29.12.2010

JAHRESAUSBLICK

Da mein Ausblick für 2011 relativ knapp ausfällt, bleibt vorher noch etwas Zeit, meinem Jahresrückblick eine Geschichte hinzuzufügen, die mir gestern von zwei jungen Männern zugetragen wurde, und welche sich wirklich zugetragen haben soll:

Die beiden wollten neulich S-Bahn fahren. Irgendwann kam auch eine, aber es war nicht ihre Richtung. Da sie aber nicht länger in der Kälte rumstehen wollten, sind sie kurzerhand eingestiegen. Zwei Stationen später hätten sie allerdings umsteigen müssen. Und genau das ging nicht. Der Ausstieg befand sich nun nämlich auf der anderen Seite und sämtliche Türen des Waggons waren dort defekt. Am nächsten Bahnhof genau dasselbe Spiel. Da ging dann aber „ein ausländischer Mitbürger „ auf die Barrikaden. Und das muss ungefähr so ausgesehen haben, wie bei mir, als der „Hintergrund grunzte“.

Das fanden die beiden natürlich gut, und ich musste ihnen recht geben, wenngleich ich nicht selbst dabei war. Wenn es einen guten Grund zum ausflippen gibt, und davon gibt es meiner Meinung nach immer mehr, da können wir vom „Hintergrund“ durchaus etwas lernen. Der „Wutbürger“, zu recht eines der Unwörter des Jahres, ist nämlich kein Stänkerer, sondern einer, der begriffen hat, daß er überall nur verarscht wird, und der nicht bereit ist, sich dies länger gefallen zu lassen. Das Unwort, ein Produkt einiger „kreativer“ Journalisten, beweist nur, wie weit diese schon mit der Politik und der Politischen Korrektheit verheiratet sind, und sämtliche Angriffe darauf erst einmal abzuwehren versuchen, wo eigentlich Aufklärung und „Hintergrund“ gefragt wären.

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch, daß dieses Jahr (oder war es bereits letztes?) ein ICE während der Fahrt eine Tür verloren hat. Darüber wussten die beiden jungen Männer auch etwas zu berichten, offensichtlich hatten sie nach dem Erlebnis mit der S-Bahn in Sachen Türen etwas recherchiert. Ein Job übrigens, der früher einmal von Journalisten geleistet wurde. Nach ihren Angaben war der Bahn seit langem bekannt, daß etwas mit der Tür nicht in Ordnung war, und trotzdem hat niemand etwas gemacht. Da weiß ich Rat: Einfach Tür zuschweißen! Dann kann so etwas nicht passieren. Das machen die sicherlich beim nächsten Mal. Vorher müssen sie aber noch zum Erfahrungsaustausch nach Russland oder auf den Balkan! (Blöd wird’s, wenn irgendwann alle Türen zugeschweißt sind. Dann sind wir wieder bei der Geschichte mit der S-Bahn.)

Nun zum versprochen Jahresausblick. Ich habe keine Vorsätze für 2011. Das kann ich auch jedem nur empfehlen. Dann gibt es auch kein Ärger, daß man sich nicht daran gehalten hat. Ansonsten heute Party bei Robert, und Silvesterabend bei Dietrich. Beide Termine sind genau genommen noch im alten Jahr. Ich erwähne sie auch nur, weil mein Jahresausblick für 2011 so kurz ausfällt: Neujahr arbeiten, im Januar eine Woche nach New York und dann weiter sehen!

Text TaxiBerlin

PS: ohne

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