07.11.2010

WENN MAN KEINE AHNUNG HAT: EINFACH MAL FRESSE HALTEN


Ist das Credo von Dieter Nuhr. Nach dem heutigen Besuch von TaxiBerlin im Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm, wo die Gewinner des Berliner Arbeitsstipendiums für Autorinnen und Autoren vorgestellt wurden, erlaube ich mir dieses Credo für meine Belange umzuformulieren in:

Wenn man nichts erlebt hat: Einfach mal keine Bücher schreiben.

Dies trifft nicht für alle Gewinner zu. Peter Wawerzinek, den Gewinner des diesjährigen Bachmann-Preises, sowie Falko Hennig und Robert Weber mit ihrer Idee eines Collagenromans über die Liebe, nehme ich davon ausdrücklich aus.
Aber was soll ich von einer Gewinnerin halten, die keinen Bock darauf hatte, Lehrerin zu werden, und deswegen Schriftstellerin geworden ist. Was ist das für eine Motivation? Sag es mir!

(Ich meine: Das sind Deine und meine Steuergelder! Da wünscht man sich doch, niemals Steuern gezahlt zu haben!)

Insgesamt war die Veranstaltung von einem großen Kunst-Wollen geprägt. Kunst heißt aber nunmal Kunst, weil es von Können kommt, und nicht von Wollen. Sonst hieße sie Wunst!

Meine Langeweile habe ich kreativ genutzt, und u.a. folgende Gedanken zu Papier gebracht, die ich sowohl Dieter Nuhr als auch allen anderen Interessierten hiermit offiziell zur Verfügung stelle:

1. Abstrakt malen sollte nur der, der auch gegenständlich malen kann.

2. Abstrakt schreiben sollte ebenfalls nur der, der auch Gegenstände und Personen aus Fleisch und Blut beschreiben kann.

3. Wer sich um die Seele kümmern will, sollte vorher den Körper kennen.

In diesem Sinne eine gute Woche!

wünscht TaxiBerlin

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