02.10.2010

"STIEG MIR NEULICH EINER EIN"


DER Klassiker der Taxiblogintros nun auch wieder bei TaxiBerlin. Aber nur ausnahmsweise, weil mein Fahrgast, der gerade aus Afrika kam, nämlich wirklich etwas zu berichten hatte. In Afrika soll es mittlerweile mehr Chinesen geben als Afrikaner. Sie, also die Chinesen, kümmern sich um die in Afrika zahlreich vorhandenen Bodenschätze. Arbeiten tuen für die Chinesen übrigens nur Afrikaner, was wohl billiger ist als dafür noch mehr Chinesen zu importieren. Platz wäre auf dem Afrikanischen Kontinent aber genug vorhanden auch für weitere Chinesen.

Die Chinesen machen, um es mit drei Worten zusammenzufassen, in Afrika BUSINESS AS USUAL. In der Praxis sieht das so aus, daß der Chinese mit Steinen, die er bei Bedarf wirft, die Afrikaner zum Arbeiten antreibt. Ein gutes Beispiel, wie ich finde, daß das Gewaltmonopol nicht ausschließlich vom Staat ausgehen muss. Ich weiß natürlich, daß man so etwas nicht sagen, geschweige denn schreiben, darf. Einer ist sogar schon zurückgetreten, weil er etwas ähnliches aussprach.

Mir ist das egal. Ich bin ja nur Taxifahrer. Ich kann auch nicht zuzrücktreten. Deswegen erzählte mein Fahrgast mir wohl auch solche pikanten Details. Die Chinesen sollen übrigens so viele Straßen in Afrika bauen, daß man sie sich automatisch auch nach Berlin wünscht. Der Straßenbau soll dort, also in Afrika, so schell vonstatten gehen, daß der gemeine Afrikaner so gut wie gar nichts davon mitbekommt.

Der ganze Afrikanische Straßenbau hat aber auch seine durchaus kritische Seite. Natürlich lassen die Chinesen in Afrika keine Straßen von Afrikanern ohne Hintergedanken (nicht verwechseln mit Hintergrund!) bauen. Genauso schnell wie die Straßen gebaut werden, werden die Afrikanischen Bodenschätze außer Landes geschafft, was wohl aber auch daran liegt, daß selbst neue Straßen in Afrika nicht die hier erwartete Lebensdauer haben.

Text TaxiBerlin

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