27.08.2010

DAY OF DESASTER

TaxiBerlins linker Zeigefinger, fachgerecht verbunden und genauso noch dran, wie das Stromkabel!

Dieser Urlaub ist insgesamt schon nicht der Hit. Aber gestern war echt der DAY OF DESASTER. Der Tag fing harmlos an. Wir tranken früh nur einen Kaffee und fuhren dann in die Stadt zum Einkaufen. Bei der Gelegenheit aßen wir gleich Mittag, was allerdings ungenießbar war. Im Nachhinein muss man sagen, daß damit das Unglück seinen Ausgang nahm.

Motorsense mit Strychninkörner

Zurück im Dorf wollte ich nach einem Mittagsschlaf das Heu von der Wiese verbrennen, die keiner für mich mähen wollte und deren Heu auch niemand haben will. Die Flammen schlugen plötzlich so hoch, daß sie beinahe die darüber verlaufenden Stromleitungen zum zerreisen brachten. Das beherzte Ausgießen eines bereitstehenden Wassereimers verhinderte das Schlimmste. An einer Stelle hatten die einzelnen Drähte der Stromleitung allerdings schon begonnen sich aufzudröseln. Sollte es doch noch irgendwann zum Äußersten kommen, so habe ich bereits die landestypischen Abwehrstrategie verinnerlicht: "Ich weiß von nichts!"

Das Zweitbeste Bier Bulgariens in der 600ml Plastikflasche mit original Wegwerfverschluss

Auf den Schreck gönnte ich mir erstmal ein Bier. Genau genommen war es LEDENIKA (nur Echt mit der Fledermaus!), das Bier meines Cousins, und ich kann ohne Übertreibung sagen: Das Zweitbeste Bier Bulgariens - nach ZAGORKA. Plötzlich bekam ich Hunger zum Bier. Frühstück hatten wir ja ausfallen lassen und das Mittagessen war wie oben beschrieben.

Was mich allerdings dazu getrieben hat, eine Wurstverpackung sozusagen frei Hand mit dem Messer öffnen zu wollen, kann ich auch im Nachhinein nicht mehr nachvollziehen. Allerdings wusste ich auch nicht, daß mein Cousin das Messer gerade vorher geschärft hatte. Und so nahm das weitere Leiden seinen Lauf. Das Messer landete einen Zentimeter tief in meinem linken Zeigefinger. Die Wunde hätte eigentlich genäht werden müssen. Wir waren aber auf'm Dorf und kein Arzt weit und breit.

Nachdem es gestern nur einen Notverband aus Damenbinde und Tesa gab, bekam ich heute einen ordentlichen Verband. Zuvor, wir wollten gerade losfahren, kam dann auch noch die Maus raus. Die war wohl neugierig, was da draußen abgeht. Offensichtlich ist aber auch sie gegen Strychnin resistent. Obwohl sie schon 'ne Menge von den vergifteten Körnern gefressen hatte, machte sie insgesamt noch einen sehr lebendigen Eindruck. Nur etwas langsam war sie, das muss man sagen. Oder anders herum: Ich war mit dem Knüppel einfach schneller, was allerdings auch mein Zeigefinger im Notverband zu spüren bekam.

Apropos Finger abschneiden: Ich lese gerade mal wieder eines meiner Lieblingsbücher, wo der Hauptprotagonist sich die Hälfte seines Zeigefingers der linken Hand abhackt, weil der ihn beim Töpfern stört. Falls jetzt jemand denkt, das Buch wäre aus der Esoterikecke, hier gleich mal ein Zitat vom besagten Hauptprotagonisten:

"Das Weib ist nun einmal ein krankes, ein schwaches, immer nörgelndes Geschöpf. Wenn du ihr nicht sagst, daß du sie liebst und sie besitzen willst, jammert und heult sie. Vielleicht mag sie dich gar nicht, vielleicht ekelt sie sich sogar vor dir, vielleicht sagt sie dir nein. Das hat damit nichts zu tun. Wer sie anschaut, sollte sich von ihren Reizen wie von einem Magneten angezogen fühlen. Das will die Arme, tu ihr also den Gefallen!"

Wer ist der Autor und wer der Hauptprotagonist? Zu gewinnen gibt es weitere exklusive und ausschließlich wahre Geschichten aus dem LAND OF DESASTER.

Fotos&Text TaxiBerlin

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