02.03.2011

VERFAHREN EINGESTELLT

Grand Central Station / New York

Jetzt ist es amtlich. Du darfst als Berliner Taxifahrer von jedem beliebigen Hanswurst, selbst aus Süddeutschland, nicht nur um die Zeche geprellt sondern auch noch beleidigt werden. Da zwei Dinge bekanntlich immer ein Ding zuviel ist, sah ich mich seinerzeit gezwungen die Ordnungshüter antanzen zu lassen. Damit hatte der Migrant aus Süddeutschland wohl nicht gerechnet. Wahrscheinlich dachte er, der Berliner Taxifahrer wäre genauso blöd wie die in seiner Heimat, oder auch bei ihm "zu hause".

Nun bezahlte er plötzlich so rasch die Fahrt, wie er wahrscheinlich noch nie ein seinem ganzen Leben eine Taxifahrt bezahlt hat. Der Exilant aus Süddeutschland kann eben auch anders - wenn er will! Aber macht man denn so etwas? Einfach sich aus dem Staub machen ohne zu bezahlen? Wie soll der Taxifahrer denn seine Familie ernähren und seine Steuern bezahlen? Wenn man nur solche Kundschaft hätte, müsste man jeden Tag einen neuen Kredit aufnehmen.

Der ehrlose Migrant aus Süddeutschland wollte sich nun, nachdem er "ganz freiwillig" gezahlt hatte, immer noch aus dem Staub machen. Das ging natürlich nicht, weil ich doch die Ordnungshüter bestellt hatte wegen der bösen Beleidigung. Die bestritt er mittlerweile. Macht man denn sowas? Als ehrenhafter Mann? Oder kann man bereits von einer gewissen Ehrlosigkeit sprechen? Woran allerdings nicht nur der Süddeutsche Migrant sondern die Mehrheit unserer Gesellschaft krankt.

Eine Erkenntnis, die übrigens auch von vielen Migranten aus der Türkei geteilt wird. Noch vor dem ganzen Muschikult, die den Deutschen Mann paralysiert hat, ist es seine Ehrlosigkeit, die ihn als Mann geradezu lächerlich macht. Aber es kommt noch besser. Mein ehrloser Migrant aus Süddeutschland begann seine schriftliche Erklärung zum Vorfall ungefähr so: Ich kam aus dem Lokal, wo ich mit Freunden Champagner getrunken habe und stieg in eine Taxe ...

Das ist doch ein Brüller, oder!? Vor allem die Sache mit dem Champagner war ein wahnsinnig wichtiges Detail. Der Höhepunkt war, daß er die Polizei, als ich diese telefonisch gebeten hatte zu kommen, als Zeugen benannt hat. Als Zeugen dafür, daß ich ihn geschlagen hätte, während ich mit denen telefonierte. Mach das mal selbst! Halte mit der einen Hand dein Handy ans Ohr und schlage, wenn du niemand anderen hast, mit der anderen Hand dich selbst! Dabei noch ins Telefon sprechen - muss ja nicht gleich die Polizei sein! Und? Geht gut, oder!?

Komischerweise hat er den Ordnungshütern direkt vor Ort gar nichts von den Schlägen erzählt. Die sind ihm erst im Nachhinein eingefallen. Ob das am Champagner gelegen hat? Vielleicht sollte man den Ausschank von Champagner an Zugezogene in Berlin in Zukunft etwas mehr reglementieren. Ein Bild von der Hand, auf die ich ihm geschlagen haben soll, hatte er übrigens seiner Aussage noch hinzugefügt. Eins vom Automaten, und nicht vom Arzt! Wie blöd kann ein Mann in Süddeutschland denn sein?!

Ich hatte ja damals eine fiktive Geschichte geschrieben, in dem ich dem Typen eine runter gehauen habe. Die Helleren unter euch haben das natürlich sofort als solche erkannt. Heute, nachdem das Verfahren eingestellt wurde, frage ich mich, ob ich dem Migranten aus Süddeutschland nicht doch besser eine runter gehauen hätte. Vielleicht säße ich jetzt deswegen im Knast. Aber wäre das angesichts des ganzen Schmierentheaters nicht doch ehrenhafter gewesen?

PS: Manch einer nennt das Schmierentheater auch Täterschutz. Soweit würde ich natürlich niemals gehen ...

Text TaxiBerlin

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