08.12.2010

DAS ABSOLUTE HALTEVERBOT ODER DIE MACHT DER GEWEHRLÄUFE


An der Taxihalte gilt ein absolutes Halteverbot für alle Nichttaxen. Sollte der Taxihalteplatz einmal mit Privatfahrzeugen vollgeparkt sein, ruft der Taxifahrer nach der Polizei, am Besten über seine Zentrale, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen. Er will ja schließlich nur seinen Job machen, woran ihn die abgestellten Fahrzeuge aber hindern.

Genausowenig, wie er es toleriert, wenn seine Taxihalte zugeparkt ist, muss er im Gegenzug akzeptieren, daß er selbst im absoluten Halteverbot nicht anhalten darf. Dafür heißt es nun einmal absolutes Halteverbot: Es darf überhaupt nicht gehalten werden (außer verkehrsbedingt - siehe Warten - oder bei Vorliegen besonderer Umstände wie dem Notstand).

Es soll Kollegen geben, die trotz mehrjähriger Berufserfahrung das Aussteigen des Fahrgastes für einen Notstand halten. Oder warum halten sie sonst im absoluten Haltverbot? Sind das eigentlich die Selben, die bei einer zugeparkten Taxihalte nach der Polizei rufen? Jetzt ist die Polizei gleich vor Ort, um sie aufzuschreiben, und es ist wieder nicht richtig!

Wenn ein Ordnungshüter, der auch nur seinen Job machen will, mit umgehängtem Maschinengewehr an mein Fenster klopft, weil ich gerade vor ihm im absoluten Halteverbot stehe, würde ich den Bullen weder nach seinen Namen noch nach seiner Dienstnummer fragen, sondern einfach zusehen, daß ich Land gewinne. Warum? Ganz einfach: Weil ich irgendwann einmal gelernt habe, daß die Macht aus den Gewehrläufen kommt!

Text TaxiBerlin

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