20.06.2018

"DRÜCKEN FAHRDIENSTANBIETER WIE UBER UND LYFT DIE PREISE SO STARK, DASS TAXIFAHRER KEIN AUSKOMMEN MEHR HABEN?"




"Drücken Fahrdienstanbieter wie Uber und Lyft die Preise so stark, dass Taxifahrer kein Auskommen mehr haben?", das fragt der Spiegel allen Ernstes ganz aktuell in seiner Online Ausgabe. TaxiBerlin kann sowohl den Spiegel, als auch alle interessierte Leser beruhigen: Nein, die sechs (6!) New Yorker Kollegen, die in den letzten acht (8!) Monate Suizid begingen, haben dies schlicht aus Langweile getan.

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"WIR KRIEGEN JETZT PLÖTZLICH MENSCHEN GESCHENKT" - JEDER EINEN


"Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt", so Katrin Göring-Eckard von den Grünen vor nicht einmal drei Jahren. Dass Menschen verkauft wurden, beispielsweise als Sklaven, das gab es wohl, und sicherlich wurde da der ein oder andere Sklave aber vor allem Sklavin auch schon mal verschenkt. Dass man Menschen im großen Stil geschenkt bekam, das gab es zumindest meines Wissens noch nie. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich möchte weder verschenkt werden, noch möchte ich einen Menschen geschenkt bekommen. Wer sich darüber freut, dass er Menschen geschenkt bekommt, kann nur eines sein: Ein Unmensch. Bisher haben die geschenkten Menschen nicht für alle gereicht, das wird sich demnächst ändern, und es gibt auch schon viele, die sich darüber freuen, vermutlich auch Katrin Göring-Eckard. Glaubt man der Statistik, so sind derzeit 68.5 Millionen Menschen auf der Flucht, also praktisch für jeden von uns einen. Und darüber freue ich mich nun auch, denn dann hat das endlich mal ein Ende, dass Leute über Menschen reden, die nie einen von ihnen von weitem gesehen haben. Ich denke, man will da auch aus den Erfahrungen der DDR lernen, und das finde ich besonders gut, wo die Deutsch-Sowjetische-Freundschaft hoch gehalten wurde wie heute die Willkommenskultur, aber bei Freundschafts-Treffen die DDR-Leute und die Bürger der Sowjetunion immer getrennt saßen.

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19.06.2018

"SICHER FEIERN IN BERLIN"


Unruhe verbreitendes Partyvolk im öffentlichen Verkehrsmittel

"Sicher feiern in Berlin" - so der Name einer gerade stattfindenden Aktionswoche, in der das Partyvolk auf die Gefahren des Nachtlebens aufmerksam gemacht werden soll, und zwar von der Berliner Polizei. Also mir persönlich geht dieses Partyvolk seit geraumer Zeit gewaltig auf die Nerven. Nichts gegen junge Leute, wir waren schließlich alle mal jung. Jetzt aber sind wir alt und würden vieles anders machen im Leben, weswegen ich persönlich die am schlimmsten finde, die alles immer wieder genauso machen würden. Diese Null-Entwicklung, die typisch ist für das Partyvolk, ist doch grausam, oder?! Vielleicht ein Beispiel, damit es klarer wird, was ich meine. Obwohl ich mit den Jahren immer lärmempfindlicher geworden bin, ist es nicht der Lärm, den das Partyvolk regelmäßig verbreitet, der mir am meisten auf die Eier geht, sondern seine Unruhe. Was man gegen diese Unruhe tun kann, darüber scheint die Berliner Polizei, die ja sonst nichts zu tun hat, das Partyvolk nicht aufzuklären. Das ist sehr bedauerlich, denn diese Unruhe scheint mir doch eine, wenn nicht gar die Quelle allen Übels zu sein, vor der bereits unsere Vorfahren gewarnt haben: "Sie gehen daher wie ein Schatten und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es einbringen wird."

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18.06.2018

FUSSBALL BEIM FRISÖR UND IM TAXI


Frankfurter Allee
früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Weil gestern Fussball war, haben wir den Stand auf dem Flohmarkt Boxhagener Platz ("Boxi") bereits um vier abgebaut, obwohl wir bis fünf hätten unsere Bücher verkaufen können. Das lag aber nicht daran, dass wir Fussball schauen wollten, also ich zumindest nicht. Ich habe "mitgemacht", also beim vorzeitigen Abbauen, weil ich wusste, dass spätestens ab halb fünf nichts mehr geht. Obwohl ich keine großen Hoffnungen hatte, dass nach fünf etwas im Taxi gehen würde, habe ich mein Glück auf der Straße versucht und ein paar leere Flaschen Fahrgäste eingesammelt. Die meiste Zeit habe ich aber Radio gehört. Die beiden Moderatoren haben es unseren Spielern so richtig gegeben und selbst vor Özil und Gündogan kein Halt gemacht. Das fand ich gut. Dass unsere Mannschaft so gespielt hat, wie sie gespielt hat, war für mich keine Überraschung. Bei dem Kontostand wäre mir auch alles egal. Und überhaupt hat mir mein Arzt das Fussballspielen verboten. Doch zurück zu den beiden Radio-Moderatoren. Keine Ahnung, wie die hießen. Was ich weiß, ist, dass man viel von ihnen lernen konnte, ich meine rhetorisch. (Nicht theoretisch, das ist was anderes!) Ich für mich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass man von ihnen mehr lernen konnte (und mit Sicherheit auch in Zukunft noch kann) als von unseren Spielern.

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TOILETTE MAX UND MORITZ


Im guten alten Charlottenburg

Toiletten sind ein wichtiges Thema für uns Taxifahrer, denn die wenigsten haben eine eigene Toilette an Bord. Auch deswegen hatte ich dem Thema Toilette schon einmal eine ganze Sendung meiner alle vier Wochen stattfindenden Radio-Show "Hier spricht TaxiBerlin" gewidmet, wo ich unter anderem verraten habe, wo sich die schönste Toilette Berlins befindet. Mit der kann die öffentliche Toilette "Max und Moritz" in der Krumme Straße zwischen Wilmersdorfer und Kant mit Sicherheit nicht mithalten. Obwohl, wenn ich ehrlich sein soll, ich weiß es nicht genau. Das liegt daran, dass ich hier (Foto) noch gar nicht drin war. Ich konnte mich bisher nämlich nicht entscheiden, ob ich links bei Max oder doch eher rechts bei Moritz reingehen soll.

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MEINE WOCHE - ENDE


Rot kommt ganz groß in Mode

Gestern ging meine Woche zu Ende. Erst auf dem Flohmarkt - meinem KaDeWe, und danach auch "on the road". Doch beginnen wir mit dem Flohmarkt. Dort waren gestern ganz besonders rote Bücher gefragt, also mit rotem Cover, wie auf dem Foto. Flohmarkt ist so gesehen ein klein wenig wie Taxifahren. Beides steckt voller Überraschungen. Gut, dass der Marx wieder kommt, das war keine Überraschung, und nicht nur, weil er neulich Geburtstag hatte. Vielmehr ist es ja so, dass alles wieder kommt, nur eben anders. Selbst das Taxifahren, das derzeit etwas in der Krise steckt, wird wieder kommen, da bin ich mir ganz sicher. Allerdings, das muss der Wahrheit wegen kritisch angemerkt werden: Wer lange genug mit Werbung für Uber durch die Gegend fährt, der darf sich nicht wundern, wenn die irgendwann den Laden dann auch wirklich übernehmen. Jede Krise ist aber auch eine Chance. Worin diese jetzt nun genau für uns Taxifahrer besteht, das muss schon jeder selber herausfinden. Als erfahrener Taxifahrer mit Bildungsauftrag empfehle ich Bücher. Und wie gesagt: Im Moment sind die roten total angesagt.

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17.06.2018

MEINE WOCHE



Bloomsday war gestern

Meine Woche beginnt am Donnerstag, der seit einiger Zeit schlimmer ist als der Freitag, also verkehrstechnisch. Die erste Fahrt an diesem Donnerstag führte mich zum Flughafen Tegel, wo gar nichts mehr ging, wie gesagt verkehrstechnisch. Um vom Haupteingang zum Parkplatz zu kommen (etwa 500 Meter), brauchte man knapp eine Stunde. Das war gegen 16 Uhr, später ging es dann auch schneller. Dass der Donnerstag schlimmer ist als der Freitag ist, hängt damit zusammen, dass am Freitag viele "Home Office" machen. Ich nicht, auch Freitags bin ich mit meinem kleinen Taxi "on the road". Diesen Freitag konnte man nicht viel verkehrt machen, denn diesen Freitag ging der Ramadan zu Ende und viele Kollegen waren nicht draußen (auch viele "Kollegen" nicht, die für Uber&Co fahren). Das Ende vom Ramadan ist heute wie früher Weihnachten war. Als Taxifahrer ist es deswegen durchaus sinnvoll, sich einen muslimischen Kalender zuzulegen, damit man weiß, wann sich das Taxifahren lohnt. Am Samstag, also gestern, läuft der Flughafen nicht. Das macht die Sache schwieriger. Trotzdem muss man versuchen, den Sack möglichst bis Mitternacht zuzumachen, bevor das nervige Partyvolk aus seinen Löchern gekrabbelt kommt, um sich in anderen Löchern mit anderem Partyvolk zu vermischen. Das war gestern nicht soo schwer, was, so vermute ich, auch daran lag, dass gestern gleichzeitig Bloomsday war. Heute am Sonntag ist wieder Flughafen. Mit etwas Glück verlässt da zumindest ein Teil vom Partyvolk die Stadt. Aber auch erst später, weil es erst mal zurück muss von dem einen Loch ins andere. Manches Partyvolk schaut dabei auf seinem Weg auch noch auf dem Flohmarkt vorbei. Das ist nicht immer schön, obwohl einige Exemplare von dem Partyweibsvolk immer noch recht ansehnlich sind zu dem Zeitpunkt (das muss man der Ehrlichkeit halber schon sagen), auch wenn sie dort ausser der frischen Luft nichts konsumieren (und die ist bekanntlich kostenlos). Das mit dem Flohmarkt weiß ich, weil ich in der letzten Zeit öfters selbst Flohmarkt gemacht habe. Heute findest du mich auch wieder gleich ab 10 Uhr auf dem Boxhagener Platz, genauer gesagt an der Krossener Straße, wo ich diesmal meine besten Bücher an den Mann aber vor allem an die Frau bringen werde. Insbesondere unter den Frauen habe ich mir in kürzester Zeit eine große Stammkundschaft erarbeitet, so dass es eigentlich nur stören würde, wenn du auch noch vorbei kommen würdest. Ich kann dich natürlich nicht daran hindern, ist schließlich ein freies Land - noch.

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16.06.2018

"WELCHES KIND HÄTTE NICHT GRUND, ÜBER SEINE ELTERN ZU WEINEN?"


Mutti und Vati zum Weinen

"Welches Kind hätte nicht Grund, über seine Eltern zu weinen?", an diese Frage vom Kollegen Nietzsche muss ich angesichts des Streits zwischen Horst (Vati) und Angela (Mutti) denken. Zugegeben, der Horst ist genau genommen der böse Stiefvater aus Bayern. Dass das automatisch bedeutet, dass Mutti Recht und Vati Unrecht hat, daran glaube ich nicht. Aktuell geht es um die Frage, wer Europa gespalten hat: Mutti oder Vati? Auch deswegen kurz zur Chronologie der Ereignisse: Es war Mutti (und nicht Vati!), die vor knapp drei Jahren von einer "Nationalen Kraftanstrengung" sprach. Sie sprach nicht von einer "Europäischen Kraftanstrengung"! So gesehen ist es logisch, dass Mutti jetzt sagt, dass sie erstmal mit ihren Europäischen Partnern sprechen muss, bevor sie auf Vatis Ultimatum antwortet. Es sei die Frage erlaubt, was Mutti die letzten drei Jahre gemacht hat?

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ULTIMATUM AM RAMADAN


Auch am Dienstag noch zusammen

War früher Weihnachten das beste Geschäft, ist es heute das Ende vom Ramadan. Das alte Schlachtschiff BZ titelt "Ramadan-Ende führt zu Taxi-Engpässen in Berlin" und geht auf Nachfrage beim Berliner CityFunk davon aus, dass "wir heute geschätzt nur 40 bis 50 Prozent der Taxen auf den Straßen haben." Ob das stimmt, weiß ich nicht, ich habe sie nicht gezählt. Das Geschäft war jedenfalls ganz gut. Was zu stimmen scheint, ist, dass der Horst heute der Angela die Pistole auf die Brust gesetzt hat. Manch einer sagt auch Ultimatum dazu. Bis Montag hat jetzt die Angela Zeit sich zu entscheiden, ob sie noch mit dem Horst zusammen sein will oder nicht. Ob es irgendwas bedeutet, dass der Horst ausgerechnet zum Ende des Ramadans der Angela mit dem finalen Aus droht, entzieht sich meiner Kenntnis. Wovon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszugehen ist, ist, dass die Angela und der Horst auch am Dienstag noch ein Paar sein werden.

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15.06.2018

START-UP NEXT: TAXIBERLINS ROLLENDES CHEMIELABOR


Ich bin in keiner terroristischen Vereinigung und plane auch keinen Anschlag. So gesehen kann mir nichts passieren. Selbst wenn ich das realisiere, was der George W. Bush dem Saddam Hussein angedichtet hatte, und weswegen der George W. Bush damals sogar einen Krieg vom Zaun gebrochen hat. Gut, bei mir ist alles eine Nummer kleiner als es beim Saddam Hussein niemals war. Mir geht es auch nur um einen kleinen Zuverdienst. Ich bin ein Aufstocker, um genau zu sein ein Rizin-Aufstocker. Viel lieber würde ich Fahrgäste befördern, aber das haben jetzt die Amerikaner übernommen. Genau genommen Migranten von hier, und dahinter steckt auch nicht George W. Bush, sondern das reichste Start-up der Geschichte. Die sind so reich, die können sogar Millionenverluste machen, das juckt die gar nicht. Eine Verbindung gibt es zwischen diesem so genannten "Technologie"-Unternehmen aus dem Silicon Valley und mir. Es ist jetzt nicht das "jucken", sondern die Tatsache, dass auch ich ein Start-up bin

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DAS QUIZ BEI TAXIBERLIN


Bücherkiste # 13

Lange gab es kein Quiz bei TaxiBerlin, dabei gibt es einen tollen Preis dabei zu gewinnen, und zwar eine legendäre Berlin Kurzstrecke. Wer als erster, erste oder auch erstes errät, von wem folgendes Zitat ist, gewinnt sie. Wer lieber ein tolles Buch sein Eigen nennen will, muss nur am Sonntag zum Flohmarkt Boxhagener Platz kommen (meine Empfehlung: per Kurzstrecke!), wo obige Kiste mit den abgebildeten Büchern zu finden ist. Einem von ihnen entstammt folgendes Zitat:

Wer unter Deutschen zu leben hat, leidet sehr an der berüchtigten Grauheit ihres Lebens und ihrer Sinne, an der Formlosigkeit, dem Stumpf- und Dumpfsinne, an der Plumpheit im zarteren Verkehre, noch mehr an der Scheelsucht und einer gewissen Verstecktheit und Unreinlichkeit des Charakters; es schmerzt und beleidigt ihn die eingewurzelte Lust am Falschen und Unechten, am übel Nachgemachten, an der Übersetzung des guten Ausländischen in ein schlechtes Einheimisches.

Quiz&Text TaxiBerlin

14.06.2018

BÜCHERSUCHT VERSUS FAHRGASTPHOBIE


Bücherkiste # 9

Komme gerade vom Arzt. Jetzt ist es amtlich. Ich bin Büchersüchtig. Die Büchersucht gibt es wirklich. Bei der Büchersucht ist es aber nicht so, dass man keine Bücher mehr lesen darf. Ganz genauso übrigens wie bei der der Sexsucht, bei der man auch weiterhin Sex haben darf, und im Unterschied zur Alkoholsucht, wo man das Alkoholtrinken besser unterlassen sollte. Das habe ich gerade vom Arzt erfahren. Bei dem war ich, um mir eine Fahrgastphobie attestieren zu lassen, und zwar in der Hoffnung, dass es dann vorbei wäre mit dem Taxifahren. Natürlich nur, weil es medizinisch indiziert ist. Alles zum Schutz der Fahrgäste, und natürlich auch zum Eigenschutz. Das ist klar. Eine Fahrgastphobie gibt es leider nicht. Auch das musste ich heute erfahren. Daraufhin ersuchte ich den Mediziner meine zahlreichen Symptome globaler zu verstehen. Der zentrale Satz dabei war: "Ich hasse doch alles Menschen." - Kannste vergessen! Naja, immerhin ist meine Büchersucht jetzt amtlich. Nun muss ich aber auch zum Flohmarkt geben, um sie los zu werden. Und auch meine Bücher. Nächsten Sonntag ist es wieder so weit. Auf dem "Boxi", wie der Boxhagener Platz im Friedrichshain auch genannt wird. Du findest mich an der Krossener Straße zwischen 10 und 17 Uhr und zwischen Tobias und Steffen, meinen beiden amtlichen Bücher-Betreuern.

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13.06.2018

DIE DIKTATUR DER IRRATIONALITÄT




Was ich neulich noch als Diktatur der Gutmeinenden bezeichnete, wird nun von Dr. Hans-Joachim Maaz, dem Therapeuten meines Vertrauens, der mir auch schon mal im Taxi saß, die Diktatur der Irrationalität genannt. Das weiß zumindest das Internet zu berichten. Nicht alles, was im Internet steht, stimmt auch, selbst wenn viele das glauben möchten. In dem Fall scheint es aber wirklich wahr zu sein.

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12.06.2018

MENSCHEN, DIE KEIN TAXI FAHREN


werden gerne übersehen

Als Taxifahrer kommt man rum in der Stadt und sieht so einiges. Insbesondere bei den sommerlichen Temperaturen treibt sich alles und jeder draußen herum. Nicht alle fahren Taxi. Der eine aus Kostengründen, der andere ist Selbstfahrer und wieder anderen ist es auch einfach nur zu heiß. Auf jeden Fall ist es die Zeit, wo man sie alle mal gesehen hat. Vorausgesetzt natürlich, dass man mit offenen Augen durch unsere Stadt fährt. Und wer jetzt genau hinsieht, dem entgehen auch nicht die offenen Beine des Mannes (oben), die jetzt auch mal etwas Sonne, ihre wohl einzige Medizin, abbekommen. Insbesondere die, also die offenen Beine, werden gerne übersehen.

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11.06.2018

GESTERN AUF DEM FLOHMARKT


Gestern auf dem Flohmarkt lief es einmal mehr sehr gut für mich. Das lag zum einen daran, dass ich mir bereits beim zweiten Mal eine gewisse Stammkundschaft aufgebaut habe, zum anderen aber auch an meinen Büchern, die ich nun auch an allen weiteren Sonntagen im Juni auf dem Boxhagener Platz anbieten werde. Die Taxischicht danach war dagegen eher zum Abgewöhnen. Ich startete sie am nahegelegenen Wismarplatz, wo ich drei Stunden später immer noch mit meinem Taxi stand. Gut, ich hatte zwischendurch zwei Fahrten, so ist es nicht. Die erste für 5,90€ zu einem Club (Name vergessen) am nahegelegenen Ostkreuz, und die zweite immerhin dann schon für 9,70€ zum "Sisyphos" (auch ein Club) gleich hinterm Ostkreuz. Das witzige war, dass es der DJ höchstpersönlich war, den ich da zum "Sisyphos" fuhr, der aber gar nicht wusste, was der Name bedeutet. Da wir als öffentliches Verkehrsmittel mit Beförderungspflicht auch einen Bildungsauftrag haben, weiß er es jetzt. Außerdem konnte ich noch ein Buch an den Mann, also den Herrn DJ bringen, und zwar "Die Macht der Dummheit" von André Glucksmann. Das korrespondiert wiederum mit Rolf Peter Sieferles "Finis Germania" (kurze Zeit auf der "Spiegel" Bestseller-Liste), was aber bereits ausverkauft war.

Text TaxiBerlin