20.02.2011

TIERTAXI HILFT

Lange, möglicherweise zu lange, habe ich Personen befördert. Da kam mir die TREPTOWER TIERTAXE gerade recht. Das Besondere am TIERTAXI ist, daß es auch die TIERBESTATTUNG anbietet. Die traue ich mir zwar zu, doch erinnere ich mich eines Schwäbischen Kollegen, der gerade in Sachen BESTATTUNG weit bedürftiger ist als ich.

Immer wieder frage ich mich, welcher Hintergrund problematischer ist: Der des Anatoliers oder der des Schwaben? Zweifellos sind beide schwierig. Sowohl der Schwabe als auch der Anatolier sind, wie wir alle wissen, des Hochdeutschen nicht wirklich mächtig. Bei allem Verbindenden kann man dem Anatolier, im Gegensatz zum Schwaben, aber eines nicht vorwerfen: Geiz!

(Spätesten seit Fatih Akins Film IM JULI weiß auch der letzte Schwabe, wie der Anatolier mit einem verstorbenen Familienmitglied umgeht. Ohne Papiere, und vor allem auf eigene Kosten, bringt der Anatolier ihn zurück in die Heimat – sozusagen „nach Hause“. Dort wird er dann zu Recht als Held gefeiert. Dabei war der Verstorbene „nur“ sein Onkel – aber das nur nebenbei!)

Reiche Russen wohnen in Charlottenburg, arme Russen in Marzahn. Der Schwabe wohnt bekanntlich im Prenzlauer Berg oder gar in Mitte, wenn es sich seine Schwabeneltern leisten können. Aber was ist mit dem armen Schwaben? Und gibt es ihn überhaupt? Ist nicht jeder „schaffe, schaffe Häusle baue“ Schwabe, spätestens im Vergleich zum Anatolier, ein reicher Schwabe?

Ein Schwäbische Kollege vom Ostbahnhof wohnt in Marzahn. Aber wer oder was zwingt ihn, sich zwischen Russlanddeutschen und jeder Menge Ossis „zu Hause“ zu fühlen? Auf den ersten Blick scheint es nur einen Grund zu geben: Seinen Geiz! Der Geiz des Schwaben geht so weit, daß er buchstäblich jeden Cent aus dem Internet saugt, sich aber dann wundert, daß er diesen ordnungsgemäß versteuern soll. So ist er halt: Der Schwabe!

Nun wissen wir vom Schwäbischen Kollegen aus Marzahn auch, daß er bei der Beisetzung seiner Mutter extrem rumgegeizt haben soll. Auf jeden Fall ließ der Kollege via Internet der Welt wissen, daß er es für angemessen halte, wenn der Steuerzahler die Person, die ihn einst auf die Welt brachte, nun unter die Erde bringen würde. (Was wohl Fatih Akin dazu sagen würde?)

Der Kollege ist aber entschuldigt: Er ist Links! Was früher eine politische Orientierung war, klingt heute eher nach einer geistigen Behinderung. Hier unterscheidet sich der Gutmensch auch nicht mehr vom Bösen Kapitalisten: Gewinne werden privatisiert und Verluste sozialisiert. Da macht der Kollege keine Ausnahme, da ist er ganz Zeitgeist, oder Mainstream, wie man heute sagt.

Oder war alles vielleicht doch ganz anders? Ich meine, es könnte es ja auch so gewesen sein, daß die Mutter dem Sohnemann einfach kein angemessenes Domizil im Prenzlauer Berg, ganz zu schweigen von Mitte, finanzieren konnte, weswegen der Schwabe (völlig zu Recht!) sauer auf sie war und warum er sie auch auf Steuerkosten unter die Erde gebracht hat, getreu dem Schwäbischen Motto: Was rechtlich möglich ist, muss automatisch auch rechtens sein. (Etwas weniger Rechtgläubigkeit ist manchmal mehr!)

Letztendlich kennen wir die wahren Hintergründe des Schwäbischen Migranten aber nicht! Wer sie herausfinden will, muss nur zum Ostbahnhof gehen. Dort findet ihr den Schwäbischen Kollegen aus Marzahn am rechten (nicht am linken!) Straßenrand. Mich interessieren ehrlich gesagt die Gründe nicht, warum der Kollege seine Mutter wie ein Haustier bestatten lässt. Für seine nächste BESTATTUNG empfehle ich ihm aber das TREPTOWER TIERTAXI. (Danach aber bitte die Klappe halten - Danke!)


Irgendwo in Alt Treptow

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