23.07.2011

HENRYK M. BRODER GIBT JOURNALISTENPREIS DES DEUTSCHEN KULTURRATES ZURÜCK


Irgendwo in Kreuzberg / Jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Dazu heißt es in seiner Begründung:

Peinlich in diesem Zusammenhang ist nicht der Besuch Sarrazins in Kreuzberg und der Versuch des ZDF, das Ereignis zu dokumentieren, peinlich ist nur Ihre unsägliche Stellungnahme, mit der sie sich auf die Seite des Pöbels stellen, der in Kreuzberg mittlerweile das Sagen hat.

Selbst wenn Sarrazin und das ZDF vorgehabt hätten, einen Eklat zu inszenieren, so ist das in einer funktionierenden Demokratie, die nicht von Kulturräten verwaltet wird, ein legitimes Mittel, auf Umstände, Missstände und Zustände aufmerksam zu machen, deren Existenz gene geleugnet werden.

Im Lichte dieser Äußerungen zu Sarrazin finde ich nun, dass wir den Preis nicht verdient haben beziehungsweise dass Sie der falsche Preisgeber sind. Ihre Haltung ist antiaufklärerisch, paternalistisch und reaktionär, sie fördert die Einrichtung von No-go-Areas, die es in einer offenen Gesellschaft nicht geben darf.
Foto TaxiBerlin

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