21.07.2007

Bela Be und das Dekolleté

Letzte Nacht vor einem Club in der Revaler im Friedelhain. Vier Frauen wollen Taxi fahren. Die Älteste, etwa Mitte Vierzig, setzt sich auf den Beifahrersitz. Hinter mir sitzt ihre knapp zwanzigjährige Tochter, die beiden anderen Frauen sind um die dreißig.
Die Tochter versucht mit mir zu flirten. Ich soll ihr Alter schätzen. Bei Frauen bin ich da aber ganz vorsichtig, auch bei jungen. Da sie von mir keine Antwort bekommt, verweist sie auf ihr Dekolleté, vermutlich weil sie meint, ich könne daraufhin besser auf ihr Alter schließen. Da sie direkt hinter mir sitzt, sehe ich weder sie noch das Dekolleté.
Auf halber Strecke verlassen uns die beiden Dreißigjährigen. Das Dekolleté wechselt den Platz und sitzt jetzt rechts hinter mir. Sie fängt an zu erzählen, wie sie die Karten für den heutigen Abend bekommen hat, irgend so eine Wodka Promo Party mit Bela Be von den Ärzten. Sie hat denen einfach am Telefon beschrieben wie sie aussehen würde: Blond, mit Dekolleté und einfach wunderschön. Da hat sie dann die Karten bekommen. So kann's gehen, dachte ich bei mir.
Bela Be war aber nicht so gut drauf gewesen heute Abend. Da sind sich Mutter und Tochter einig. Nur über den Grund, da gibt es unterschiedliche Ansichten. Die Tochter meint, trotz ihres Dekolletés. Die Mutter ist sich sicher, wegen dem Dekolleté der Tochter.
Beim Aussteigen nehme ich es mir etwas genauer unter die Lupe, das Dekolleté.
...
Bela, ich kann dich verstehen, dass du letzte Nacht nicht gut drauf warst.

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