18.05.2013

WER ZU NUTTEN GEHT ...


früher Prenzlauer Berg / heute Pankow

Aus dem "Grill Royal" an der Weidendammer Brücke in Mitte kamen sie, die zwei kleinen Italiener, und ins "Artemis" in die Wilmersdorfer Halenseestraße wollten sie. Bevor die Fahrt durch die halbe Stadt losging, wollten sie noch von mir wissen, ob das der beste "Club", wie Bordelle und Puffs gerne genannt werden, in der Stadt ist. "Think so" - so meine knappe Antwort. Woher soll ich, ausgerechnet ich - ein einfacher Berliner Taxifahrer - wissen, wo es die besten Nutten gibt. Zumindest gab es keine weiteren blöden Fragen. Auch die Unterhaltung zwischen den beiden verlief für italienische Verhältnisse sehr ruhig. Es waren eben zwei KLEINE Italiener. Das bewiesen sie auch, als es ans Bezahlen ging. Null Trinkgeld - das war zu erwarten gewesen. Der Respekt für die hiesige Trinkgeldkultur hält sich allgemein bei Südländern in Grenzen. Das ist bekannt. Ich weiß vielleicht nicht, wo es die besten Frauen der Stadt gibt. Was ich aber weiß, ist: Wer zu Nutten geht, kann zwar Klein sein (auch einen Kurzen haben), darf aber auf keinen Fall ein kleiner Geizhals sein.

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17.05.2013

BERLIN FOR SALE


Bergmannstraße / früher Kreuzberg / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Meine Stadt verkaufen, aber nicht mal Steuern hier bezahlen ...

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16.05.2013

NOCHMAL BERLINER HAUPTBAHNHOF


TaxiBerlin hat nach dem gestrigen Interview im Info-Radio mit Meinhard von Gerkan eine e-mail an sein Architekturbüro in Hamburg, welches den Berliner Hauptbahnhof verbrochen entworfen hat, mit folgendem Inhalt geschrieben:


Sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite des Berliner Hauptbahnhofes befinden sich ausgeschilderte Taxihaltestellen, an denen sich Berliner Taxen bereitzuhalten haben. Diese sind keine einhundert Meter von den jeweiligen Ausgängen entfernt.
Diese Taxihaltstellen können nur in einer Richtung angefahren werden, da es sich um Einbahnstraßen handelt. Von daher kann keine Taxe "falsch rum vorfahren", weil der Taxifahrer sonst gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen würde.
Was richtig ist, daß das "Vorfahren" zum Hauptbahnhof das eigentliche Problem ist. Obwohl auf beiden Seiten genug Platz ist, gibt es jeweils nur eine schmale Gasse, durch die sich jede Taxe, die zum Berliner Hauptbahnhof will, gemeinsam mit unzähligen Privatfahrzeugen bis zum Eingang durchquälen muss, was manchmal länger dauert als die ganze Taxifahrt.
Nur an der Nordseite existiert ein spezieller Ausladebereich für etwa drei Taxen. Dieser ist regelmäßig von Privatfahrzeugen zugeparkt, so daß der Taxifahrer gezwungen ist seine Fahrgäste bereits auf der Zufahrt auszuladen.
Meine Frage an Sie und Ihr Büro, welches den Hauptbahnhof entworfen hat, ist folgende: Wieso gibt es auf beiden Seiten jeweils nur eine schmale Gasse, durch die sich sowohl Taxen als auch Privatfahrzeuge durchquälen müssen, obwohl genug Platz für eine breitere Zufahrt und für zusätzliche Parkplätze vorhanden wären?

Text TaxiBerlin

15.05.2013

PHASE VIER: BESTRAFUNG DER UNSCHULDIGEN


Vereinfachte Darstellung der aktuellen Verkehrsführung 
am Berliner Hauptbahnhof

Ich hatte bereits vor einiger Zeit über die Vier Phasen der Planung geschrieben. Was den Taxiverkehr am Berliner Hauptbahnhof angeht, so wurde heute Phase Vier eingeleitet. In einem aktuellen Interview im Info-Radio behauptet kein geringerer als der Stararchitekt Meinhard von Gerkan, dessen Büro den Hauptbahnhof entworfen hat, daß die Berliner Taxen Schuld daran sind, "damit man überhaupt einen Wagen bekommt, mehrere hundert Meter zurücklegen muss" ..., "weil die Taxen falsch rum vorfahren."

PS: Das komplette Interview findest du hier. Die entsprechende Stelle im Interview ist bei 4:50 Min.

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14.05.2013

NOCHMAL PRIVATES SCHWABEN RADIO


Elsenstraße / früher Treptow / jetzt Treptow-Köpenick

Das Private Schwaben Radio hat mir gerade mitgeteilt, daß die von mir "bemängelte" Pressemitteilung "offline genommen worde", was eindeutig Präteritum ist. Wer mit Präteritum nichts anfangen kann: Präteritum ist nur ein anderes Wort für Vergangenheit. Man sollte also davon ausgehen können, daß es sich um etwas handelt, was im Präsens, also im Hier und Heute, abgeschlossen ist. Doch weit gefehlt: Die Pressemitteilung ist immer noch online.

PS: Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Die Seite ist wirklich offline!

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13.05.2013

ALS TRINKGELD ZU VIEL


... und als Schmerzensgeld zu wenig

Passend zum beklopptesten Club, wo die beiden Küken aus der Provinz hin wollten, sollte während der Fahrt der bekloppteste Sender der Stadt laufen. Da waren sie bei mir allerdings verkehrt. Ich bin zwar der Fahrer, aber ich mach ihnen nicht den DJ. Das verstanden die beiden Chicken natürlich nicht (Wie denn auch?), und so begann die Diskussion (Wieso? Weshalb? Warum?), die, wie zu erwarten war, damit endete, daß es kein Trinkgeld geben würde. Kein Problem - Trinkgeld gibt es sowieso nicht mehr. Das wussten die beiden Küken aus der Provinz natürlich nicht. Die unterhielten sich die ganze Fahrt über ihre Geschäfte, und wie gut die laufen würde, aber vor allem darüber, wie viel sie gerade wieder sparen würden - am Trinkgeld. Am Fahrziel angekommen, wollten sie dann plötzlich (Warum auch immer?) doch welches bezahlen. Leider musste ich ablehnen. Da bin ich irgendwie Old-School. Eine Mann sollte zu seinem Wort stehen (Eine Frau übrigens auch!), insbesondere wenn es um Geld geht. Versprochen ist versprochen! Das wussten die beiden Tussen natürlich auch nicht (Was lernen die heute noch in der Schule?), und deswegen fragten sie nach (Immerhin!). Ich erklärte ihnen das mit dem Wort, zu dem man stehen muss, und daß deswegen ihr angebotenes Trinkgeld zu hoch wäre. Andererseits als Schmerzensgeld, für die ganze Güllegatsche, die ich mir während der Fahrt von den beiden anhören musste, wiederum viel zu wenig.

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11.05.2013

ÜBER ÖFFENTLICH RECHTLICHES FERNSEHEN UND PRIVATES SCHWABEN RADIO


Frankfurter Allee / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain Kreuzberg

Ich habe das Nachtcafé vom SWR, zu der ich zwar eine Anfrage aber keine Einladung erhalten habe, noch nicht gesehen, sondern nur die eingeladenen Gäste. Nachdem ich die Disputanten der Sendung zum Thema "Diese Schwaben - die Kirche bleibt im Dorf" aus dem Internet kenne, werde ich mir die Sendung wohl auch nicht ansehen. Das liegt nicht etwa daran, daß ich jetzt beleidigt wäre - ganz im Gegenteil!

Anita Blasberg hat das neulich in der "Zeit" sehr gut beschrieben, wie sehr es nervt, dass die immergleichen 50- bis 60- jährigen die Debatten prägen - was weit mehr als ein mediales Problem ist, sondern eine echte Herausforderung für die Legitimität dieser Demokratie: Wer keine Stimme hat, kommt nicht vor. (Georg Dietz, "Journalismus in der Krise")

Im Januar habe ich einem privaten Schwabenradio in einer Berliner Eckkneipe zum gleichen Thema ein Interview gegeben. Die Sendung war nicht live, sondern wurden im Nachhinein "geschnitten". Wichtige Aussagen von mir kamen in dem, was dann ausgestrahlt wurde, nicht vor. Später musste ich in der im Internet vom privaten Schwabenradio veröffentlichten Presseerklärung zu Kenntnis nehmen, daß "TSH", was "Totaler Schwabenhass" bedeuten soll, durch bestimmte Graffitis speziell im Prenzlauer Berg meine Meinung "sichtbar" machen soll.

Bereits Anfang Februar habe ich das private Schwabenradio um Richtigstellung gebeten, was mir auch zugesagt wurde. Seitdem ist nichts passiert. Eine zweite Aufforderung Ende März blieb vom privaten Schwabenradio unbeantwortet. Deswegen nutze ich nun meinen Blog, um folgendes richtig zu stellen:

Ich bin kein Schwabenhasser und das Wort Schwabenhass wurde von mir im Interview nicht einmal verwendet. Deswegen kann "TSH", den ich nicht kenne, auch nicht meine Meinung "sichtbar" machen. Ich habe in dem Interview folgendes gesagt: Wir haben in Berlin kein Schwabenproblem sondern ein Zugezogenproblem. Für ein Schwabenproblem sind die Schwaben rein zahlenmäßig mit etwa 7000 auch viel zu klein und unbedeutend. Trotzdem bieten sie aufgrund gewisser Eigenheiten eine Angriffsfläche. Zum Schluss des Interviews habe ich den Moderator gefragt, was er davon halten würde, wenn in seinem Ort ein Bevölkerungsaustausch von knapp 90% innerhalb weniger Jahre stattfinden würde. Seine Antwort, die natürlich nicht gesendet wurde, war, daß er in diesem Fall den Neuankömmlingen bei Bedarf auch "auf die Finger klopfen" würde.

PS: Die Presseerklärung vom Privaten Schwaben Radio ist seit dem 14. Mai offline.

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10.05.2013

WÄHLEN SIE POLITISCH UNKORREKT


Wahlwerbung des ZDF

Der Wahlkampf hat begonnen und wie gewohnt gibt's auch bei "Öffentlich Rechtlich" Wahlwerbung. So weit - so bekannt. Daß das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) empfiehlt, "politisch unkorrekt" zu wählen, ist allerdings schon eine kleine Überraschung. Wissen die denn nicht, daß in unserem schönen Land "politisch unkorrekt" automatisch "rechts" bedeutet? Ich meine: Das weiß doch jeder! Das komische ist nur, daß hierzulande "politisch unkorrekt" nicht nur "rechts" bedeutet, sondern "de facto" immer auch ist. Es ist jedes Mal wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Oder steckt doch mehr dahinter? Geheime Kräfte, die beispielsweise auch ständig die abgegebenen Stimmen bei meiner kleiner Umfrage "Wie nennst du deine Mutter?" (rechts von diesem Beitrag) verschwinden lassen?

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09.05.2013

DIE UMFRAGE ZUM MUTTERTAG


Muttertagswerbung 2013

Ich weiß, ich weiß, heute ist nicht Mutter- sondern Herrentag. Aber ich brauche keinen Herrentag, um besoffen mit dem Fahrrad durch die Gegend zu fahren. Das kann ich auch ohne Herrentag. Deswegen kann ich mich auch direkt dem Muttertag widmen, der entweder abgeschafft oder zumindest in "Eine-Verwandte-Tag" umbenannt werden soll. Den ersten Hinweis auf diese geplante Einsparung findest du bereits auf den Werbeplakaten zum Muttertag. Gab es 2012 noch einen Jungen auf dem Foto, wurde dieser bei der diesjährigen Muttertagsreklame (Foto oben) schon eingespart. Und es ist zu vermuten, daß im nächsten Jahr auch noch der Blumenstrauß von der Werbung verschwindet, wenn nicht gar der Muttertag komplett aus dem Kalender gestrichen wird. Du hast es in der Hand, dies zu verhindern. Alles was du tun musst, ist an der Abstimmung rechts von diesem Beitrag teilzunehmen. Diese startete bereits vor zwei Tagen, allerdings als "Mulitple Choice". Das scheint irgendwie nicht zu funktionieren. Es gibt offensichtlich einen "Systemfehler" bei Google - was immer das heißen mag. Aber um ehrlich zu sein: "Multiple Choice" ist sowieso Sch****. Es passt nur eben so gut in unsere Zeit, in der sich keiner wirklich festlegen mag. Auch aus diesem Grund habe ich die Abstimmung "Wie nennst du deine Mutter?" von "Multiple Choice" auf "One Wo/Man - One Vote" umgestellt. Das ganze hat den kleinen Nachteil, daß alle, die bereits abgestimmt hatten, noch einmal abstimmen müssen, weil Google ihre Stimme "verschluckt" hat. Vielen Dank für euer Verständnis!

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07.05.2013

DEN MUTTERTAG ABSCHAFFEN


Muttertagswerbung 2012

Der Nichttänzer aus Marzahn hatte neulich die Idee den Karfreitag abzuschaffen, weil am Karfreitag nicht getanzt werden darf. Warum sich gerade der Nichttänzer dafür stark macht, daß am Karfreitag getanzt werden soll, bleibt sein Geheimnis. Eigentlich wäre vom Nichttänzer aus Marzahn zu erwarten gewesen, daß er sich für die Abschaffung des Muttertags einsetzt. Offensichtlich fehlt ihm dazu der Mut. Denn der Nichttänzer aus Marzahn ist nicht nur ein großer Geizhals (siehe Werbung), sondern vor allem ein großer Angsthase. Und deswegen muss nun jemand anders die Idee des Nichttänzers unters Volk bringen. Der Nichttänzer aus Marzahn nennt seine Mutter nicht "Mutti", nicht "Mama" oder "Mami", und auch nicht "Alte Hexe", sondern schlicht "Eine Verwandte". Was für ihn persönlicher Stil ist, ist Wahrheit einfach nur Stillos, und wäre nicht der Rede wert, wenn der Nichttänzer aus Marzahn nicht der festen Überzeugung wäre, daß die Bezeichnung "Eine Verwandte" anstelle von Mutter mittlerweile mehrheitsfähig ist. Um genau dies herauszufinden, gibt es rechts von diesem Beitrag eine kleine Umfrage. Und sollte der Nichttänzer wirklich recht behalten, muss der Muttertag entweder abgeschafft oder zumindest in "Eine-Verwandte-Tag" umbenannt werden.

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06.05.2013

SCHWABEN IN BERLIN UND DAS SWR NACHTCAFÉ


Buchberger Straße / früher Lichtenberg / jetzt Lichtenberg

Der Redakteur vom SWR war ganz überrascht, daß ich eine eigene Meinung zum Thema "Schwaben" habe. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum der Anfrage, ob ich Gast im "Nachtcafé" sein möchte, keine offizielle Einladung gefolgt ist. Dafür habe ich seit Neuestem mal wieder mehr Besucher wegen einem Beitrag zum Thema von vor zweieinhalb Jahren. Manche sind eben etwas spät dran - wie beispielsweise auch die dritten Programme. (Aber was soll ich sagen - ich habe nicht mal eins!) Vielleicht liegt es aber auch einfach am Navi bzw. an der verwendeten Software, warum so viele dem aktuellen Geschehen hinterher hinken. Wer nur auf der Suche nach den Sieben Schwaben in Berlin ist, der findet sie hier.

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BERLINER CLUB RANKING


Behrenstraße / früher Mitte / heute Neue Mitte

Entgegen der üblichen Praxis, erst Rang drei und zwei zu nennen, komme ich sofort zum ersten Platz der beklopptesten Hauptstadtclubs - dem Felix. Du findest ihn in der Behrenstraße gleich neben dem Hintereingang vom Hotel Adlon, was eigentlich schon alles aussagt. Treffpunkt von Wochenendprostituierten und zugezogenem Wohlstandsgesindel. Gelegentlich lässt sich auch ein in die Jahre gekommenes Überbleibsel der Dot.Com-Blase per Kurzstrecke ohne Trinkgeld vorfahren. Keine Ahnung was schlimmer ist. Man möchte am liebsten keinen von ihnen im Taxi haben.

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05.05.2013

TIEFENENTSPANNT


Endzeit in Berlin

Das mit dem Trinkgeld scheint sich jetzt auch endgültig erledigt zu haben. Seit einiger Zeit gibt es ja bereits keine Fahrt mehr, ohne daß man eine Quittung ausstellen muss. Seit Neuestem gibt es keine Fahrt mehr mit Trinkgeld. Woran das liegt? Da fragst du den Verkehrten! Allerdings habe ich so meine Theorien. Bisher dachte ich, daß es sich um eine allgemeine Respektlosigkeit, insbesondere von Ausländern und Zugezogenen, gegenüber der Berliner Trinkgeldkultur, anderswo auch "Bakschisch" genannt, handelt. Dann begann irgendwann irgendeine Krise, und seither kann man nicht mehr sicher sein, ob es blanker Geiz oder pure Dummheit ist.

Es kann aber auch einfach am Fahrer liegen. Oder an dessen Musik. Ich höre beispielsweise gerade viel quietschende Mundharmonika. Das mag nicht jeder. Hinzu kommt, daß ich seit Neuestem extrem Tiefenentspannt fahre. Tiefenentspannt meint, daß ich mich ausschließlich auf's Fahren konzentriere (und natürlich auf meine Musik), und mich nicht um das dumme Gequatsche der Fahrgäste kümmere - außer es ist zu laut. Das kommt, glaube ich mittlerweile, bei manchen Fahrgästen nicht gut an. Die denken dann, ich wäre arrogant. Dabei stimmt das gar nicht. Ganz im Gegenteil. Ich bin einfach nur Tiefenentspannt. Und da kommt letztendlich wieder die Dummheit ins Spiel. Ich meine die, daß Leute nicht zwischen Arroganz und Tiefenentspannt unterscheiden können. Und wenn es keine Dummheit ist, dann bleibt ja nur noch eins übrig ...

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02.05.2013

KEIN FAN VON FANMEILE


Pariser Platz / früher Mitte / heute Neue Mitte

Es war nur eine Frage der Zeit, bis irgendein Idiot auf die Idee kommt, man könnte mal wieder Fanmeile machen am Brandenburger Tor, nachdem bekannt geworden war, daß es im Final Bistro das finale Match nicht zu sehen geben wird. Der Grund, warum die Straße des 17. Juni einmal mehr drei Wochen (zehn Tage Aufbau, ein Tag Fanmeile, zehn Tage Abbau) dicht sein wird, ist nicht etwa, daß zwei Mannschaften aus unserem schönen Land im Endspiel stehen, sondern daß es das finale Match nur noch im Bezahl-Fernsehen zu sehen gibt, was sich nur die wenigsten Berliner leisten können. Der Döner auf der Fanmeile wird, falls es jemand interessiert, übrigens dreimal so teuer sein wie im Final Bistro.

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01.05.2013

THE FINAL BISTRO


Pfarrstraße / früher Lichtenberg / jetzt Lichtenberg

Bisher kannte ich nur den finalen Countdown. Aber in Berlin gibt es bekanntlich nichts, was es nicht gibt. (Noch!) Und so ist es keine Überraschung, daß es das Final Game im Final Bistro nicht zu sehen geben wird. Der Grund dafür, nur falls es jemand interessieren sollte, ist übrigens ganz einfach: Der Döner im finalen Bistro wäre, würde man dort Bezahl-Fernsehen einführen, gleich mal doppelt so teuer.

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SIE BETRETEN DEN WERBEFREIEN SEKTOR


Karl Marx Allee / früher Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Wer kennt sie nicht: Leute, die für Geld alles machen. Notfalls sogar die eigene Großmutter verkaufen. Oder sogenannte Künstler, die ihre Seele für ein paar Kröten anderen überlassen. Gut, es gibt noch die Ärmsten unter den Armen, die wohl nie begreifen werden, daß das Leben nicht im Internet stattfindet und deswegen Werbung auf ihrer Seite schalten müssen, damit überhaupt mal was passiert bei ihnen. Wer rein gar nichts mit sich anzufangen weiß, der ist hier definitiv verkehrt. Diese Seite ist und bleibt Werbefreier Sektor. Ihnen empfehle ich obige Kreativbutze: Da wird sie geholfen!

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30.04.2013

SELBSTANZEIGE oder IN SPIELGELD WE TRUST


Spielgeld (bald)

Wer jetzt über eine Selbstanzeige nachdenkt, weil er vielleicht noch einen Koffer zuviel hat, der darf den gerne bei mir im Taxi "vergessen". Gut, seine Kohle ist er dann zwar los, aber eben auch sein Problem. Aber überhaupt: Bald wird das oben mit den fiktiven Motiven sowieso nur noch als Spielgeld zu gebrauchen sein.

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WARUM MITTELMÄßIGE BLOGS SO BELIEBT SIND


Schlechtes Bier für mittelmäßige Leute (Werbung/Detail)

Immer wieder werde ich gefragt, warum mittelmäßige Blogs so beliebt sind. Mit Beliebt ist in diesem Zusammenhang nicht die Qualität des Blogs gemeint. Die Qualität dieser Blogs ist zweifellos eher schlecht bis mittelmäßig. Beliebt meint hier nur die Quantität, also lediglich Besucherzahlen. Allerdings ist es ein weit verbreiteter Irrglaube unserer Zeit, der mittlerweile sogar mehrheitsfähig sein dürfte, daß Quantität etwas über die Qualität aussagen würde.

In einem Punkt herrscht zumindest Einigkeit: Mittelmäßige Blogs werden von mittelmäßigen Menschen gemacht und auch gelesen. Könnte es also sein, daß mittelmäßige Blogs aus Mitleid von mittelmäßigen Menschen gelesen werden? Ich denke Nein! Denn Mitleid ist ein Gefühl, welches rasch ermüdet, insbesondere bei mittelmäßigen Menschen.

Aber warum lesen dann so viele mittelmäßige Leser so gerne mittelmäßige Blogs? Die Antwort ist ganz einfach! Die Welt ist voll von mittelmäßigen Menschen, die am liebsten deswegen so gerne mittelmäßige Blogs lesen, weil sie einerseits mit einem anspruchsvollen Blog überfordert wären, und andererseits bei mittelmäßigen Blogs den Eindruck haben dürfen, daß sie das auch könnten, wenn sie den wollten, was wiederum stimmt.

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29.04.2013

KLEINES BERLINER MÄRCHEN


Ein Märchen, das zum Alptraum wird ...

Die jungen Leuten von heute wissen aber auch rein gar nichts mehr. Märchen beginnen immer mit "Es war einmal ... " und enden mit "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch". Das Berliner Märchen begann Anfang der Neunziger mit "Es war einmal eine Stadt, in der alles möglich ist" und endet mit "Und wenn nicht so viele Idioten gekommen wären, wäre das auch immer noch so."

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27.04.2013

FRIEDRICHSHAIN vs. F-HAIN


Irgendwo im Friedrichshain / jetzt Friedrichshain-Kreuzberg

Es geht hier nicht um die Aussage des Graffitos, und auch nicht um die richtige Antwort darauf, die logischerweise lauten muss: "No Risk - No Fun", sondern um die Frage, ob "F-Hain" gerade dabei ist sich als Neuberliner Wort für Friedrichshain (ähnlich "Prenzl-Berg" für Prenzlauer Berg) durchzusetzen.

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26.04.2013

BERLINER FLOHMARKTSAISON ERÖFFNET


Mehringdamm / früher Kreuzberg / heute Friedrichshain-Kreuzberg

Nachdem bereits die Freibadsaison eröffnet ist, war es nur eine Frage der Zeit, daß die Flohmarktsaison nachzieht. Offizielle Eröffnung ist dieses Wochenende mit einem traditionellen Nachtflohmarkt vor Curry 36 am Mehringdamm (Foto). Böse Zungen behaupten, daß es sich hier um einer Ausverkauf privater Vermögen handelt, die einer aktuellen Studie zufolge in unserem schönen Land kleiner sein sollen als in den Krisenländer im Süden Europas. Die Wahrheit ist viel einfacher: Der Verkäufer des Nachtflohmarktes hat es lediglich auf eine Currywurst ohne Darm abgesehen.

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25.04.2013

"I LOVE RUINS"


Hamburger Bahnhof / Invalidenstraße / früher Moabit / heute Neue Mitte

Die Meisten werden obige Fahne auf dem Hamburger Bahnhof gar nicht wahrnehmen, weil sie sich nämlich auf den Verkehr auf der Dauerbaustelle in der Invalidenstraße konzentrieren müssen, was letztendlich auch gut so ist. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was hinter "I Love Ruins" steckt oder wer dafür verantwortlich ist. Ich denke, daß derjenige, der diesen Blödsinn verzapft hat, weder "aus Ruinen auferstanden" noch jemals in einer Ruine gewohnt hat. Ganz im Gegenteil. Ich bin mir nahezu sicher, daß er selbst in einer schicken Eigentumswohnung im Prenzlauer Berg wohnt, der allerdings heute zu Pankow gehört.

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24.04.2013

"BUH SIDO" UND DER "PREIS" FÜR INTEGRATION


"Nenn mich Monsta ..."

Alle reden von Uli Hoeneß, aber niemand von "Buh Sido". Warum eigentlich nicht? Ist es zu gefährlich? Oder ist das der Preis für "gelungene Integration"? Fakt ist: Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen.

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TAXIBERLIN SUCHT DEN DÜMMSTEN DEUTSCHEN


"Mit der Fackel aus der Taxe getrieben ..."

Prolog
Er weiß nicht, wo er wohnt. Er lebt erst seit kurzem in Berlin. Genau genommen seit einem Jahr. Natürlich will er 'ne Quittung. Für 'ne Fahrt am Sonntag! Er kommt aus dem Club (woher sonst?). Dort hat er gearbeitet! Er war dort zum Scouting.

Armer Dummer Deutscher
Stunden später. Ich fragte mich schon, ob es ein Fehler gewesen war, Sonntag Abend nicht zum Flughafen gefahren zu sein. Da kam er. Nicht mehr ganz frisch, aber immerhin wollte er nach Lichterfelde Süd. Vom Ku'Damm! Er wusste, wo er wohnt, und kannte auch den Fahrpreis. Der war zwanzig Euro und sechzig Cent. Ob zwanzig Euro auch OK wären?! Warum denn nicht, was tut man nicht alles für seine Fahrgäste. Er dachte dabei natürlich nur an mich. Damit ich seinen Fünfzig Euro Schein nicht wechseln müsse. Nun reichte es! Das wäre kein Problem, das tue ich doch gerne. Jetzt würde ich ihm unsympathisch werden, was ganz auf Gegenseitigkeit beruhte. Ob er die Rechnung in der Kneipe auch abrunden würde. Angeblich Ja! Naja, zumindest gäbe er kein Trinkgeld - wenn der Service nicht stimmen würde. Und, hat der Service nicht gestimmt? Der Rest war schweigen. Noch so ein Typ, den ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Deswegen trieb ich ihn mit der Fackel (auch Dachzeichen) aus meiner Taxe. Denkverbote hin oder her - Eins konnte ich mir nicht verkneifen zu denken: Armer Dummer Deutscher.

Epilog
Die Gedanken sind frei. Aber nicht nur das. Ich fahre gar keine Taxe. Taxifahren ist nur so ein Hobby von mir. Eigentlich bin ich hier beim Scouting! Und der Typ aus Lichterfelde Süd hat beste Chancen, Dümmster Deutscher zu werden.

Foto&Text TaxiBerlin

23.04.2013

BERLIN GOT DIRTY


Reklame (Detail)

Bei obigem Ausschnitt handelt es sich um die Ankündigung eines bekannten Bekleidungsherstellers, daß es zu einem von ihm organisierten Event an einem bestimmten Tag in Berlin schmutzig zugehen wird. Einmal mehr sind damit Leute in unserer Stadt unterwegs, die von ihr offensichtlich keine Ahnung haben. Sonst wüssten sie nämlich, daß Berlin schon immer schmutzig war, ist und auch bleiben wird.

Foto&Text TaxiBerlin

22.04.2013

FAHREN AUF RESERVE


Auto Armatur (Detail)

Es gibt Länder (mir fällt gerade keins ein), da fahren die Leute permanent auf Reserve. Das liegt zum einen daran, daß das Geld knapp und der Sprit teuer ist; aber auch daran, daß ein voller Tank oft mehr Wert ist als das ganze Auto. Hierzulande bedeutet das Aufleuchten der Rerserveanzeige (Foto) in der Regel die sofortige Fahrt zur nächsten Tankstelle. Das muss nicht sein! Selbst wenn man wirklich wegen Spritmangel liegen bleiben sollte, kann das auch was Positives haben. Beispielsweise daß man neue Leute kennenlernt, die einem helfen. Oder daß man einfach mal wieder Taxi fährt. Auch wenn es nur die Fahrt zur nächsten Tankstelle ist, um dort den Resevekanister aufzufüllen. Aber wie gesagt, das ist mehr als unwahrscheinlich (andere Länder machen es vor!), denn mit dem Reservesprit kommt man weiter als man denkt. Das richtige Ablesen und Verstehen der Anzeige der Auto Armatur (Foto) kann dabei durchaus hilfreich sein. Sicherlich, man kommt nicht nach Bulgarien. Aber bis zur "Total-Tanke" in der Bulgarischen Straße in Treptow kommt man auf jeden Fall. Und das von jedem beliebigen Punkt in der Stadt. Das verspreche ich nicht nur - das garantiere ich sogar!

Foto&text TaxiBerlin

DAS QUIZ BEI TAXIBERLIN


Werbung (Detail)

Wer weiß, von wem folgendes Zitat ist, dem winkt wie immer eine Kurzstrecke: "Es gibt keine Erwachsenen mehr, es gibt nur noch Kinder jeden Alters."

Foto&Quiz TaxiBerlin

20.04.2013

BERLIN BRAUCHT DICH NICHT


Karl Marx Allee / früher Mitte / heute Neue Mitte

Schneller als erwartet hat mein Koffer seine Umlaufbahn bei Grönland verlassen und ist in Berlin aufgeschlagen. Genau genommen vor meiner Haustür. Der Haustürservice hat also funktioniert. Wo hat man das noch, daß man wirklich das bekommt, was einem versprochen wird. Leider muss der geneigte Leser nun auf die versprochenen Reisenotizen verzichten oder, je nach Sichtweise, bleibt von ihnen verschont.

Deswegen zurück zum Tagesgeschäft und dem eigentlichen Thema dieses Blogs: "Berlin, wie hast du dir verändert?!" Waren früher die Leute FROH, nach Berlin kommen zu können, weil sie anderswo vertrieben worden waren (Stichworte: Hugenotten, Schlesier, Ostpreußen), so ist das heute ganz anders. Heute tun die Zugewanderten SO, als müssten wir ihnen, also den Zugewanderten, dankbar sein, daß Mieten steigen und Clubs schließen.

Irgendjemand, mir fällt gerade nicht ein WER, hat mal über dieses Phänomen gesagt: "Die Massen sind jetzt da, es hat sie niemand drum gebeten." Später kamen Aufkleber hinzu wie: "Du bist kein Berliner" und "Berlin liebt dich nicht". Ab sofort sind auch T-Shirts im Angebot. Ich habe gerade eben eins gesehen. Es trägt die Aufschrift: "Berlin braucht dich nicht!"

Foto&Text TaxiBerlin

LIFE IS A ONE WAY STREET


... WITH A DEAD END

TaxiBerlin ist zurück aus "Gottes eigenem Land" und direkt vom Flughafen auf die Straße. Erst nach Hause fahren hätte sich nicht gelohnt. Der Koffer ist noch nicht in Berlin sondern auf irgendeiner Umlaufbahn rund um Grönland. Wann genau er in Berlin aufschlägt, das liegt in Gottes Hand. Bis dahin gibt's ein paar Reisenotizen.

Text&Foto TaxiBerlin

16.04.2013

GOTTES EIGENES LAND UND DAS JUENGSTE GERICHT


Zwei Stunden muss man Schlange stehen, bevor man "Gottes eigenes Land" betreten darf. (Das Ganze nach zehn Stunden im Flieger - aber das nur nebenbei.) Ob das wirklich lange ist (oder eher nicht), laesst sich mit Gewissheit erst nach dem "Juengsten Gericht" sagen. In einem Punkt bin ich mir jetzt schon sicher: Auch dort ist der gut beraten, der beim Warten nicht die Nerven verliert.

Das Beste in "Gottes eigenem Land" ist zweifellos der taegliche Polizei Report. Gut, nicht voellig unter den Tisch fallen lassen moechte ich die hiesigen Toiletten. Die meisten von ihnen sind groesser als manche Wohnung in Berlin. (Oder zumindest manch unserer zukuenftigen Wohnungen.) Auch das Bier ist durchaus trinkbar hier - nur eben nicht in der Oeffentlichkeit. Aber jetzt mal ehrlich: Hast nicht auch du sie langsam satt - diese ganzen ewig Bier trinken Junkies in Berlin?!

Doch zurueck zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben, und zwar zum lokalen "Police Blotter" (auf Deutsch Polizei Bericht). Der ist auf Seite Zwei der Lokakzeitung und ist so ziemlich das Einzige, was man sich auf keinen Fall entgehen lassen darf in "Gottes eigenem Land". Nachfolgend ein Beispiel, damit auch du eine ungefaehre Vorstellung davon bekommst, worueber hier ueberhaupt die Rede ist:

"Sonntag, 9:35 Abends: Ein Anrufer berichtet, ein Schluesselbund auf einem Abfalleimer gefunden zu haben, woran ein Zettel mit folgendem Wortlaut befaestigt war: Gott hat mir befohlen, meinen Wagen wegen all meiner Suenden aufzugeben."

Text TaxiBerlin