12.07.2011

POST POSTFEMINISMUS oder DAS ENDE DES MUSCHIKULTS


Hops&Barley / Friedrichshain

Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen und sogar die Mehrheit der Frauen andere Probleme haben als die Frauenbewegung, mit der es sich irgendwie ähnlich verhält wie mit der Anti-Atomkraft - es ist Schnee von gestern. Dabei ist den meisten bereits der Postfeminismus der Neunziger entgangen, der noch behauptete, daß es so viele geschlechtliche Identitäten geben würde wie es Menschen gibt (was für ein Quatsch!).

Der Streit unserer Familienministerin Kristina Schröder, die übrigens die erste Bundesministerin überhaupt ist, die während ihrer Amtszeit ein Kind bekam, mit Alice Schwarzer; der Freispruch von Jörg Kachelmann und die spektakuläre Wende im Strauss-Kahn Prozess halten viele Zeitgenossen für Nebenkriegsschauplätze der Krise, was auf den ersten Blick stimmen mag. Ich jedoch denke nicht so.

Ich denke vielmehr, daß es in Krisenzeiten wie diesen, die (noch!) keine Kriegszeiten sind, wo die Männer also nicht massenweise im Feld krepieren und die Frauen nicht zwangsläufig das Zepter übernehmen (ob sie wollen oder nicht!), Männer wieder Männer und Frauen wieder Frauen sein dürfen, wenn nicht gar müssen.

PS: Ich liebe Krisenzeiten!
Foto&Text TaxiBerlin

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