05.09.2010

MEIN BERLIN. MEIN ZUHAUSE.

Wem ist auch schon mal aufgefallen, daß die Berliner U-Bahn einen eigenen, ganz typischen Berliner Geruch hat, der sich von dem in Frankfurt am Main, Hamburg, Stuttgart und München unterscheidet. Gerne möchte ich dir, der auch gerne so wie ich, immer wenn er nach Hause komme, voller Überzeugung ausrufen möchte: MEIN BERLIN. MEIN ZUHAUSE., sagen woran das liegt. Die Antwort ist ganz einfach, fast so einfach, wie jeder Berliner werden kann: Es liegt an den Bremsen der U-Bahn, die offensichtlich in jeder der genannten Städte von einem anderen Anbieter sind, oder deren Verbrennungsgeruch vermischt mit der Berliner Luft eben einfach speziell riecht.


Wie dem auch sei, ich musste bei meinen neuen Nachbarn vorbei. Die Lagen noch in den Betten, Zumindest war bei denen noch die Tür zu. Das verstehe ich nicht. Wo die doch so früh ins Bett müssen …


Oder sind die vielleicht beim Beten. Das mache ich neuerdings immer auf dem Flughafen. Weil ich so eine Angst vorm Fliegen habe. Und das, obwohl ich vom Sternzeichen her ein Luftzeichen bin. Verstehe es wer will, ich nicht. Beten heißt dort übrigens Meditieren. Das kommt jetzt nicht von irgendwelchen Tieren. Naja, zumindest habe ich keine Tiere im Raum zum Meditieren gesehen. Menschen waren aber auch nicht da. Die standen wohl an der Passkontrolle an oder saßen schon im Flieger.


Apropos Flieger: Es kommen wieder verstärkt Propellermaschinen zum Einsatz. Woran das liegt? Keine Ahnung! Am Aufschwung? Welcher Aufschwung? Ich weiß es auch nicht - er soll aber für die steigenden Mieten auch in Berlin verantwortlich sein. Aber ich komme vom Thema ab …


Zurück zum Thema dieses Eintrags: Ich bin schon wieder auf der Straße. Also mit dem Taxi! Flaschensammeln war ja gelogen. Trotz Funkausstellung ist das Geschäft eher lau. Zum Glück wird es nachts kalt, was das Geschäft zumindest etwas anheizt. Gestern war ich zur Wohnungsneueröffungsfeier nach Renovierung beim wunderbaren Robert Weber eingeladen. Solche Einladungen bringen mich immer in dieselbe Zwickmühle: Arbeiten oder Saufen? Manchmal gehe ich noch nicht mal vorbei, wenn ich eine Einladungen erhalte. Aber mit der Zeit bekomme ich gar keine Einladungen mehr. Taxifahren kann echt asozial machen. Das konnte und wollte ich Robert nicht antun. Schließlich hatte er mich ja zur Fahrt zum Baumarkt gebucht. Seine Wohnung ist schön geworden. Steckt viel Arbeit drin. Und das im heißen Juli dieses Jahres. Bevor ich nun aber ganz und gar vom Thema abkomme, noch folgender Vorschlag von Robert Weber. Er macht diesen Monat mal wieder Radio und hat mich zum Thema „Fremd im eigenen Land" eingeladen. Ich habe versprochen zu kommen, allerdings nur unter der Bedingung, daß keiner die Sendung hört. Das sicherte mir Robert sogleich mit folgenden Worten zu: „Die Sendung hört sowieso keine Sau!“

Mit Berlin ist es ja auch schon so weit, daß ich mich fremd in der eigenen Stadt fühlen. Und das liegt nicht an den Leuten mit Hintergrund. Obwohl die, an denen es liegt, ja eigentlich auch einen Hintergrund haben – einen viel schlimmeren sogar. Wie dem auch sei: Ich empfehle die Schilder der GSW am Hauseingang mit der Aufschrift: MEIN BERLIN. MEIN ZUHAUSE.

Fotos&Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen