03.02.2011

BETTER THAN GREAT (LAST PART)

TaxiBerlin und sein NYC TAXI

TaxiDispatch

TaxiDispatch & TaxiBerlin

Layne Mosler alias TaxiGourmet

Ihre Abrechnung

Bei manchen kommt das Beste zum Schluss. Gerne hätte ich es bei meiner Taxischicht in New York genauso gehandhabt. Leider wird hier aber nach jeder Schicht abgerechnet und nicht am Monatsende, wie bei uns. Dort muss der Fahrer nämlich einen festen Betrag an den Eigentümer des Taxis bezahlen, den er erstmal eingefahren haben muss. Das führt dazu, daß es auf den Straßen bei der Jagd nach Kundschaft zwischen den New Yorkern Taxifahrern, im Vergleich zu Berliner Verhältnissen, man kann schon sagen "kannibalisch" zugeht.

Layne hatte mich bereits vor dieser Schicht gewarnt. Es würde ein sehr ruhiger Samstag werden, weil der Montag ein Feiertag war und viele New Yorker wegen dem verlängerten Wochenende die Stadt verlassen hatten. Layne selbst war bereits einige Wochen kein Taxi gefahren. Weihnachten und Neujahr hatte sie, ähnlich vielen "Berlinern" übrigens, "zu Hause" bei den Eltern verbracht, allerdings in Californien und nicht in Stuttgart - aber das nur nebenbei! Sie musste sich auf jeden Fall erst mal wieder im "Straßendschungel" zurechtfinden. Oder mit anderen Worten ausgedrückt: Sie war nicht "bissig" genug!

Ich will euch nicht mit den Details der Abrechnung belasten. Deswegen mache ich es ganz kurz. Layne hat es geschafft, die Summe, die sie für unsere Schicht an den Eigentümer abführen muss, einzufahren. Von dem Geld, was sie darüber hinaus "verdient" hat, konnten wir uns einen Kaffee leisten - das war's! Das Ganze übrigens nach ziemlich genau zehn Stunden!

Der eigentliche Grund, warum ich nicht in New York Taxi fahren möchte, sind aber nicht die unkalkulierbaren Verdienstmöglichkeiten, sondern die Sitze in den Taxen. Die Karre mag von außen groß aussehen, ist sie von innen aber nicht wirklich. Dadurch, daß es im Inneren des Taxis dann auch noch wirklich diese Trennwand mit der Plexiglasscheibe gibt, kann der Sitz nicht beliebig weit nach hinten gestellt werden. Will man den wenigen Platz maximal ausnutzen, muss man die Lehne senkrecht im rechten Winkel zur Sitzfläche stellen - ein Teufelskreis!

Mein Dank dafür, daß ich diese New York Erfahrung machte durfte, gilt in erster Linie Layne Mosler alias TaxiGourmet. Aber auch bei TaxiDispatch möchte ich mich bedanken, der sich bei TaxiBerlin, wie es sich für einen guten Kollegen gehört, am Flughafen persönlich verabschiedet hat. (Wahrscheinlich wollte er aber nur um sicher gehen, daß ich nicht im New Yorker "Straßendschungel" verloren gegangen bin.) Nach zwei Wochen auf den Berliner Straßen melden sich auch hier meine alten Bekannten, die Rückenschmerzen, zurück. Die sind ungefähr wie die in New York - aber eben ganz anders!

Fotos&Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen