10.08.2010

ANGRY STEWARD


Die Urlaubszeit drohte schon langweilig zu werden, da kommt, man kann wirklich sagen: Zur rechten Zeit!, diese Meldung: Genervter Flugbegleiter schmeißt hin. Aber er schmeißt nicht einfach nur hin, sondern seilt sich über die Notrutsche ab und vergisst dabei vor allem nicht, sich noch ein kühles Bier einzustecken.

Natürlich musste ich sofort ans Taxifahren denken. Aber auch an einen meiner vielen Therapeuten, die ich vor meiner Taxitherapie verschlissen habe, und der selber während des Studiums in Berlin Taxi gefahren ist. Seine diesbezüglichen Erfahrungen fasste er in einer unserer gemeinsamen Stunden einmal so zusammen: "Ich kam mir immer fehl am Platz vor!"

In seinem Fall war es offensichtlich besser, daß er sich mittels Studium weiterqualifiziert hatte, insbesondere für ihn selbst. Für meine Person kann ich sagen, daß diese Aussage meines Therapeuten eine der wenigen war, die ich nie verstanden habe. Das ist doch gerade das Schöne an Berlin und am Taxifahren, daß man sich eben nicht alles bieten lassen muss!

Zugegebenermaßen hat das aber auch ein ganz klein wenig damit zu tun, daß ich Taxifahrer und eben kein Steward oder gar Therapeut bin. Wie dem auch sei, meine Grundsätze (Aufzählung unvollständig!) sind in der Sache wie folgt:

1.Ich glaube fünfzig Prozent von dem, was mir der Fahrgast erzählt, und bin immer noch Optimist.

2. Wer es nicht alleine ins Taxi schafft, wird von mir nicht befördert.

3. Wer mir dumm kommt, fliegt raus.

Und das Beste daran ist: Ich brauche keine Notrutsche! Dafür fällt allerdings das gekühlte Bier "danach" aus. Man kann eben nicht alles haben im Leben.

PS: Wer selbst noch nie Therapie gemacht hat, welcher Natur auch immer, sollte sich jetzt nicht wundern sondern schämen! Therapie ich nämlich PC!

Text TaxiBerlin

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