04.01.2011

P-SCHEIN VERLÄNGERUNG

Das RAT PACK (Rattenpack) in der Yorckstraße / Kreuzberg

Im Gegensatz zum elenden Studentenpack, das Bestenfalls für den Schein, Dümmstenfalls zum Schein studiert, habe ich den wichtigsten Schein, den man in dieser Stadt haben kann. Und der ist sogar echt! Mein P-Schein! Sollen ja jetzt so viele gefälschte im Umlauf sein … Also ich habe noch keinen gesehen. Ich glaube eher, daß das eine Schutzbehauptung von denjenigen ist, die die letzten zehn Jahre verantwortlich waren für die P-Schein Prüfung, und die sich komischerweise gleichzeitig seit Jahren über schlecht ausgebildete Taxifahrer beschweren. Da beißt sich meiner Meinung nach die Katze irgendwie in den Schwanz … (Keine Ahnung, ob das bei Rattenpack auch so ist?!)

Wie immer dem auch war oder sei – meine Ausbildung zum Taxifahrer vor gut fünfzehn Jahren war ganz ordentlich, und mein P-Schein ist, wie bereits erwähnt, richtig echt! Heute wollte ich ihn in der Putkamer Straße in Kreuzberg verlängern lassen. Die nahmen aber nicht einmal meinen Antrag entgegen, sondern schickten mich direkt zur Meldestelle wegen einem Führungszeugnis der Belegart „0“ (Null), also nur für Behörden, was wiederum denen in der Putkamer direkt zugeschickt wird. Die, also die Putkamer, hatten das vielleicht gar nicht mal böse gemeint. Immerhin kann man in der Meldestelle unter normalen Umständen zwei Dinge gleichzeitig erledigen, was man dort, also in der Putkamer, eben nicht kann: Den Antrag auf P-Schein Verlängerung stellen und das Führungszeugnis beantragen. (Das Führungszeugnis kann man wohl nur im Bürgeramt beantragen, auch wenn es Belegart „0“ (Null) ist, was nur für Behörden bestimmt ist, und letztendlich in der Putkamer landet.)

So begab ich mich also als Einwohner von Friedrichshain/Kreuzberg auf direktem Weg von der Putkamer Straße zum Bürgeramt in die Yorckstraße, was sich als grober Anfängerfehler entpuppen sollte. Als ich ankam, hatte ich 88 Bürger vor mir. Aber ich hatte ja Zeit. Nach einer knappen Stunde wurden bereits Wartenummern aufgerufen, die weit nach mir gekommen waren. Gut, die Reihenfolge wird durch das Anliegen bestimmt. Das war tausendfach ausgeschildert. Nach zwei Stunden gab es immer noch 80 Wartende und ich befand mich irgendwo im Mittelfeld. Nochmal eine halbe Stunde später war ich endlich im Zimmer der Sachbearbeiterin, die für den Antrag auf P-Schein Verlängerung zuständig ist. Da dies, wie sie meinte, nur sehr selten vorkäme, war ich ihr noch bei der Suche nach dem richtigen Formular in ihrem Computer behilflich. Bezahlen musste ich aber trotzdem. Irgendwie kam ich mir vor wie bei der S-Bahn …

Text TaxiBerlin

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