert am 19. Dezember im Prenzlauer Berg. Du kannst das übrigens auch, und zwar hier.

Foto&Text TaxiBerlin

02.12.2012

KLEINER BERLINER DIALOG


Dat DAT dat darf ...

Da ich kein Bock mehr auf Party People habe, fahre ich kaum noch Nachts sondern nur noch am Tage. Das hat den zusätzlichen Vorteil, daß durch die Sonne die Produktion von Vitamin D angeregt wird, was Depressionen verhindert. Aber eigentlich ist das gar nicht mehr nötig, denn der Hauptgrund für mögliche Depressionen ist bereits weggefallenen: Party People.

Mit anderen Worten: Endlich normale Leute! Leute mit Kindern zum Beispiel. Eigentlich mag ich Kinder. Ich mag nur keine Eltern, die nicht in der Lage sind ihre Gören, wie der Berliner ungezogene Kinder nennt, zu erziehen, sondern dies lieber der Allgemeinheit überlässt, was nicht nur Faulheit und Egoismus ist, sondern passive Aggressivität den Mitmenschen gegenüber.

Zum Glück war das verzogene Balg, im folgenden Dialog einfach nur DAT genannt, aber nicht anwesend. So konnte sich seine Großeltern ungestört über die zweifelhaften Erziehungsmethoden der eigenen Kinder austauschen, und ich hatte mal wieder zwar nicht das Große Kino aber immerhin das Kleine Kammerspiel bei mir im Taxi:

Opa: Darf DAT dat?

Oma: DAT darf dat!

Opa: Dat DAT dat darf ...

Foto&Text TaxiBerlin

01.12.2012

MEIN AUTO, MEIN HAUS, MEIN VORGARTEN


Pufendorfstraße / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Bis dato dachte ich, die Beklopptesten wohnen "Am Schweizer Garten", was eindeutig, wenn auch nur knapp, zum Prenzlauer Berg gehört. Letzte Nacht wurde ich eines Besseren belehrt. Die größten Idioten wohnen offensichtlich doch in meinem Kiez. Komischerweise kommt bei mir deswegen kein Hass auf, sondern nur Mitleid.

Ich habe kurz überlegt: Warum? Ich vermute, daß es mit der Lektüre von Henry Millers "Der klimatisierte Alptraum" zusammenhängt. Auf die Frage: "Hasst ihr uns denn niemals?", antwortet dort ein farbiges Hausmädchen: "Du lieber Gott, nein! Ihr tut uns nur leid. Ihr habt die ganze Macht und den Reichtum, aber ihr seid nicht glücklich."

Foto&Text TaxiBerlin

30.11.2012

JETZT HILFT NUR NOCH WETTEN


Landsberger Allee / früher Leninallee / Friedrichshain-Kreuzberg / früher Friedrichshain

Die Sanierung der AVUS, auch bekannt als Bundesautobahn A 115, konnte ein Jahr früher als geplant abgeschlossen werden. Die beteiligten Firmen können mit einer Bonuszahlung von insgesamt einer Million Euro rechen. Wer sagt es denn?! Allen innerstädtischen Dauerbaustellen zum Trotz - es geht doch! Wir können zwar keinen Fußball, keine S-Bahn, keinen Flughafen und auch keine Innenstadtbaustellen - aber Autobahn geht immer!

Zeitgleich wurde ein neues Gesetz verabschiedet. In Zukunft sollen die Energie-Verbraucher zahlen, wenn der Energie-Erzeuger Probleme mit der Energie-Bereitstellung, beispielsweise weil kein Kabel zur Energie-Weiterleitung, hat. Ich stelle mir gerade die Augen meiner Fahrgäste vor, wenn ich während der Fahrt auf der AVUS plötzlich versuche zusätzliches Geld für neue Reifen einzutreiben.

Aber es wird noch Besser: Unser Schwäbischer Schatzmeister sagt heute um 9:24 Uhr im Deutschen Bundestag, dass man den derzeitigen Prozess in der Europäischen Union mit der Lage der Osteuropäischen Staaten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion vergleichen kann.

Das ist insofern eine Überraschung, weil sonst niemand einen solchen absolut zutreffenden Vergleich gezogen hat. Es ist vielmehr so, daß alle Experten behaupten, daß es keinen solchen Crash geben wird. Aber das wurde damals sogar noch fünf Minuten nach dem Crash behauptet. Und deswegen hilft auch kein Beten mehr ...

Foto&Text TaxiBerlin

GESCHENKT!


Zitty Berlin (Detail)

Die Zitty lese ich schon seit Jahren nicht mehr. Und das liegt nicht nur an den bunten, das Licht reflektierenden Seiten, die das Lesen nahezu unmöglich machen. Daß ich die Zitty nicht mehr lese, liegt vor allen Dingen daran, daß sich die Themen in regelmäßigen Abständen wiederholen. So auch der Titel der abgelaufene Zitty "Geschenkt!". Zu diesem Thema ist aber nicht nur bereits alles gesagt, sondern auch erste Urteile gefällt: Es gibt nichts umsonst - auch nicht in Berlin! Besonders gut gefällt mir in diesem Zusammenhang die Aussage von Sven Regener über Generation Geschenkt alias Gemeine Grabbler alias Piraten Partei: "Man pinkelt uns ins Gesicht!". Dem ist an sich nichts hinzuzufügen. Vielleicht noch so viel: Es gab eine Zeit, die Rede ist von den Goldenen Neunzigern, da gab es in dieser Stadt wirklich etwas umsonst, und zwar das Lebensgefühl "Alles ist möglich!". Nur: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!".

Foto&Text TaxiBerlin

29.11.2012

DAS TÄGLICHE HAPPENING AM FLASCHENAUTOMAT (FORTSETZUNG)


Supermarkt im Ostbahnhof / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Der Supermarkt im Ostbahnhof hat dem täglichen Happening am Flaschenautomat jetzt einen Riegel vorgeschoben. Ausgerechnet ein Supermarkt als Spaßbremse! Grund ist übrigens nicht der Profisammler mit dem Hygienedefizit, und auch nicht der Taxifahrer, der immer am Ostbahnhof stehen muss, weil er nur den Ostbahnhof kennt. Schuld soll der Zugezogene sein, der sich am liebsten deswegen am Ostbahnhof tummelt, weil er noch ein richtiger Ossi werden will. Ein Ziel, das man grundsätzlich nur gutheißen kann, auch wenn es prinzipiell zum Scheitern verurteitelt ist. Das Problem ist auch nur der Gemeine Grabbler unter den Zugezogenen, der das "Schaffe, Schaffe" seiner alten Heimat mit "Sammle, Sammle" ins berlinerische zu übertragen versucht, weil hier "Schaffe" einfach zu sehr nach "Anschaffen", also Prostitution, klingt. "Sammle, Sammle, Flaschenautomatle fülle!" lautet übrigens die komplette neue Devise des Gemeinen Grabblers unter den Zugezogenen, gegen die nichts einzuwenden wäre, wenn es in unserer Stadt nicht Bedürftigere geben würde, die auf die Einnahmen vom Leergut angewiesen sind. Auch gibt es keine Garantie dafür, daß durch den Wechsel von "Schaffe, Schaffe" zu "Sammle, Sammle" die Gefahr der Prostitution gebannt ist. Nein, beim genaueren hinsehen geht sie insbesondere im Internet unverändert weiter, weswegen manch einer bereits von "Netzbeschmutzung" spricht.

Foto&Text TaxiBerlin

28.11.2012

DAS TÄGLICHE HAPPENING AM FLASCHENAUTOMAT


Supermarkt im Ostbahnhof / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Kennst du das auch? Du gehst früh um halb elf noch halb verpennt zum Supermarkt an der Ecke. Du willst einfach nur ein Stück Butter und zwei Brötchen für dein Frühstück kaufen. Natürlich willst du auch deine drei leere Bierflaschen vom Vortag abgeben. Schließlich ist deine Wohnung nicht so groß, als das du die lagern könntest. Du freust dich schon auf dein Frühstück, aber plötzlich gibt es ein Problem. Das Problem ist die Person vor dir am Leergutautomaten. Ich meine jetzt nicht den professionellen Flaschensammler mit dem Hygienedefizit. Der weiß vielleicht nicht, wo die Seife ist, aber dafür kennt er die Zeiten, wann er seine Flaschen abgeben kann. Nein, die Person vor dir sieht eher so aus, als könnte sie ihr Leergut problemlos dem Profisammler überlassen, womit letztendlich allen geholfen wäre. Aber nein, in dieser Frage ist sie oder auch er völlig schmerzfrei. Generation ICH + PARTY PEOPLE sozusagen. Und bevor du eine Stunde vorm Leergutautomaten wartest, weil der muss auch irgendwann mal geleert werden, nimmst du deine drei leeren Flaschen wieder mit nach Hause. Morgen ist auch noch ein Tag. Morgen sind es dann aber schon sechs Flaschen und übermorgen neun. Aber irgendwann kommt der Tag, da ist der Leergutautomat nur für dich da. Dann hast du vielleicht selbst schon fünf Tüten mit Leergut. Und wenn dann die Person mit ihren zehn Tüten kommt und auf dich warten muss - ich kann dir sagen: Es gibt nichts schöneres!

Foto&Text TaxiBerlin

27.11.2012

ALLE WOLLEN IMMER NUR NOCH CHILLEN


"Chillende"

Aber was genau meint eigentlich dieses "Chillen"? Weißt du es? "Chillen" ist laut Wikipedia "kühlen" bzw. "abkühlen" (englisch) oder auch "sich beruhigen", "sich entspannen", "rumhängen" und "abhängen" (amerikanisch). So weit - so gut! Das beantwortet aber immer noch nicht die Frage, warum alle Welt plötzlich nur noch "Chillen" will. (Insbesondere auch junge Leute im Taxi.) "Chillen" macht für mich nur Sinn, wenn ich vorher etwas getan habe. Wovon sollte ich mich sonst "entspannen" oder "abkühlen"? Jetzt bleibt noch die Frage: Was haben diese Leute genau gemacht, außer vielleicht ein bisschen Party ...

Foto&Text TaxiBerlin

26.11.2012

VON GUTMENSCHEN, GEMEINEN GRABBLERN & LINKEN LINKEN


Gute Nachrichten für Gemeine Grabbler

Gutmenschen behaupten immer wieder, daß der Begriff Gutmensch seinen Ursprung darin hat, was Victor Klemperer als LTI bezeichnet - Lingua Tertii Imperii. Offensichtlich kennt der Gutmensch Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" nicht, obwohl er so viel von ihm lernen könnte. Möglicherweise kennt er ihn aber genau deswegen nicht, denn der Gutmensch ist im allgemeinen Weiterbildungsresistent. Prinzipiell lassen sich Gutmenschen in Gemeine Grabbler und Linke Linke unterteilen. In der Regel treten Gutmenschen in einer Art Mischform auf, in der manchmal das Eine und manchmal das Andere überwiegt, was aber nicht neu ist. Neu ist die Gute Nachricht, mit der sich Banken und Sparkassen aktuell an den Gemeinen Grabbler wenden. Er, also der Gemeine Grabbler, hat SIE noch nicht verpasst. Die kostenlosen Kalender für das kommende Jahr treffen erst diese Woche ein.

Foto&Text TaxiBerlin

25.11.2012

BERLINER U-BAHN CHAOS


Platz vor dem Neuen Tor / früher nur Mitte / heute Neue Mitte

Nach der Berliner S-Bahn hat es nun auch die U-Bahn erfasst: Das Chaos. Die U 2, die bisher von Pankow nach Ruheleben fuhr, fährt jetzt zum Hauptbahnhof. Aber es wird noch besser. Die U 3, die es bis dato überhaupt nicht gab, fährt plötzlich, über Nacht sozusagen, zur Chausseestraße. Davon könnten die sich bei ihrem Schneckentempo U-Bahn Bau Unter den Linden ruhig mal was abgucken!

Foto&Text TaxiBerlin

23.11.2012

DANKE FÜR PARTY DENKMAL


Denkmal (Entwurf)

Zugegeben, es ist nur eine Idee von vielen. Aber was könnte besser passen für ein DANKE FÜR PARTY DENKMAL als eine besprühte Jalousie, hinter der Brave Berliner Bürger Dank dem nicht versiegenden Party People Strom nicht zur Ruhe finden?!

PS: Die Ausschreibung für das Denkmal geht noch bis Ende des Jahres. Die Entwürfe nimmt der Regierende von ARM ABER SEXY höchstpersönlich entgegen.

Foto&Text TaxiBerlin

22.11.2012

NICHT PREISWERT ABER ALTERNATIV


Alternativ-Tanke (Werbung)

Ich dachte, ich hätte ein Loch im Tank, als ich das erste Mal meine "neue" Alte Stinkende Dreckschleuder auftankte - 96,- Euro! Es lag aber am aktuellen Sprit-Preis. Selbst Dreck machen ist nicht umsonst. Manch einer fragt sich jetzt, ob ich nicht ein schlechtes Gewissen habe wegen dem ganzen Dreck. Ja, habe ich! Und deswegen fahre ich ab sofort nur noch zur Alternativ-Tanke bei mir um die Ecke. Das ist zwar nicht preiswerter, aber zumindest, wie der Name schon sagt, alternativ. Aber das Schönste ist, daß aus meiner Alten Stinkenden Dreckschleuder automatisch eine Alte Alternative Dreckschleuder wird. Das habe ich sogar schriftlich!

Foto&Text TaxiBerlin

21.11.2012

PREISE AN DIE WIR UNS SCHON MAL GEWÖHNEN SOLLTEN


Oranienburger Straße / Neue Mitte / früher Nur Mitte

Geld ist nur ein Problem für den, der keins hat. In diesem Fall hat der aber nochmal Glück gehabt. Das Bild, was im KUNST-OUTLET nur € 650,- kosten soll, ist wirklich nicht der Rede wert. Was aber, wenn solche Preise bald auch bei EDEKA-NEUKAUF um die Ecke in der Rosenthaler aufgerufen werden?!

Foto&Text TaxiBerlin

20.11.2012

TIP IST NOT A TOWN IN CHINA


In meiner Stammkneipe

Am Sonntag, Volkstrauertag (wann sonst?!), war es dann so weit. Erstmal Kurzstrecke = Kotzstrecke (was sonst?!). Dann aber nicht wissen wohin (Geheimkonzert irgendeines Popsternchens). Aussehen wie 'ne billige Nutte (riechen auch!). Mich vollquatschen wollen (Ich arbeite bei Universal und singe auch). Und zum Schluss Null Trinkgeld - Ekelhaft!

PS: Das Foto noch zu schön für diesen Beitrag.

Foto&Text TaxiBerlin

19.11.2012

BERLIN - STADT DER KURZEN WEGE


Seddiner Straße / Friedrichsfelde Ost / Lichtenberg

Viele Berlin Besucher loben die kurzen Wege am Flughafen Tegel (TXL), die es vielleicht eines Tages nicht mehr geben wird. Dann ist es gut zu wissen, daß Berlin nicht nur in TXL die Stadt der kurzen Wege ist, wie obiges Bild beweist. Besucher der Shisha-Lounge versicherten mir letzte Nacht glaubwürdig, daß es von der Lounge aus einen direkten Durchgang zum Bestattungsinstitut geben würde. Was es mit Sicherheit aber auch dort nicht gibt, mögen die Wege noch so kurz sein und egal wie viele Wasserpfeifen man raucht, sind Bestattungen zum Nulltarif.

Foto&Text TaxiBerlin

18.11.2012

JETZT HILFT NUR NOCH AUSWANDERN ...


Axel-Springer-Straße / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Au weija - das tut weh, dachte ich, als mich diese drei Figuren im Business-Look blöd von ihrem Plakat anglotzten. Die wollen jetzt auch Berliner sein! Ausgerechnet die, die früher Berlin nicht mal mit dem Arsch angesehen haben. Und wegen einem Job kommen sie nach Berlin! Aber von welchem Job reden sie? Als ob es in dieser Stadt niemanden geben würde, der diesen Schmutz nicht auch machen könnte!? Jetzt hilft nur noch auswandern, fiel mir als nächstes ein. Aber warum diesen Typen unsere Stadt einfach so überlassen? Schließlich ist Widerstand doch erste Bürgerpflicht, oder?!

Foto&Text TaxiBerlin

17.11.2012

DRECKSCHWEIN


Dreckschwein (Detail)

Gestern war es nun soweit. TaxiBerlin ist zurück auf den Berliner Straßen. Es war gar nicht so schlimm, wie ich mir das vorgestellt hatte nach einem halben Jahr Abstinenz. Abstinenz nicht nur vom Taxi fahren sondern vom Auto fahren überhaupt. Gut, ich habe mich einige Male mit der falschen Konzessionsnummer gemeldet, aber am Geschäft hat sich zum Glück nichts geändert. Einsteigen, losfahren, und natürlich nicht vergessen, das Taxameter einzuschalten. Ansonsten gilt die alte TaxiBerlin-Regel: Bevor mich jemand vollquatscht, quatsche ich ihn voll. Wer jetzt Lust bekommen hat, mal mit mir zu fahren: Du findest mich in einer Alten Stinkenden Dreckschleuder - immerhin nicht per Pedes sondern per Mercedes!

Foto&Text TaxiBerlin

14.11.2012

BALKAN ROAD MOVIE PROUDLY PRESENTS: BEST BULGARIAN BAGPIPE


Bulgarischer Dudelsack (Gaida)

Vorerst zwei Veranstaltungstips in eigener Sache. Möglicherweise kommen noch mehr dazu. Du kannst den Besten Bulgarischen Dudelsackspieler auch buchen. Beispielsweise für ein Kurzkonzert auf deiner privaten Weihnachtsfeier. Mehr Infos findest du dort hier.

Foto&Text TaxiBerlin

13.11.2012

BERLIN VERTEIDIGEN


Überall in Berlin

Ehrlich gesagt, es fällt mir angesichts des täglich zunehmenden Schwachsinns in der Stadt immer schwerer. Alles fing Ende der Neunziger ganz harmlos an. Plötzlich wurde der Putz von den Wänden gekratzt (siehe Foto), obwohl der eigentlich noch ganz OK war. Vorher fiel er von den Wänden, weil keiner das Geld zum Neu-machen hatte. Fehlt nur noch, daß einer den Putz von der Wand, wie manch einer den Kitt aus dem Fenster, gefressen hätte. Früher sagte man: Aus der Not eine Tugend machen. Spätestens wenn aus der Not ein Geschäft gemacht wird, sollte man hellhörig werden.

Foto&Text TaxiBerlin

12.11.2012

NEW YORK ... CITY


New York Shirts (Detail)

Einige werden mich jetzt wahrscheinlich für Größenwahnsinnig halten, weil ich behauptet habe, daß meine New York Bilder besser sind als die in der Galerie in der Auguststraße in Berlin-Mitte. Ich kann euch beruhigen. Selbst ausgenüchtert bin ich immer noch der selben Meinung. Der wirklich verwunderliche daran, daß meine Bilder besser sind, ist auch nur, daß ich gar kein Fan von New York bin.

Foto&Text TaxiBerlin

GALERIE AUGUSTSTRASSE


Yellow Cab / New York / USA

Wie kommen denn meine New York Bilder in diese Galerie, war mein erster Gedanke. Zugegeben, ich war nicht mehr ganz nüchtern, als ich früh um halb sieben aus Clärchens Ballhaus fiel. Deswegen brauchte ich auch einen Moment, um zu realisieren, daß das gar nicht meine Bilder waren. Denn, und das fiel mir auf den ersten Blick auf, meine Bilder sind viel besser.

Foto&Text TaxiBerlin

11.11.2012

ARMER PIRAT (FORTSETZUNG)


"Der Kleine Grabbler"

Ober-Pirat Johannes Ponader lebt ab sofort laut Spiegel-Online "komplett von seinem eigenen Geld". Das musst du dir mal vorstellen! Was bis gestern noch selbstverständlich war, ist heute schon eine Meldung wert. Aber es wird noch besser! Zur zukünftigen Sicherung seines Lebensunterhalts ist Johannes Ponader gerade "konkret" dabei ein Kinderbuch zu verfassen. Als möglicher Titel ist "Der Kleine Grabbler" im Gespräch.

Foto&Text TaxiBerlin

ARMER PIRAT


Haste mal fünfzig Cent?

Ober-Pirat Johannes Ponader (ein Name, den man sich nicht merken muss!) hat sich laut Spiegel-Online dafür entschuldigt, daß er die Piraten-Basis geplündert hat, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Genau genommen war es ein schnöder Spendenaufruf, mittels dessen er sich bereichert hat . Früher nahmen sich Piraten einfach das, was ihnen nicht gehörte. Heute sind sie offensichtlich Bittsteller, die um milde Gaben betteln. Ich nenne sie Gemeine Grabbler, die allerdings in der Politik gut aufgehoben sind. Und ich bin mir gar mehr so sicher, ob man sich den Namen Johannes Ponader nicht doch merken sollte ...

Foto&Text TaxiBerlin

NUR SCHLECHTER GESCHMACK ...


BRAUCHT KEINEN NAMEN

Ich frage jetzt nicht, in welcher Kreativbutze dieser Schwachsinn entstanden ist. Jeder, der nur halbwegs Eins und Eins zusammenzählen kann, weiß, daß nur schlechter Geschmack keinen Namen braucht. Mir geht es in diesem Zusammenhang um etwas anderes. Laut Deutschem Reinheitsgebot von 1516 darf Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser enthalten. Kann mir einer sagen, was dann Hopfenextrakt oder Hopfenauszüge im Bier zu suchen haben?

Foto&Text TaxiBerlin

10.11.2012

UND, WAS MACHST DU SO?


HOMEYOGA!

Bisher war ich geneigt, auf die Frage UND, WAS MACHST DU SO? wahrheitsgemäß zu antworten. Mit den Jahren musste ich feststellen, daß das immer weniger Leute verstehen geschweige denn gut finden. Lange Zeit habe ich überlegt, woran das liegen könnte. Heute habe ich nun endlich nicht nur die Antwort sondern auch die Lösung gefunden: Man muss, was die Wahrheit angeht, mit der Zeit gehen!

Foto&Text TaxiBerlin

09.11.2012

DIE HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN BRAUCHT DICH


Überall in Mitte / jetzt Neue-Mitte

Das Problem ist nicht neu. Immer mehr Menschen haben zu viel Zeit und kontrollieren andere Menschen, aber vor allen Dingen sich selbst. Diesen Menschen kann jetzt geholfen werden. Keine geringere unter den Hauptstadt-Unis als die Humboldt-Universität zu Berlin bietet ab sofort einen eigenen Studiengang für zwanghafte Menschen an. Nachdem es dort bereits ein eigenes Zentrum für Geschlechterstudien gibt, ist das aber, zumindest für den Eingeweihten, keine wirkliche Überraschung mehr.

Foto&Text TaxiBerlin

20 JAHRE BERLIN


Friedrichstraße / früher Mitte / jetzt Neue-Mitte

Zugezogene Berliner, auch Neu-Berliner genannt, haben ihre eigene Zeitrechnung, wogegen prinzipiell nichts einzuwenden ist. Generell muss allerdings zwischen denen, die sich bereits in den verrückten Neunzigern herwagten, und den Langweilern und Sackgängern, die erst nach der Jahrtausendwende kamen, weil ihnen irgendein Trottel gesagt haben muss, daß Berlin gerade IN ist, unterschieden werden.

Foto&Text TaxiBerlin

"ICH SPÜRE DIE MÖGLICHKEIT VON REVOLUTIONÄREN VERÄNDERUNGEN AUF DER WELT"


Revolutionärer Briefkasten (Detail)

Das sagt laut "Spiegel" Helmut Schmidt. Der Mann hat ein gutes Gespür. Genau genommen hat die Weltrevolution aber bereits begonnen und zwar im indischen Jhunjhunu. Dort erwarten den Wildpinkler neuerdings Freiwillige, die sich hinter den Unverbesserlichen stellen, um ihn mit Pfeifen und Trommeln zumindest in Verlegenheit zu bringen. Laut "The Times of India" vom Montag sollen sogar die Namen der Bösewichte veröffentlicht werden. Ich will es jetzt nicht überbewerten, aber ich find's ehrlich gesagt schon ein bisschen Schade, daß diese innovative Kacke nicht auf deutschem Mist gewachsen ist ...

Foto&Text TaxiBerlin

08.11.2012

VOM SCHWABEN LERNEN ...


Irgendwo im Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Das wird den ein oder anderen von euch jetzt überraschen, daß er ausgerechnet vom Schwaben lernen soll, der sich bisher vor allem dadurch ausgezeichnet hat, daß er auch in unserer Stadt viel "Letzte Unruhe" verbreitet hat. Aber nachdem sich immer mehr und mehr Bäckereien, insbesondere auch in Friedrichshain-Kreuzberg, in türkischer Hand befinden, wo Brot und Brötchen nur noch aufgewärmt und nicht mehr gebacken werden, macht es richtig Spaß zum Schwaben zu gehen, der nach eigenen Angaben noch selbst backt. Die Frage allerdings, ob der Schwabe wirklich selbst backt, oder den Türken bei sich backen lässt, konnte nicht abschließend geklärt werden. Auch ist die Brezel, die neben dem Schild "Schwäbischen Bäckerei" hängt, keine Goldene Brezel der Berliner Bäcker-Innung. Die Brezel vom Schwaben ist, leider muss man sagen, definitiv "getürkt"!

Foto&Text TaxiBerlin

06.11.2012

ANTI-ACCESSOIRE


Irgendwo im Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Ist das Fernsehen noch schlechter geworden, oder warum stehen neuerdings so viele Fernseher auf der Straße? Haben die das vielleicht mit der Rundfunkgebühr ab 2013 missverstanden? Möglicherweise kommt auch nur gerade in Mode, keinen Fernseher mehr zu habe. In diesem Fall wäre zu überlegen, sich wieder einen anzuschaffen. Am Einfachsten wäre das im Moment, wo so viele auf der Straße rumstehen. Muss ja nicht funktionieren. Ich bräuchte den ja nur als modisches Anti-Accessoire. Haltet mich bitte auf dem Laufenden, was das mit der TV-Schwemme auf sich hat!

Foto&Text TaxiBerlin