20.11.2010

UND JETZT DER REICHSTAG


Da es für Loveparade, Biermeile und Oktoberfest zu spät, und für die Weihnachtsmärkte noch zu früh ist, war es nicht weiter verwunderlich, daß sich die Fundamentalisten ein anderes Ziel für ihren Terror suchen werden: Den Reichstag.

Um's Gebäude wär's wirklich schade, immerhin ist das "Dem Deutschen Volke" gewidmet, was die wenigsten offensichtlich wissen. Oder warum hat sich nicht sogleich eine Freiwilligenarmee zum Schutz des Reichstages gebildet? Auch der politisch Korrekteste wird mir in diesem Punkt sicherlich Recht geben: Eine Demokratie muss wehrhaft sein!

Wenn ich ehrlich sein soll: Mal abgesehen vom Reichstagsgebäude an sich, um den Rest wäre es nicht Schade. Vielleicht kann man sich um Kanzleramt und Abgeordnetenhaus gleich mit kümmern? Und falls dann noch Zeit bleibt: Schweizer Botschaft und Hauptbahnhof?

Aber jetzt mal im Ernst: Dem Reichstag konnten schon die Nazis, die Kommunisten und noch nicht einmal die Russen etwas anhaben! Warum sollte andere Fundamentalisten da mehr Glück haben?!

Ausgehend von der Tatsache, daß wir heute nicht mehr in einer Demokratie ("Alle macht geht vom Volke aus ...) sondern in der Postdemokratie (... aber wo ist sie hingegangen, die Macht?") leben, manch einer sagt auch Kleptokratie (Stichworte: Abfindungen für Pleitebanker, Stuttgart21, Kölner U-Bahnbau, Prüfprotokolle Berliner S-Bahn, Atomausstieg, ...), bleibt allerdings die Frage: Sollte auch diese noch verteidigt werden?

Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen