25.07.2011

GENTRIFIKATION GENTRIFIZIERUNG GENTRIFIZIERER GENTRIFICATION


Gabriel-Max-Straße / Friedrichshain

Der Medienskandal, mit dem sich die Inselaffen gerade rumschlagen müssen, wäre ja ganz nett, aber nichts im Vergleich zu dem, was hier abgeht. In unserem schönen Land soll es eine Liste von Wörtern geben, die politisch nicht korrekt sind und deswegen von den Medien nicht benutzt werden dürfen. Das wäre der eigentliche Skandal. Davon war mein Fahrgast überzeugt, der gar nicht aussah wie ein Verschwörungstheoretiker.

Später hörte ich im INFO-RADIO eine Gesprächssendung. Das Thema war die Gentrifikation und ihre Folgen. Eine Teilnehmerin bestritt, daß es so etwas überhaupt geben würde. Da kann man nichts machen. Die Leugnung der Verdrängung der Alteingesessenen Bevölkerung durch Besserverdienende Zugezogene ist kein Straftatbestand. Unser Finanzsenator spricht vorgestern in der TAZ dagegen Klartext: "Die Preise in Berlin werden steigen".

Apropos TAZ: Sucht man dort nach dem Wort Gentrifikation, kommt man immerhin auf drei Beiträge, einem vom April 2009 und zweien vom Dezember 2010. 2011? Fehlanzeige! Mein Liebling ist zweifellos der Artikel vom 28.12.2010, der mit einem Brief eines angegriffenen Yuppies in New York Ende der 80er endet:

"Was denkt ihr denn, wie wir uns fühlen, wenn wir behandelt werden wie Millionäre und überhöhte Mieten zahlen für schlechte Wohnungen?" Jetzt wissen wir mehr darüber.

In der Tat! Ab sofort gibt es bei mir im Taxi nicht nur Kotztüten sondern auch Taschentücher ...

Wildenbruchstraße / Treptow
Fotos&Text TaxiBerlin

Kommentare:

  1. Anonym8/14/2014

    Gentrifizierungs-Dünnschiß würde ich ab sofort "Gentrirrhoe" nennen. Ein zusammengesetztes Wort aus Gentrifizierung und Diarrhoe (Durchfall).

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  2. Anonym8/14/2014

    Diesen Ganzen Gentrifizierungs-Dünnschiß würde ich Gentrirrhoe nennen. Zusammengesetztes Wort aus Gentrifizierung und Diarrhoe (Durchfall).

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