26.08.2015

AUSZEIT vs. EXODUS


Auf der Straße

Man kann auch eine Auszeit auf der Straße verbringen, als Taxifahrer sollte man das sogar. War ich neulich noch in Amerika, geht es jetzt schon wieder auf den Balkan. Ich folge damit mehr oder weniger dem Hinweis eines serbischen Fahrgasts aus Belgrad, der mich bereits vor Wochen darauf hinwies, dass es sich bei dem, was da gerade in seinem Land stattfindet, um eine Völkerwanderung handelt.

Nun bin ich, was Serben und Serbien angeht, von Hause aus vorsichtig, was der Serbe bei mir im Taxi auch absolut verstand. Und so war es keine Überraschung, dass er mein vorsichtig formuliertes "aggressive", wir unterhielten uns auf Englisch, in "violent" korrigierte, womit niemand anders als seine serbischen Landsleute gemeint waren. Übrigens war der Mann in meinem Alter nach eigenen Angaben Politiker, was immer das in Serbien heißen mag.

Meine Auszeit, die mich nicht direkt nach Serbien, aber doch in die Nähe bringen wird, bedarf, das versteht sich von selbst, zumindest war das früher so, keiner Spende. Bei meiner Reise nach Amerika war das anders, da war ich eingeladen. Ich habe also niemanden um etwas gebeten oder gar angebettelt. Vielen Dank noch einmal auch von dieser Stelle, ich habe mich in Amerika wie zu Hause gefühlt, was so mit das Höchste ist, was man als Gast sagen kann.

Zurück zu meinem Fahrgast aus Serbien, mit dem ich mich wie gesagt meist auf Englisch unterhielt, wenngleich mit serbischen und/oder bulgarischen Einsprengseln. Er erzählte mir von einer Reportage im serbischen Fernsehen, allerdings bereits vor einigen Wochen. Dort wurden Betreiber und Verkäufer von Läden befragt, ob die Flüchtlinge auch in ihre Shopping-Malls kommen würden.

Ja, das würden sie durchaus tun, bestätigten diese. Es gäbe auch keine Probleme mit ihnen, auch wenn sie dort außer vielleicht einem Kaffee nichts kaufen würden. Eine Sache gäbe es allerdings, die Flüchtlinge in serbischen Shopping-Malls kaufen würden. Was das wäre, wollte ich von meinem Fahrgast aus Serbien wissen. Die Antwort liegt auf der Hand, oder besser auf der Straße: Schuhe!

PS: Es ist gar nicht so lange her, da lag auch ich einmal an der ungarischen Grenze, allerdings auf ungarischer Seite. Damals wurden Zäune gerade abgebaut. So ändern sich die Zeiten ...

Foto&Text TaxiBerlin

24.08.2015

ICH FAHRE ALLES oder AUCH ICH EIN PROFITEUR




Die Heinersdorfer Straße - welcher Taxifahrer kennt sie nicht?! Und natürlich auch das Restaurant "Weißes Rössl", das älteste bayrische Wirtshaus in Berlin, genauer gesagt in Lichterfelde. Dass ich die Lokalität kenne, hängt, um ganz ehrlich zu sein, mit diesen blöden Party People zusammen, die gerade mal wieder, wie eigentlich immer, Berlin heimsuchen. Das ganze kam so:

Seit einiger Zeit komme ich mir vor wie ein elender Profiteur, um nicht den Ausdruck Kriegsgewinnler zu bemühen, und zwar deswegen, weil ich vorzugsweise eben erwähnte blöde Party People durch Friedrichshain/Kreuzberg und Mitte kutschiere, und somit von ihnen profitiere, obwohl ich sie gar nicht leiden kann. Um auch hier bei der Wahrheit zu bleiben, mit der kommt man bekanntlich am weitesten, hasse ich Party People, aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

Dass es im Moment gut läuft im Taxi, trotz Krise und Völkerwanderung, hat mit der Tariferhöhung vor einigen Wochen zu tun, aber vor allem eben mit besagten Party People, die sich das Taxifahren noch leisten können, Hauptsache es geht zur nächsten Party. Ich würde auch lieber Flüchtlinge durch die Gegend fahren, das kannst du mir glauben, aber die zahlen halt schlechter.

Aktuell frage ich mich, was ich den Flüchtlingen anbieten kann außer mein Taxi. Ich habe keine Äpfel, keine Schrippen und auch keine Eier - zumindest nicht zum Verschenken. Mir fällt nur Deutschunterricht ein, aber auch Ortskunde wäre eine Option. Ich überlege ernsthaft nach Moabit zu fahren, um dort sozusagen fliegenden Unterricht für Flüchtlinge anzubieten.

Dabei denke ich nicht, dass Flüchtlinge die besseren Menschen sind. Das nicht. Mit Sicherheit haben sie die interessanteren Geschichten anzubieten. Aber vor allem leiden sie nicht, worunter so viele Menschen hierzulande leiden, und zwar an Langeweile. Komischerweise ist Langeweile bisher noch nicht als selbständige Krankheit anerkannt, wo es doch so viele eingebildete gibt.

Denn warum müssen Menschen ständig feiern, wenn nicht aus Langeweile? Warum müssen sie trinken, rauchen und wegen mir auch ficken, wenn sie es denn noch können, wenn nicht aus Langweile? Warum müssen sie ständig um die halbe Welt jetten, wo sie auch zu Fuß gehen und Landesgrenzen auf althergebrachte Weise überschreiten könnten, wenn nicht aus Langeweile?

Klar, ich könnte jetzt auch was spenden für die Flüchtlinge. Beispielsweise ein paar Einnahmen, die mir Party People beschert haben. Aber sollte ich darüber schreiben? Ich könnte auch einen Flüchtling bei mir zu hause aufnehmen. Auch das ginge. Nur, wo soll ich dann wohnen? Ich könnte auch 40 anstelle von 30 Stunden die Woche arbeiten, aber will ich das?

Am praktikabelsten und auch am zweckmäßigsten erscheint mir, mich an erster Stelle fern zu halten von den Party People, oder genauer gesagt, sie fern zu halten von meinem Taxi, weswegen ich neuerdings meine Dienste vorzugsweise in den Außenbezirken von Berlin anbiete.

Auch, damit ich voran komme, denn darauf kommt es im Leben an. Und wenn ich mich gut fühle, fällt mir bestimmt auch was ein, was ich tun kann, damit sich auch Flüchtlinge bei uns gut fühlen.

Foto&Text TaxiBerlin

22.08.2015

ICH FAHRE ALLES


Datenfunk Display (Detail)

Der Film "Taxi", für den ich hiermit nochmals werben möchte, erinnert auf angenehme Weise an die guten alten Zeiten, wo im Taxi noch richtig gefunkt wurde und wo es manchmal auch im wahrsten Sinne des Wortes gefunkt hat. Die Rede ist vom Sprachfunk, der in vielen Taxen immer irgendwie im Hintergrund mitlief, und einem zumindest das Gefühl gab, Teil eines Großen Ganzen zu sein.

Heute läuft die Vermittlung von Funkaufträgen in Taxen immer mehr über den sogenannten Datenfunk, wozu man so ein Gerät wie oben abgebildet braucht, auf dessen Namen ich gerade nicht komme, und das mir auch nicht gehört sondern meiner Firma. Dank im Gerät eingebautem GPS weiß die Zentrale immer ganz genau wo ich gerade bin, mein Chef glaube ich auch - ein Trottel wer Böses dabei denkt.

Natürlich ist das alles, zumindest offiziell, nur zu meinem Vorteil, weil die Funkzentrale ihre angeschlossenen Taxen effektiver mit Aufträgen versorgen kann, die dann einfach, meist verbunden mit einem akustischen Signal, damit man sie nicht verpasst, auf dem Display erscheinen. Der Nachteil ist, dass es im Taxi absolut still ist, man sich also nicht mehr als Teil eines Großen Ganzen begreift.

Diese "Separierung", also der Umstand, wenn man aus einem Großem viel Kleines, man kann wohl auch "Elementarteilchen" dazu sagen, macht, wird in Fachkreisen "Balkanisierung" genannt. Die Bezeichnung "Balkanisierung" soll uns aber nur verwirren, das ist klar. Was genau dahintersteckt, wusste mein Fahrgast aus dem Lokal "Quasselstube", das sich in der Obentrautstraße 70 in Kreuzberg befindet.

Mein Fahrgast, männlich und Mitte 50, aus der "Quasselstube" war, wie sollte es anders sein, eine wahre "Quasselstrippe", die über alles bescheid und natürlich alles besser wusste, was total nervt, aber nur am Anfang. Hat man sich, so wie ich, erst einmal eingehört, stehen auch bei den Auslassungen einer "Quasselstrippe", wie übrigens überall, "die schmackhaften essbaren Pilze direkt neben den giftigen." (Copyright: Mein bester Freund)

Was die "Quasselstrippe" aus der "Quasselstube" nun genau über die "Balkanisierung" alias "Separierung" zu sagen wusste, habe ich nicht etwa vergessen - das nicht. Aber das jetzt einfach so wiederzugeben ist auch etwas "unsportlich", oder?! Falls es dich interessiert, empfehle ich dir einfach mal in die "Quasselstube" in der Obentraut 70 in Kreuzberg zu gehen und nach der "Quasselstrippe" zu fragen. Wenn er da ist, erzählt er es dir mit Sicherheit gerne persönlich.

Foto&Text TaxiBerlin

20.08.2015

WELCHER TAXI-FILM DARF'S DENN SEIN


Kino "Toni" / Antonplatz / früher Weißensee / heute Pankow

Seit heute muss man sich an einigen Kinos in Berlin entscheiden, welchen Taxi-Film man sehen möchte, denn heute ist der deutsche Kinofilm "Taxi" nach dem gleichnamigen Roman von Karen Duve angelaufen. Der andere aktuelle Taxi-Film ist "Taxi Teheran", der Gewinner des Goldenen Bären der diesjährigen Berlinale, über den ich bereits an anderer Stelle, also hier, geschrieben habe.

Ich möchte über den deutschen Kino-Film "Taxi", der heute angelaufen ist, nur soviel schreiben, als dass er besser ist als das Buch es erwarten ließ. Ich bin ohne Erwartungen ins Kino gegangen, sozusagen als "Pflicht-Programm" für jeden Taxifahrer, und die nicht vorhandenen Erwartungen wurden auch nicht enttäuscht. Um es mit einem Satz zu sagen: Es hätte viel viel schlimmer kommen können.

Eine Szene möchte ich kurz erzählen, um auch dir Mut zu machen, dir den Film "Taxi" anzusehen. Ein besoffener Fahrgast, den die weibliche Hauptdarstellerin von seiner Kneipe nach Hause gefahren hat, hat plötzlich kein Geld das Taxi, besser die Taxifahrerin, zu bezahlen, so etwas passiert, woraufhin sie, also die Kollegin, ihn, ihren besoffenen Fahrgast, kurzerhand um einige seiner wertvollen Schallplatten erleichtert. Ich musste mich in einer vergleichbaren Situation noch mit einem schweren Röhrenfernseher abschleppen.

Bester Satz im Film: "Billig wird manchmal richtig teuer."

Foto&Text TaxiBerlin

BERLIN TANZT SICH ZU TODE


"Berliner Kurier - der von hier"

Jetzt ist es amtlich, was ich schon seit Jahren sage. Ich meine, wenn der "Berliner Kurier - der von hier" es auch schreibt, dann muss was dran sein. In dem Zusammenhang fällt mir ein: Hatte ich schon erzählt, dass ich letzten Samstag vier von diesen Party Peoples aus meiner Taxe geschmissen habe? Es war der Tag, an dem ich Kultur gemacht habe, und wo nach dem Konzert in der Waldbühne bei mir im Taxi Tschaikowsky den Ton angab. Es war, um ganz genau zu sein, seine vierte Sinfonie, falls das mal einer nachhören möchten.

Ich weiß gar nicht mehr, was genau passiert ist. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass die vier Party Peoples von der "Bravo Bar" in der Torstraße in Mitte zu "Ritter Butzke" in die Ritterstraße nach Kreuzberg wollten und irgendwie nicht mit der vierten Sinfonie von Tschaikowsky kompatibel waren. Sowas kommt vor, und zwar öfter als man denkt, was auch kein Wunder ist, es kommen schließlich immer mehr von diesem blöden Party People Gesockse nach Berlin.

Da muss man ganz ruhig bleiben, also als Taxifahrer meine ich. Am besten man sagt sowas wie: "Passt gerade nicht ..." oder "Hab' was anderes vor ..." Mit den Jahren wird man da selbst als Taxifahrer irgendwie kreativ. Das wichtigste ist sowieso, dass man sie los wird. Alles andere ist sekundär. Selbst wenn da schon fünf Euro auf der Uhr stehen - vergiss sie einfach. Glaub mir, sie sind es wert. Ruhe ist unbezahlbar. Zum Abschied darf man dafür als Taxifahrer, aber nur einmal, das ist ganz wichtig, und auch nur wenn es passt, den Fahrgästen noch mit auf den Weg geben: "Ihr mich auch ..."

Foto&Text TaxiBerlin

19.08.2015

WAS NIETZSCHE ÜBER BRATWURST WUSSTE


Nach Bratwurst und/oder Nietzsche

Der "Lonely Planet" behauptet in einem seiner Reiseführer über Berlin, dass Berliner Taxifahrer genauso viel über Bratwürste wissen wie über Nietzsche. Das ist einige Jahre her, das genaue Erscheinungsjahr ist mir gerade entfallen. Ich weiß auch nicht, ob es in der aktuellen Ausgabe noch genauso drin steht, vermute aber eher nicht. Vielleicht kann das ja mal einer überprüfen.

Man kann dem "Lonely-Planet" vieles vorwerfen, an erster Stelle, dass er dafür sorgt, dass einsame Orte auf unserem Planeten bald nicht mehr einsam sind. Was die Sache mit den Taxifahrern und ihr Wissen über Bratwürste und Nietzsche angeht, so bin ich mir nahezu sicher, dass dies ausnahmsweise nicht der Grund ist, dass Berlin seit einiger Zeit von Besuchern regelrecht überschwemmt wird.

Dass ich mir in diesem Punkt sicher bin, hängt damit zusammen, dass ich rumkomme in der Stadt und den ein oder anderen Berlin Besucher bei mir im Taxi habe, und die interessieren sich für alles mögliche, nur nicht für Nietzsche und auch nicht wirklich für Bratwürste. Das sind eher so, ich weiß ich wiederhole mich, Ballermann Touristen, die immer nur eines wollen, und zwar zur nächsten Party.

Darüber hinaus interessiert sie nur noch, wo sie zwischendurch chillen können. Meistens tun sie dies im Taxi, wobei chillen, zumindest meiner Meinung nach, das verkehrte Wort ist. Es ist eher ein Ausstoß von menschlichen Urlauten auf der Suche nach dem nächsten Geldautomaten. Offensichtlich muss es bereits in der Steinzeit diese Auszahlmöglichkeiten von Bargeld gegeben haben, auch wenn sie bisher in keinem Geschichtsbuch erwähnt sind.

Doch zurück zu Nietzsche und den Bratwürsten. Ob Nietzsche selbst sich mit ihnen auskannte, ist ebenfalls nicht belegt. Der Berliner Taxifahrer soll sich mit beiden auskennen, meint zumindest der "Lonly Planet". Ich habe lange darüber nachgedacht, wie das bei mir ist, und ich kann natürlich nur über mich reden. Was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass viele Berliner Taxifahrer kein Schweinefleisch essen.

Ich esse zwar Schweinefleisch, aber Bratwürste sind auf jeden Fall zu schwer zum Taxifahren, denn da geht es darum voranzukommen. Das ist auch der Grund, warum ich Bratwürste zumindest während der Arbeit eher meide. Gelegentlich kommt es aber vor, dass ich zum Schichtschluss ein Verlangen nach etwas Fettigem verspüre, und dann fahre zu "Curry 36" am Mehringdamm, so viel kann ich verraten.

Der Vorteil an "Curry 36" ist der, dass sie lange aufhaben, ich glaube bis früh um fünf. Außerdem ist dort immer so viel los, dass die Bratwürstchen nicht lange im Fett schwimmen müssen. Nicht zu vergessen, dass sich das Verhältnis von Preis und Leistung im normalen Berliner Rahmen bewegt, obwohl mit Sicherheit "Curry 36" in jedem "Lonely Planet" über Berlin erwähnt ist.

Was ist nun mit Nietzsche? Mit Nietzsche verhält es sich ähnlich wie mit der Bratwurst, er ist fürs Taxifahren zu schwer, oder genauer: zu tief! Sicherlich, man kann ein paar Seiten von ihm lesen, auch im Taxi, aber eben nicht mehr. Ob man sie dann auch wirklich verstanden hat, ist ungewiss. Manchmal ist es nur ein Satz von Nietzsche, der hängen bleibt, beispielsweise folgender:

Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.

PS: Wenn Nietzsche der Meinung gewesen wäre, dass man es sich schenken lassen soll, hätte er es mit Sicherheit erwähnt.

Foto&Text TaxiBerlin

18.08.2015

FREMDSCHAEMEN - ONE MORE TIME


You have the Power to Stop it

First of all I have to tell you I like my German language, although I'm writing one more time in English. It is because, but not only, in German language you can put two ore more words together and you get a new word with a completely other meaning. FREMDSCHAEMEN is such a word and it means you ashamed because somebody else did something embarrassing.

More then two weeks ago I did start FREMDSCHAEMEN and I'm still doing it, but this is not my fault. It is because of a colleague, better "colleague", called "poor Sascha". "Poor Sascha" is a Swabia from Stuttgart and a Berlin cab driver since maybe seven years but he has still problems to make his money with driving a taxi in Berlin. Therefore he always begs via internet for donations and presents.

So this is normal for "poor Sascha" and no reason for FREMDSCHAEMEN about him. By the way: "Poor Sascha" calls himself a "Linker", what means he is politically a "left wing". A "Linker" in Germany is a "Linker", what means it is very strikt. Nevertheless "poor Sascha" gave interviews to Germany's "Right Wing Press", what was already a reason for FREMDSCHAEMEN, because "poor Sascha" never wanted to do anything with BILD and WELT.

On his blog "poor Sascha" wrote before that they, Germany's "Right Wing Press", should leave him alone. Now, after he gave his interviews to them, he erased what he wrote on his blog. Sou you will not find it there anymore, but it seems now the "Right Press" don't want to have to do anything with "poor Sascha" anymore. This could be already a reason for FREMDSCHAEMEN about "poor Sascha".

But it gets worse. More then to weeks ago "poor Sascha" really wanted to work with his taxi. Nobody knows what he did before with his taxi. But anyway - he wanted to make eight hundred Euro in four shifts. Why he needs four shifts for eight hundred Euro also nobody knows. Other drivers need only three shifts for it.

Of course "poor Sascha" wrote about that he really wants to work on his blog. Eight hundred Euro in four shifts means two hundred Euro in one shift, what is easy to understand. "Poor Sascha's" first shift was not good, so he did not reach this goal. His second shift was better, what means after two shifts "poo Sascha" was good with the eight hundred Euro he wanted to make in four shifts.

But, and this is finally the reason I'm still doing FREMDSCHAEMEN about him, "poor Sascha" did not write about his third and fourth shift. So nobody, except him, knows, did he make the eight hundred Euro in four shifts ore not. Other drivers make the same three shifts, but this is not about other drivers. This is about "poor Sascha".

We don't know why "poor Sascha" stopped to write about his four shifts where he really wanted to work. Maybe, but this is only speculation, it is because "poor Sascha's" begging for donations and presents in the internet was successful. Probably they would stop if "poor Sascha" really made eight hundred Euro in four shifts.

For a pity we really don't know. What I know is that I really want to stop FREMDSCHAEMEN about "poor Sascha". That's why I already wrote I would donate for him too, in case he did not really work and of course first of all if he did not make the eight hundred Euro. But how can I know if he made it ore not if nobody knows.

Nevermind, after more then two weeks of FREMDSCHAEMEN I'm really tired of it because FREMDSCHAEMEN is much more exhausting as it sounds. Finally I will donate something anyway, I mean more then this article, to "poor Sascha" and this is what I suggest to everybody who wants to know how to stop FREMDSCHAEMEN.

Foto&Text TaxiBerlin

17.08.2015

TAXI BERLIN MACHT KULTUR


Waldbühne / früher Charlottenburg / heute Charlottenburg-Wilmersdorf

Einmal im Jahr mache ich Kultur, und das war gestern. Der Hintergrund ist der, dass auch ich von Zeit zu Zeit den Wunsch verspüre, einer Mehrheit anzugehören. Bisher, so auch gestern, habe ich die Eintrittskarte für die Kultur immer noch selbst bezahlt. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, ob das noch zeitgemäß bzw. mehrheitsfähig ist. Es ist aber ein anderes Thema.

Die Kultur fand gestern in der Waldbühne, also unter freiem Himmel statt. Eingeladen hatte Daniel B. und sein West-Eastern Divan Orchestra. Die Kultur, das vergaß ich bisher zu erwähnen, war Musik, und zwar klassische. Wenn ich mich recht erinnere, war es die von Beethoven und Tschaikowsky. Ich kann mich aber auch irren. Mit klassischer Musik kenne ich mich nämlich überhaupt nicht aus.

Danach ging es mit der Kultur weiter, und zwar bei mir im Taxi. Dort gab es dann jedenfalls Beethoven und Tschaikowsky, das ist zumindest sicher. Von den zwanzig Fahrten meiner Nachtschicht waren zwei Fahrgäste auch in der Waldbühne gewesen. Einmal eine junge Frau, die mir gegen Zwei bei Klärchens Ballhaus einstieg. Später, gegen Sieben, noch ein junger Gay aus dem Kit Kat Club.

Zwei Fahrgäste, die bei dem selben Konzert waren wie ich von zwanzig Fahrten insgesamt, mag gefühlt eine Mehrheit darstellen, aber eben nicht mathematisch. Knapp daneben ist auch vorbei. Ein Detail möchte ich in dem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen. Um Sieben wimmelte es vorm Kitty, wie der Kit Kat Club auch genannt wird, von tätowierten Muskelprotzen. Die waren dort auf jeden Fall in der Mehrheit, und darauf kommt es an.

Was das zu bedeuten hätte, konnte mir der junge Gay erklären, der, nicht nur, aber wohl auch wegen den Typen mit den Tattoos jetzt besser den Heimweg antrat. Die Muskelprotze kämen zum "Restefi**en". Das Verrückte sei, dass sie in der Regel auch fündig werden, und zwar deshalb, weil um die Uhrzeit immer auch die weiblichen "Gegenspieler" auftauchen würden. Das meinte zumindest der Gay aus Pankow in der Vergangenheit beobachtet zu haben.

Leider hatte ich keine Zeit, das Erscheinen der Gespielinnen von den Muskelprotzen abzuwarten, obwohl mich das als jemand, der auf der Suche nach einer Mehrheit ist, der er eventuell angehören könnte, persönlich ausgesprochen interessiert hätte, aber mein Gay musste nunmal nach Pankow, und zwar schnell, weswegen ich hier nur seine Kurzbeschreibung wiedergeben kann: Groß, Blond und viel Silikon.

Foto&Text TaxiBerlin

14.08.2015

TAXI BERLIN TRIFFT TAXI TEUFEL / TAXI BERLIN MEETS TAXI DEVIL (TEIL DREI / PART THREE)


Taxi Toilet / Southern California / Almost Mexico

Although my soul is still in Southern California where I felt - thanks Taxi Devil - like home, I'm just coming back from my first taxi shift here in Berlin. This shift was "tote Hose"- as we say in German - and what means in English "dead pants". But I have to write about it because I promised my colleague from Southern California what was in the past Mexico.

Bevor I write a bit more about my first taxi shift today I want to tell my fellow Germans, that I will of course also again write in German in the future. But with the language it's a little bit like with the soul. Bove are moving slow. Don't became angry or mad my fellow Germans about me and my bad English. Be happy that I'm not writing in Russian because my Russian is even worse.

Back to my first shift in Berlin and to Tegel Airport where I was ten times today with my taxi because in the city was as I already wrote "tote Hose". That's why I was in Tegel so often - but not only. I was there also because of the Taxi Toilet where you have to pay to go in. There I had a Déjà-vu because one more time it was a colleague in front of me washing his feet in the hand washing basin.

First of all it is dangerous because the basin is high. Then I had to wait to wash my hands in the same basin after the man before me finished his job with his feet there. So I told him about what I saw in the US. I mean the big basin next to the small for the hand washing. The man was really interested in my story even he was busy washing his feet in the small basin in the small toilet at Tegel Airport.

Finally I had to show him the photo above what is still in my small camera which I have always with me. All my colleagues at Tegel Airport became really crazy about it. Now they are thinking about to have such a big basin for their feet in our Taxi Toilet too. Maybe outside because there is not enough space inside. The story could become really interesting. So you better stay tuned!

Foto&Text TaxiBerlin

13.08.2015

TAXI BERLIN TRIFFT TAXI TEUFEL / TAXI BERLIN MEETS TAXI DEVIL (TEIL ZWEI / PART TWO)


Taxi Toilet / Southern California / Almost Mexico

Taxi Devil, my colleague from Southern California, did not know me, as I told you, but we share a lot of things. Fo example we need from time to time to go to the toilet what is called here bathroom ore restroom. Well, this sounds maybe not like an very interesting thing. But it can be very interesting, if you go there with the right person.

I already was in Richard Nixon's Toilet, but this only by the way. When we came into Taxi Devil's Toilet I was not sure, what is this big basin in the middle of the photo for. My first idea was, it's for people with big hands to clean them. Then I thought it's maybe to wash your feet. I know, it sounds weird, but people do this in Berlin!

Finally it's very easy. The big basin is for pee. The next thing what was interesting for me: To use the toilet is almost always free over there. For example you can go to a restaurant and ask. Mostly they let you go to their toilet. But don't forget: They have also the right to refuse their service to anybody. In a Berlin Taxi it's different!

Foto&Text TaxiBerlin