25.06.2017

STRASSE NACH TAXIBERLIN BENANNT


Zum Geburtstag schon mal ein Video

OK, jetzt nicht ganz, aber viel hat nun wirklich nicht gefehlt. Dazu muss man wissen, dass Strassennamen für mich immer noch der Anfang und auch das Ende sind. Ich gebe sie weder irgendwo ein, noch spreche ich sie irgendwo rein, sondern ich finde sie einfach nur - erst in meinem analogen Stadtplan und dann ganz real mit meinem Taxi. Die Strasse, um die es in diesem Beitrag geht, ist nun nicht in Berlin, sondern in Chicago, und trotzdem behaupte ich, dass ich sie ohne Smartphone und auch ohne Navigationsgerät finden würde. Das liegt daran, dass genau diese Strasse in Chicago neuerdings nach dem bulgarischen Autor benannt ist, mit dem ich neulich noch ein Buch zusammen geschrieben habe. Gut, nicht ganz, aber immerhin fast.

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Text TaxiBerlin

24.06.2017

BECAUSE SOMETHING IS HAPPENING HERE AND YOU DON'T WHAT IT IS, DO YOU STUPID IDIOT ?


Es gibt kaum noch einen Supermarkt in unserer Stadt, vor dem keine Bettlerin steht, kaum noch eine Brücke, unter der kein Obdachloser sein Quartier aufgeschlagen hat und auch keine S- oder U-Bahn Fahrt ohne Verkäufer von "Straßenfeger", "Motz" und Co. Möglicherweise hast du davon aber noch gar nichts mitbekommen, denn du "wohnst" ja nur hier, darüber nichts im Internet steht und auch nicht in den "sozialen Netzwerken", du ausserdem schon lange nicht mehr selbst einkaufen gehst, sondern alles im Internet bestellst und mit den Öffentlichen fährst du auch nicht mehr. Dann kannst du richtig froh sein, dass du diese Zeilen hier lesen darfst. Und wenn du mir mal ins Taxi steigen solltest, gebe ich es dir auch gerne nochmal mündlich.

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23.06.2017

HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 13


Himmel mit Kreuz über Berlin

Wenn ich mich nicht verrechnet habe, ist es heute so weit, da sind wir wieder auf Sendung. Das mit dem Verrechnen, das geht schneller als man denkt, denn "Hier spricht TaxiBerlin", es soll diesmal bereits die dreizehnte sein, gibt es nicht einmal im Monat, sondern alle vier Wochen. Das ist nicht dasselbe, denn, der ein oder andere erinnert sich, ein Monat hat im Normalfall mehr als vier Wochen, weswegen einige unsere Sendung regelmäßig verpassen. Damit dir das nicht passiert, solltest du dir unbedingt ein Kreuz im Kalender machen oder zumindest eine Notiz samt Alarm in deinem Smartphone hinterlassen. Los geht es heute Abend wie gehabt um 21 Uhr, das ganze auf Pi-Radio, was in Berlin die 88.4 ist, in Potsdam ist es die 90.7 oder weltweit unter "Stream hören" im Internet. Natürlich  willst du wissen, warum du ausgerechnet unsere dreizehnte Sendung hören sollst, wo du doch schon die zwölf davor verpasst hast, und ich möchte es dir verraten: In unserer dreizehnten Sendung machen wir etwas, was man auf keinen Fall machen darf, auch nicht im Notfall, weil das noch nie jemand gemacht hat. Aber was man macht oder auch nicht, das ist uns so was von egal, das kannst du dir nicht vorstellen. Wir werden jedenfalls über uns reden. Genauer über Co-Moderatorin Layne Mosler, besser bekannt als TaxiGourmet. Ganz genau werden wir über ihr Buch sprechen, was sie übers Taxifahren geschrieben hat, weswegen die Sendung auch nicht wie gewohnt werbefrei sein wird. Das Gute ist, dass du keine Gebühren bezahlen musst, sondern einfach nur einschalten, und später natürlich das Buch kaufen, das ist klar. Oder noch besser vorher schon bestellen. Es heißt im englischen Original "Driving Hungry", auf Deutsch heißt es "TaxiGourmet" und auf polnisch, in das es neulich übersetzt wurde, verdammter Mist, das habe ich jetzt doch glatt vergessen ...

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15.06.2017

NICHT MAL EINSTURZGEFÄHRDET



trotz stundenlangem Brand

Gestern ist ein Radfahrer in Berlin nach einem Unfall an seinen Kopfverletzungen verstorben, nachdem ihm genau das passierte, was mir vor einigen Jahren auch passiert ist. Die Tür eines parkenden Autos wurde unvermittelt aufgerissen, er/ich konnte nicht mehr ausweichen und fuhr dagegen. Das Auto war weder bei ihm noch bei mir ein Taxi (bei ihm soll es ein Diplomatenwagen gewesen sein). Wie gesagt, der Radfahrer ist jetzt an seinen schweren Kopfverletzungen verstorben. Ich war damals immerhin eine Woche im Krankenhaus und durfte danach noch zwei Monate mit Gehhilfen durch die Gegend laufen. Ich schreibe dies, weil mir sowohl der Tod des Fahrradfahrers in Berlin, als auch die Opfer des Nochhausbrandes in London nicht egal sind. Trotzdem ist es erlaubt, sich bei letzterem einmal etwas genauer mit dem Brand an sich zu beschäftigen. Das tut auch Dieter Räsch, immerhin Vorstandsmitglied der Bayrischen Ingenieurkammer-Bau, der sich verwundert über das Ausmaß des Brandes zeigt, sich aber sicher ist, dass ein solcher Brand hierzulande "eher nicht zu erwarten" wäre, was mich ungemein beruhigt. Die viel wichtigere Frage ist sowieso: Warum stürzt das Hochhaus nicht ein, nicht einmal teilweise? Bis zum Schluss waren Feuerwehrleute in dem brennenden Gebäude, um möglichst viele Menschen zu retten, und bis jetzt ist es "entgegen ersten Befürchtungen nicht einsturzgefährdet."

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14.06.2017

ES IST ZUM VERRÜCKT WERDEN



aktuell in der britischen Hauptstadt

Es ist zum verrückt werden: Ständig brennen irgendwelche Hochhäuser, wenn auch nicht in Berlin, so aktuell doch immerhin in London, und das nicht nur so ein bisschen, sondern richtig - aber sie wollen einfach nicht einstürzen, noch nicht einmal teilweise ...

PS: Am 11. September 2001 sind nicht nur die beiden Zwillingstürme eingestürzt, sondern noch ein drittes Gebäude, das so genannte WTC 7 mit 47 Etagen, in das kein Flugzeug hinein geflogen war. Allerdings fielen Trümmer auf das Gebäude und es hat auf sechs Stockwerken sieben Stunden lang gebrannt. Dass das WTC 7 "einstürzen" würde, anerkannte Experten vermuten eher eine kontrollierte Sprengung, wurde bereits 20 Minuten vor seinem "Einsturz" von der BBC in London "vorhergesagt". Aktuell wird ein Einsturz immerhin "befürchtet".

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13.06.2017

IN THE FOOTSTEPS OF TAXIBERLIN: UBER-CHEF KALANICK


Keine 24 Stunden nachdem ich bekanntgegeben habe, dass ich reif für eine Auszeit bin, folgt mir kein geringerer als Uber-Chef Kalanick, der Feind aller ehrlichen Taxifahrer, in eine ebensolche, wobei man ganz klar sagen muss, dass seine Auszeit mit meiner Auszeit nichts zu tun hat. Klar hat auch Kalanick persönliche Probleme - aber wer hat die nicht?! Das eigentliche Problem von Kalanick ist aber, wenn man so will, genau das Gegenteil von meinem Problem. Während ich überlege auch noch den Cent durchzusägen, um irgendwie über die Runden kommen, hat Kalanick vor allem eines: Geld! Was ihm fehlt, ist der Erfolg, weshalb sein "Versprechen", welches er via e-mail seinen Mitarbeitern gab, sich in seiner Auszeit zu der Art Chef zu entwickeln, "den diese Firma verdient und den Ihr verdient", an erster Stelle als Drohung zu verstehen ist. Auszeit ist eben nicht gleich Auszeit, weswegen man auch nicht jede Auszeit gutheißen kann, außer sie hätte, zumindest im Fall Kalanick, kein Ende.

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12.06.2017

ZEIT FÜR EINE AUSZEIT


Die schönsten Dinge im Leben sind immer für ... jeden

Im meinem letzten Beitrag hatte ich es bereits angedeutet, wie es um mich bestellt ist. Dabei darf man nicht vergessen, dass selbst der unbekannteste Herausgeber immer auch ein Produkt seiner Umwelt ist. Dagegen ist kein Kraut gewachsen, und schon gar nicht das nicht vorhandene auf den Berliner Straßen, auf denen ich seit viele Jahre mit meinem Taxi unterwegs bin. Neulich zum Beispiel, da fing ich an mein Geld zu zählen, obwohl da gar nichts zu zählen ist, oder gerade deswegen - wer weiß das schon so genau? Gestern war es nun so weit, da wurde mir klar, dass ich wirklich reif für eine Auszeit bin, denn da hatte ich die Idee (und ich weiß selbst, dass sich das völlig verrückt anhört, aber was hat man nicht alles für Ideen, die eigentlich total bescheuert sind?!) den letzten Cent durchzusägen, nur um irgendwie über die Runden zu kommen. Da ich nun in einem gewissen Alter bin und einige Erfahrungen auf der Straße gemacht habe, kann ich nur jedem, den ähnliche Gedanken quälen, eine Auszeit ans Herz legen.

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11.06.2017

DAS SIND DIE SCHLIMMSTEN


Die unbekannten Herausgeber (Quelle: Amazon)

Hatte ich gestern noch behauptet, die so genannten Kiiieeenstler (allen voran die bekannten) wären die Schlimmsten, muss ich mich heute bereits korrigieren. Am allerschlimmsten sind die unbekannten Herausgeber. Ich zum Beispiel, den nun wirklich keine Sau kennt, nenne mich gleich mal als Mit-Autor, und das sogar noch vor dem eigentlichen Autor. Dem ist das zum Glück egal, denn der lebt nicht mehr, und als er noch lebte, lebte er nach der Devise: "Lieber ein unzufriedener Mensch, als ein zufriedenes Schwein!" Von dem droht also keine Gefahr. Ich schreibe diesen Beitrag auch nur, weil sich am Erscheinungsdatum was ändern wird. Genau genommen ist es so: Wann immer das Ende eines Monats auftaucht, ist immer das Ende des Jahres gemeint. In unserem Fall kann man von Glück reden, dass aus Ende September "nur" Ende Dezember wird. Zum Schluss noch ein Satz zur kostenlosen Lieferung: Die gibt es selbstverständlich nur in Verbindung mit einer Taxifahrt, wobei noch nicht ganz klar ist, ob Kurzstrecken davon ausgenommen sind, einfach weil der Verkauf und die Herausgabe des Wechselgeldes viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Mein Vorschlag zur Güte wäre, den Gesamtpreis vom Buch (11,95 €) plus der Kurzstrecke (5 €) einfach auf 20 € aufzurunden, vorausgesetzt dass das denn auch mit EU-Recht vereinbar ist.

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10.06.2017

KIIIEEENSTLER


Mit den Jahren finde ich so genannte Kiiieeenstler immer merkwürdiger. Anfangs dachte ich noch, es beträfe nur die unbekannten. Heute weiß ich: Umso bekannter sie sind, desto merkwürdiger sind sie auch. Am merkwürdigsten sind die ganz bekannten Kiiieeenstler, die regelrecht durchgeförderten, vom Kunstbetrieb seelisch abhängigen, weswegen sie auf ihre täglichen Verwöhneinheiten nicht mehr verzichten können. Wenn sie die nicht bekommen, dann können die ganz doll auftreten mit dem Fuß und "Manno" dazu schreien, wie neulich bei mir im Taxi. Das hörte sich richtig radikal an. Am Ende der Fahrt war dann schon wieder alles in Ordnung mit meinem Kiiieeenstler. Das nächste Stipendium war nun doch bewilligt und die Hochzeit, mit der er ausgesorgt hat, auch noch nicht abgesagt. Nur meine arme Fußmatte, die hat jetzt 'ne Delle.

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08.06.2017

TAXIBERLIN ALS VORPRODUZENT


"hoffentlich auf bald im Taxi" - Ingo Schulze

Was andernorts einfach nur eine Aufzeichnung ist, heißt bei "Pi-Radio", wo ich alle vier Wochen meine Show "Hier spricht TaxiBerlin" habe, "Vorproduktion" - man gönnt sich ja sonst nichts. Eine solche, genau genommen gleich zwei, also zwei Sendungen, habe ich gestern für den Sommer "vorproduziert". Einerseits deswegen, weil es bei "Pi-Radio" dieses Jahr keine Sommerpause gibt und ich traditionell genau dann meine Auszeit vom Taxifahren nehme. Andererseits auch, weil einer meiner Gäste Freitags nie kann, wenn die Sendung live "produziert" wird. Gestern bei meinen "Vorproduktionen", es waren wie gesagt zwei, hatte ich nämlich zwei Gäste. Einer saß mir im Studio, den anderen rief ich an. Der mit mir im Studio saß, war der Autor Ingo Schulze, der u.a. "33 Augenblicke des Glücks", "Simple Storys" und "Neue Leben" geschrieben hat, und der auch einmal Taxifahrer in Berlin werden wollte, wie ich gestern beim "vorproduzieren" erfuhr. Aus dem Taxischein ist nichts geworden (warum, erfährst du in der Sendung) und im Taxi hat mir Ingo Schulze auch noch nicht gesessen, obwohl er das gerne mal machen würde, um mir aus seinem neuesten Roman "Peter Holtz" vorzulesen. In meinem Taxi saß mir dafür schon einmal der Psychiater, Psychoanalytiker und Buchautor Hans-Joachim Maaz aus Halle an der Saale, von dem u.a. "Der Gefühlsstau" und "Die narzisstische Gesellschaft" sind, mit dem ich ganz "vorproduktiv" am Telefon sprach. Es ging um sein im März erschienenes Buch "Das falsche Leben", in dem er beispielsweise ganz richtig feststellt, dass Navigationsgeräte orientierungsblöd machen, was ich nach vielen Jahren auf der Straße nur bestätigen kann. Der Psychiater und Psychoanalytiker diagnostiziert unserer narzisstischen Gesellschaft eine Normopathie, ein Begriff, den mein Schreibprogramm zwar nicht kennt, der aber immer mehr an Bedeutung gewinnt. Hans-Joachim Maaz aus Halle an der Saale sagt darin nicht nur, dass der Begriff "Lügenpresse" ein Vorwurf gegen "normopathische" Berichterstattung ist, sondern erklärt darüber hinaus auch, was dagegen hilft, und zwar mit wirklich allen Menschen zu reden, so weit dies denn möglich ist. Genau das praktiziere ich seit langem in meinem Taxi, weswegen ich mich auch zu einem Extrem-Zuhörer entwickelt habe. Bei mir im Taxi kann jeder alles sagen, sogar die Wahrheit, weswegen Ingo Schulze auch gerne mal bei mir einsteigen würde. Das möchtest natürlich auch du. Aber du möchtest mehr, und zwar meine "Vorproduktionen" für "alle und keinen" hören. Wenn nichts dazwischenkommt, werden diese am 18. August und am 16. Spetember jeweils ab 21 Uhr ausgestrahlt. Das ganze auf "Pi-Radio", was in Berlin die 88.4 ist, in Potsdam ist es die 90.7, und weltweit im Internet als Live-Stream.

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07.06.2017

EINE FRAGE DER EHRE - EIGENTLICH


Eigentlich wollte er selber fahren, und zwar seinen großen Audi, aber da er heute etwas getrunken hatte, was er wegen seinem Glauben eigentlich gar nicht darf, fährt er Taxi. Mehr lässt sich über meinen Fahrgast eigentlich nicht sagen, ausser vielleicht noch, dass es kein Trinkgeld gab, obwohl es an meiner Dienstleistung eigentlich nichts auszusetzen gab - ganz im Gegenteil. Aber das müsse ich verstehen, entschuldigte er sich ganz ungefragt, denn schließlich lebe er von Sozialhilfe - eigentlich. Und der eingangs erwähnte Audi gehöre ihm, ein Mann von Ehre, ich schwör's dir, gar nicht - ebenfalls eigentlich.

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06.06.2017

FKK-CLUB ARTEMIS NOCHMAL


Ganz neu und leider geil

Warum sollte es ausgerechnet im bekannten FKK-Club Artemis an der Halenseestraße gleich um die Ecke vom Kurfürstendamm anders sein als im Rest der Welt. Wobei, wenn ich mich recht erinnere, steht das große F bei FKK-Club für "frei", oder? Ach so, du kannst mit der Abkürzung FKK so rein gar nichts anfangen? Dann musst du wohl "googeln", oder "den Gockel fragen", wie Fahrgäste neulich meinten. Doch zurück zum FKK-Club Artemis an der Halenseestraße gleich um die Ecke vom Kurfürstendamm. Dort hat man jetzt ganz aktuell nicht nur einen künstlichen Strand mit dazugehöriger Bar (Foto) eröffnet (das wäre noch nichts besonderes), sondern darüber hinaus auch einen VIP STRIPTEASE SALON (nochmal Foto) eingerichtet. Gut, "frei" war der FKK-Club Artemis an der Halenseestraße gleich um die Ecke vom Kurfürstendamm noch nie, aber doch irgendwie (immerhin sind dort alle mehr oder weniger nackt unterwegs) "gleich". Damit ist nun Schluss - Dank dem VIP STRIPTEASE SALON im FKK-Club Artemis an der Halenseestraße gleich um die Ecke vom Kurfürstendamm.

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05.06.2017

AUTOBAHNPRIVATISIERUNG - NEIN DANKE!


Bald "Land unter" auf der Bundesautobahn?
Bundesautobahn BAB 100 , "Rudolf-Wissell-Brücke"
früher Charlottenburg, heute Charlottenburg-Wilmersdorf

Wer immer noch denkt, die neoliberale Wirtschaftspolitik hätte sich mit der Bankenkrise erledigt, wird spätestens mit der aktuell beschlossenen Autobahnprivatiserung eines besseren belehrt. Auch wenn wir als Taxifahrer nur wenig auf den Bundesautobahnen unterwegs sind, meist fahren wir auf kommunalen Straßen, gibt es in Berlin doch mehrere Teilstücke der Bundesautobahn. Genau die, also die dem Bund gehörenden Autobahnen, sollen jetzt verkauft werden, und zwar an Banken und Versicherungsgesellschaften, damit wir sie, denen sie heute noch gehören, morgen schon von ihnen zurückkaufen können. Als nächstes dürfte dann der ausschließlich bargeldlose Zahlungsverkehr kommen, um an unsere Kohle ranzukommen, womit wir endgültig gläsern werden, was schlimm genug wäre. So gut wie sicher sind dann aber auch sowohl Gebühren als auch Negativzinsen, damit die Bank mit unserem Geld arbeiten kann, weil wir es ihr, Dank ausschließlich bargeldloser Zahlung, nicht mehr entziehen können. Alles natürlich nur wegen dem Schwarzgeld - das ist klar.

PS: Sahra Wagenknecht hat am Mittwoch noch eine bewegende, weil entlarvende Rede zur Autobahnprivatisierung gehalten, in der sie am Schluss sagt, dass ihre Partei dagegen stimmen wird, was sie im Bundestag wohl auch tat. Im Bundesrat wurde der Privatisierung bereits am Freitag schon auch durch die LINKE zugestimmt.

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THEMA TOILETTE NOCHMAL


Dixi-Klo (Detail)

Das ich immer wieder auf das Thema Toilette zurückkomme, ist kein böser Wille, ganz im Gegenteil. Auch ein Taxifahrer hat Bedürfnisse (wie jeder andere Mensch auch), und da die meisten keine Toilette bei sich im Taxi haben, bleibt oft nur das Dixi-Klo, von denen es, ich hatte neulich darüber berichtet, Dank der zahlreich vorhandenen Baustellen in Berlin so einige gibt. Jetzt habe ich mir diese  Dinger mal etwas genauer angesehen und musste feststellen, dass das Dixi-Klo nicht nur mobil ist, sondern auch variabel, was das Geschlecht angeht. Es kann wahlweise als Männer- oder als Frauentoilette benutzt werden. Man muss dazu nur den schwarzen Sichtschutz (Foto Mitte) nach links oder eben nach rechts schieben. Ich frage jetzt nicht, warum es überhaupt noch nach Geschlechtern getrennte Toiletten gibt, wenn das Geschlecht sowieso ein soziales Konstrukt ist. Mich interessiert nur, was das Loch in dem Sichtschutz (nochmal Foto Mitte), der das jeweils andere Geschlecht verdeckt, soll?

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04.06.2017

DIE EVENTISIERUNG VON BERLIN


Gestern Abend, es war gegen Zehn, gab's mal wieder ein Feuerwerk. Also nichts besonderes, wenn mich mein Fahrgast nicht gefragt hätte, was denn der Grund dafür wäre. Ehrlich gesagt, ich konnte es ihm nicht sagen, obwohl es doch (auch) meine Stadt ist. Wahrscheinlich war es eine Abschiedsfeier, möglicherweise auch 'ne Hochzeit oder vielleicht saß auch nur jemandem ein Pups quer. Ich persönlich tippe auf letzteres, aber das ist wie gesagt eine Vermutung. Was man mit Sicherheit sagen zu können scheint, ist, dass auch diese unnötig verbreitete Unruhe unter obiger Überschrift zu verbuchen ist.

Text TaxiBerlin